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Growth- und Value-Strategie in Deutschland

Eine empirische Untersuchung unter Betrachtung konjunktureller Besonderheiten

Growth- und Value-Strategie in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ralf Bachmann
  • Abgabedatum: August 2002
  • Umfang: 75 Seiten
  • Dateigröße: 897,4 KB
  • Note: 1,4
  • Institution / Hochschule: Berufsakademie Lörrach - Staatliche Studienakademie Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5963-5
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5963-5 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5963-5 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bachmann, Ralf August 2002: Growth- und Value-Strategie in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Aktien, Wertpapiere, Kapitalmarkt, Konjunktur, Wirtschaft

Diplomarbeit von Ralf Bachmann

Gang der Untersuchung:

Zu Beginn der Diplomarbeit wird das sog. „Style Investing“ erklärt. Hierbei liegt das Hauptaugenmerk auf der Definition und Unterscheidung der Growth- und der Value-Strategie. Es wird sowohl die intuitive Unterscheidung der beiden Strategien, als auch die Unterscheidung anhand von Kennzahlen (Dividendenrendite, Kurs-Buch-Verhältnis, Kurs-Gewinn-Verhältnis, Gewinnwachstum) dargestellt und erläutert. Im Anschluss daran wird auf die fließenden Übergänge von Growth- und Value-Aktien anhand des „Lebenszyklusmodells von Branchen“ und anhand des „Gewinnzyklusmodells von Aktien“ (nach R. Bernstein) eingegangen. Hierbei wird der Bezug zum aktuellen Geschehen an den Kapitalmärkten hergestellt und graphisch verdeutlicht (Seite 1-17).

Die Basis dieser Arbeit bildet die durchgeführte empirische Untersuchung. Hierzu wurden die Unternehmen des DAX 30 über einen Zeitraum von 12 Jahren untersucht (1990-2001). Die Unterscheidung in Growth- und Value-Aktien wurde, für jedes Jahr neu, anhand der Dividendenrendite, des Kurs-Buch-Verhältnisses und des Kurs-Gewinn-Verhältnisses vorgenommen. Die Werte des DAX 30 wurden anhand ihrer Kennzahlenausprägungen sortiert und jweils die fünf Aktien mit den eindeutigsten Kennzahlenausprägungen wurden dann zum Growth- bzw. Value-Portefeuille kombiniert. Die Aktualisierung der Portefeuilles erfolgte jedes Jahr am ersten Handelstag des neuen Jahres. Im weiteren Verlauf wurden dann die jeweiligen Performances, das Risiko (anhand der Volatilität) und die risikoadjustierte Rendite des Growth- und des Value-Portefeuilles, sowie des DAX 30 berechnet, verglichen und ausführlich interpretiert, jeweils unterstrichen durch graphische Darstellungen. Auffällig war hierbei, dass die jeweiligen Überrenditen der Style-Portefeuilles in Phasen auftraten (Seite 18-31).

Aus diesem Grund werden die erzielten Ergebnisse mit dem Verlauf der Konjunktur in Deutschland in einen Zusammenhang gebracht. Besondere Bedeutung kommt hier den Erklärungsansätzen von R. Bernstein und T. Grünenfelder zu, die auf gegensätzliche Art und Weise versuchen, Gründe für die beobachteten Phasen zu liefern. Durch Korrelationsberechnungen von Ifo-Geschäftsklimaindex und den Style-Portefeuilles konnte dann ein Ansatz für den Untersuchungszeitraum in Deutschland eindeutig als zutreffend und einer als falsch definiert werden. Die erzielten Ergebnisse werden dann ausführlich dargestellt und interpretiert und durch eigene Schlussfolgerungen ergänzt (Seite 32-42).

