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Web Content Management

Effizientes Management von Websites durch Content Management Systeme, mit einer empirischen Studie in Österreich und Kanada

Web Content Management
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Einfinger
  • Abgabedatum: Mai 2002
  • Umfang: 250 Seiten
  • Dateigröße: 2,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Leopold-Franzens-Universität Innsbruck Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6261-1
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6261-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Einfinger, Markus Mai 2002: Web Content Management, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Webpublishing, CMS, Online-Befragung

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Diplomarbeit von Markus Einfinger

Problemstellung:

Im Zuge der enorm schnellen Verbreitung der weltweiten Internet-Nutzung Mitte bis Ende der 90er Jahre haben nach den wissenschaftlichen Einrichtungen auch Unternehmen die reizvollen Möglichkeiten erkannt, die ihnen das Medium Internet für die Unternehmenskommunikation, für das Management ihrer Kundenbeziehungen sowie für die Abwicklung von Geschäftsprozessen bieten kann.

Zunächst begann die Ära der „virtuellen Visitenkarten“ im World Wide Web, wo begeisterte Mitarbeiter erste spielerische Schritte unternahmen, ihr Unternehmen im weltweiten Netz zu präsentierten („Wir sind online!“), bevor sie dazu übergingen, schrittweise ihre Produkte und Dienstleistungen mehr oder weniger detailliert zu beschreiben. Mittlerweile ist das so genannte „Webpublishing“ in den meisten Unternehmen ein fixer Aufgabenbereich, in dem teilweise mehrere Mitarbeiter damit beschäftigt sind, die Website als dynamische, sich laufend ändernde Publikation zu pflegen, zu erweitern und zu verwalten.

Dabei sind Unternehmen zunehmend mit dem Problem konfrontiert, dass angesichts des explosiv wachsenden Umfangs und der ebenso wachsenden Anforderungen der Kunden die Komplexität enorm zunimmt und das Management der Website umfangreiche zeitliche Ressourcen der Mitarbeiter erfordert, abgesehen davon, dass intensives technisches Know-how zur Bearbeitung der Website notwendig ist. Die Unternehmen stehen vor einem Dilemma: Das Internet bietet zwar attraktive Möglichkeiten zur Generierung von Kontakten und Anbahnung von Geschäften, erfordert jedoch andererseits immense Aufwände, wenn die Website die erforderliche Aktualität, Qualität und Professionalität mit einem großem Umfang an Inhalten erreichen soll.

Ein gezieltes Management der Inhalte im Web, das „Web Content Management“, soll zu einer effizienten Pflege und Verwaltung der Website führen und gilt mittlerweile, wie die Beispiele vieler erfolgreicher Websites zeigen, als ausschlaggebender Erfolgsfaktor. Software-Entwickler sowie Internet-Dienstleister haben die Probleme erkannt und verschiedenste Softwareapplikationen unter dem Begriff „Web Content Management Systeme“ entwickelt, die auf unterschiedliche Art und Weise die Probleme der Kunden zu lösen versuchen.

Da das Themengebiet „Content Management“ neu ist, gibt es kaum wissenschaftlich fundierte, spezifische Literatur. Ziel dieser Arbeit ist es deshalb u.a., den aktuellen „state of the art“ im Bereich Webpublishing festzuhalten, Anforderungen und Entwicklungstendenzen abzuschätzen und Empfehlungen, vor allem für Klein- und mittelständische Unternehmen abzuleiten. Dies soll zu einem besseren Verständnis der Problematik beitragen und entscheidungsrelevante Informationen für Unternehmen liefern.

Entscheider in Unternehmen sind im Bereich Content Management mit unterschiedlichen Problemen konfrontiert. Einerseits stehen sie vor einem unüberschaubaren Markt mit hunderten verschiedener Produkte in jeglichen Preiskategorien, die sich allesamt als „Content Management Systeme“ (CMS) definieren, jedoch äußerst unterschiedliche Zugangsweisen zur Problemstellung und Methoden zu deren Lösung einsetzen.

Gang der Untersuchung:

Kapitel 2 beschäftigt sich eingehend mit einer Begriffsbestimmung und Abgrenzung zu anderen, verwandten Applikationen im Bereich des Informationsmanagements. Andererseits ist es für die Verantwortlichen im Unternehmen schwierig, den Bedarf nach einem CMS sowie die eigenen Anforderungen einzuschätzen.

