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Mobile Marketing

Erfolgspotentiale im Rahmen integrierter Kommunikation am Beispiel ausgewählter Unternehmen

Mobile Marketing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marco Rach
  • Abgabedatum: April 2002
  • Umfang: 80 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Wiesbaden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-6048-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-6048-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-6048-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Rach, Marco April 2002: Mobile Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: SMS, Direktmarketing, Handy, Permission Marketing, M-Commerce

Diplomarbeit von Marco Rach

Einleitung:

Für marketingtreibende Unternehmen wird es in der heutigen Zeit immer schwieriger, ihre Zielgruppen mit einer Werbebotschaft zu erreichen. Hintergründe dafür sind insbesondere der Trend zur Individualisierung der Gesellschaft und damit einhergehend eine immer breitere Zersplitterung der Zielgruppen sowie ein derzeit enorm großes Medienangebot, also der Anzahl der Werbeträger. Die Vielzahl an zur Verfügung stehenden Kommunikationsinstrumenten mit unterschiedlichen Zielgruppen führt zu der Notwendigkeit einer rationalen Selektion sowie anschließend von aufeinander abgestimmten Kommunikationsmaßnahmen, um Synergien im Intermedia-Mix zu generieren und somit auf effizientem Weg ein einheitliches und prägnantes Unternehmens- beziehungsweise Markenbild zu vermitteln.

Dabei kommen aufgrund von diversen Veränderungen in der Markt- und Kommunikationslandschaft sowie einer damit verbundenen allgemein nachlassenden Wirkung der klassischen Medien wie TV, Radio und Plakat auch immer häufiger nicht-klassische Kommunikationskanäle, unter anderem Neue Medien wie das Internet zum Einsatz.

Zu letzteren kann mittlerweile auch der Komplex „Mobilkommunikation“ gezählt werden. Seit dem Start der ersten Mobilfunkprodukte Mitte der 90er Jahre, die auf reiner Sprachübertragung basierten, hat der Mobilfunk innerhalb eines beachtlich kurzen Zeitraumes die kritische Masse an Nutzern erreicht, um heute auf gewisse Art und Weise als Medium der Massenkommunikation bezeichnet werden zu können. Neben den reinen Sprachverbindungen bietet der Bereich der mobilen Telekommunikation mittlerweile auch weitere Kommunikationsformen wie den Short Message Service (SMS) und das Wireless Application Protocol (WAP), die es dem Mobilfunknutzer ermöglichen, Netzabdeckung vorausgesetzt, an jedem Ort und zu jeder Zeit Botschaften und Informationen sowohl aktiv abzurufen, als auch passiv zu empfangen. Die hohe Mobilfunk-Penetration in Deutschland und spezifische Vorzüge der Technologien, insbesondere die ständige und persönliche Erreichbarkeit, treiben zunehmend auch eine kommerzielle Nutzung dieser Kommunikationsmöglichkeiten über mobile Endgeräte voran, die als „Mobile Marketing“ bezeichnet wird. Nach und nach setzen immer mehr Marketing- Manager dieses vergleichsweise noch junge Marketing-Tool versuchsweise ein, um damit erste Erfahrungen bei der Ansprache ihrer Kunden beziehungsweise Zielgruppen zu sammeln. Bislang konnte sich das „Mobile Marketing“ noch nicht als Bestandteil im Marketing-Mix etablieren. Jedoch sagen Marktforscher und Unternehmensberater bedeutende Umsatzpotentiale für die Zukunft auf diesem Gebiet voraus und entwickeln bereits zahlreiche Einsatzszenarien für zukünftige Mobilfunkgenerationen.

Diese Ausarbeitung soll aufzeigen, welche Potentiale die mobile Kommunikation auf kommerzieller Ebene im Business-to-Consumer-Bereich birgt und inwieweit der Einsatz des Mobile Marketing einen Beitrag zu einer erfolgreichen integrierten Kommunikation leisten kann. Dabei sollen die Charakteristika und Besonderheiten der Marketing-Kommunikation über mobile Endgeräte respektive Mobiltelefone analysiert werden, um diese als Argumente für oder gegen eine Aufnahme in integrierte Kommunikations-Kampagnen darzustellen.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Ausarbeitung ist in fünf Kapitel untergliedert. Im einleitenden Kapitel I wird zunächst eine knappe Zusammenfassung der Gründe für die Notwendigkeit von integrierten Kommunikationskampagnen sowie die Entwicklung der mobilen Kommunikation zur kommerziellen Nutzung dargestellt.

