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Ansatzpunkte und Probleme bei der Messung der Servicequalität in Logistikunternehmen

Ansatzpunkte und Probleme bei der Messung der Servicequalität in Logistikunternehmen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Rainer Preuß
  • Abgabedatum: Januar 2000
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 1,0 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Gerhard-Mercator-Universität Duisburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5282-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5282-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5282-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Preuß, Rainer Januar 2000: Ansatzpunkte und Probleme bei der Messung der Servicequalität in Logistikunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Logistikunternehmen, Servicequalität, Qualitätsmessung, Qualitätsmanagement, Kundenzufriedenheit

Diplomarbeit von Rainer Preuß

Einleitung:

Die vorliegende Arbeit analysiert die Servicequalität als entscheidendes Differenzierungsinstrument logistischer Dienstleister. Erfolgreiches Management ist auch in Logistikunternehmen nicht ohne Messung möglich. Auf der Grundlage gemessener Servicequalität können Kundenbeziehungen verbessert, Mitarbeitermotivationen gefördert und letztlich Umsatzrenditen gesteigert werden. Viele Unternehmen verweisen auf ihre Qualität, wenn sie einmal die Hürde des Zertifikates genommen haben, ohne sich aber weiterhin um Qualität zu kümmern. Findet überhaupt echtes Qualitätsmanagement statt oder versteckt sich das Unternehmen hinter den Richtlinien im Handbuch?

Die theoretisch plausiblen Messinstrumente für Servicequalität werden in dieser Arbeit erstmalig in die praktische Logistik transferiert und kritisch auf eine mögliche Implementierung in Logistikunternehmen geprüft. Die Systematisierung in kunden- und anbieterorientierte Messverfahren zeigt das ganze Spektrum logistischer Positionierungspotentiale. So können kundenorientierte Servicemessungen des Handels nicht per se in Speditionen durchgeführt werden. Es bedarf einer Differenzierung, die auch für anbieterorientierte Qualität gilt. Lange bevor die Messung der Servicequalität im speditionellen Bereich Einzug erhielt, entwickelten sich im industriellen Sektor erfolgreiche Messinstrumente. Tragen multiattributive Verfahren zur Kundenbindung bei? Ist Poka Yoke bei einer Selbstabholung möglich? Können mit Hilfe einer FRAP in der Sammelgutspedition strategische Folgekosten eingespart werden? Welche Erkenntnisse können aus einer Logistik-FMEA im Seetransport gewonnen werden? Mit dieser Arbeit wird dem Leser ein Überblick über Verfahren der Servicemessung in der speditionellen und logistischen Praxis vermittelt. Vor- und Nachteile einzelner Instrumente werden bewusst vor dem Hintergrund verschiedener Verkehrsträger angesprochen. Praxisorientierte Beispiele verdeutlichen die Potentiale der Servicequalität.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis X
Tabellenverzeichnis XI
1. Einleitung 1
2. Definition der Servicequalität und ihre Darstellung in einem Regelkreis 2
2.1 Dimensionen des Qualitätsbegriffs 3
2.1.1 Die extensionale Qualitätsdimension 4
2.1.2 Die intensionale Qualitätsdimension 4
2.1.3 Die statistische Qualitätsdimension 4
2.1.4 Die Dimension der Flexibilität 5
2.1.5 Ergebnisqualität versus Verrichtungsqualität 6
2.2 Indikatoren der Qualitätsmessung 6
2.3 Determinanten der Servicequalität 8
2.4 Qualitätsinstrumente zur Verbesserung der Servicequalität 8
2.4.1 Servicequalität als Kostenfaktor 8
2.4.2 Ansätze zur Kostensenkung im Servicebereich 9
2.4.3 Maßnahmen zur Qualitätsverbesserung 10
3. Die Messung der Servicequalität in Logistikunternehmen und dabei auftretende Probleme 11
3.1 Instrumente für die Messung der Servicequalität im Überblick 13
3.2 Kundenorientierte subjektive Messverfahren 14
3.2.1 Merkmalsorientierte eindimensionale Ansätze 14
3.2.1.1 Das globale Qualitätsurteil als undifferenzierte Methode der Qualitätsmessung 14
3.2.1.2 Multiattributive Ansätze für eine differenzierte Betrachtungsweise 15
3.2.1.2.1 Multiattributive einstellungsorientierte Messverfahren 16
3.2.1.2.2 Multiattributive zufriedenheitsorientierte Messverfahren 18
3.2.2 Exemplarische Darstellung mehrdimensionaler Ansätze 20
3.2.2.1 SERVQUAL-Ansatz als Kombination multiattributiver Messverfahren 20
3.2.2.2 Penalty-Reward-Faktoren-Ansatz auf der Basis qualitätskritischer Merkmale 24
3.2.3 Die Frequenz-Relevanz-Analyse für Probleme (FRAP) als ein Beispiel für problemorientierte Ansätze 28
3.3 Kundenorientierte objektive Messverfahren 33
3.3.1 Die nicht-teilnehmende Expertenbeobachtung 33
3.3.2 Die teilnehmende Beobachtung durch Scheinkäufer 35
3.4 Anbieterorientierte mitarbeiterbezogene Ansätze 36
3.4.1 Merkmalsorientierte Messung durch Mitarbeiterbefragung 36
3.4.2 Poka-Yoke zur Null-Fehler-Produktion 38
3.5 Anbieterorientierte managementbezogene Ansätze 41
3.5.1 Die Qualitätskostenanalyse in der Entwicklung vom reaktiven zum präventiven Messverfahren der Servicequalität 42
3.5.1.1 Vorgehensweise zur Ermittlung entgangener Kundendeckungsbeiträge 46
3.5.1.2 Beurteilung der Qualitätskostenanalyse 48
3.5.2 Fehlermöglichkeits- und -einflußanalyse (FMEA) als Beispiel für eine subjektive Messung 49
3.5.2.1 Die Arten einer Logistik-FMEA 50
3.5.2.2 Die Phasen bei der Durchführung einer Logistik-FMEA 50
3.5.2.3 FMEA-Risikobewertung 54
3.5.2.4 Beurteilung der Logistik-FMEA 55
4. Vertiefende Darstellung eines erfolgreich umgesetzten Messinstrumentes am Beispiel eines logistischen Dienstleisters 57
5. Resümee und Ausblick 64
Anhang 66
Literaturverzeichnis 79

