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Permission Marketing

Erfolgreiches Beziehungsmarketing mit der Erlaubnis des Kunden

Permission Marketing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Bogner
  • Abgabedatum: August 2002
  • Umfang: 155 Seiten
  • Dateigröße: 933,0 KB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5923-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5923-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5923-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bogner, Wolfgang August 2002: Permission Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Permission Marketing, Newsletter, E-Mail-Marketing, Beziehungsmarketing, Direktmarketing

Diplomarbeit von Wolfgang Bogner

Einleitung:

Das lange Zeit als ausreichend angesehene Massenmarketing verliert an Wirkung, die Konsumenten leiden am Information-Overload.. Dieser Umstand und verschiedene andere Trends in der Gesellschaft und im Konsumentenverhalten machen ein Umdenken im Marketing notwendig. Das Beziehungsmarketing bietet hier einen wertvollen Ansatz.

Zu den wesentlichen Elementen im Beziehungsmarketing gehört der direkte Kontakt zum Kunden, der Aufbau einer Datenbank sowie die Entwicklung eines kundenorientierten Servicesystems. Eine entsprechende Strategie sollte laut Grönroos auf die Bestandteile Wert, Interaktion und Dialog fokussiert sein. Dem Kommunikationsaspekt kommt dabei eine besondere Bedeutung zu. Von den Instrumenten der Kommunikationspolitik erscheint das Direktmarketing als wirkungsvollstes im Hinblick auf die direkte Beziehungspflege.

In letzter Zeit wird der Gedanke im Direktmarketing immer populärer, die Kunden um Erlaubnis zu bitten, wenn es um die Zusendung von Werbebotschaften geht. Diese Idee wird unter dem Begriff Permission Marketing diskutiert und gemeinhin als eine Form des Direktmarketing eingeordnet. Der Erfolg dieses Prinzips liegt darin, das die Werbebotschaften vom Konsumenten im voraus erwartet werden, die Botschaften personalisiert und für den Empfänger relevant sind.

Tatsächlich scheint Permission Marketing auch bei kritischer Betrachtung eine großartige Innovation zu sein. Dieses Prinzip wird in den nächsten Jahren vor allem im E-Mail-Marketing zum Standard werden. Ausgehend davon ist denkbar, dass auch andere Direktmarketing-Instrumente ähnlich eingesetzt werden könnten. Vor allem im qualitativen Bereich gewinnt Permission Marketing durch den Umstand, dass nur qualitativ hochwertige Newsletter die Kunden langfristig binden können.

Krishnamurthy fand eine Charakterisierung von verschiedenen Geschäftsmodellen des Permission Marketing im Internet. Als Schlüsselkomponente identifizierte er hier den Begriff der Intensität der Erlaubnis. Die vier Modelle werden „Direct Relationship Maintenance“, „Permission Partnership“, „Ad Market“ und „Permission Pool“ genannt. Diese vier Modelle wurden nach verschiedenen Faktoren wie Erlaubnisintensität, Aufwand, Ertrag, praktische Umsetzung und funktionale Integration anhand der Portfoliomethode bewertet. Das Ergebnis der Bewertung zeigt, dass jene Modelle mit hoher Erlaubnisintensität vorteilhafter sind.

Permission Marketing ist grundsätzlich für verschiedene Medien denkbar, derzeit findet es aber in erste Linie in Form von E-Mail statt. Bei der Erstellung eines Newsletters sind verschiedene Grundlagen zu beachten. Diese sind hauptsächlich inhaltlicher und formaler Natur. Als wichtigster Punkt bei der Newsletter-Gestaltung ist der Inhalt anzusprechen.

Als große Problembereiche im E-Mail-Marketing sind Spamming, die technischen Mängeln aber auch die zaghafte Antwortabwicklung zu erwähnen.

In Hinblick auf die Implementierung von Permission Marketing sind verschiedene Erfolgsfaktoren zu beachten. Hierzu zählen unternehmensinterne Faktoren, marketingabhängige Faktoren, kundendatenabhängige Faktoren, e-mailabhängige Faktoren und rechtliche Faktoren.

Die Erfolgmessung kann natürlich nur in Abhängigkeit der vorher getroffenen Zielvorstellungen durchgeführt werden. Die definierten Ziele sind die Grundlage für die Bewertung der E-Mail-Kampagne. Wichtig sind hier die laufende Database-Beobachtung, die Reichweitenmessung und der Response.

