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Die Konflikte der Türkei im Rahmen der EU-Integration

Studie ist nur auf CD und als Papierversion erhältlich.

Die Konflikte der Türkei im Rahmen der EU-Integration
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Caner Aver, Orhan Güles
  • Abgabedatum: Juni 2002
  • Umfang: 236 Seiten
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Ruhr-Universität Bochum Deutschland
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6955-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6955-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Caner Aver, Orhan Güles Juni 2002: Die Konflikte der Türkei im Rahmen der EU-Integration, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Ägäiskonflikt, Zypernkonflikt, Politische Geographie, Geopolitik

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Diplomarbeit von Caner Aver, Orhan Güles

Zusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit wurde im Rahmen des Diplomstudienganges Geographie an der Ruhr-Universität Bochum als Abschlussarbeit angefertigt. Das Hauptziel dieser Diplomarbeit mit dem Titel „Die Konflikte der Türkei im Rahmen der EU-Integration“ besteht in einer systematisch strukturierten Analyse von Konflikten, in denen sich die Türkei mit ihren Nachbarländern befindet. Die untersuchungsleitenden Konzepte stammen insbesondere aus der räumlichen und politikwissenschaftlichen Konfliktforschung. Die Arbeit konzentriert sich auf die Analyse der Auswirkungen der verschiedenen Konflikte der Türkei mit ihren Nachbarländern auf den Integrationsprozess der Türkei in die Europäische Union (EU). Als Fallstudien sind die folgende Konflikte ausgewählt worden: der Griechisch-Türkische Disput, der zwei Teilkonflikte mit dem Zypernkonflikt und dem Ägäiskonflikt mit Griechenland beinhaltet, und der Wasserkonflikt an Euphrat und Tigris mit Irak und Syrien. Die Analyse politischer Komponenten der einzelnen Teilelemente der Arbeit bildet eine signifikante Gewichtung des politischen Aspektes. Dadurch bekommt diese Studie eine interdisziplinäre Ausrichtung. Außer der Politischen Geographie als Teildisziplin der Humangeographie werden die Politikwissenschaften als Teildisziplin der Sozialwissenschaften mit eingebunden.

Die Idee zu dieser Diplomarbeit entstand im Rahmen der Teilnahme an zwei Hauptseminaren im WS 2000/01. Das humangeographische Seminar „Fallstudien zur (regionalen) Konfliktforschung“ beschäftigte sich mit Konfliktlagen in der Forschung. Hierbei spielte insbesondere das Sichtfeld der Geographie eine zentrale Rolle. Im Seminarverlauf sollte geklärt werden, welchen Beitrag GeographInnen zur Analyse und zur Lösung von Konflikten leisten können. Diese Frage wird in dieser Arbeit ebenfalls behandelt. Die Hauptintention des Seminars bestand insbesondere in der Klassifikation von Konflikten mit Hilfe von empirischen Fallstudien zu verschiedenen Regionen der Welt. Das zweite Seminar in den Politikwissenschaften stellte unter dem Titel „Türkei – BRD – EU“ die türkische EU-Integration und die Beziehungen der Türkei zu Deutschland und zur EU ins Zentrum der Diskussion. Für die Autoren war die Verknüpfung der räumlichen Konfliktforschung und der EU-Integration besonders interessant. Die vorgenannten Konflikte sind ein sensibler Punkt im Beitrittsprozess, insbesondere mit Griechenland als einem EU-Land. Ihre Analyse kann wichtige Rückschlüsse für die künftige Entwicklung in der Region aufzeigen. Die Türkei gehört als Brückenland zu Südosteuropa und zum Nahen Osten und grenzt an den Kaspischen Raum. Dies ist eine besonders interessante Konstellation für eine interdisziplinäre Konfliktanalyse, da die Konflikte in beiden Regionen stattfinden.

