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Dynamische Routeninformation im städtischen Umfeld am Beispiel Graz

Dynamische Routeninformation im städtischen Umfeld am Beispiel Graz
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rainer Müller
  • Abgabedatum: Juni 2003
  • Umfang: 103 Seiten
  • Dateigröße: 5,8 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technikum Joanneum GmbH Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-7013-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-7013-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-7013-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Müller, Rainer Juni 2003: Dynamische Routeninformation im städtischen Umfeld am Beispiel Graz, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Verkehr, Leitsystem, Verkehrsmanagement, Verkehrsplanung, Verkehrsinformation

Diplomarbeit von Rainer Müller

Zusammenfassung:

Ineffiziente Routenwahl der Kraftfahrer verursacht zumeist eine Steigerung der Länge des Fahrweges sowie eine Steigerung der Reisezeit. Der Grund für diese ineffiziente Routenwahl der Kraftfahrer ist fehlendes Wissen über Alternativrouten oder den momentanen Verkehrszustand des Straßennetzes. Versorgt man die Kraftfahrer mit diesen Informationen, sollte eine effizientere und somit auch zeitsparende Wegewahl möglich sein.

Moderne Verkehrsleitsysteme können mit Hilfe von dynamischen Wechseltextanzeigen dazu beitragen, den Verkehrsfluss auf den heute schon oft überlasteten Stadtstraßen aufrecht zu erhalten, auch bei einem zu erwarteten steigenden Verkehrsaufkommen in der Zukunft.

Diese Arbeit beschreibt die grundlegenden Schritte der Planung, Ausarbeitung und Implementierung eines Routeninformationssystems für die Stadt Graz, welches im Rahmen des EU-Projektes „Trendsetter“ in das Gesamtverkehrsmanagementsystem von Graz integriert werden soll.

Besonderes Hauptaugenmerk wird in dieser Arbeit auf die Frage gelegt, ob und wie sich Kraftfahrer überhaupt beeinflussen lassen. Dazu wurde eine Umfrage über das Routenwahlverhalten der Kraftfahrer durchgeführt, um die wichtigsten Kriterien für die individuelle Wegewahl zu erkennen und zu gewichten.

Ein weiterer Schwerpunkt ist die Auswahl der Standorte der Wechseltextanzeigen, welche die Kraftfahrer durch das Grazer Straßennetz leiten sollen.

Schlussendlich werden noch die Chancen und Risiken des Routeninformationssystems beleuchtet sowie ein Ausblick über die weitere notwendige Untersuchungen gegeben.

Inhaltsverzeichnis:

Eidesstattliche Erklärung ii
Danksagungen iii
Inhaltsverzeichnis iv
Abbildungsverzeichnis vii
Tabellenverzeichnis ix
Kurzfassung x
Abstract xi
1. Einleitung 1
2. Grundlagen 4
2.1 Verkehrssysteme 4
2.1.1 Straßennetze 5
2.1.2 Verkehrsbezirke 6
2.1.3 Verkehrssystemmanagement 9
2.1.3.1 Entwicklungsziele 9
2.1.3.2 Konzept 10
2.1.3.3 Bausteine 13
2.2 Vorteile und Nachteile des Pkw 14
2.3 Städtischer Verkehr 15
2.4 Verkehrsleitsysteme im Individualverkehr 17
2.4.1 Datenerfassung und Technik 21
2.4.1.1 Datenerfassung 21
2.4.1.2 Technische Ausrüstung 22
2.4.1.2.1 Detektoren 22
2.4.1.2.2 Rechnereinsatz 22
2.4.1.2.3 Kabeltrassen 22
2.4.1.2.4 Verkehrsleitzentrale 22
2.4.1.2.5 Anzeigetafeln 22
2.5 Wechseltextanzeigen und Wechselverkehrszeichen 23
2.5.1 Definition und historische Entwicklung 23
2.5.2 Bauarten 25
2.5.2.1 Geräte mit mechanischem Zeichenwechsel 25
2.5.2.2 Geräte mit lichttechnischem Zeichenwechsel 26
2.5.2.3 Wahl der Bauart 28
2.5.3 Zeicheninhalte 28
2.5.4 Funktionsanforderungen 31
2.5.5 Wechseltextanzeigen 31
2.5.6 Zusammenfassung 33
3. Verkehrsmanagement in Graz 34
3.1 Das Grazer Straßennetz 35
3.1.1 Hauptstraßen 35
3.1.2 Nebenstraßen 36
3.2 Tempo 30 37
3.3 Modal Split 39
4. Routenauswahl 41
4.1 Verkehrsstärkeplan 41
4.2 Verkehrsbeziehungen 44
4.2.1 Verkehrsbedürfnis 44
4.2.2 Verkehrsaufkommen 44
4.2.3 Verkehrsbeziehung der Fahrten 45
4.3 Verkehrsstrommatrix 46
4.4 Routenwahl aus Sicht der Verkehrsteilnehmer 47
4.4.1 Umfrage 47
4.4.2 Umfrageergebnis 48
4.5 Zielkategorien 51
4.5.1 Zielkategorie 1 51
4.5.2 Zielkategorie 2 53
4.5.3 Zielkategorie 3 53
5. Standorte der Wechseltextanzeigen 55
5.1 Standortdefinition 56
5.2 Standortranking 56
5.3 Standortvarianten 58
5.4 Wirkungsgrad 61
5.5 Chancen und Risiken des Routeninformationssystems 62
6. Im Einsatz befindliche Systeme 64
6.1 Dresden 64
6.2 Köln 67
6.3 München 69
6.4 Nürnberg 73
6.5 Hannover 76
6.6 Europäische Systeme 79
6.7 Wien/ Niederösterreich 81
7. Zusammenfassung und Ausblick 83
Anhang I
Abkürzungsverzeichnis III
Literaturverzeichnis IV

