Ethik in der Werbung
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Susanne Anton
- Abgabedatum: März 2002
- Umfang: 90 Seiten
- Dateigröße: 726,9 KB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-5279-7
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-5279-7 P - ISBN (CD) :978-3-8324-5279-7 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Anton, Susanne März 2002: Ethik in der Werbung, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Ethik, Werbung, Marketing, Kommunikationspolitik, Wettbewerb
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Diplomarbeit von Susanne Anton
Einleitung:
Bei der Auseinandersetzung mit dem Thema Ethik in der Werbung sollen Werbestrategien nicht nur aus der sachlichen, betriebswirtschaftlichen Perspektive betrachtet werden, sondern auch ethische Urteile mit eingeschlossen werden. Niemand vermag sich heute dem Einfluss der Werbung zu entziehen. Ist man ihr nicht direkt ausgesetzt, so lebt man doch in einer Gesellschaft, die von positiven oder negativen Werbebotschaften betroffen ist. Dabei sieht sich Werbung zunehmend mit öffentlicher Kritik konfrontiert, die dadurch entsteht, dass werbende Unternehmen aufgrund einer hohen Wettbewerbsintensität zunehmend zu Werbestrategien greifen, die viele als unmoralisch ansehen. Innerhalb der Werbebranche verdichten und verschärfen sich die Methoden, mit denen die Konzerne um potentielle Kunden wetteifern. Während vor wenigen Jahren noch die Identifikation mit der schönen heilen Welt von Persil, Kinderschokolade, Barcardi und Co. die Konsumenten zu binden versprach, bedienen sich heute Firmen raffiniert-ausgefuchster Strategien, die die Grenze einer an konventionellen Regeln orientierten Werbesemantik überschreiten.
Allgemein ist dadurch die Sensibilität gegenüber werblicher Beeinflussung in den letzten Jahrzehnten gestiegen. Die eindeutig kritische Haltung der Gesellschaft gegenüber der Werbung spiegelt sich in der Anzahl eingereichter Beschwerden beim Deutschen Werberat wieder. So wurden im Jahr 2000 fast dreimal mehr Proteste beim Deutschen Werberat eingereicht als im Jahr zuvor, von denen gut ein Drittel dazu geführt hat, dass die entsprechenden Werbekampagnen zurückgezogen, geändert oder öffentlich gerügt wurden. Das Thema Ethik in der Werbung hat somit einen hohen Stellenwert erlangt und werbende Unternehmen müssen dieser Entwicklung nachkommen.
Das Ziel der nachfolgenden Arbeit ist es zunächst zu klären wann eine Werbung ethisch ist, um danach, anhand der gewonnenen Erkenntnisses und den Determinanten zur Gestaltung von Werbebotschaften, die Chancen und Risiken ethischer Werbestrategien für das Unternehmen abzuleiten und eine Beurteilung der Strategien vornehmen zu können.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Einführung | 1 |
| 1.2 | Ziele und Gang der Untersuchung | 2 |
| 1.3 | Stand der Literatur | 3 |
| 2. | Theoretische Grundlagen | 4 |
| 2.1 | Ethik | 4 |
| 2.1.1 | Wann ist etwas ethisch? | 4 |
| 2.1.2 | Die ethische Dimension der Werbung | 5 |
| 2.2 | Werbung als beeinflussende Kommunikation | 7 |
| 2.2.1 | Kommunikation und Werbung | 9 |
| 2.2.2 | Werbebotschaft als Information und Persuasionssymbolik | 11 |
| 2.2.3 | Veränderte Kommunikationsbedingungen | 12 |
| 3. | Determinanten für die Gestaltung von Werbebotschaften | 13 |
| 3.1 | Ziele als Determinanten aus dem Unternehmen | 14 |
| 3.1.1 | Basisziele | 14 |
| 3.1.1.1 | Gewinnziel | 15 |
| 3.1.1.2 | Sozialethische und gemeinwohlorieniterte Ziele | 15 |
| 3.1.2 | Kommunikationsziele und Werbeziele | 16 |
| 3.2 | Der Verwender als Determinante | 17 |
| 3.2.1 | Psychologische Aspekte des Konsumentenverhaltens | 17 |
| 3.2.1.1 | Aktivierung und Emotionen | 18 |
| 3.2.1.2 | Werte und Einstellungen | 21 |
| 3.2.2 | Abgrenzung von Zielgruppen | 25 |
| 3.2.2.1 | Einstellungstypen | 26 |
| 3.2.2.2 | Soziale Milieus | 26 |
| 3.3 | Marktbedingungen | 27 |
| 3.3.1 | Gesättigte Märkte | 27 |
| 3.3.2 | Austauschbarkeit von Produkten | 28 |
| 3.4 | Institutionelle Grenzen für Werbung | 29 |
