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Flexibilisierung und Verkürzung der Arbeitszeit

Ansätze zur Implementierung individueller Arbeitszeitmodelle

Flexibilisierung und Verkürzung der Arbeitszeit
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Angelika Robé
  • Abgabedatum: Januar 2001
  • Umfang: 132 Seiten
  • Dateigröße: 6,4 MB
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5201-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5201-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5201-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Robé, Angelika Januar 2001: Flexibilisierung und Verkürzung der Arbeitszeit, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Arbeitszeitgesetz, Implementation, Flexible Arbeitszeit, Arbeitszeitmodell, Arbeitszeitverkürzung

Diplomarbeit von Angelika Robé

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit setzt sich kritisch mit rechtlichen, wirtschaftlichen, sozialen und gesellschaftlichen Aspekten der Arbeitszeitgestaltung auseinander. Diese differenzierte Betrachtung soll schließlich die Zusammenhänge untereinander verdeutlichen, damit erkennbar wird, dass Bemühungen und um zeitgemäße Lösungen nicht zum Stillstand kommen dürfen.

Eingangs beschreibt ein kurzer historischer Abriss die Entwicklung der Arbeitszeit und ihre speziell auf Österreich bezogene Darstellung seit Anfang des 20. Jahrhunderts. Schon im geschichtlichen Verlauf ist ein stetiger Trend zur Arbeitszeitverkürzung feststellbar.

Kapitel 3 behandelt anschließend ausgewählter Bereiche aus den derzeit gültigen arbeitszeitgesetzlichen Bestimmungen. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Darstellung gesetzlicher Bestimmungen bezüglich Normalarbeitszeit, Überstundenarbeit und der zulässigen Höchstarbeitszeit. Darüber hinaus wird auf Möglichkeiten der vom Normalfall abweichenden Arbeitszeitgestaltung eingegangen.

Vergleichend zu Kapitel 3, in der gewissermaßen eine SOLL-Analyse vorgenommen wurde, untersucht Kapitel 4 in einer IST-Analyse die tatsächliche Verteilung Arbeitszeit innerhalb der österreichischen Bevölkerung. Interessant in diesem Zusammenhang ist vor allem wieweit bei den unselbständig Beschäftigten die tatsächlich geleistete Arbeitszeit von der Normalarbeitszeit abweicht bzw. wie lange eine durchschnittlichen Arbeitswoche ausfällt. Daraus ergibt sich die Frage nach der regelmäßigen Überstundenleistung, die berufs- und geschlechtsspezifisch analysiert wird. Die Darstellung der Sonderformen der Arbeitszeit soll aufzeigen, inwiefern von Regelarbeitszeit der österreichischen Beschäftigten die Rede sein kann.

Die neue Bedeutung der Arbeitszeitsituation geht im Rahmen meiner Arbeit von dieser Situationsanalyse aus und sieht die Ursache des Interessenkonfliktes zwischen Arbeitgeber- und ArbeitnehmerInnen vor allem im Wertewandel in der Arbeitswelt. Kapitel 4 setzt sich ausführlich mit dieser konfliktgefährdenden Situation auseinander.

Um mögliche Konflikte zwischen Arbeitgeber- und ArbeitnehmerInnen zu vermeiden, sollte sinnvolle Arbeitszeitgestaltung die Schaffung eines Interessenausgleichs verfolgen. Dabei geht es nicht nur um Fragen der Arbeitszeitverkürzung, sondern auch vermehrt um Aspekte einer flexiblen Gestaltung von Lage und Dauer der Arbeitszeit. Die Kapitel 5 und 6 widmen sich schwerpunktmäßig der flexiblen Arbeitszeitgestaltung und Arbeitszeitverkürzung.

Die Ausführungen in Kapitel 5 erörtern die Gesichtspunkte flexibler Arbeitszeitgestaltung vor allem hinsichtlich ihrer Auswirkungen und bewerten ihre grundlegenden Modelle. Dabei werden typische Eigenschaften herausgefiltert, um diese aus Sicht der Arbeitgeber- und ArbeitnehmerInnen sowie rechtlicher Rahmenbedingungen zu untersuchen.

Kapitel 6 stellt die Methoden der Arbeitszeitverkürzung dar und behandelt ihre Auswirkungen aus sozial-, gesellschafts- und beschäftigungspolitischer Sicht. Zudem soll auch die Kostenwirkung einer Arbeitszeitverkürzung abgeschätzt werden. Anschließend wird die Form der Teilzeitarbeit näher beschrieben sowie bewertet und weiters auf Pro- und Kontra-Argumente über eine Einführung der 35-Stunden-Woche eingegangen. Da es in der heutigen Diskussion ausschließlich um Arbeitszeitverkürzung geht, ist die geplante Maßnahme einer Arbeitszeiterhöhung für LehrerInnen eine sehr ungewöhnliche, da in der Zweiten Republik die Arbeitszeit für eine Berufsgruppe noch nie erhöht worden ist.