Inhaltsverzeichnis:

ABBILDUNGSVERZEICHNIS VII
TABELLENVERZEICHNIS VIII
1. EINLEITUNG 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Zielsetzung 3
1.3 Aufbau 4
2. VOM BEZIEHUNGSMARKETING ZUM PERMISSION MARKETING 6
2.1 Das Problem des Massenmarketings 6
2.1.1 Definition von Massenmarketing 6
2.1.2 Das Massenmarketing verliert an Wirkung 7
2.1.3 Relevante Gesellschafts- und Konsumententrends 9
2.2 Beziehungsmanagement als Möglichkeit der Kundenbindung 11
2.3 Beziehungsmarketing 18
2.3.1 Definition und Begriffe 18
2.3.2 Ziele des Beziehungsmarketings 22
2.3.3 Elemente des Beziehungsmarketings 23
2.3.4 Bedeutung der Kommunikation für das Beziehungsmarketing 26
2.3.4.1 Die Kommunikation 27
2.3.4.2 Der Kommunikationsprozess 27
2.3.4.3 Kommunikationsformen 28
2.4 Instrumente der Kommunikationspolitik 31
2.5 Direktmarketing 33
2.5.1 Definition des Direktmarketings 33
2.5.2 Historische Entwicklung und derzeitiger Status 36
2.5.2.1 Entwicklung des Direktmarketings 36
2.5.2.2 Bedeutung des Direktmarketings heute 38
2.5.2.3 Triebkräfte der Veränderung 38
2.5.3 Vorteile des Direktmarketings 40
2.5.3.1 Vielfältige Wirkung und Innovation 40
2.5.3.2 Messbarkeit 41
2.5.3.3 Testbarkeit 41
2.5.3.4 Neukundengewinnung 41
2.5.3.5 Langfristige Kundenbeziehungen 41
2.5.3.6 Selektive Kundenansprache 42
2.5.3.7 Personalisierung 42
2.5.3.8 Höhere Leseraten 42
2.5.3.9 Up-Trading und Cross-Selling 42
2.5.4 Probleme des Direktmarketings 43
2.5.4.1 Belästigung 43
2.5.4.2 Ausnutzung und Übervorteilung 43
2.5.4.3 Täuschungstechniken 43
2.5.4.4 Eindringen in die Privatsphäre 44
2.5.4.5 Einfluss des Kommunikators auf die Wirkung direkter Kommunikation 44
2.5.4.6 Datenschutz 44
2.5.5 Instrumente des Direktmarketings 45
2.5.5.1 Persönlicher Verkauf 45
2.5.5.2 Katalogversand 45
2.5.5.3 Call Center Marketing 45
2.5.5.4 Kundenzeitschriften 46
2.5.5.5 Kundenclubs und Kundenkarten 46
2.5.5.6 Mailings 46
2.5.5.7 Onlinemarketing 47
2.6 Direktmarketing-Maßnahmen mit Erlaubnis des Kunden 49
2.6.1 Schaffung einer Win-Win-Situation zwischen Unternehmung und Kunde 49
2.6.2 Permission Marketing als Direktmarketing-Strategie 50
3. PERMISSION MARKETING 51
3.1 Begriff und Definition 51
3.2 Prinzipien des Permission Marketings 53
3.3 Charakterisierung des Permission Marketings 54
3.3.1 Ziele 57
3.3.1.1 Beziehungspflege 58
3.3.1.2 Erzeugung von Loyalität 58
3.3.1.3 Zusätzlicher Service 58
3.3.1.4 Kosten-Reduktion 59
3.3.1.5 Gewinnerzielung 59
3.3.2 Vorteile 59
3.3.2.1 Vorteile für den Anbieter 60
3.3.2.2 Vorteile für den Verbraucher 60
3.3.3 Problembereiche 61
3.3.4 Vorgangsweise 62
3.4 Geschäftsmodelle des Permission Marketings 64
3.4.1 Direct Relationship Maintenance 66
3.4.2 Permission Partnership 67
3.4.3 Ad Market 68
3.4.4 Permission Pool 69
3.4.5 Bewertung und Grenzen der Modelle 70
