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Kundenbindung im Internet

Kundenbindung im Internet
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Carsten Bechler
  • Abgabedatum: Oktober 2001
  • Umfang: 87 Seiten
  • Dateigröße: 3,0 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Frankfurt am Main - University of Applied Sciences Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5300-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5300-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5300-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bechler, Carsten Oktober 2001: Kundenbindung im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kundenbindung, Marketing, Online, Internet, E-Business

Diplomarbeit von Carsten Bechler

Einleitung:

Das Medium Internet entwickelt sich mit seinen interaktiven und individuellen Möglichkeiten scheinbar zum erfolgreichsten Informations- und Kommunikationsmedium der Zukunft. Jährlich starten eine Vielzahl neuer Anbieter in Form von Online-Shops, Marktplätzen oder anderen Geschäftsmodelltypen und wenden sich aufgrund der Anytime-Anywhere-Verfügbarkeit 24 Stunden am Tag mit ihren Produkten und Dienstleistungen direkt an die Konsumenten. Um mit einem Online-Shop eine erfolgreiche Wettbewerbsposition zu erzielen, scheinen jedoch weder die reine Präsenz in dieser virtuellen Welt noch das Ziel der Kostenführerschaft oder die alleinige Verwendung bekannter Instrumente im Internet zu genügen.

So weisen selbst Vorzeige-E-Commerce-Unternehmen Probleme bei der Erfüllung der prognostizierten Wachstumszahlen auf. Eine große Zahl von Online-Shops musste Ende 2000 aus finanziellen Gründen in Form fehlenden Venture Capitals bzw. starker Kursrückgänge ihre Unternehmungen aufgeben bzw. veräußern. Nicht mehr die „story“ der Unternehmen, sondern ihre Gewinne wurden maßgeblich. Lediglich 12 Prozent der in Europa und den USA börsennotierten Unternehmen arbeiteten im Mai 2001 profitabel.

Dabei hat sich bereits außerhalb des Internet ein Paradigmawechsel vom Transaktions- hin zum Beziehungsmarketing vollzogen, weil veränderte Wettbewerbsbedingungen zum Scheitern klassischer Wettbewerbsstrategien führten. Die Erkenntnis, dass die Neu-Akquisition eines Kunden teurer als die Aufrechterhaltung einer bestehenden Beziehung ist, ließ den Konsumenten in den Mittelpunkt des Interesses rücken.

Trotz dieser Erkenntnisse der traditionellen Ökonomie geben Online-Unternehmen nach wie vor für Kundengewinnungsmaßnahmen wie Werbung oder Promotionaktivitäten hohe Summen aus. Zwar wird die Bedeutung der Kundenbindung auch im Internet langsam erkannt - so erreicht in einer Untersuchung zu den von Unternehmen verfolgten Zielen im E-Commerce das Ziel Kundenbindung und -zufriedenheit innerhalb der Zielkategorie der zielgruppengerichteten Ziele den weitaus höchsten Wert und innerhalb der gesamten Untersuchung den zweithöchsten Wert - jedoch zeigen weitere Studienergebnisse, dass einer Vielzahl von Online-Händlern die Abwanderung ihrer Kunden zur Konkurrenz bzw. zurück zum stationären Handel droht.

Bei der gegebenen Anonymität des Internet gegenüber dem klassischen Ladengeschäft wechselt ein Kunde hier eher das Angebot, zudem die Konkurrenz nur den berühmten Mausklick weit entfernt ist. Das Ziel im Internet kann somit nicht alleine die Identifizierung eines potentiellen Kunden sein, sondern die langfristige Bindung an das Produkt bzw. das Unternehmen unter Nutzung der spezifischen Eigenschaften des neuen Mediums.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist die Zusammenführung des Wissensstandes über das Konstrukt der Kundenbindung mit den Besonderheiten und Potentialen des interaktiven Mediums Internet, um den veränderten Wettbewerbsbedingungen der Internet-Ökonomie gerecht zu werden. Dabei liegt der Fokus der Arbeit in der Darstellung der sich aus den Eigenschaften des Internet ergebenden Kundenbindungsinstrumente, da die einfache Übertragung herkömmlicher Maßnahmen auf das neue Medium oft scheitert.