| 3.4.1 | Gesetzliche Rahmenbedingungen | 30 |
| 3.4.2 | Der Deutsche Werberat | 31 |
| 4. | Werbestrategien mit ethischer Dimension | 32 |
| 4.1 | Chancen und Risikenethischer Werbestrategien bezüglich einzelner Determinanten | 33 |
| 4.1.1 | Ziele und ethische Werbestrategien | 33 |
| 4.1.2 | Verwender und ethische Werbestrategien | 35 |
| 4.1.3 | Institutionelle Grenzen und ethische Werbestrategien | 39 |
| 4.2 | Darstellung relevanter ethischer Werbestrategien | 40 |
| 4.2.1 | Unwahre und irreführende Werbung | 41 |
| 4.2.2 | Provokante Werbung | 44 |
| 4.2.3 | Emotionale Appelle | 49 |
| 4.2.3.1 | Sexappeal in der Werbung | 51 |
| 4.2.3.2 | Angstappelle in der Werbung | 53 |
| 4.2.3.3 | Lifestyle-Werbung | 55 |
| 4.2.4 | Werbung für Kinder | 58 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 60 |
spots, gleichen sich Kampagnen oftmals. Dabei sollten sich Unternehmen gerade auf Grund der Gleichartigkeit ihrer Produkte in ihrer Selbstdarstellung, Einstellung und Philosophien unterscheiden.150 Dort wo objektive Eigenschaften der Produkte nicht mehr Präferenzen beim Verbraucher schaffen, kann durch Werbung ein klares, eigenständiges und verhaltenswirksames Erlebnisprofil geschaffen werden, um sich von der Konkurrenz abzuheben. Ein bekanntes Beispiele ist die Marke Marlboro, die es geschafft hat durch ihre Darstellung von einem Cowboy mit Pferd, eine abenteuerliche Erlebniswelt zu schaffen.151 Auf gesättigten Märkten herrscht Verdrängungswettbewerb. Unternehmen können zwar durch Werbung den Absatz ihrer Produkte erhöhen, jedoch kann dies immer nur zu Lasten der Konkurrenzmarke gehen. Eine Steigerung der Gesamtmenge des Konsums ist auf gesättigten Märkten schwer möglich.152 Es kann also an dieser Stelle die ethische Auseinandersetzung nicht an die Werbung an sich gerichtet sein, sondern lediglich an die umstrittenen Vorgehensweisen zur Profilierung. 3.4. Institutionelle Grenzen für Werbung [...]
Nicht nur die Anzahl der Anbieter und angebotener Produkte nimmt zu, Produkte werden im Zeitverlauf zunehmend gleichartiger in Preis und Qualität und somit austauschbar.146 In vielen Branchen gibt es heute vergleichbare Angebote. Die Austauschbarkeit von Angeboten darf sich daher in der Werbung nicht fortsetzen.147 Das Unternehmen befindet sich in einem Dilemma zwischen notwendiger Differenzierung und wahrgenommener Homogenität der Produkte.148 Es muss versuchen durch kreative Werbegestaltung Wettbewerbsvorteile zu erzielen. Ist die Abgrenzung des eigenen Leistungsangebotes von dem der Mitbewerber schwierig, muss es dem Unternehmen gelingen, sich durch kreative Werbung abzuheben.149 Ob bei Autos, Joghurt, Shampoo, Bier oder Fernseher, die Austauschbarkeit wird auch von Konsumenten wahrgenommen. Und obwohl Millionen ausgegeben werden für Marktstudien, Testreihen und Werbe143 144 145 146 147 148 [...]
Käufer um die Wette zu bewerben.143 Um mit seiner Werbung beim potentiellen Käufer Wirkung zu erzielen, muss der Werbende die Aufmerksamkeit von den vielen anderen Werbebotschaften, mit denen der Verbraucher täglich konfrontiert wird, auf sich lenken. Dabei ist die Steigerung des Absatzes nur noch durch äußerst intensive Werbung geringfügig steigerungsfähig.144 Damit Unternehmen erfolgreich am Markt existieren können, müssen sie Nachfrage für Ihre Produkte schaffen. Die Präsentation von Fakten reicht dabei auf gesättigten Märkten nicht aus. In den Vordergrund treten kreativ gestaltete Werbebotschaften, die auch losgelöst vom Produkt die Zielgruppe überzeugen können. Ist die Werbung jedoch zu aufdringlich gestaltet, führt dies leicht zu Kritik. Die Werbung muss sich demnach von der Konkurrenz abgrenzen, ohne dass die Werbebotschaft beim Verbraucher auf Ablehnung stößt.145 3.3.2. Austauschbarkeit von Produkten [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832452797
Arbeit zitieren:
Anton, Susanne März 2002: Ethik in der Werbung, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Ethik, Werbung, Marketing, Kommunikationspolitik, Wettbewerb