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mit Hilfe des Verkehrsstärkeplanes ist also bekannt, wie viele Fahrten pro Tag auf den ausgewählten Routen stattfinden. Was jedoch noch nicht bekannt ist, sind die Ausgangspunkte und Endpunkte dieser Fahrten. Dieses Wissen ist jedoch für das Darstellen von Routeninformationen unerlässlich. Um genaue Angaben über die Ausgangspunkte (Quellen) und Endpunkte (Ziele) der verschiedenen Fahrten zu erhalten, sind noch weitere Informationen nötig, da sich aus dem in Abbildung 14 ersichtlichen Verkehrsstärkeplan nur die Anzahl der Fahrten herauslesen lassen, die über die jeweilige Straße führen. Für eine nützliche Routeninformation ist jedoch notwendig, die Quellen und Ziele der Fahrten zu wissen, wofür man zusätzliche Daten braucht. [...]

mit dem Umland. Ungefähr 90% der Kfz-Verkehrsleistung (durch Kfz zurückgelegte Kilometer) werden auf diesen Straßen abgewickelt. • • Baulastträger: Baulastträger sind der Bund, das Land Steiermark und die Stadt Graz. Nutzungen: In den vergangenen Jahrzehnten haben sich die angrenzenden Nutzungen von Wohnnutzung hin zu Geschäfts- und Gewerbenutzungen vor allem wegen der Umweltbelästigungen durch den Kfz-Verkehr verändert. • Verkehrs- und Umweltbelastungen:27 Das Hauptstraßennetz ist sehr stark durch den Kfz-Verkehr belastet. Spitzenbelastungen gehen bis 45.000 Kfz-Fahrten/Tag auf 4-6 streifigen Fahrbahnen. Die mittlere Belastung liegt bei 11.800 Kfz/24h. Auf dem Hauptstraßennetz werden derzeit pro Werktag etwa 39.300 kg CO (95% der CO-Emissionen durch den gesamten Kfz-Verkehr), 4.340 kg NOx (92%) und 7.330 kg HC (94%) emittiert. Die Lärmimmissionen am Straßenrand erreichen tagsüber maximal 75 dB und liegen in der Regel bei allen Hauptstraßen über den für städtisches Wohnen zulässigen Grenzwert von tagsüber 55 dB. [...]

Graz ist die zweitgrößte Stadt Österreichs und Hauptstadt des Bundeslandes Steiermark mit einer Fläche von 127 km2. 2001 wohnten 226.244 Einwohner in Graz, im Vergleich zu 1991 ein Rückgang von 4,9% (237.810 Einwohner)22. Der die Stadt umgebende Bezirk GrazUmgebung hatte 2001 eine Einwohnerzahl von 131.304, ein Zuwachs von 11,2% gegenüber 1991 (118.048 Einwohner). Da im Bezirk Graz-Umgebung nur ca. 26.000 Arbeitsplätze vorhanden sind, sind viele Bewohner dieses Bezirkes gezwungen in die arbeitsplatzreichere Stadt (ca. 121.000 Arbeitsplätze)23 einzupendeln. Der so entstehende Pendlerverkehr ist vor allem auf den Einzugsstraßen bemerkbar. Ein mobiler Grazer legt pro Werktag 3,8 Wege zurück und verbringt dadurch ca. 75 Minuten täglich im Verkehr. Die durchschnittliche täglich zurückgelegte Strecke eines mobilen Grazers beträgt ca. 22 km. Insgesamt werden in Graz pro Tag 1,1 Millionen Wege zurückgelegt.24 [...]

Arbeit zitieren:
Müller, Rainer Juni 2003: Dynamische Routeninformation im städtischen Umfeld am Beispiel Graz, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Verkehr, Leitsystem, Verkehrsmanagement, Verkehrsplanung, Verkehrsinformation

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