Customer Relationship Management in deutschen Telekommunikationsunternehmen
Bestandsaufnahme und Bewertung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Anja Beringer
- Abgabedatum: Dezember 2000
- Umfang: 168 Seiten
- Dateigröße: 2,5 MB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Worms Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-6363-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-6363-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-6363-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Beringer, Anja Dezember 2000: Customer Relationship Management in deutschen Telekommunikationsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Kundenbeziehungsmanagement, Marketing, Kundenwert, Customer-Liftime-Value, Kundenbindung
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Diplomarbeit von Anja Beringer
Zusammenfassung:
Durch die Öffnung des Telekommunikationsmarktes in Deutschland, die rasante technologische Entwicklung im Mobilfunkbereich und die Welle der Megafusionen, ist ein intensiver Wettbewerbsdruck auf dem Markt und ein Kampf um Kunden entbrannt. Mittels immer niedrigerer Preisangebote wird versucht, Kunden für sich zu gewinnen. Einziger Gewinner hierbei ist der Kunde, der sich bei fallenden Preisen das günstigste Angebot heraussuchen kann. Firmen müssen aber erkennen, dass allein durch sinkende Preise bei einem Commodity Produkt wie ‚Telefonieren‘ Kunden langfristig nicht gehalten werden können. Hinzu kommt, dass die Telefonunternehmen versuchen müssen, die hohen Investitionen in den Aufbau neuer Netzstrukturen (UMTS) und in die Bildung strategischer Partnerschaften, wieder zu erwirtschaften. Eine derartige Amortisation der Kosten ist allerdings nur durch eine Steigerung der Kundenloyalität, d.h. einer langfristigen Bindung der Kunden an das Unternehmen erzielbar.
Beachtet werden muss ebenfalls, dass wahre Wettbewerbsvorteile zukünftig immer weniger durch das Produkt an sich und seinen „originären Nutzen“ erzielt werden, als vielmehr durch innovative, auf den einzelnen Kunden zugeschnittene Kommunikations- und Kundenbindungsmechanismen sowie serviceorientierte Zusatzleistungen.
Telekommunikationsanbieter müssen erkennen, dass Kunden ein großes Vermögen darstellen und deshalb entsprechend behandelt werden müssen. Customer Relationship Management (CRM) ist die hier notwendige Lösung. Denn CRM fokussiert auf eine Individualisierung der Kunden und setzt deren Wert als zentrale Steuerungsgröße für eine optimale Ausrichtung des Marketing Mix ein. Dabei wird der Schwerpunkt von der reinen Kundenakquise auf die langfristige Bindung profitabler Kunden gelegt. Ziel ist, den vollen Nutzen aus der Kundenbeziehung zu ziehen, den Umsatz pro Kunde zu steigern und damit eine Amortisation der getätigten Investitionen sicherzustellen. Die Entscheidung für eine konsequente Nutzung von CRM heißt aber auch, dass sich das ganze Unternehmen verändern und am Kunden ausrichten muss.
Dreierlei lässt sich für Telekommunikationsanbieter aus dem obigen ableiten: CRM muss durchgängig im Unternehmen gelebt werden; CRM ist ein Prozess, der nie enden wird und einzige Möglichkeit zur Sicherung einer stabilen Wettbewerbsposition, gemäß dem Motto „buy-in or bye-bye“.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | V | |
| Tabellenverzeichnis | VII | |
| 1. | Vorbemerkung | 8 |
| 1.1 | Problemstellung | 8 |
| 1.2 | Aufbau und Vorgehensweise | 9 |
| 2. | Management Summary | 11 |
| 3. | Marketing im Wandel | 14 |
| 3.1 | Entwicklung zum kundenorientierten Marketing | 14 |
| 3.2 | Ein weiterer Schritt in Richtung Intensivierung der Kunden-beziehung | 19 |
| 4. | Customer Relationship Management | 23 |
| 4.1 | Definition | 23 |
| 4.2 | Ursprung | 24 |
| 4.3 | Ein ganzheitlicher Ansatz | 25 |
| 4.4 | Gegenwärtige Entwicklung | 28 |
| 4.4.1 | Customer-Lifetime-Value Management | 28 |
| 4.4.2 | mCRM | 29 |
| 5. | Die Strategie - One-to-One Marketing | 31 |
| 5.1 | Kundenindividualisierung - Jeder Kunde hat ein Gesicht | 31 |
| 5.2 | Kundenwertorientierung - Erkennen der profitablen Kunden | 34 |
| 5.2.1 | Definition von Kundenwert | 34 |
| 5.2.2 | Shareholder Value Betrachtung | 36 |
| 5.2.3 | Der Customer-Lifetime-Value für das Unternehmen | 38 |
| 5.2.4 | Kundenzufriedenheit und Kundenloyalität | 43 |
| 5.2.5 | Meßinstrumente zur Feststellung des Kundenwertes | 46 |