Automatisiert erstellter Textauszug:

Mehrheitsmeinungen ableiten, d. h. Qualität kann auch verallgemeinert (objektiviert) werden.132 3.3 Kundenorientierte objektive Messverfahren Aufgrund der voranstehend beschriebenen Möglichkeit der in Ansätzen möglichen Verallgemeinerung sollen nun die objektiven Verfahren der Expertenbeobachtung und der Beobachtung durch Silent Shopper vorgestellt werden. 3.3.1 Die nicht-teilnehmende Expertenbeobachtung Bei einer nicht-teilnehmenden Beobachtung befindet sich der Beobachter (z. B. Experte für den KEP-Markt) nicht auf der Ebene des Beobachteten (z. B. Kunden von United Parcel Service (UPS) Inc.).133 Mit Hilfe der Erfahrungen des Experten können Kontaktpunkte der Mitarbeiter von UPS mit ihren Kunden analysiert werden, wobei externe Experten bevorzugt werden, weil sie – frei von Betriebsblindheit134 – objektiv über Qualitätswahrnehmungen seitens der Kunden urteilen können, wenn sie die kundenseitig zu erfüllenden und in Befragungen zu ermittelnden Anforderungen kennen. Aus der Beobachtung solcher Qualitätsdimensionen kann dann auch indirekt auf die Eigenschaften der Kunden geschlossen werden.135 Vorteil dieser Methode ist die Berücksichtigung auch solcher Zufriedenheitsmerkmale, die nur durch Beobachtung erfasst werden können (z. B. Körpersprache). Demgegenüber können aber zahlreiche Nachteile angeführt werden. Zum einen wird bei offener Erhebungssituation der sog. Beobachtungseffekt136 das Erhebungsergebnis höchstwahrscheinlich verzerren, zum anderen kann es auch wegen des sog. Beobachtereinflusses137 zu Abweichungen kommen. Solche Nachteile könnten durch biotische („geheime“) Beobachtung zwar vermieden [...]

werden muss, langfristig aber wohl z. B. nicht sofort abgefertigte ausländische Abholer ihren Unmut in der Wahl einer, vielleicht in Grenznähe gelegenen, anderen Sammelgutspedition äußern. Um die Dringlichkeit für die Behebung von Problemen zu verdeutlichen, eignet sich das Pareto-Diagramm als ergänzendes Darstellungsinstrument. Für jede Problemart wird zuerst ein Wertindex (problem score) dadurch ermittelt, dass die Relevanzwerte auf die Zahl der Probanden bezogen werden. Die Probleme werden anschließend in der Reihenfolge absteigender Wertindizes in dem Diagramm eingetragen, wobei das den höchsten Index aufweisende Problem höchste Relevanz hat und den größten Beitrag zum Gesamtproblem liefert. Die Tatsache, dass hierbei eine nur geringe Zahl von Problemarten (20 %) den größten Teil aller Probleme (80 %) hervorruft, ist auch als Pareto-Regel bekannt.127 Die Pareto-Regel soll im Folgenden am Beispiel verspäteter Abflugzeiten bei Midway Airlines verdeutlicht werden: [...]

erlangt118, wobei v. a. zu berücksichtigen ist, dass die Qualitätsurteile aufgrund der sichtbaren Leistung kundenseitig auf die unsichtbare Performance des logistischen Dienstleisters transferiert werden, so dass sich Qualitätssicherungsmaßnahmen verstärkt auf den sichtbaren Teil der Leistungserstellung konzentrieren sollten.119 Dies ist auch in Anbetracht der Tatsache von Bedeutung, dass negativen Erlebnissen gegenüber positiven mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird.120 Kundenkontaktpunkte stellen insofern Moments of Truth dar, also zentrale Bezugspunkte im Leistungserstellungsprozess. So werden z. B. alle nur denkbaren Kontaktpunkte zwischen Kunden und Mitarbeitern innerhalb eines Jahres von der Fluggesellschaft Scandinavian Airlines (SAS) als solche Augenblicke der Wahrheit verstanden, in denen sich das Meinungsbild der Kunden manifestiert.121 Auf Grundlage der so ermittelten Kundenkontaktpunkte kann anschließend mit Hilfe der Frequenz-Relevanz-Analyse für Probleme (FRAP)122 festgestellt werden, inwieweit Probleme überhaupt vorhanden sind, mit welchem Ausmaß der kundenseitigen Verärgerung eventuell zu rechnen ist und welche konkreten Reaktionen die Kunden anzukündigen gedenken.123 Dabei können die Verfahrensschritte der FRAP wie folgt skizziert werden:124 [...]

Arbeit zitieren:
Preuß, Rainer Januar 2000: Ansatzpunkte und Probleme bei der Messung der Servicequalität in Logistikunternehmen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Logistikunternehmen, Servicequalität, Qualitätsmessung, Qualitätsmanagement, Kundenzufriedenheit

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