Marketing-Konzeption für Wellness-Kreuzfahrten in Kroatien
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Aleksandar Lukin
- Abgabedatum: Oktober 2002
- Umfang: 117 Seiten
- Dateigröße: 1,1 MB
- Note: 3,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Kempten Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6568-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6568-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6568-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lukin, Aleksandar Oktober 2002: Marketing-Konzeption für Wellness-Kreuzfahrten in Kroatien, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Marketingkonzeption, Wellness, Kreuzfahrten, Kroatien, Marketing-Mix
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Diplomarbeit von Aleksandar Lukin
Problemstellung:
Der Autor der Diplomarbeit möchte mit dieser Marketing-Konzeption eine Möglichkeit aufzeigen, wie ein neues Produkt bei einem beliebigen Reiseveranstalter in einem neuen Markt eingeführt werden könnte.
Diese Diplomarbeit basiert dabei auf drei tragenden Säulen, die sich gegenseitig ergänzen und überschneiden.
Die erste der tragenden Säulen dieser Konzeption ist der Bereich der kroatischen Küste, an der die Konzeption beispielhaft realisiert werden könnte. Die Tourismusverantwortlichen haben hier seit dem Ende des Krieges 1995 große Anstrengungen unternommen, um den einst florierenden Tourismus wieder in die Gänge zu bringen. Dabei ist es die Hauptaufgabe der Touristiker, Kroatien auf dem internationalen Markt neu zu positionieren, da in der Tourismusbranche in den letzten 10 Jahren, in denen dieses Land am internationalen Tourismus nicht teilnehmen konnte, ein dynamischer Wandel vonstatten ging.
Einige der Ziele, die sie sich gesetzt haben, wurden bereits erreicht, wie z.B. die Ankunfts- und Übernachtungszahlen zu erhöhen. Die boomenden Zahlen der letzten Jahre sprechen für sich. Zudem wurde bereits in den ersten fünf Monaten dieses Jahres ein Besucherzuwachs von 25% erreicht. Nimmt man allein die deutschen Urlauber, so liegt der Zuwachs sogar bei 62%.
Eines der Fernziele der Tourismusverantwortlichen ist es, bis zum Jahr 2005 die magische Grenze von 60 Millionen Übernachtungen zu generieren. Es wird aber gleichzeitig versucht, die Struktur innerhalb dieser Zahl zu verändern. Es sollen in Zukunft vermehrt Touristen aus den traditionellen Quellgebieten wie Deutschland, Österreich und Italien stammen. Zur Zeit wird deren Anteil gegenüber Touristen aus den ehemaligen Ostblockstaaten ausgebaut.
Der Kreuzfahrttourismus bildet die zweite Säule dieser Konzeption. Kreuzfahrten wurden in den letzten Jahren immer beliebter. Dabei versuchen die Reedereien bzw. die Seereiseveranstalter zunehmend neue Zielgruppen zu erreichen, die durch verschiedene Angebotsformen angesprochen werden. Man geht sogar so weit, dass für spezielle Zielgruppen eigene Kreuzfahrten angeboten werden. Diese Kreuzfahrten werden Themenkreuzfahrten genannt. Als Beispiel hierfür kann man die Börsenkreuzfahrten nennen. Auf diesen Kreuzfahrten treffen sich „Börsianer“, um über die aktuellen Tendenzen des Aktienmarktes zu diskutieren, an Workshops teilzunehmen und neue Kontakte zu knüpfen.
Der Zielgruppe der Kreuzfahrer wird ein sehr großes Potential zugesprochen. So schätzt die Kreuzfahrtbranche ein Potential von ca. 1 Million Reisender für die nächsten 10 Jahre. Ein weiterer Trend in der Kreuzfahrtbranche liegt in der Verkürzung der Aufenthaltsdauer auf den Schiffen. Sie beträgt zur Zeit im Schnitt 10,1 Tage.
Den größten Anteil am Kreuzfahrttourismus an der kroatischen Küste stellen zur Zeit sogenannte Piratenkreuzfahrten dar, die als Hauptattraktion das Inselhüpfen anbieten. Dies sind Kreuzfahrten, die auf umgebauten Segelschonern stattfinden. Dabei werden verschiedene Inseln angelaufen, bei denen die Reisenden zu Beginn aussteigen und die Inseln wandernd oder mit dem Fahrrad überqueren. Am anderen Ende dieser Insel werden die Gäste wieder vom Schiff abgeholt. Dabei verlaufen auch diese Kreuzfahrten meist im Stil von Kreuzfahrten im herkömmlichen Sinne: In den angelaufenen Häfen, in denen man sich die Nacht über aufhält, finden zwar keine organisierten Landausflüge statt, aber die Bordgäste gehen abends gemeinsam in die Hafentavernen zum Essen, Trinken und Tanzen.