Im Rahmen dieser Arbeit werden keine konkreten Arbeitszeitmodelle vorgeschlagen, denn erst die betriebliche Situation ist für die tatsächliche Qualität eines Modells entscheidend. Daher weist Kapitel 7 neben einem unverbindlichen Phasenkonzept auch auf verschiedene wichtige Aspekte hin, die in Zusammenhang mit der Implementierung von individuellen Arbeitszeitmodellen stehen. Ergänzend dazu wird das oberösterreichische Sozialpartnerprojekt „Arbeitszeit nach Maß“ vorgestellt, das Betriebe in Oberösterreich quer durch alle Branchen bei der Entwicklung von Arbeitszeitmodellen unterstützt.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. HISTORISCHE ENTWICKLUNG DER ARBEITSZEIT 4
2.1 Arbeitszeitentwicklung in Österreich 4
3. DER GESETZLICHE ARBEITSZEITSCHUTZ 8
3.1 Der Regelfall im Arbeitszeitgesetz 10
3.1.1 Geltungsbereich 10
3.1.2 Begriff der Arbeitszeit 10
3.1.3 Normalarbeitszeit 11
3.1.4 Überstundenarbeit und zulässige Höchstarbeitszeit 13
3.1.5 Arbeitsruhe 16
3.1.6 Strafbestimmungen 19
3.2 Möglichkeiten vom Normalfall abweichender Arbeitszeitgestaltung 19
3.2.1 Einarbeiten im Zusammenhang mit Feiertagen 20
3.2.2 Rufbereitschaft 20
3.2.3 Nachtarbeit 21
3.2.4 Reisezeit 22
4. NEUE BEDEUTUNG DER ARBEITSZEITSITUATION 24
4.1 Situationsanalyse 24
4.1.1 Normalarbeitszeit – Tatsächlich geleistete Arbeitszeit 24
4.1.2 Überstundenleistung 28
4.1.3 Sonderformen der Arbeitszeit – Regelarbeitszeit 31
4.2 Interessenkonflikte 32
4.3 Wertewandel in der Arbeit 33
4.3.1 Veränderte Einstellungen zur Erwerbsarbeit 35
4.3.2 Neue Ansprüche an die Arbeit 36
4.3.3 Konsequenzen 38
5. FLEXIBLE ARBEITSZEITGESTALTUNG 39
5.1 Arbeitszeitflexibilisierung – Arbeitszeitverkürzung 39
5.2 Aktualität der Flexibilisierung 40
5.3 Auswirkungen flexibler Arbeitszeitformen 43
5.3.1 Ökonomische Auswirkungen 43
5.3.2 Sozialpolitische Auswirkungen 45
5.4 Flexible Arbeitszeitmodelle 49
5.4.1 Überstunden- und Mehrarbeit 49
5.4.2 Schichtarbeit 50
5.4.3 Gleitzeit 52
5.4.4 KAPOVAZ – Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit 55
5.4.5 Job-Sharing 58
5.4.6 Amorphe Arbeitszeit 59
5.4.7 Heim- und Telearbeit 61
6. ARBEITSZEITVERKÜRZUNG 64
6.1 Methoden der Arbeitszeitverkürzung 64
6.1.1 Verringerung der Lebensarbeitszeit 64
6.1.2 Verringerung der Jahresarbeitszeit 65
6.1.3 Verringerung der Wochenarbeitszeit 66
6.2 Auswirkungen der Arbeitszeitverkürzung 66
6.2.1 Sozial- und Gesellschaftspolitische Motivation 66
6.2.2 Beschäftigungspolitischer Effekt 67
6.2.3 Kostenwirkung der Arbeitszeitverkürzung 68
6.3 Teilzeitarbeit 70
6.3.1 Beschreibung 70
6.3.2 Rechtliche Darstellung 71
6.3.3 Beurteilung 71
6.3.4 Exkurs: Altersteilzeitarbeit 72
6.4 Einführung der 35-Stunden-Woche in Österreich 74
6.4.1 Pro Arbeitszeitverkürzung 75
6.4.2 Kontra Arbeitszeitverkürzung 77
6.5 Die 35-Stunden-Woche in Frankreich 80
6.6 Exkurs: Arbeitszeiterhöhung für LehrerInnen 83
7. IMPLEMENTIERUNG INDIVIDUELLER ARBEITSZEITMODELLE 86
7.1 Bedeutung einer Neugestaltung der Arbeitszeit 86
7.2 Implementierungsstrategien 87
7.3 Umsetzung strategischer Überlegungen 89
7.4 Phasenkonzept zur Einführung 90
7.4.1 Analyse- und Planungsphase 90
7.4.2 Bewertungskriterien 93
7.4.3 Auswahl des Modells 96
7.4.4 Einführungsphase 96
7.5 Oberösterreichisches Sozialpartnerprojekt „Arbeitszeit nach Maß“ 98
7.5.1 Idee und Zustandekommen des Sozialpartnerprojektes 99
7.5.2 Das Verfahrensmodell „Arbeitszeit nach Maß – ein Weg zu neuen Vereinbarungen“ 101
7.5.3 Leitbild der Arbeitszeitregelung 102
7.5.4 Leitsätze zur Sicherung der Interessenlagen 104
7.5.5 Das Konzept der VertrauensberaterInnen 108
7.5.6 Betreuungsrahmen des Sozialpartnersystems 110
7.5.7 Vorgangsweise 111
7.5.8 Finanzielle Förderung 112
7.5.9 Zwischenbilanz 113
8. SCHLUSSBEMERKUNG 115
LITERATURVERZEICHNIS 118

Arbeit zitieren:
Robé, Angelika Januar 2001: Flexibilisierung und Verkürzung der Arbeitszeit, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Arbeitszeitgesetz, Implementation, Flexible Arbeitszeit, Arbeitszeitmodell, Arbeitszeitverkürzung

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