Folgende Fragestellungen stehen somit im Mittelpunkt der Arbeit:

Über welche kundenbindungsrelevanten Charakteristika verfügt das Internet ?

Inwiefern können diese Charakteristika zur Beeinflussung der Determinanten der Kundenbindung eingesetzt werden ?

Welche Voraussetzungen müssen für den Einsatz von Kundenbindungsinstrumenten im Internet erfüllt werden ?

Welche konkreten Instrumente der Kundenbindung bestehen im Internet ?

Bei der Bearbeitung des Themas steht der Business-to-Consumer-Bereich im Mittelpunkt. Innerhalb des Geschäftsmodelltyps „Commerce“ wird das Konstrukt der Kundenbindung im Hinblick auf reine Online-Händler analysiert. Dieser Schwerpunkt gründet sich auf der Beobachtung, dass sich der Einkauf über das Internet wachsender Beliebtheit erfreut, das neue Medium also der reinen Kommunikations- und Informationsfunktion entwachsen ist. Gleichzeitig werden jedoch bestehende Umsatzpotentiale nicht genutzt.

Gang der Untersuchung:

Um das dargestellte Ziel sowie die damit verbundene Beantwortung der oben aufgeworfenen Fragen zu erreichen, erfolgt im zweiten Kapitel zunächst die Darstellung der Grundlagen der Kundenbindung. Dies erfolgt in Form der Erarbeitung einer gemeingültigen Definition dieses Konstruktes sowie der Darstellung der bestimmenden Determinanten und bestehenden Strategien.

Das dritte Kapitel behandelt die Grundlagen der Kundenbindung im Internet. Zunächst erfolgt die Beschreibung der heutigen und zukünftigen Situation des interaktiven Mediums, bevor es zur spezifischen Definition der Kundenbindung im Internet sowie der Darstellung der Notwendigkeit der Kundenbindung kommt. Das Aufzeigen der Charakteristika des Internet und daraus entstehender Anknüpfungspunkte für die Kundenbindungsdeterminanten, möglicher Probleme der bisherigen Umsetzung und der Vorraussetzungen der Kundenbindung im Internet sind weitere Bestandteile des Kapitels.

Die Instrumente der Kundenbindung im Internet sind Gegenstand des vierten Kapitels. Zunächst erfolgt die Erarbeitung von Ansatzpunkten zur Kundenbindung sowie die Systematisierung möglicher Maßnahmen auf der Grundlage der gewonnenen Erkenntnisse der Arbeit. Diese werden im Anschluss unter Einbezug aktueller Beispiele dargestellt, wobei der Fokus auf internetspezifische Maßnahmen gerichtet ist.