3.4.5.1 Ad Market 72
3.4.5.2 Permission Pool 73
3.4.5.3 Direct Relationship Maintenance 74
3.4.5.4 Permission Partnership 75
3.4.5.5 Vorschlag eines übergreifenden Kommunikationsmodells 75
3.4.6 Konzeptionelles Rahmenmodell 77
3.5 Instrumente des Permission Marketings 79
3.6 E-Mail als Hauptinstrument des Permission Marketings 80
4. E-MAIL UND NEWSLETTER 81
4.1 Kommunikation via E-Mail 81
4.1.1 Begriffsdefinitionen 81
4.1.1.1 Mailingliste 81
4.1.1.2 Newsletter 82
4.1.1.3 Diskussionsliste 82
4.1.2 Bedeutung von E-Mail 82
4.1.3 Entwicklungsstufen im E-Mail-Marketing 83
4.1.4 Einsatz von E-Mail für Newsletter 84
4.2 Vorteile von E-Mail-Marketing 86
4.2.1 Kosten 86
4.2.2 Aktualität 87
4.2.3 Gezielte Ansprache 87
4.2.4 Hoher Response 87
4.2.5 Interaktive Inhalte 87
4.3 Erstellung eines Newsletters 88
4.3.1 Allgemeine Prozesskette des E-Mail-Versands 88
4.3.2 Grundlagen der Gestaltung 89
4.3.2.1 Inhaltliche Gestaltung 89
4.3.2.2 Formale Gestaltung und Design 90
4.3.2.2.1 Der E-Mail-Header 92
4.3.2.2.2 Der E-Mail-Body 92
4.3.2.3 Periodische Erscheinungsweise von Newslettern 94
4.3.2.4 Werbung in E-Mails 94
4.3.3 Definition der Zielgruppe 96
4.3.4 Adressengenerierung 97
4.3.4.1 Homepage 97
4.3.4.2 Newsletter 98
4.3.4.3 Anschreiben 98
4.3.4.4 Veranstaltungen 98
4.3.4.5 Kundenbefragung 98
4.3.4.6 Gewinnspiele 99
4.3.5 Themenselektion 99
4.3.6 Personalisierung und Individualisierung 101
4.3.7 Opt-In 101
4.3.8 Versand von E-Mails 102
4.3.9 Verarbeitung von Feedback und Response 103
4.3.10 Marketing für den Newsletter 104
4.4 Problembereiche im E-Mail-Marketing 104
4.4.1 Antwortabwicklung 104
4.4.2 Technische Mängel 105
4.4.3 Spamming 105
5. IMPLEMENTIERUNG VON PERMISSION MARKETING-MODELLEN 107
5.1 Aspekte des Implementierungsproblems 107
5.2 Kritische Erfolgsfaktoren 108
5.2.1 Unternehmensinterne Faktoren 108
5.2.1.1 Implementierung in die Unternehmensorganisation 108
5.2.1.2 Ressourcen 109
5.2.1.3 Promotoren 110
5.2.2 Marketingabhängige Faktoren 111
5.2.2.1 Strategiefestlegung 111
5.2.2.2 Marketingphilosophie 112
5.2.2.3 Kommunikation 112
5.2.2.4 Budgetierung und Kosten 113
5.2.3 Kundendatenabhängige Faktoren 113
5.2.3.1 Sammlung von Daten 113
5.2.3.2 Database-Management 114
5.2.3.3 Maßnahmen zur Kundenbindung 115
5.2.4 E-Mail-Abhängige Faktoren 115
5.2.4.1 Opt-In und Opt-Out 115
5.2.4.2 Relevante Inhalte 116
5.2.4.3 Frequenz 116
5.2.4.4 Datenschutz 116
5.2.5 Rechtliche Faktoren 117
5.3 Erfolgskontrolle 119
5.3.1 Erfolgskontrolle im E-Business 119
5.3.2 Regelmäßige Databasekontrolle und Bereinigung 121
5.3.3 Reichweitenmessung 122
5.3.4 Response-Messung 122
6. AUSBLICK 124
6.1 Zusammenfassung 124
6.2 Implikationen für weitere Forschungen 127
7. QUELLENVERZEICHNIS 129
7.1 Literaturverzeichnis 129
7.2 Internetquellen 138