Die Routen führen meist durch die Inselwelt Kroatiens wahlweise ab Rijeka Richtung Süden oder ab Split bzw. Dubrovnik die im südlichen Teil Kroatiens liegen Richtung Norden. Diese Form der Kreuzfahrt wird schon seit Mitte der Sechziger Jahre angeboten, in denen diese Fahrten Ihren Ursprung nahmen.
Die dritte tragende Säule dieser Konzeption ist der Wellness-Tourismus. Hierbei handelt es sich um ein Trend, der zur Zeit auf dem touristischen Markt für Furore sorgt, da dies einerseits ein neues Betätigungsfeld für etablierte Reiseveranstalter darstellt, aber auch für neue Anbieter viele Nischen zur Verfügung stellt. Diese Marktlücken werden dann dynamisch und qualitätsorientiert durch kleine und mittlere Reiseveranstalter abgedeckt. Dabei findet man Wellness in Zielgebieten der ganzen Welt, in der Produktpalette der meisten Reiseveranstalter genauso wie in den Kurmittelhäusern der Hallenbäder und schließlich auch im Angebot von Hotels vor. Dieser Trend hält in Europa seit mehr als zehn Jahren an, so dass viele Touristiker diesen Trend schon nicht mehr als solchen bezeichnen, sondern bereits von einem eigenständigen Bereich und sogar von einem Megatrend im Tourismus sprechen.
Auch hier sprechen die Zahlen der letzten Jahre für sich. So ist das Interesse an Wellness-Reisen, nach Angaben der Reiseanalyse gegenüber dem Jahr 1999 um 125% im Jahre 2002 gestiegen. Das folgende Diagramm stellt diese Angaben im Vergleich zu anderen Reiseformen anschaulich dar. Dabei stoßen Urlaubsformen wie All-Inclusive-Reisen, bei denen vom Prinzip her eine größere und breitere Akzeptanz in der Bevölkerung herrscht, auf ein um ca. 50% geringeres Interesse als Wellnessurlaub.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | II | |
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Abgrenzung der Themenstellung | 1 |
| 1.2 | Begriffliche Abgrenzung | 4 |
| 1.2.1 | Definition einer Marketing-Konzeption | 4 |
| 1.2.2 | Definition von Wellness-Kreuzfahrten | 6 |
| 2. | Situationsanalyse | 8 |
| 2.1 | Der kroatische Tourismusmarkt | 8 |
| 2.1.1 | Entwicklungstendenzen im Kroatientourismus | 8 |
| 2.1.2 | Die Angebotsstruktur des relevanten Marktes | 10 |
| 2.1.3 | Nachfragestruktur der Kroatienurlauber | 12 |
| 2.2 | Zielgruppe | 13 |
| 2.2.1 | Strukturen der Zielgruppe | 13 |
| 2.2.2 | Allgemeine Urlaubsmotivation der Wellness-Kreuzfahrer | 17 |
| 2.2.3 | Anforderungen an Inhalte und Leistungen | 20 |
| 2.3 | Der Wettbewerb | 22 |
| 2.3.1 | Beschreibung der Konkurrenzsituation | 22 |
| 2.3.2 | Zielgruppen des Wettbewerbes | 24 |
| 2.3.3 | Produkt- und Leistungsprogramme | 25 |
| 3. | Strategische Diagnose für Wellness-Kreuzfahrten | 28 |
| 3.1 | Chancen-Risiken-Analyse | 28 |
| 3.2 | Ressourcen-Analyse | 30 |
| 3.3 | Lebenszyklus-Analyse für Wellness-Kreuzfahrten | 34 |
| 3.4 | Portfolio-Analyse | 41 |
| 4. | Strategische Marketingziele | 47 |
| 4.1 | Orientierungsziele für Wellness-Kreuzfahrten | 47 |
| 4.2 | Oberziele der Urlaubsform | 53 |
| 4.3 | Funktionsbereichsziele | 57 |
| 4.4 | Ziele der Prozesskette | 63 |
| 5. | Marketingstrategien | 70 |
| 5.1 | Strategien für die Entwicklung | 70 |
| 5.2 | Strategien gegenüber der Konkurrenz | 72 |
| 5.3 | Strategien für die Kunden | 74 |
| 5.4 | Strategien zur Positionierung | 75 |
| 5.5 | Strategien des Produktlebenszyklus | 79 |
| 6. | Marketing - Mix | 81 |
| 6.1 | Leistungs- oder Produktgestaltung | 81 |
| 6.1.1 | Das Leistungsangebot | 82 |
| 6.1.2 | Die Route des Kreuzfahrtschiffes | 84 |
| 6.1.3 | Markenpolitik für Wellness-Reisen | 88 |
| 6.2 | Preisgestaltung | 90 |
