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Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39

Unter besonderer Berücksichtigung von Sicherungsgeschäften

Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Melanie Bechstein
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 5,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Carl-von-Ossietzky-Universität Oldenburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5309-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5309-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5309-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bechstein, Melanie November 2001: Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: IASC, Finanzinstrumente, Bilanzierung, Hedge-Accounting, Sicherungsgeschäfte

Diplomarbeit von Melanie Bechstein

Einleitung:

In der Praxis wie auch in der Wissenschaft wird seit Jahren das Problem der Bilanzierung derivativer Finanzinstrumente kontrovers diskutiert. Grund hierfür ist der zunehmende Bedarf derivativer Finanzinstrumente zur Absicherung von Geschäftsrisiken im Rahmen der nationalen wie auch internationalen Tätigkeit von Unternehmen. Hierbei ist insbesondere die Bilanzierungsebene von Sicherungszusammenhängen ungeklärt, wobei nicht selten in den wissenschaftlichen Überlegungen die praktischen Vorgehensweisen der Unternehmen unbeachtet bleiben. Zusätzlich führt die außergewöhnliche Innovationskraft und -geschwindigkeit an internationalen Kapitalmärkten zu einer fortlaufenden Weiterentwicklung von Finanzinstrumenten und erschwert somit die Schaffung allgemein gültiger Rechnungslegungsstandards für diese Instrumente.

In Deutschland werden derivative Finanzinstrumente als schwebende Geschäfte angesehen und bis zur Erfüllung der vertraglichen Verpflichtung in der Bilanz nicht erfasst. Die fehlende Existenz von expliziten Regelungen im deutschen Handelsrecht zur Abbildung von derivativen Instrumenten und speziell von Sicherungszusammenhängen hat in der Vergangenheit zu zahlreichen Überlegungen bezüglich der Auslegung allgemeiner Ansatz- und Bilanzierungsvorschriften geführt. Mit zunehmender Bedeutung der Kapitalmärkte wird hierbei der Blick immer häufiger auf internationale Rechnungslegungsstandards und im speziellen auf die International Accounting Standards (IAS) gerichtet.

Gang der Untersuchung:

In den nachfolgenden Kapiteln soll aufgezeigt werden, ob mit einem Ersatz der handelsrechtlichen Vorschriften in Deutschland durch die IAS die bilanzielle Erfassung von derivativen Finanzinstrumenten und speziell von Sicherungszusammenhängen besser dargestellt werden kann. Der aus einem Projekt des International Accounting Standard Committee (IASC) entstandene IAS 39 zum Ansatz und zur Bewertung von Finanzinstrumenten gilt neben dem Statement of Financial Accounting Standards (SFAS) No. 133 der amerikanischen Generally Accepted Accounting Principles (US-GAAP) hierbei als richtungsweisend.

Dem Kern der Arbeit - eine Diskussion um den Inhalt des IAS 39 - muss die Erörterung der Notwendigkeit einer Anerkennung internationaler Rechnungslegungsvorschriften im zweiten Kapitel vorausgehen. Der Harmonisierungsprozess der Rechnungslegungssysteme wird hierbei vor dem Hintergrund einer stärkeren Orientierung an den Bedingungen des Kapitalmarktes zur Zufriedenstellung der Informationsbedürfnisse der Investoren betrachtet. Erst die Verdeutlichung der historischen Entwicklung dieser Systeme zeigt auf, welche Bedeutung dem Marktgeschehen zuzurechnen ist und durch welche machtpolitischen Einflussfaktoren die Richtung in der Rechnungslegung bestimmt wird.

Unter dem Druck einer bereits von einer Vielzahl von Unternehmen praktizierten doppelten Rechnungslegung, in Form eines Jahresabschlusses nach handelsrechtlichen wie auch internationalen Vorschriften, wendete sich auch der deutsche Gesetzgeber mit der Verabschiedung des Kapitalaufnahmeerleichterungsgesetzes (KapAEG) einer Anerkennung internationaler Rechnungslegungsstandards zu. Aktuelle Entwicklungen in der Europäischen Union sprechen dabei den IAS einen deutlichen Vorteil zu.

Im dritten Kapitel wird die Problematik der bilanziellen Erfassung von derivativen Finanzinstrumenten nach handelsrechtlichen Vorschriften erläutert. In diesem Zusammenhang werden die allgemeinen Ansatz- und Bewertungsvorschriften sowie die Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung hinsichtlich der Darstellung von Sicherungszusammenhängen analysiert und unterschiedliche Bewertungsebenen dargestellt. Nicht das Eingehen auf spezielle derivative Finanzprodukte, sondern das Aufzeigen des Problems nicht existierender Bilanzierungsregeln steht im Vordergrund dieses Kapitels.

Mit den inhaltlichen Ausführungen des [AS 39 befasst sich das vierte Kapitel, wobei neben den derivativen Finanzinstrumenten auch originäre Finanzprodukte erwähnt werden. Entgegen der deutschen Rechnungslegungsphilosphie von einem vorsichtigen Ergebnis, bildet der generelle Ansatz sämtlicher derivativer Finanzinstrumente zum Marktwert und die grundsätzlich vorherrschende erfolgswirksame Verbuchung von Gewinnen und Verlusten einen wesentlichen Bestandteil des neuen Standards. Aufgrund fehlender praktischer Umsetzungserfahrungen konzentriert sich das Kapitel auf die Darstellung der Ansatz- und Bewertungsmethoden von Finanzinstrumenten und zeigt einen Einblick in die Regelungen zur Abbildung von Sicherungszusammenhängen.