In Kapitel 3 wird nach einem problemorientierten Vergleich zwischen herkömmlichen Methoden des Webpublishings und Webpublishing mittels CMS auf technische Grundlagen eingegangen. Es werden Erwartungen und Anforderungen an Content Management Systeme diskutiert und anschließend ein Modell zur Berechnung und Abschätzung des Bedarfes nach einer Content Management Lösung vorgestellt. Schließlich ist es Ziel der Arbeit, neue Informationen über die Seite der Anwender zu gewinnen, da sich bisherige Studien im Bereich Content Management meist auf einen Vergleich der Anbieter beschränken oder nur Großunternehmen analysieren. Deshalb wurde eine empirische Untersuchung mit der Methode der Online-Befragung durchgeführt, an der eine beträchtliche Anzahl an Klein-, Mittel- und Großbetrieben verschiedenster Branchen teilgenommen hat. Ziel der Untersuchung war es, aktuelle Vorgehensweisen und Problemstellen im Webpublishing zu durchleuchten und den Bedarf an neuen Methoden zum Management der Website zu ermitteln.

In Kapitel 4 werden nach Vorstellung der Hypothesen und Beschreibung der verwendeten Methode die Ergebnisse dieser Studie vorgestellt und analysiert. Im Resümee werden die Hypothesen angewendet und Schlussfolgerungen gezogen. In der Studie wurde zusätzlich ein internationaler Vergleich zwischen Unternehmen aus Österreich und Kanada durchgeführt. Eventuell abweichende Ergebnisse der beiden Länder werden bereits im Zuge der Analyse besprochen und in Abschnitt 4.4 überblicksartig zusammengefasst.

Den Abschluss der Arbeit bildet Kapitel 5, das eine Zusammenfassung der Kernaussagen mit Schlussfolgerungen für Unternehmen enthält.

Inhaltsverzeichnis:

I. Inhalt ii
II. Abbildungsverzeichnis iv
III. Tabellenverzeichnis iv
IV. Verzeichnis der Diagramme v
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung, Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 2
2. Begriffsbestimmung und Definitionen 4
2.1 Content 4
2.1.1 Bestimmung von Content aus Sicht des Anwenders 4
2.1.2 Definition von Content anhand der Anatomie von Dokumenten 6
2.2 Abgrenzung von Daten, Information, Wissen und Content 8
2.2.1 Daten 8
2.2.2 Information 9
2.2.3 Wissen 9
2.2.4 Zusammenhang mit Content 11
2.3 Unterscheidung Content vs. Dokument 13
2.4 Web Content Management 14
2.4.1 Definition anhand der Begriffsbestandteile 14
2.4.2 Definition anhand der Merkmale 16
2.4.3 Web Content Management Systeme 17
2.5 Abgrenzung zu verwandten Bereichen 19
2.5.1 Dokumenten Management Systeme (DMS) 19
2.5.2 Knowledge Management 23
2.5.3 Fazit 25
3. Bedeutung von Web Content Management 26
3.1 Entwicklung von Content 26
3.2 Vergleich: Herkömmliches Webpublishing vs. Webpublishing mit einem CMS 29
3.2.1 Merkmale 29
3.2.2 Der Content Life Cycle 31
3.2.3 Organisatorische Anforderungen 39
3.2.4 Technische Anforderungen 47
3.2.5 Resümee 55
3.3 Architektur von CMS 57
3.3.1 Architektur dynamischer CMS 59
3.3.2 Architektur von CMS mit Publishing-/Staging-Servern 61
3.3.3 Beispiel eines relationalen Datenmodells 63
3.4 Erwartungen an ein CMS 65
3.4.1 Qualität und Aktualität des Content 65
3.4.2 Optimierung der Webpublishing-Prozesse 67
3.4.3 Kostenoptimierung 68
3.4.4 Integration und Flexibilität 70
3.4.5 Mehrfachverwendung der Inhalte 72
3.4.6 Mehrsprachigkeit – Internationalisierung der Website 74
3.4.7 Personalisierung 76
3.4.8 Resümee 81
3.5 Bedarfsanalyse für ein CMS 83
3.5.1 Umfang an Inhalten 83
3.5.2 Anzahl an Beitragenden 84
3.5.3 Häufigkeit von Änderungen 85
3.5.4 Art der Publikationen 85
3.5.5 Berechnungsmodus 86
4. Empirische Studie 91
4.1 Hypothesen 91
4.2 Methodik 93
4.2.1 Gewählte Vorgehensweise 93
4.2.2 Gütekriterien für Befragungen im World Wide Web 96
4.2.3 Besonderheiten von Online-Befragungen 101
4.2.4 Besonderheiten des Einladungsschreiben für die Online-Befragung 106
4.3 Ergebnisse mit Vergleich Österreich – Kanada 108
4.3.1 Teilnehmerrücklauf – Österreich 108
4.3.2 Teilnehmerrücklauf – Kanada 113
4.3.3 Beantwortungsdauer 115
4.3.4 Demographische Daten 117
4.3.5 Allgemeine Daten zu Internet/Intranet 125
4.3.6 Bedarfsabschätzung für Content-Management-Lösungen 131
4.3.7 Kosten für die Internet-Aktivitäten 148
4.3.8 Aufgabenverteilung im Webpublishing 58
4.3.9 Einsatz von Content Management Tools 161
4.3.10 Argumente für/gegen ein Redaktionssystem 173
4.3.11 Statements zu Webpublishing-Vorgehensweisen 177
4.3.12 Statements zu internationalem Webpublishing 195
4.3.13 Investitionsbereitschaft 205
4.4 Unterschiede zwischen Österreich und Kanada im Überblick 206
4.5 Resümee 208
4.5.1 Hypothese 1: KMUs haben einen beträchtlichen Bedarf an Content Management Systemen 208
4.5.2 Hypothese 2: In den KMUs werden überwiegend herkömmliche Methoden des Webpublishings eingesetzt, wodurch diverse Probleme auftreten 211
4.5.3 Hypothese 3: Es werden unterschiedlich wichtige Anforderungen bzw. Erwartungen an ein CMS gestellt 213
4.5.4 Hypothese 4: Kanadische Unternehmen nutzen die neuen Möglichkeiten des Content Managements intensiver 215
4.5.5 Hypothese 5: Unternehmen entstehen durch das Management ihrer Website mehr interne als externe Kosten 216
5. Schlussfolgerungen 218
5.1 Zusammenfassung der Kernpunkte 218
5.2 Fazit 221
6. Literatur 223
7. Anhang 227
7.1 Fragebogen 227

Automatisiert erstellter Textauszug:

scheinen zur Verfügung zu stellen, und im Gegenzug eine Werbeeinschaltung bei dieser attraktiven Zielgruppe (Führungskräfte oder IT-Fachleute in knapp 8000 österreichischen Unternehmen) zu platzieren. Nach kurzer Überlegung erklärte sich amazon.at bereit, für jeden abgeschlossenen Fragebogen einen Gutschein im Wert von 5-Euro für Bücher, CDs, Elektronik, Software etc. zur Verfügung zu stellen. Es wurde allerdings auch angemerkt, dass amazon.at normalerweise Marketingaktionen erst ab 100.000 Kontakten durchführt und diese Unterstützung aufgrund der besonderen Konstellation der OnlineBefragung von Unternehmen eine Ausnahme darstellt. Zu beachten ist, dass ein Incentive keine negativen Effekte erzielt, indem Ergebnisse beeinflusst werden oder Personen nur aufgrund des Anreizes teilnehmen. Bei dem in Aussicht gestellten Gutschein über 5 Euro ist zu vermuten, dass dies nicht der Fall ist. Vielmehr besteht die Annahme, dass dieser Incentive nicht automatisch zu einer zusätzlichen Motivation geführt hat, die Bearbeitung des Fragebogens zu beginnen, sondern die Tendenz zu Abbrüchen deutlich verminderte. Als weitere Motivation zur Teilnahme gilt die Motivation durch Themenstellung. Personen, die sich für das behandelte Thema interessieren und dazu eine bestimmte Meinung oder besonderes Wissen haben, beteiligen sich erfahrungsgemäß eher an einer Befragung zu diesem Thema.107 Insbesondere für internetspezifische Fragestellungen wie in dieser Studie bieten sich daher Online-Befragungen an. Mit der Möglichkeit, die Ergebnisse der Studie zu erhalten, wurde den eingeladenen Personen ein zusätzlicher Anreiz gegeben, der allerdings nur dann wirksam ist, wenn sich die betreffenden Personen auch für das Thema interessieren. [...]

