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Tracking Strock als aktuelles Beteiligungsfinanzierungsmodell divisionalisierter Aktiengesellschaften

Tracking Strock als aktuelles Beteiligungsfinanzierungsmodell divisionalisierter Aktiengesellschaften
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Reinhard Bauer
  • Abgabedatum: März 2002
  • Umfang: 85 Seiten
  • Dateigröße: 885,3 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Hochschule Wismar Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5528-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5528-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5528-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bauer, Reinhard März 2002: Tracking Strock als aktuelles Beteiligungsfinanzierungsmodell divisionalisierter Aktiengesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Aktiengesellschaft, Finanzierung, Aktien, Aktienrecht, Stoch Options

Diplomarbeit von Reinhard Bauer

Einleitung:

Kurz gesagt behandelt diese Diplomarbeit im Schwerpunkt die Vor- und Nachteile sowie die Einsatzmöglichkeiten und rechtlichen Gestaltungsoptionen von Tracking Stocks (Geschäftsbereichsaktien) in Deutschland. Da trotz partieller Überlegenheit der Tracking Stock-Emission gegenüber anderen Beteiligungs- und Restrukturierungsinstrumenten hierzulande bisher keine Geschäftsbereichsaktien an der Börse ausgegeben wurden, wird die Entwicklung sowie die typische rechtliche Ausgestaltung von Tracking Stocks in den USA zunächst einleitend dargestellt. Dem vorangestellt erfolgt eine kurze Einführung in US- amerikanische Rechtsstrukturen. Abschließend werden alle Möglichkeiten der Einführung von Tracking Stocks im deutschen Aktienrecht aufgezeigt und bewertet.

Im zunehmenden internationalen Wettbewerb auf den Kapitalmärkten stehen die Kapitalgesellschaften unter hohem Druck zur Schaffung immer neuer Investorenanreize. So kommt es neben anderen Entwicklungen zur Kreation innovativer Finanzinstrumente. Ein solches Instrument der Eigenkapitalfinanzierung und -beteiligung stellt die Emission von Tracking Stocks dar.

Tracking Stocks haben ihren Ursprung in Europa, nehmen aber derzeit nur eine untergeordnete Rolle auf den europäischen Kapitalmärkten ein. Lediglich eine europäische Aktiengesellschaft nutzte bisher dieses Beteiligungsfinanzierungs-instrument. In Deutschland gibt es derzeit keine börsennotierten Tracking Stocks. Jedoch werden seit einigen Jahren die Übertragbarkeit und Attraktivität dieser Aktien im Hinblick auf den deutschen Kapitalmarkt diskutiert.

Ziel dieser Untersuchung ist es, mittels der rechtlichen und wirtschaftliche Analyse von Tracking Stocks, alle wesentlichen Regelungen der Tracking Stock-Gestaltung im deutschen Aktienrecht, die im Rahmen des zulässigen Gestaltungsspielraums möglichst viele der Vorteile des Modells implementieren und Probleme aufzeigen sollen, darzustellen. Ergänzend werden im Anschluß Möglichkeiten der Einführung von Tracking Stocks im Rahmen des deutschen Aktienrechts aufgezeigt.

Um die Hintergründe der Entwicklung sowie die ursprüngliche rechtliche Ausgestaltung der bisher zum überwiegenden Teil in den USA emittierten Tracking Stocks in ihrer vollen Flexibilität aufzuzeigen, beginnt die Untersuchung mit der Darstellung von Vor- und Nachteilen des Instrumentes sowie der typischen Ausgestaltung bisheriger Tracking Stocks des U.S.-amerikanischen Kapitalmarkts. Einleitend werden hierzu wesentliche Strukturprinzipien des U.S.-amerikanischen Rechts aufgezeigt.

Gang der Untersuchung:

Im Anschluß an die im Kapitel 1 einleitende Definition und Abgrenzung von Tracking Stocks gegenüber anderen Finanzierungsinstrumenten, werden in Kapitel 2 die Motive für die Emission von Tracking Stocks dargelegt. So kann dargestellt werden, welche Gründe zur Entstehung und nachhaltigen Weiterentwicklung von Tracking Stocks insbesondere im U.S.-amerikanischen Wirtschaftsraum führten.