Im Schlussteil folgt die Bewertung der Konflikte im Prozess der EU- Integration. Die Autoren führen Beispiele an, wie die Konflikte gelöst werden können, um den Beitritt dadurch nicht zu blockieren. Im letzten Teil wird die Frage gestellt, ob die EU zukünftig ein Global Player sein will, wovon auch die Perspektive eines türkischen EU- Beitritts begründet werden kann. Die Türkei am Schnittpunkt geostrategischer Räume zwischen der EU, dem Orient und dem Kaspischen Raum wird entsprechend der außenpolitischen Orientierung der EU von Europa wahrgenommen, wovon sich die Bedeutung der Türkei ableiten lässt. Dies wird auch darüber entscheiden, ob die Türkei EU- Mitglied wird oder nicht. Bei einer Europäischen Union - mit Ambitionen zum Global Player - wird die Türkei EU- Mitglied werden. Entscheidet sich die EU, nur regional aktiv zu bleiben, wird es erheblich schwer für die Türkei, in die EU aufgenommen zu werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 4
1.1 Der EU-Beitrittsprozess 5
1.2 Leitfragestellungen 8
1.3 Theoretische Konzepte der Politischen Geographie 11
1.4 Der Konfliktbegriff 17
1.5 Konzepte der Konflikttheorie 21
1.6 Methoden und Verfahren 23
1.7 Quantitative und Qualitative Dimension der Wasserfrage 26
1.8 Die Multidimensionalität von Konflikten 31
2. Der Griechisch-Türkische Disput 34
2.1 Einleitung 34
2.2 Die Griechisch-Türkischen Beziehungen seit Beginn des 19. Jahrhunderts bis zur Unabhängigkeit beider Staaten 36
2.3 Grundzüge der Außenpolitik beider Staaten in der Konfliktfreien Periode 41
2.4 Der Zypernkonflikt 49
2.4.1 Grundlagen und Genese des Zypernkonfliktes 49
2.4.2 Der Weg in die Unabhängigkeit 53
2.4.3 Die Künstliche Republik 58
2.4.4 Die Krise von 1964 61
2.4.5 Die Krise von 1967 65
2.4.6 Die Intervention des Türkischen Militärs 1974 68
2.4.7 Die Entwicklung nach 1974 bis dato 74
2.4.8 Teilfazit 78
2.5 Der Ägäiskonflikt 81
2.5.1 Grundlagen, Genese und Dynamik des Ägäiskonflikts 81
2.5.2 Die Zuteilung der Souveränen Rechte über den Festlandsockel 84
2.5.3 Die Abgrenzung der Territorialen Gewässer 87
2.5.4 Der Militärische Status der Ostägäischen Inseln 88
2.5.5 Der Status des Zivilen und Militärischen Luftverkehrs 90
2.5.6 Teilfazit 92
2.6 Gesamtfazit 94
3. Der Wasserkonflikt anEuphrat und Tigris 102
3.1 Einleitung 102
3.2 Die Bedeutung des Wassers in der Euphrat-Tigris-Region 103
3.2.1 Die qualitative Dimension der Wasserfrage im Nahen Osten 103
3.2.2 Wasserverteilung in der Euphrat-Tigris-Region 105
3.2.3 Wassernutzung in der Euphrat-Tigris-Region 108
3.3 Das Südostanatolien-Projekt (GAP) 109
3.3.1 Geschichte und Vorbedingungen des GAP 109
3.3.2 Ziele und Intentionen des GAP 111
3.3.3 Fortschritte und Defizite in der Realisierung des GAP 117
3.4 Konfliktpotenziale 118
3.4.1 Sozioökonomische Konflikte 119
3.4.2 Die Kurdenfrage als Konfliktdeterminante 122
3.4.3 Ökologische und Kulturhistorische Folgen 129
3.4.4 Der Wasserkonflikt auf der Großregionalen Ebene 132
3.5 Politische und ökonomische Interaktionen der Konfliktakteure 134
3.5.1 Interaktionen zwischen der Türkei und Syrien 135
3.5.2 Interaktionen zwischen der Türkei und Irak 140
3.5.3 Interaktionen zwischen Syrien und Irak 145
3.6 Der Wasserkonflikt an Euphrat und Tigris 148
3.6.1 Interessenkonstellation der Akteure 148
3.6.1.1 Die Interessen der Türkei im Konflikt 148
3.6.1.2 Die Interessen Syriens im Konflikt 156
3.6.1.3 Die Interessen des Irak im Konflikt 160
3.6.2 Die Entwicklung des Konfliktes 163
3.6.3 Die Interessen des Westens im Konflikt 166
3.7 Fazit 169
4. Resümee 176
4.1 Typisierung der Verhaltensmuster der Türkei in Konflikten 176
4.2 Das Modell der Global Governance in der Konflikttheorie 183
4.3 Die Rolle von GeographInnen in der Konfliktbearbeitung 186
4.4. Die Konflikte der Türkei im Rahmen der EU-Integration 189
4.4.1 Die Entwicklung der türkischen EU-Beitrittsbestrebungen 189
4.4.2 Der Einfluss der Konflikte der Türkei auf die EU-Integration 192
4.4.3 Die Integration der Türkei in die EU unter Berücksichtigung der geostrategischen Rolle der Türkei 195
Abbildungsverzeichnis 201
Kartenverzeichnis 201
Tabellenverzeichnis 202
Anhangsverzeichnis 202
Abkürzungsverzeichnis 203
Literaturverzeichnis 205
Anhang 225

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Arbeit zitieren:
Caner Aver, Orhan Güles Juni 2002: Die Konflikte der Türkei im Rahmen der EU-Integration, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Ägäiskonflikt, Zypernkonflikt, Politische Geographie, Geopolitik

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