Weiterhin erfolgt ein Überblick über die Zielsetzung dieser Ausarbeitung und ein Aufriss der inhaltlichen Struktur als Orientierungshilfe.

Das Kapitel II stellt im ersten Abschnitt den allgemeinen Kommunikationsprozess im klassischen Sinne sowie die essentiellen Grundlagen der Marketing- Kommunikation dar. Ausgehend davon werden die Ursachen und die Charakteristika der Integrierten Marketing-Kommunikation sowie die Bedeutung einzelner Kommunikationsinstrumente aufgezeigt. Anschließend erfolgt auf dem aktuellen Stand der Technik eine kurze Zusammenfassung der Merkmale der Mobilkommunikation.

Diese dient als Einstieg zur Analyse ihrer Eignung für den kommerziellen Einsatz, dem „Mobile Marketing“ in Kapitel III. Dazu wird nach einer Definition und Abgrenzung des Begriffes eine Bewertung der Charakteristika und Besonderheiten gegenüber anderen Kommunikationskanälen vorgenommen. Im Zuge dessen wird eine detaillierte Übersicht über die Erscheinungsformen sowie Einsatzbereiche im Marketing-Mix gegeben und abschließend eine Betrachtung der Faktoren für eine erfolgreiche Umsetzung von Mobile Marketing-Kampagnen. In dem Kapitel IV wird der Einsatz des Mobile Marketing im Rahmen der Integrierten Marketing-Kommunikation untersucht. Dabei wird zunächst aufgrund seiner umfangreichen Möglichkeiten und Erscheinungsformen dessen allgemeine Bedeutung für die Integrierte Kommunikation analysiert. Daran anschließend werden spezifische Potentia le des Mobile Marketing im Rahmen der Integrierten Marketing-Kommunikation anhand von drei Fallbeispielen dargestellt und bewertet.

Das abschließende Kapitel VI bietet ein kurzes Fazit sowie einen Ausblick auf die Möglichkeiten, die sich für das Mobile Marketing durch zukünftige Technologien ergeben und damit auch für dessen Bedeutung für die Integrierte Marketing-Kommunikation.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis IV
I. Einleitung 1
1. Problematik 1
2. Zielsetzung der Arbeit 2
3. Vorgehensweise 2
II. Grundlagen und begriffliche Abgrenzungen 4
1. Der Kommunikationsprozess und die Marketing-Kommunikation 4
1.1 Das Modell des Kommunikationsprozess 4
1.2 Die Marketing-Kommunikation 6
2. Die Integrierte Marketing-Kommunikation 8
2.1 Veränderte Rahmenbedingungen für die Marketing-Kommunikation 9
2.2 Begriffsabgrenzung „Integrierte Marketing-Kommunikation“ 11
2.3 Zielsetzungen und Aufgaben 12
2.4 Formen und Maßnahmen der Integration 14
2.5 Relevanz und Verflechtung der Kommunikationsinstrumente 15
3. Die Mobilkommunikation 18
3.1 Begriffsabgrenzung und Charakteristika 18
3.2 Basistechnologien 19
III. Mobile Marketing – Mobile Technologien im Marketing-Mix 23
1. Abgrenzung und Definition des Begriffs „Mobile Marketing“ 23
2. Besonderheiten aus Marketingsicht 25
2.1 Hohe Reichweite durch starke Mobilfunk-Penetration 25
2.2 Geringe Streuverluste durch personalisierte Zielgruppenansprache 26
2.3 Ortsbezogene Zielgruppenansprache 27
2.4 Überall- und Jederzeit-Erreichbarkeit der Zielpersonen 29
2.5 Zusammenfassung der Besonderheiten 30
3. Formen des Mobile Marketing 30
3.1 Push- und Pull-basierte Botschaftsübermittlung 31
3.2 Erscheinungsformen des Mobile Marketing 32
4. Anwendungsbereiche des Mobile Marketing 34
4.1 Kommunikationspolitik 34
4.2 Produkt- und Servicepolitik 37
4.3 Preispolitik 38
4.4 Vertriebspolitik 39
4.5 Zusammenfassung der Anwendungsbereiche 40
5. Kritische Erfolgsfaktoren 41
5.1 Übertragungsstandards und Endgeräte 41
5.2 Verfügbarkeit von Mobilfunkrufnummern und Personendaten 43
5.3 Akzeptanz der Empfänger 44
5.4 Rechtliche Aspekte 46
IV. Relevanz für die Integrierte Kommunikation und Potentiale am Beispiel ausgewählter Unternehmen 48
1. Relevanz für die Integrierte Marketing-Kommunikation 48
1.1 Realisierbarkeit inhaltlicher und formaler Integration 49
1.2 Eignung für taktische oder strategische Aufgaben 51
1.3 Grad der Einflussnahme und Beeinflussbarkeit 52
1.4 Zusammenfassung und Einordnung des Mobile Marketing 52
2. Potentiale für die Integrierte Marketing-Kommunikation am Beispiel ausgewählter Unternehmen 54
2.1 Fallbeispiel 1: Tchibo Frisch-Röst-Kaffee GmbH - SMS-Newsletter 54
2.2 Fallbeispiel 2: Nestlé Kit Kat Chunky - SMS-Gewinnspiel 56
2.3 Fallbeispiel 3: Lenscare AG - SMS mit Response-Funktion 57
V. Fazit und Ausblick 58
Glossar V
Abbildungen IX
Quellenverzeichnis XV
Versicherung XX