Die Schlussbetrachtung im fünften Kapitel dient als Resümee. Hier werden die wichtigsten Gesichtspunkte, welche zur Beantwortung der oben aufgeführten Fragen beigetragen haben, kurz aufgegriffen und kommentiert. Zudem wird ein Ausblick auf die weitere Entwicklung der Kundenbindung im Internet vorgenommen.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
1. Einleitung 1
1.1 Themenbegründung 1
1.2 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit 2
2. Kundenbindung 4
2.1 Grundlagen der Kundenbindung 4
2.1.1 Herkunft und Abgrenzung des Begriffes Kundenbindung 4
2.1.2 Definition des Begriffes Kundenbindung 5
2.1.3 Einordnung der Kundenbindung in das Konstrukt des Beziehungsmarketing 8
2.2 Strategien der Kundenbindung 10
2.2.1 Verbundenheit 10
2.2.2 Gebundenheit 11
2.2.3 Folgerungen für die Unternehmenspraxis 12
2.3 Determinanten der Kundenbindung 12
2.3.1 Kundenzufriedenheit 13
2.3.1.1 Der Begriff und die Bedeutung der Kundenzufriedenheit 13
2.3.1.2 Überprüfung des Zusammenhanges zwischen der Kundenzufriedenheit und der Kundenbindung auf Linearität 14
2.3.2 Wechselbarrieren 15
2.3.2.1 Ökonomische Wechselbarrieren 15
2.3.2.2 Psychische und soziale Wechselbarrieren 16
2.3.3 Variety Seeking 16
2.3.4 Konkurrenzangebot 17
2.3.5 Die Bedeutung der einzelnen Determinanten für die Kundenbindung 18
3. Grundlagen der Kundenbindung im Internet 19
3.1 Das Internet 19
3.1.1 Die Entwicklung der Reichweiten und des Online-Shopping im Internet 19
3.1.2 Das Nutzerverhalten im Internet 21
3.2 Die Bedeutung der Kundenbindung im Internet 22
3.2.1 Definition der Kundenbindung im Internet 22
3.2.2 Zur grundlegenden Bedeutung der Kundenbindung im Internet 23
3.2.2.1 Struktureffekte der Internet-Ökonomie 23
3.2.2.2 Nachteile des Online- gegenüber dem Offline-Handel 25
3.2.3 Die ökonomische Bedeutung der Kundenbindung im Internet 26
3.3 Charakteristika des Internet 29
3.3.1 Information 29
3.3.2 Interaktivität 30
3.3.3 Individualität 30
3.3.4 Integration 31
3.4 Anknüpfungspunkte für Determinanten der Kundenbindung im Internet 31
3.4.1 Kundenzufriedenheit 31
3.4.2 Ökonomische Wechselbarrieren 32
3.4.3 Psychische Wechselbarrieren 32
3.4.4 Soziale Wechselbarrieren 32
3.4.5 Variety Seeking 33
3.4.6 Attraktivität des Konkurrenzangebotes 33
3.5 Probleme bisheriger Kundenbindungsversuche im Internet 33
3.6 Voraussetzungen für die Kundenbindung im Internet 34
3.6.1 Database Marketing 35
3.6.2 Kundensegmentierung 36
3.6.3 Logistik 38
4. Instrumente der Kundenbindung im Internet 38
4.1 Ansätze zur Kundenbindung im Internet 38
4.1.1 Information 40
4.1.2 Individualisierung 40
4.1.3 Interaktivität 41
4.1.4 Integration 42
4.2 Gliederung der Instrumente im Internet 43
4.3 Internetspezifische Instrumente 46
4.3.1 Personalisierung 46
4.3.2 Convenience 50
4.3.2.1 Geschwindigkeit 50
4.3.2.2 Navigations- und Designkriterien 51
4.3.3 Content 53
4.3.4 Community 56
4.3.4.1 Begriff und Merkmale der Community 56
4.3.4.2 Kundenbindung durch virtuelle Gemeinschaften 56
4.3.4.3 Voraussetzungen der Community 59
4.3.5 Online-Beratung 60
4.3.6 Online-Service 62
4.4 Vertrauen im Internet 63
4.4.1 Die besondere Bedeutung von Vertrauen im Internet 64
4.4.2 Maßnahmen zur Vertrauensbildung 65
4.4.2.1 Erhöhung der Reputation des Anbieters 65
4.4.2.2 Verminderung der Daten- und Zahlungsunsicherheit 66
4.5 Der Einsatz klassischer Kundenbindungsinstrumente zur Erhöhung Erhöhung des Mehrwertes 67
5. Schlussbetrachtung und Ausblick 68
Literaturverzeichnis 71

Automatisiert erstellter Textauszug:

Kunden. Es kommt also zur Verbindung der Vorteile der Massenkommunikation vor allem in Form der leichten Verfügbarkeit mit den Vorteilen der individuellen Direktkommunikation, insbesondere Aktualität, Relevanz und Spezifizierung. Zum anderen ergibt sich anhand der Kundenpräferenzen die Möglichkeit der individualisierten Gestaltung von Produkten.153 3.3.4 Integration Die Integration betrifft zunächst die Möglichkeit der gleichzeitigen Kommunikation und Transaktion, so dass Produkte wie auch Dienstleistungen direkt bestellt werden können.154 Zudem wird die Eingliederung des Kunden über das Internet möglich, wodurch dieser zum integrativen Element des Wertschöpfungsprozesses seitens des Anbieters wird.155 3.4 Anknüpfungspunkte für Determinanten der Kundenbindung im Internet Um langfristige Geschäftsbeziehungen im Internet erfolgreich umzusetzen, bedarf es der Beeinflussung der in Kapitel 2.3 erarbeiteten Determinanten der Kundenbindung. Im Folgenden wird der grundsätzlichen Frage nachgegangen, inwieweit diese durch die Merkmale des Internet beeinflusst werden können. 3.4.1 Kundenzufriedenheit Durch die mögliche Interaktivität im Internet können Informationen bewusst gesammelt und aufbereitet werden, um Auskünfte über Erwartungen und die Zufriedenheit der Kunden zu erlangen. So kann der elektronische Kundendialog als Ideengenerator für Leistungsverbesserungen oder für ein Leistungsmonitoring156 genutzt werden.157 Weiterhin ergeben sich positive Auswirkungen auf die Abgabe, die Entgegennahme, die Bearbeitung und die Auswertung von Kundenbeschwerden. Das Internet bietet durch eine jederzeitige und unmittel- [...]

beiden Prinzipien Hypertext146 und Multimedia ergibt.147 Somit können nicht mehr nur rein textliche Informationskomponenten verknüpft werden, sondern auch multimediale Elemente wie Grafik-, Audio- und Videosequenzen.148 3.3.2 Interaktivität Die Interaktivität, welche das aufeinander bezogene Handeln mehrerer Parteien bezeichnet, gilt als wichtigstes Charakteristikum des Internet.149 Das Internet bietet die Voraussetzung für wechselseitige Kommunikationsvorgänge, bei denen jeder Teilnehmer zum Sender wie auch zum Empfänger wird. Dabei bestimmen die vorangegangenen Eingaben des Benutzers die erhaltenen Informationen.150 Zwischen zwei Arten der Interaktivität kann unterschieden werden: Die maschinelle Interaktivität gibt das Ausmaß der Interaktion mit dem Medium an. Hierunter ist die Möglichkeit des Nutzers zu verstehen, die Art, die Dauer, den Inhalt oder die Häufigkeit der Kommunikation mit dem Internet selbständig zu bestimmen. Unter der personalen Interaktivität ist die Möglichkeit einer symmetrischen, reziproken Kommunikation durch das Medium Internet zu verstehen. Es handelt sich also um den direkten Informationsaustausch zwischen zwei Personen.151 3.3.3 Individualität Das Internet bietet gegenüber klassischen Medien hinsichtlich der Individualisierung der Botschaftsgestaltung größere Potentiale.152 Mit Hilfe der EchtzeitInteraktivität wird die individuelle Gestaltung des Kundendialoges ermöglicht. Diese ergibt sich zum einen aus dem selbstbestimmten Informationsabruf des [...]

3.3 Charakteristika des Internet Als dezentrales und weltumspannendes Datennetz bietet das Internet seinen Nutzern einen in räumlicher und zeitlicher Hinsicht unabhängigen Zugriff auf Daten jeder Art. Dabei können sämtliche mit dem globalen Datennetz verbundene Rechner gleichzeitig sowohl als Anbieter als auch als Nachfrager von Informationen oder Leistungen auftreten.143 3.3.1 Information Zum Merkmal Information zählen neben der ständigen Verfügbarkeit und der direkten Adressierbarkeit derselben auch die effektive Informationsübermittlung. Ermöglicht werden diese Merkmale zum einen durch die Anywhere- und Anytime-Verfügbarkeit, wodurch Informationen an jedem beliebigen Ort zu jeder beliebigen Zeit ausgetauscht und übermittelt werden können.144 Dies bedeutet weiterhin, dass Personen direkt miteinander kommunizieren können, ohne durch zeitliche oder räumliche Distanzen behindert zu werden.145 Zum anderen ist die Hypermedialität zu nennen, die sich aus der Verbindung der [...]

Arbeit zitieren:
Bechler, Carsten Oktober 2001: Kundenbindung im Internet, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kundenbindung, Marketing, Online, Internet, E-Business

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