| 5.2.5.1 | ABC-Analyse | 47 |
| 5.2.5.2 | Kundendeckungsbeitragsrechnung | 47 |
| 5.2.5.3 | Kundenlebenszyklusanalyse / Kapitalwertmethode | 49 |
| 5.2.5.4 | Kundenportfolioanalyse | 51 |
| 5.2.5.5 | Verhältnisanalysen | 53 |
| 5.2.6 | Erstellung eines Kunden-Lifetime-Kontos | 54 |
| 5.3 | Realisierung der Kundenbeziehung - wie man aus Kunden Partner macht | 56 |
| 5.3.1 | Kundenorientierte Kernleistung | 57 |
| 5.3.2 | Kundengewinnung | 60 |
| 5.3.3 | Kundenbeziehungsmanagement | 62 |
| 6. | Die Philosophie - Aufbau organisationeller Rahmenbedingungen | 67 |
| 6.1 | CRM-Unternehmensstrategie | 68 |
| 6.2 | Mitarbeitercommitment | 69 |
| 6.3 | CRM-Systeme | 71 |
| 7. | Die Technologie - Erfolgreiches Datenmanagement | 74 |
| 7.1 | Ein effizientes CRM System | 74 |
| 7.1.1 | Systematische Generierung und Integration von Daten | 74 |
| 7.1.2 | Detaillierte Datenanalyse | 77 |
| 7.1.3 | Strategische Implementierung | 79 |
| 7.2 | Der CRM-Software-Markt | 83 |
| 8. | Telekommunikationsmarkt Deutschland | 85 |
| 8.1 | Allgemeine weltweite Marktsituation | 85 |
| 8.1.1 | Ein Überblick | 85 |
| 8.1.2 | Die neue Mobilfunkgeneration 3G | 88 |
| 8.1.3 | Mobiltelefonie überholt das Festnetz | 91 |
| 8.2 | Entwicklung des deutschen Telekommunikationsmarktes | 94 |
| 8.2.1 | Die Liberalisierung des Marktes | 94 |
| 8.2.2 | Kundenverhalten | 97 |
| 8.3 | Aktuelle Branchensituation | 100 |
| 8.3.1 | Festnetzbetreiber | 100 |
| 8.3.1.1 | Marktsituation in Deutschland | 100 |
| 8.3.1.2 | Wettbewerber auf dem deutschen Markt | 102 |
| 8.3.1.3 | Situation im Ausland | 104 |
| 8.3.2 | Mobilfunkbetreiber | 106 |
| 8.3.2.1 | Marktsituation in Deutschland | 106 |
| 8.3.2.2 | Wettbewerber auf dem deutschen Markt | 108 |
| 8.3.2.3 | Situation im Ausland | 111 |
| 8.3.3 | Service Provider | 113 |
| 8.3.3.1 | Marktsituation | 113 |
| 8.3.3.2 | Wettbewerber auf dem deutschen Markt | 115 |
| 8.3.4 | Handyhersteller | 118 |
| 8.3.4.1 | Allgemeine Marktsituation | 118 |
| 8.3.4.2 | Wettbewerber auf dem deutschen Markt | 121 |
| 8.4 | Relevanz des CRM für den Telekommunikationsmarkt | 125 |
| 9. | Analyse ausgewählter Telekommunikationsanbieter auf dem deutschen Markt | 129 |
| 9.1 | Vorgehensweise der Analyse | 129 |
| 9.1.1 | Rahmenbedingungen | 129 |
| 9.1.2 | Entwicklung eines grafischen CRM-Index | 131 |
| 9.2 | Studienergebnisse | 136 |
| 9.2.1 | Allgemeine Beobachtungen | 136 |
| 9.2.2 | Indexverhalten | 139 |
| 9.2.2.1 | Philosophie | 140 |
| 9.2.2.2 | Strategie | 143 |
| 9.2.2.3 | Technologie | 146 |
| 9.3 | Weitere Schritte | 147 |
| 10. | MANAGEMENTEMPFEHLUNG | 150 |
| 11. | ANHANGSVERZEICHNIS | 151 |
| 12. | LITERATUR UND QUELLENVERZEICHNIS | 169 |
| 13. | LEBENSLAUF | 182 |
| 14. | EIDESSTATTLICHE ERKLÄRUNG | 184 |
Wurde unter 7.1 die Relevanz des Aufbaus eines effektiven Datenmanagements dargestellt, so liefert der CRM-Software-Markt die entsprechenden Umsetzungstools. Allerdings sind die Unternehmen mit den Angeboten der Softwarehersteller nicht zufrieden. Die Angebote an CRM-Systemen und Services am Markt wachsen kontinuierlich,188 was mitunter daran liegt, daß jeder Anbieter seine Systeme als CRM definiert.189 Unternehmen, welche CRM-Lösungen benötigen, wissen demzufolge nicht, welche Software nun wirklich für die Umsetzung eines ganzheitlichen CRM notwendig ist. Konsequenz hieraus ist, daß entweder keine Software gekauft, sondern eher inhouse entwickelt wird, daß einfach ‚irgendwelche‘ Pakete eingekauft werden, oder aber daß keinerlei Aktionen diesbezüglich unternommen werden. Die Tatsache, daß nach einer Studie der Meta Group 34% von 738 befragten Unternehmen, erst CRMSoftware im Einsatz haben oder planen, könnte Beweis hierfür sein.190 Auf dem Markt gibt es meist noch keine kompletten CRM-Pakete, welche aus einer Hand, also von einem einzigen Anbieter geliefert werden können. „Dem einen fehlen die Service Komponenten, dem anderen die CallCenter Tools, dem dritten die Marketing-Ausrichtung seiner Software.“191 Der Nachteil hierbei ist der, daß eine Integrierbarkeit dieser Systeme damit erschwert wird. Die jüngste Studie von Frost&Sullivan zum Thema CRM bestätigt zudem, daß die Standardpakete am Markt den Bedürfnissen der Unternehmen und ihren hohen Erwartungen nicht gerecht werden: „Nicht genug ausgereifte Systeme und ungerechtfertigt hohe Kosten“.192 [...]