Im Anhang ist das vollständige Zahlenmaterial in tabellarischer dargestellt, ebenso die einzelnen Style-Portefeuilles und sämtliche Berechnungen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis VI
1. Problemstellung und Zielsetzung dieser Arbeit 1
2. Style Investing 3
2.1 Begriffsdefinition 3
2.2 Stilansätze 4
2.2.1 Dividendenrendite 4
2.2.2 Growth- und Value-Strategie 5
2.2.2.1 Begriffsdefinition 5
2.2.2.2 Kennzahlendefinition 7
2.2.2.3 Lebenszyklus von Branchen 10
2.2.2.4 Gewinnzyklen einer Aktie 12
3. Eigene Untersuchung der Growth- und Value-Strategie 18
3.1 Einleitende Erklärung 18
3.2 Portefeuillebildung 18
3.3 Ergebnisbetrachtung 20
3.3.1 Performancevergleich 20
3.3.2 Risikobetrachtung 24
3.3.3 Risikoadjustierte Rendite 27
3.4 Schlussfolgerungen 28
4. Konjunkturelle Betrachtung der Style-Portefeuilles 31
4.1 Einleitung 31
4.2 Konjunkturzyklus 31
4.3 Erklärungsansatz nach R. Bernstein 33
4.4 Erklärungsansatz nach T. Grünenfelder 34
4.5 Untersuchungsdarstellung 36
4.5.1 Definition der Growth- und Value-Phasen 36
4.5.2 Berechnungsgrundlagen 37
4.5.3 Ergebnisbetrachtung 40
4.5.4 Schlussfolgerungen 41
5. Fazit 42
Anhang I: Portefeuillebildung 45
Anhang II: Risikoberechnung 57
Anhang III: Konjunkturelle Betrachtung 59
Literaturverzeichnis VII
Ehrenwörtliche Erklärung XII

Automatisiert erstellter Textauszug:

23 Besonders auffällig ist, dass der DAX 30 vor allem in Zeiten stark steigender Kurse, so wie beispielsweise im Jahr 1997, weder mit der Growth- noch mit der Value-Strategie mithalten kann. Aber er scheint auf der anderen Seite auch die geringste Schwankungsbreite zu haben. Hierauf wird im Punkt 3.3.2. Risikobetrachtung noch genauer eingegangen. Weiterhin ist bemerkenswert, dass die Value-Strategie in neun von zwölf Jahren eine bessere Performance aufweisen konnte als der DAX 30, der Growth-Strategie gelang dies nur in vier Perioden. Diese vier Perioden entsprechen exakt den Jahren, in denen das Growth-Portefeuille auch das Value-Portefeuille schlagen konnte. In dem beobachteten Zeitraum wies der DAX 30 fünfmal, in den Jahren 1990, 1992, 1994, 2000 und 2001, eine negative Jahresperformance auf. Mit Ausnahme von 1990 war die ValueStrategie in den anderen vier Jahren erfolgreicher. Sie scheint damit in Phasen sinkender Aktienmärkte die geeignete Strategie zu sein. Im Gegensatz dazu hatte die Growth-Strategie ihre stärkste Phase in den Jahren 1997 bis 1999. In diesem Zeitraum hatte auch der DAX 30 seinen größten Aufschwung. Dennoch gelang es dem Growth-Portefeuille den DAX 30 in drei der vier Perioden zu schlagen. Somit scheint die Growth-Strategie vor allem in Zeiten stark steigender Aktienmärkte die beste Wahl zu sein. Folgender Balkenchart verdeutlicht die einzelnen Performances pro Jahr. [...]