Automatisiert erstellter Textauszug:

lichen Technologien kann der Standort eines Mobilfunkteilnehmers mit eingeschaltetem Endgerät gegenwärtig jederzeit auf bis zu 50 Meter genau87 bestimmt werden. Infolgedessen können durch die Kenntnis des ungefähren Aufenthaltsortes einzelne Informationen sowie auch komplette MobileMarketing-Kampagnen mit zeitlichem und geographischem Bezug versendet werden. Für filialisierte Unternehmen ergibt sich mit dieser Methode beispielshalber die Chance, einem ortsfremden Konsumenten auf dessen Anfrage (aktive Ortung) eine Wegbeschreibung von seinem aktuellen Aufenthaltspunkt zur naheliegendsten Niederlassung per SMS zu senden oder per WAP zum Abruf zur Verfügung zu stellen. Interessant werden standortbezogene Botschaften vor allem auch im Rahmen von Verkaufsförderungsaktivitäten am Point-of-Sale (POS)88 im Hinblick auf die Tatsache, dass dort etwa 70 Prozent aller Einkäufe spontan als Impulskäufe getätigt werden89 . So könne n Mobilfunkteilnehmer beispielsweise durch SMS-Nachrichten mit Hinweisen auf Sonderangebote beziehungsweise Rabatte auf bestimmte Produkte zum Besuch eines Verkaufsgeschäftes animiert werden, sobald sie sich in einem bestimmten geographischen Umkreis davon aufhalten (passive Ortung) 90 . Die Möglichkeit einer standortbezogenen Personalisierung verleiht dem Mobile Marketing einen einzigartigen Vorteil gegenüber anderen Marketinginstrumenten. Allerdings ist in diesem Zusammenhang die Problematik von Akzeptanz und Einwilligung seitens der Empfänger erheblich intensiver als bei anderen Personalisierungsformen, da die Standortlokalisierung einen außergewöhnlichen Eingriff in deren Intimsphäre bedeutet und daher auch juristisch keinesfalls ohne Erlaubnis erfolgen darf. Aus diesem Gesichtspunkt ist eine vom Empfänger initiierte aktive Ortung, deren Einverständnis durch die Anfrage bereits automatisch gegeben ist, wesentlich unproblematischer als eine passive Ortung, die teilweise ohne das Wissen der Empfänger erfolgt. 91 [...]