Die Ergebnisse der einzelnen Kapitel werden im fünften Kapitel zusammengefasst und einer kritischen Würdigung unterzogen.

Inhaltsverzeichnis:

1. PROBLEMSTELLUNG UND AUFBAU DER ARBEIT 1
2. HARMONISIERUNG DER RECHNUNGSLEGUNG NACH INTERNATIONALEN STANDARDS 3
2.1 Notwendigkeit einer Harmonisierung der Rechnungslegung 4
2.1.1 Voraussetzungen des Kapitalmarktes 5
2.1.2 Verbesserung der Anlegerkommunikation 7
2.1.3 Verbindung externes und internes Rechnungswesen 8
2.1.4 Interesse der Wirtschaftsprüfungsgesellschaften 10
2.2 Kontinentaleuropäische Rechnungslegung im Zeitalter der Veränderung 11
2.2.1 Ursachen divergierender Rechnungslegungssysteme 11
2.2.2 Entwicklung der EU-Richtlinien 15
2.2.3 Entwicklung der Rechnungslegungsnormen in Deutschland 16
2.3 Rechnungslegungskonzept des IASC 19
2.3.1 Organisation des IASC 19
2.3.2 Entstehung neuer Standards 21
2.3.3 Grundprinzipien der Rechnungslegung des IASC 22
2.3.4 Entwicklung des IASC 24
2.4 Kritische Beurteilung der Harmonisierungsbestrebungen 25
3. BILANZIERUNG DERIVATIVER FINANZINSTRUMENTE IN DEUTSCHLAND 28
3.1 Definition und Verwendung derivativer Finanzinstrumente 29
3.2 Bilanzielle Abbildung von Sicherungszusammenhängen 32
3.2.1 Abbildungsproblematik nach deutschem Recht 33
3.2.1.1 Grundsatz der Einzelbewertung 35
3.2.1.2 Grundsatz der Vorsicht 36
3.2.1.3 Generalnorm der Bilanzierung 37
3.2.2 Kriterien zur Abbildung von Sicherungszusammenhängen 38
3.3 Methoden zur Abbildung von Sicherungszusammenhängen 40
3.3.1 Kompensatorische Bewertung 41
3.3.1.1 Mikro-Hedge 42
3.3.1.2 Makro-Hedge 44
3.3.1.3 Portfolio-Ansatz 45
3.3.2 Abgrenzungsmethode (Defferal-Hedge-Accounting) 47
3.3.3 Marktbewertungsmethode (Mark-to-Market) 49
3.4 Konsequenzen für die deutsche Rechnungslegung 51
4. IAS 39: ANSATZ UND BEWERTUNG VON FINANZINSTRUMENTEN 54
4.1 Entstehungsphase des IAS 39 54
4.2 Grundlegende Bestimmungen und Definitionen 55
4.2.1 Anwendungsbereich 56
4.2.2 Begriff der Finanzinstrumente 57
4.2.2.1 Finanzielle Vermögenswerte 58
4.2.2.2 Finanzielle Verbindlichkeiten 61
4.2.2.3 Eigenkapitalinstrumente 62
4.2.2.4 Derivative Finanzinstrumente 63
4.2.3 Begriff des Fair Value 64
4.3 Bilanzielle Erfassung von Finanzinstrumenten 65
4.3.1 Erstmalige Bewertung von Finanzinstrumenten 66
4.3.2 Folgebewertung von Finanzinstrumenten 68
4.3.2.1 Finanzielle Vermögenswerte 69
4.3.2.2 Finanzielle Verbindlichkeiten 70
4.3.3 Bilanzielle Erfassung von strukturierten Produkten 71
4.3.4 Verrechnung von Wertänderungen 72
4.3.5 Bedeutung von Wertminderungen 74
4.3.6 Beendigung der Bilanzierung 75
4.4 Bilanzierung von Sicherungsgeschäften nach IAS 39 76
4.4.1 Bedingungen für eine Sicherungsbeziehung 77
4.4.1.1 Gesicherte Grundgeschäfte 77
4.4.1.2 Sicherungsinstrumente 78
4.4.1.3 Beziehung von Grund- und Sicherungsgeschäft 79
4.4.2 Formen des Hedge-Accounting 80
4.4.2.1 Fair Value-Hedge 81
4.4.2.2 Cash Flow-Hedge 82
4.4.2.3 Foreign Currency-Hedge 83
4.5 Dokumentationspflichten 84
4.6 Entwicklungen anderer Rechnungslegungsvorschriften 86
4.6.1 SFAS No. 133 86
4.6.2 EU-Richtlinien 88
4.6.3 Vergleich der Regelungen 89
4.7 Kritische Würdigung des IAS 39 90
5. SCHLUSSBETRACHTUNG 93
Literaturverzeichnis

Arbeit zitieren:
Bechstein, Melanie November 2001: Die Bilanzierung von Finanzinstrumenten nach IAS 39, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
IASC, Finanzinstrumente, Bilanzierung, Hedge-Accounting, Sicherungsgeschäfte

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