| 6.2.1 | Strategische und taktische Preisgestaltung | 91 |
| 6.2.2 | Preiskalkulation für diese Reiseform | 92 |
| 6.2.3 | Preispolitik | 97 |
| 6.3 | Kommunikationspolitik | 98 |
| 6.3.1 | Werbemaßnahmen | 99 |
| 6.3.2 | Verkaufsförderung | 103 |
| 6.3.3 | Sonstige Maßnahmen der Kommunikationspolitik | 104 |
| 6.4 | Distributionspolitik | 107 |
| 6.4.1 | Direktvertrieb als Grundstrategie | 108 |
| 6.4.2 | Indirekte Distribution als Ergänzungsstrategie | 109 |
| 6.4.3 | Elektronische Vertriebskanäle | 110 |
| 7. | Fazit und Ausblick | 112 |
| Anhang | VI | |
| Literaturverzeichnis | XLVII |
Abb. 15: Ist-Portfolio für Wellness-Kreuzfahrten; Quelle: eigene Erstellung Wie zu erkennen ist, ist das Marktwachstum relativ hoch und der relative Marktanteil noch niedrig. Da das Wellness-Kreuzfahrtschiff das einzige Produkt in diesem Bereich ist, würde der Kreis dieser SGE relativ groß gezeichnet. Denn es wird von großer Bedeutung für das Unternehmen sein, da es den Umsatz ins Unternehmen bringt. Das Marktwachstum, welches unternehmensunabhängig ist, wird zur Zeit als hoch angesehen. Dabei gilt ein Marktwachstum von über 10% im Jahr als hoch.71 Hierbei ist zu beachten, dass der relative Marktanteil das Verhältnis des eigenen Marktanteils im Vergleich zu dem des stärksten Wettbewerbers anzeigt. Dabei bedeutet in diesem Fall < 1 (ein niedriger relativer Marktanteil), dass mindestens ein [...]
Abb. 14: Möglicher Produkt-Lebenszyklus für Wellness-Kreuzfahrten; Quelle: Eigene Darstellung Der Verlauf dieses PLZ, sieht ähnlich dem des Idealzyklusses in der S-Form aus, allerdings sind im Detail erhebliche Unterschiede zu erkennen. Die Entwicklungsphase ist länger als bei „üblichen“ Produkten. Die Begründung ist wie folgt strukturiert: Es muss zunächst ein geeignetes Schiff auf dem kroatischen Markt gefunden werden, welches durch Umbau den Ansprüchen der Gäste gerecht würde, um dann als Eignerschiff zum Einsatz zu kommen. Dies bedeutet, dass sich dieses Schiff später dann im vollem Eigentum des Unternehmens befinden würde. Die zweite Alternative wäre, dass das Konzept in Kooperation mit einem fremden Schiffseigentümer verwirklicht wird, der für solch eine Produktinnovation zu gewinnen ist. [...]
Routenauswahl Abb. 12: Ressourcen-Analyse für Wellness-Kreuzfahrten; Quelle: nach eigener Erstellung Beim Unternehmensimage trifft man auf die Problematik, mit der jedes Unternehmen zu kämpfen hat, welches ein neues Produkt auf den Markt bringt. Das Image des Produktes und des Unternehmens muss bei der neuen Zielgruppe von Anfang an neu aufgebaut werden. Da hat z.B. das Unternehmen Riva Tours einen klaren Vorteil, denn es wurde bereits vor zehn Jahren gegründet und konnte sich im Laufe der Jahre ein gutes Renommee aufbauen. Da es sich bei dem Unternehmen um einen Reiseveranstalter handelt, welcher ein neu auf dem Markt zu platzierendes Produkt anbietet, das einer gewisser Qualität entsprechen soll, muss das Image von Anfang an in ein positives Licht gerückt werden. Was den Preis anbelangt, so hätte das Unternehmen im Vergleich zu Riva Tours einen anderen Ausgangspunkt, denn es würde höhere Preise verlangen können, was letztlich mit der Positionierung des Produktes im Premiumsegment zu tun hat. Zugleich kann [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832465681
Arbeit zitieren:
Lukin, Aleksandar Oktober 2002: Marketing-Konzeption für Wellness-Kreuzfahrten in Kroatien, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Marketingkonzeption, Wellness, Kreuzfahrten, Kroatien, Marketing-Mix