Sicherstellung der Bearbeitung der Kontakte und der dadurch ausgelösten Geschäftsfälle, tragen die Enterprise Systeme bei.184 Trotz dieses Beispiels sollten Unternehmen beim Kauf von CRM-Systemen auf ihre jeweiligen Bedürfnisse und angestrebte CRM-Unternehmensstrategiesetzung achten und die Auswahl sorgfältig planen. Schließlich sind Kauf und anschließende Implementierung Voraussetzung für die Etablierung eines effektiven Datenmanagements. Nachfolgend sind wichtige Betrachtungspunkte bei der Auswahl von CRM-Systemen aus der Literatur185 zusammengestellt worden: Ist-Aufnahme der bereits vorhandenen Systeme und Anwendungen Festlegung der Ziele und Bedürfnisse der Organisation Überlegung ob einzelne System-Elemente oder Komplettpakete in Frage kommen Überprüfung der Integrierbarkeit neuer Systeme/Lösungen in die vorhandene Systemumgebung Achten auf Einfachheit der Softwareanwendung Achten auf Branchenlösungen186 Diese Auflistung soll lediglich einen Anhaltspunkt zu beachtender Kriterien darstellen und nicht als alleinige Kriteriensammlung verstanden werden. Bis dato scheitern, so Davis, ca. 65% der CRM-Softwareimplementationen.187 Aus diesem Grund müssen Unternehmen erkennen, daß CRM-Systeme sorgfältigst ausgewählt, implementiert und anschließend mit den weiteren CRM-Elementen kombiniert werden müssen, um ein ganzheitliches CRM gewährleisten zu können. [...]
Möglichkeit, alle Vertriebskanäle, Geschäftsbereiche, Marken und Prozesse, kundenbezogen zu koordinieren und damit die Kommunikation mit den Kunden, sowie deren Loyalität zu steigern. Durch CRM-Systeme wird es nun für Unternehmen möglich, eine Steigerung des Kundenbeziehungsmanagements aufgrund „(...) konsistenter, harmonisierter, akurater, aktueller und ganzheitlicher (...) Informationen (...)“179 zu gewährleisten. Werden darüber hinaus Informationen bei allen Kundenkontakten, Interaktionen und Transaktionen automatisch gesammelt, selektiert, ausgewertet und anschließend für das gesamte Unternehmen nutzbar und zugänglich gemacht, so ist das Element für ein kundenorientiertes und lernendes Unternehmen gelegt.180 Es ist ableitbar, daß die Technologie Enabler der anderen zwei CRM-Elemente ist und absolutes Muß-Kriterium, um CRM überhaupt umsetzen und leben zu können. In Kapitel 3.2 wurde bereits darauf hingewiesen, daß es letztlich durch die Entwicklungen in der Technologie erst möglich ist, CRM zu realisieren. In unterschiedlichen Ausprägungen benötigen alle Unternehmen somit eine CRMLösung, wobei diese Lösungen je nach Branche und Größe des Unternehmens unterschiedlich sein können. Kosten für eine CRM-Lösung „(...) reichen von einfachen Kontaktmanagementprogrammen ab 1.000,- DM (für Kleinunternehmen) bis zu komplexen Systemen wie Siebel, Vantive oder Clarify (für Konzerne), die mit durchschnittlich 5.000,- DM pro Arbeitsplatz zu Buche schlagen.“181 In Anbetracht der notwendigen Kernkomponenten eines CRM-Systems unterscheiden sich die Pakete am Markt zum Teil deutlich voneinander, was mitunter daran liegt, daß je nach Kernkompetenz des Anbieters, der Funktionsschwerpunkt der [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832463632
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Beringer, Anja Dezember 2000: Customer Relationship Management in deutschen Telekommunikationsunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
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Kundenbeziehungsmanagement, Marketing, Kundenwert, Customer-Liftime-Value, Kundenbindung