Lokalisierungstechnologien standortbezogen82 und unter der Prämisse, dass bereits entsprechende persönliche Profile vorliegen, auch inhaltlich auf Situation und Interessen ihrer Empfänger zuschneiden. Dies hat für die Empfänger den Vorteil, dass die Informationsflut, die vor allem in den klassischen Massenmedien herrscht, auf bestimmte Themengebiete reduziert werden kann, die sie auch wirklich interessieren. Für die Anbieter eröffnet sich damit die Möglichkeit, durch die gezielte Ansprache im Vergleich zu anderen Kommunikationsmedien ein höheres Involvement und damit eine größere Akzeptanz seitens der Empfänger zu erzielen. Folglich eignet sich das Massenmedium Mobiltelefon durch die Möglichkeit zur Personalisierung sowohl als Instrument für eine personalisierte Massenkommunikation (Mass Customized Communication) als auch andererseits für eine direkte und individuelle Einzelpersonenansprache im Sinne des One-to-oneMarketing 83 .84 Die zielgerichtete Ansprache durch SMS-Botschaften ermöglicht ähnlich wie, aber durch eine effektivere Nutzeridentifikation effizienter als die Internet-Kommunikation85 ein deutlich geringeres Risiko von Streuverlusten gegenüber der klassischen Massenkommunikation. Grundsätzliche Voraussetzung dafür ist allerdings die Gewinnung beziehungsweise das Vorhandensein von Empfängerprofilen mit Mobilfunkrufnummern sowie deren Akzeptanz und Einwilligung zum Empfang von mobilen Botschaften86 . 2.3 Ortsbezogene Zielgruppenansprache Eine einzigartige Form der Personalisierung eröffnet sich durch den Einsatz der im Mobilfunk verfügbaren Lokalisierungstechniken. Mit Hilfe von unterschied82 83 [...]

SMS versendet 76 . Vor allem in der heterogenen und daher für das Marketing besonders schwierig zu erreichenden Zielgruppe der 14- bis 29-Jährigen zeigt sich eine hohe Affinität in Bezug auf den SMS-Versand 77 . Im Vergleich dazu ist die Nutzung von WAP-Diensten aus der Marketingperspektive im Allgemeinen nahezu unbedeutend. Lediglich 6 Prozent der Mobilfunknutzer verwendeten diese Funktion. Zurückzuführen ist dies vor allem auf eine noch geringe Verbreitung von WAP- fähigen Endgeräten sowie eine mangelnde Anwenderfreundlichkeit der Menüführung78 . Angesichts der starken Mobilfunk-Penetration kann das Mobiltelefon als ein Massenmedium bezeichnet werden, das im Marketing-Einsatz insbesondere durch die einfach zu bedienende interaktive SMS-Funktion eine hohe quantitative Reichweite verspricht. Diesbezüglich liegt es bereits vor dem Internet und wird derzeit selbst lediglich von TV-Geräten übertroffen79 . 2.2 Geringe Streuverluste durch personalisierte Zielgruppenansprache Neben seiner Charakteristik als Massenmedium mit einer hohen Reichweite bietet das Mobiltelefon durch die Möglichkeit einer Personalisierung der Zielgruppenansprache einen weiteren für das Marketing relevanten Gesichtspunkt. Interessant ist dies insbesondere in Anbetracht der zunehmenden Bedeutung des Direktbeziehungsweise Dialogmarketings, also der direkten und persönlichen Ansprache der Konsumenten. Eine Personalisierung setzt grundsätzlich eine eindeutige Identifizierbarkeit der Empfänger voraus. Diese wird in der Mobilkommunikation dadurch gewährleistet, dass jeder Mobilfunkteilnehmer ein Endgerät mit einer nur einmal existierenden Rufnummer besitzt 80 . Unterstützend hinzu kommt die Tatsache, dass die Endgeräte nur selten verliehen und daher meist nur von ihren Besitzern genutzt werden81 . Somit lassen sich Informationen zeitbezogen, unter Einsatz von [...]

Arbeit zitieren:
Rach, Marco April 2002: Mobile Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
SMS, Direktmarketing, Handy, Permission Marketing, M-Commerce

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