Im Kapitel 3 werden die modellimmanenten Nachteile der Tracking Stock-Struktur dargestellt um in der kritischen Gesamtbetrachtung abwägen zu können unter welchen Umständen die Emission von Tracking Stocks vorteilhaft oder nachteilig sein kann.

In Kapitel 4 wird die typische Ausgestaltung von bisher auf dem U.S.-amerikanischen Kapitalmarkt emittierten Tracking Stocks dargestellt um so dieses Modell in seiner hohen, durch die Gestaltungsfreiräume des U.S.-amerikanischen Gesellschafts- und Kapitalmarktrechts bedingten Flexibilität aufzuzeigen. Am Anfang des Kapitels wird zum besseren Verständnis in der gebotenen Kürze eine Einführung in die wesentlichen Strukturprinzipien des U.S.-amerikanischen Rechts sowie in relevante gesellschaftsrechtliche Grundlagen stehen.

Kapitel 5 befaßt sich mit den Gestaltungsoptionen sowie den damit verbundenen Vor- und Nachteilen des Tracking Stock-Modells im deutschen Aktienrecht. Hierzu werden die wesentlichen mit Tracking Stocks verbundenen Rechte im Hinblick auf den zulässigen Gestaltungsspielraum des deutschen Aktienrechts dargestellt um so die Möglichkeiten und Grenzen der Erhaltung der Ziele dieses Instrumentes aufzuzeigen.

In Kapitel 6 werden die praktischen Möglichkeiten der Emission von Tracking Stocks in Deutschland untersucht. Dazu werden zunächst die in der Struktur der Gesellschaft liegenden Voraussetzungen für die Emission sowie der Vorrang anderer Maßnahmen dargestellt.

In der abschließenden Betrachtung des Kapitels 7 wird diese Arbeit resümiert.

Inhaltsverzeichnis:

Abbildungsverzeichnis V
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
1.1 Gegenstand und Ziele der Untersuchung 1
1.2 Gang der Untersuchung 2
1.3 Grundlagen und Abgrenzungen 3
1.3.1 Definition 3
1.3.2 Abgrenzung zu herkömmlichen Stamm- und Vorzugsaktien 5
1.3.3 Abgrenzung zu verwandten Finanzierungsinstrumenten 5
1.3.3.1 Börseneinführung einer Tochtergesellschaft (Equity Carve Out) 6
1.3.3.2 Ausgliederung einer Tochtergesellschaft (Spin-Off) 6
1.3.4 Mögliche Rechtsformen für Tracking Stock-Strukturen in Deutschland 6
1.3.5 Historische Entwicklung des Tracking Stock-Konzeptes 7
2. Motive für die Einführung von Tracking Stocks 8
2.1 Steigerung des Shareholder Value 8
2.2 Eigenkapitalbeschaffung 9
2.3 Synergieeffekte 9
2.4 Optimierung der Steuerbelastung 10
2.5 Stock-Options-Programme 10
2.6 Akquisitionszahlungsmittel 11
2.7 Abwehr feindlicher Übernahmen 11
2.8 Rechtliche Gründe 12
2.9 Reorganisationsoption 12
3. Modellimmanente Nachteile von Tracking Stocks 13
3.1 Erhaltung der rechtlichen Einheit der Gesellschaft 13
3.2 Interessen-, Loyalitäts- und Treuekonflikte 14
3.3 Erhöhte Rechnungslegungs- und Publizitätsanforderungen 15
3.4 Verminderung von Übernahmeprämien 16
3.5 Komplizierte Rechts- und Kapitalstruktur 17
4. Typische Ausgestaltung von Tracking Stocks nach U.S.-amerikanischem Gesellschaftsrecht 18
4.1 Wesentliche Strukturprinzipien des U.S.-amerikanischen Rechts 18
4.1.1 Rechtsquellen 18
4.1.2 Bundes- und Staatenrecht 19
4.1.3 Recht der Kapitalgesellschaften 19
4.1.4 Formen der Kapitalgesellschaften 20
4.1.5 Kapitalstruktur und typische Gestaltung der „public corporation“ 20
4.1.6 Organisation und Verwaltung der „public corporation“ 21
4.1.6.1 Der „board of directors“ 22
4.1.6.2 Die „officers“ 22
4.1.6.3 Das „shareholders meeting“ 23
4.1.6.4 Pflichten der Unternehmensleitung sowie der Aktionäre 23
4.1.6.4.1 Pflichten der „directors“ und der „officers“ 23
4.1.6.4.2 Pflichten der „shareholders“ 25
4.2 Typische rechtliche Ausgestaltung der Tracking Stocks 25
4.2.1 Definition der Tracked Units 25
4.2.2 Ausgestaltung der Aktionärsrechte 26
4.2.2.1 Vermögensrechte der Aktionäre 26
4.2.2.1.1 Anteil an der Gewinnausschüttung 26
4.2.2.1.2 Anteil am Liquidationserlös 28
4.2.2.1.3 Bezugsrecht bei Kapitalerhöhung 29
4.2.2.2 Herrschaftsrechte der Aktionäre 30
4.2.2.2.1 Stimmrechte 30
4.2.2.2.2 Informationsrechte 32
4.2.2.3 Rechtsstellung der Unternehmensleitung 33
4.2.2.4 Weitere Bestimmungen 33
4.2.2.4.1 Aspekte der Rechnungslegung 33
4.2.2.4.2 Umtausch 34
5. Zulässigkeit und Gestaltung von Tracking Stocks nach deutschem Aktienrecht 36
5.1 Zulässigkeit 36
5.2 Gestaltungsfragen 36
5.2.1 Stammaktien oder Vorzugsaktien 36
5.2.2 Vermögensrechte der Aktionäre 37
5.2.2.1 Anteil an der Gewinnausschüttung 37
5.2.2.1.1 Gestaltung des Gewinnbezugsrechts 37
5.2.2.1.2 Dividendenformel 38
5.2.2.1.3 Gewinnthesaurierung 40
5.2.2.2 Anteil am Liquidationserlös 41
5.2.2.3 Bezugsrechte bei Kapitalerhöhung 42
5.2.3 Mitverwaltungsrechte der Aktionäre 45
5.2.3.1 Stimmrechte 45
5.2.3.1.1 Emission als stimmberechtigte Stammaktien 45
5.2.3.1.2 Emission als stimmrechtslose Vorzugsaktien 47
5.2.3.1.3 Treuebindungen 48
5.2.3.2 Informationsrechte 49
5.2.4 Rechtsstellung der Unternehmensleitung 50
5.2.4.1 Stärkung der Rechtsposition der Tracking Stock-Aktionäre gegenüber der Unternehmensleitung 51
5.2.4.1.1 Entsendung von Aufsichtsratsmitgliedern 51
5.2.4.1.2 Ausschuß des Aufsichtsrats 52
5.2.4.1.3 Tracking Stock-Bericht 53
5.2.5 Weitere Bestimmungen 53
5.2.5.1 Aspekte der Rechnungslegung 53
5.2.5.2 Exit-Strategien 55
5.2.5.2.1 Einziehung 56
5.2.5.2.1.1 Einziehung nach Erwerb 56
5.2.5.2.1.2 Zwangseinziehung 56
5.2.5.2.2 Umwandlung 58
6. Einführung von Tracking Stocks nach deutschem Recht 61
6.1 Voraussetzungen für die Einführung 61
6.1.1 Abgrenzung der Geschäftsbereiche 61
6.1.2 Vorrang gegenüber anderen Beteiligungsfinanzierungs- und Restrukturierungsmaßnahmen 62
6.2 Möglichkeiten der Einführung von Tracking Stocks 62
6.2.1 Emission bei Gründung 62
6.2.2 Änderung bestehender Aktien 63
6.2.2.1 Satzungsänderung ohne Aktiensplit 63
6.2.2.2 Aktiensplit 64
6.2.2.3 Verschmelzung 65
6.2.3 Ausgabe neuer Aktien 66
6.2.3.1 Kapitalerhöhung gegen Einlagen 67
6.2.3.1.1 Sachkapitalerhöhung 68
6.2.3.2 Kapitalherabsetzung mit anschließender Kapitalerhöhung 69
7. Schlußbetrachtung 70
Literaturverzeichnis VII
Ehrenwörtliche Erklärung XI

Arbeit zitieren:
Bauer, Reinhard März 2002: Tracking Strock als aktuelles Beteiligungsfinanzierungsmodell divisionalisierter Aktiengesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Aktiengesellschaft, Finanzierung, Aktien, Aktienrecht, Stoch Options

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