Interviews aus. Darüber hinaus sollten die Möglichkeiten von Online-Befragungen in der Praxis eingesetzt und analysiert werden sowie Erfahrungen für weitere Untersuchungen mit dieser Methode gewonnen werden. Zunächst wurde versucht, geeignete Adressdaten für die Ansprache der Zielgruppe „österreichische und kanadische Unternehmen mit einer Website“ zu gewinnen. Da kein Budget für einen Ankauf von derartigen Datenbanken zur Verfügung stand, bestand eine gewisse Abhängigkeit vom „Goodwill“ der kontaktierten Unternehmen. Es wurde deshalb versucht, den Adressverlagen einen Nutzen zu bieten, indem eine Werbeeinschaltung auf der Website verbunden mit einer Erwähnung im Einladungsmail sowie die Ergebnisse der Studie angeboten wurden. In Österreich erklärte sich Herold Business Data bereit, die gewünschten Daten zur Verfügung zu stellen, natürlich unter der strengen Auflage, die Adressen keinesfalls für andere Zwecke zu verwenden. In Kanada war es wesentlich schwieriger, geeignete Unternehmen zu finden, die derartige Datenbanken betreiben. Es gelang schließlich, einen Adressen-Verlag zu finden, der sich bereit erklärte, E-MailAdressen von Unternehmen mit den gewünschten Kriterien (E-Mail-Adresse, mindestens 10 Mitarbeiter) zur Verfügung zu stellen. Der Verlag möchte jedoch nicht genannt werden, um eventuellen Einwänden von dort verzeichneten Unternehmen vorzubeugen. Entgegen den Erwartungen gab es kaum Beschwerden seitens der Unternehmen bezüglich so genanntem „Spammings“, also Zusendung nicht verlangter Werbe-Mails. Die Erstellung des Fragebogens erfolgte auf Basis der aufgestellten Hypothesen, wobei einige zusätzliche Fragen aufgenommen wurden, die für das Thema Webpublishing von Interesse sind. Es wurde darauf geachtet, möglichst hoch standardisierte Fragen mit wenigen Antwortkategorien zu stellen, damit der Fragebogen zügig beantwortet werden kann. Der Fragebogen wird im Anhang angeführt, Aufbau und Strukturierung werden in Abschnitt 4.3.1, ab Seite 111 vorgestellt. [...]

Im den vorherigen Kapiteln wurde zunächst eine Begriffsbestimmung durchgeführt, anschließend wurden Web Content Management Systeme als neue Methode des Webpublishings vorgestellt, mit herkömmlichen Methoden verglichen und schließlich eine Möglichkeit zur Bedarfsanalyse diskutiert. Es existieren zwar bereits viele Studien und Vergleiche von CMS-Herstellern, jedoch hat sich bisher kaum jemand mit den Problemen, Wünschen und Anforderungen der (potenziellen) Anwender von Content Management Systemen auseinandergesetzt. Eine Befragung von Unternehmen zur Untersuchung ihres Bedarfes, ihrer Voraussetzungen und Anforderungen, Vorgehensweisen und Problemstellungen im Webpublishing bietet sich daher an, um neue Informationen über dieses Thema zu erhalten. Abschnitt 4.1 stellt die Hypothesen vor, welche die Grundlage der Studie bilden. Abschnitt 4.2 erläutert die Methodik und Vorgehensweise der Studie und enthält grundlegende Informationen über Online-Befragungen. Im Abschnitt 4.3 werden die Ergebnisse der Studie ausführlich vorgestellt. Ein Überblick über die wichtigsten Unterschiede zwischen österreichischen und kanadischen Unternehmen findet sich in Abschnitt 4.4. Im Abschnitt 4.5 werden schließlich Schlussfolgerungen gezogen und die aufgestellten Hypothesen bewertet. [...]

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Arbeit zitieren:
Einfinger, Markus Mai 2002: Web Content Management, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Webpublishing, CMS, Online-Befragung

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