Automatisiert erstellter Textauszug:

Das Modell „Permission Partnership“ ist dadurch gekennzeichnet, dass der Konsument einem Internetportal die Erlaubnis erteilt, ihm Werbebotschaften zusenden zu dürfen. Nachdem der Portal-Betreiber die Erlaubnis erhalten hat, nimmt er Kontakt mit diversen Partnern auf, die daran interessiert sind, Botschaften zu versenden. Die Konsumenten haben hierbei zugestimmt, jede Art von Information zu erhalten. Die Erlaubnisintensität in diesem Fall ist niedrig bis mittel, der Kontakt wird über eine zwischengeschalteten Stelle, dem Portal, hergestellt und die Ansprache der Zielgruppen erfolgt undifferenziert. Die einzelnen Abläufe sind in Abbildung 15 dargestellt.222 Hier sind mehrere Parteien beteiligt, nämlich der Empfänger, der Betreiber und verschiedene Partner. Der Empfänger profitiert durch verschiedene Infos, die er erhält. Betreiber und Partner ziehen ihren Nutzen aus der Verbreitung von diesen Informationen. In der Regel handelt es sich bei diesen Daten um nützlichen Inhalt, aber auch um herkömmliche Werbebotschaften. Das Portal gewinnt durch Informationsreichtum, die Partner eventuell durch Response von Seiten der Konsumenten. [...]

Das erste Modell wird als „Direct Relationship Maintenance“ bezeichnet und ist in seiner Art relativ einfach. Es handelt sich im Endeffekt um nichts anderes als um eine Zustimmung zum Erhalt von Werbebotschaften. Der Absender fragt nicht nach ausführlichen Informationen, es kommt zu keiner besonderen zielgruppenspezifischen Ansprache. Es handelt sich lediglich um einen zusätzlichen Service für den Kunden. Die Erlaubnisintensität ist als niedrig einzustufen. Nichtsdestotrotz gibt es eine direkte Verbindung zwischen Absender und Kunde, die zur Verbesserung und Erhaltung der Beziehung beitragen soll. Abbildung 14 zeigt dieses Modell.220 Die beteiligten Akteure sind Werber und Empfänger, der Werber profitiert durch die Möglichkeit, seine Botschaften versenden zu dürfen, der Empfänger erhält Zusatzinfos. Direkte Einkommensquellen gibt es keine, ein Ertrag aufgrund von initiierten Käufen ist denkbar. [...]

Diese Punkte liegen darin begründet, dass ein Individuum zu Beginn registriert, dass die Übermittlung von detaillierten Informationen im eigenen Interesse ist. Aus diesem Gedankengang heraus liegt der Schluss nahe, dass höherwertige Informationen einen größeren Nutzen bringen. Das Individuum erkennt, dass es sich um eine Win-Win-Situation handelt. Somit nimmt es an einem Austauschprozess teil, bei dem das Unternehmen Marketing-Botschaften formuliert, die auf der gegebenen Information basieren.214 Wie schon angedeutet, bestimmt der Konsument hier, ob eine Bindung oder ein längerer Dialog entsteht. Der angebotene Wert entscheidet über die Motivation, eine Beziehung aufzubauen. Die Verschiebung der Kommunikationsmacht hin zum Kunden wird augenscheinlich.215 Im Permission Marketing muss ein „Trade-Off“ zwischen Breite und Tiefe gefunden werden. Die Strategie, die auf eine breite Wirkung abzielt, ist dadurch gekennzeichnet, dass das Unternehmen eine große Zahl an Konsumenten mit einer niedrigen Erlaubnisintensität erreichen will. Die zweite Möglichkeit besteht darin, einem ausgewählten Kreis von Konsumenten, welche detaillierte Informationen preisgeben und somit durch eine hohe Erlaubnisintensität gekennzeichnet sind, personalisierte Werbebotschaften zu übermitteln.216 Diese zweite Variante entspricht auch einer weit verbreiteten Meinung, dass nicht alle Kunden gleich wichtig sind und eine Konzentration auf treue Kunden mit großem Potenzial zielführend ist.217 Krishnamurthy orientiert sich hier offensichtlich an der klassischen Einteilung in undifferenziertes, Breitenstrategie differenziertes dürfte dem und konzentriertes Marketing.218 und Seine seine undifferenzierten Marketing [...]

Arbeit zitieren:
Bogner, Wolfgang August 2002: Permission Marketing, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Permission Marketing, Newsletter, E-Mail-Marketing, Beziehungsmarketing, Direktmarketing

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