22 In den Jahren 1997 bis 1999 dagegen war das Growth-Portefeuille erfolgreicher. Lediglich das Jahr 1990 steht alleine, dies ist jedoch darauf zurückzuführen, dass hier der Beginn des Untersuchungszeitraums liegt. Welche der beiden Strategien in den Jahren vor 1990 die erfolgreichere war, ist nicht ersichtlich. Im weiteren Verlauf dieser Arbeit wird, vor allem im Punkt 4. bei der konjunkturellen Betrachtung der beiden Strategien, noch einmal detailliert auf die hier beobachteten Growth- und Value-Phasen eingegangen. Ein weiterer bemerkenswerter Punkt ist, dass sowohl die Value-Strategie mit 17,90% p.a., als auch die Growth-Strategie mit 14,58% p.a. eine bessere Durchschnittsperformance erzielten als ihre Benchmark, der DAX 30 mit lediglich 11,69% p.a.. Dies bedeutet, dass ein Anleger mit der GrowthStrategie um 2,89 %-Punkte pro Jahr erfolgreicher gewesen wäre als der DAX 30, mit der Value-Strategie sogar um 6,21 %-Punkte pro Jahr. Würde man zusätzlich noch den Zinseszinseffekt über zwölf Jahre berücksichtigen, wären die Performanceunterschiede noch gravierender. Nachfolgende Graphik verdeutlicht die Performanceunterschiede der beiden Strategien im Vergleich zum DAX 30. [...]

21 Die ersten beiden Spalten der Tabelle zeigen die Performance des Valuebzw. des Growth-Portefeuilles. Die dritte Spalte zeigt die jährliche Gegenüberstellung der beiden Portefeuilles, rot hinterlegt sind dabei die Jahre, in denen das Value-Portefeuille eine schlechtere Rendite erzielte als das Growth-Portefeuille. Die vierte, etwas abgegrenzte Spalte, stellt den Verlauf des DAX 30 dar68. In den Spalten fünf und sechs wurde dann jeweils die Performance des Value-, bzw. des Growth-Portefeuilles mit der Performance des DAX 30 verglichen. Grün hinterlegt sind dabei die Jahre, in denen die Growth- und die Value-Strategie eine Überrendite im Vergleich zum DAX 30 erzielen konnten. Das Value-Portefeuille erzielte in dem untersuchten Zeitraum von 1990 bis 2001 eine durchschnittliche Rendite von 17,90% p.a.. Im Vergleich dazu erreichte das Growth-Portefeuille lediglich eine Durchschnittsrendite von 14,58%. Somit konnte ein Anleger mit der Value-Strategie in den letzten zwölf Jahren im Durchschnitt eine um 3,32 %-Punkte p.a. bessere Performance erzielen als mit der Growth-Strategie. Betrachtet man die untersuchten zwölf Jahre im Einzelnen, so fällt auf, dass die Value-Titel in acht Jahren erfolgreicher waren, die Growth-Titel in vier Jahren. Besonders auffällig ist, dass, außer im Jahr 1999, immer eine der beiden Strategien eine deutliche Überrendite erzielen konnte. So liegt die durchschnittliche Outperformance der Value-Strategie in den Jahren 1991 bis 1996, 2000 und 2001 bei 14,41 %-Punkten, die der Growth-Strategie in den Jahren 1990 und 1997 bis 1999 sogar bei 18,85 %-Punkten. Besonders interessant zu beobachten ist die Tatsache, dass die Überrenditen der beiden Strategien immer in mehreren Jahren hintereinander auftreten. So können aufgrund dieser Ergebnisse die Jahre 1991 bis 1996 und 2000 bis mindestens 2001 eindeutig als Value-Phasen definiert werden. Auch das Jahr 2002 gilt nach übereinstimmender Analystenmeinung bisher als klare Value-Phase69. Aufgrund der Unsicherheit an den Kapitalmärken werden niedrig bewertete Unternehmen mit großer Substanz bevorzugt. Nur äußerst risikofreudige Anleger investieren zum aktuellen Zeitpunkt in Wachstumsaktien. Vielen ist jedoch das Risiko eines solchen Investments noch zu groß. [...]

Arbeit zitieren:
Bachmann, Ralf August 2002: Growth- und Value-Strategie in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Aktien, Wertpapiere, Kapitalmarkt, Konjunktur, Wirtschaft

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