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Probleme der Klärschlammverwertung unter besonderer Berücksichtigung der oberösterreichischen Situation mit Vorschlägen zu einer EU-konformen Klärschlammregelung

Probleme der Klärschlammverwertung unter besonderer Berücksichtigung der oberösterreichischen Situation mit Vorschlägen zu einer EU-konformen Klärschlammregelung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christine Berger
  • Abgabedatum: August 2000
  • Umfang: 138 Seiten
  • Dateigröße: 11,2 MB
  • Institution / Hochschule: Johannes Kepler Universität Linz Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5176-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5176-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5176-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Berger, Christine August 2000: Probleme der Klärschlammverwertung unter besonderer Berücksichtigung der oberösterreichischen Situation mit Vorschlägen zu einer EU-konformen Klärschlammregelung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Rahmenbedingungen, Gesetzlich, Klärschlamm, Landwirtschaft, EU

Diplomarbeit von Christine Berger

Einleitung:

In Oberösterreich beträgt der jährliche Klärschlammanfall aus kommunalen Anlagen rund 33.000 t, der zu 99,7 % den gültigen gesetzlichen Anforderungen zur landwirtschaftlichen Verwertung entspricht. 40 % werden tatsächlich auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht. In dieser Arbeit wird ein detaillierter Überblick der gesetzlichen Rahmenbedingungen der landwirtschaftlichen Klärschlammverwertung in der EU und in Österreich gegeben.

Breiten Raum nehmen auch die Vorschläge der EU zur Überarbeitung der EU-Klärschlammrichtlinie 86/278/EWG ein. Gute Klärschlammqualität definiert sich durch ausreichenden Nährstoffgehalt, seuchenhygienische Unbedenklichkeit und minimierte Schadstoffgehalte. Ausführlich diskutiert werden die Gehalte an Schwermetallen, AOX, Tensiden, Phthalaten, PCBs, PAHs, Dioxinen, hormonell wirksame Substanzen, Arzneimittelwirkstoffen und radioaktiven Stoffen sowie in Klärschlamm mögliche Krankheitserreger. Die Arbeit macht Vorschläge zur Schadstoffminimierung durch konsequentere Umsetzung einer Vielzahl bestehender gesetzlicher Maßnahmen und zur Qualitätskontrolle.

Aus dem Blickwinkel des nachhaltigen Bodenschutzes werden als Vorsorgewerte für Schwermetallgehalte in Böden vorgeschlagen: Kupfer 60 – 100 mg/kg, Zink 150 – 300 mg/kg, Chrom 50 – 100 mg/kg, Nickel 50 – 60 mg/kg, Blei 50 – 100 mg/kg, Cadmium 0,7 – 1 mg/kg, Quecksilber 0,5 – 1 mg/kg. Als Gesamtfracht pro Hektar und Jahr für alle Belastungen: Kupfer 500 g, Zink 1500 g, Chrom 200 g, Nickel 100 g, Blei 200 g, Cadmium 5 g, Quecksilber 2,5 g sowie ein Stufenplan für eine weitere Absenkung der Klärschlammgrenzwerte in Richtung Bodengrenzwerte mit einem ersten verpflichtenden Schritt bis zum Jahr 2004 wo bei Kupfer 300 mg/kg, Zink 1000 mg/kg, Chrom 100 mg/kg, Nickel 50 mg/kg, Blei 100 mg/kg, Cadmium 2 mg/kg und Quecksilber 2 mg/kg, jeweils in der Trockensubstanz angestrebt werden könnten. Eines der vordringlichsten Anliegen ist die Harmonisierung der unterschiedlichen gesetzlichen Regelungen in den Bundesländern. Ohne eine österreichweit einheitliche Regelung ist unsere Verhandlungsposition in Brüssel enorm geschwächt. Die Möglichkeiten eines Kompromisses werden vor dem Hintergrund der „EU-Richtlinie neu“ aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

1. EINLEITUNG 1
2. PROBLEMSTELLUNG UND BEGRIFFSABGRENZUNG 3
3. GESETZLICHE RAHMENBEDINGUNGEN 7
3.1 KLÄRSCHLAMMREGELUNG DURCH DIE EUROPÄISCHE UNION 7
3.1.1 Richtlinie 86/278/EWG – „EG-Klärschlammrichtlinie“ 7
3.1.2 „EG-Klärschlammrichtlinie“ im Überblick 10
3.2 KLÄRSCHLAMMREGELUNGEN IN ÖSTERREICH 11
3.2.1 Verfassungsrechtliche Rahmenbedingungen 11
3.2.2 Rechtsvorschriften des Bundes 12
3.2.2.1 Abfallwirtschaftsgesetz 12
3.2.2.2 Deponieverordnung 13
3.2.2.3 Wasserrechtsgesetz 14
3.2.2.4 Lebensmittelgesetz 14
3.2.2.5 Düngemittelgesetz 15
3.2.2.6 Forstgesetz 15
3.2.2.7 Chemikaliengesetz 15
3.2.3 Rechtsvorschriften des Landes Oberösterreichs 16
3.2.4 Bodenschutz- bzw. Klärschlammgesetzgebung in den Bundesländern 19
4. KLÄRSCHLAMMAUFKOMMEN IN OBERÖSTERREICH 25
4.1 ZUR SITUATION DES KLÄRSCHLAMMAUFKOMMENS INOBERÖSTERREICH 26
4.2 KLÄRSCHLAMMQUALITÄT 28
4.2.1 Allgemeines 28
4.2.2 Pflanzennährstoffe im Klärschlamm 29
4.2.3 Vergleich der Nährstoffgehalte von Klärschlamm und Wirtschaftsdünger 33
4.2.4 Schwermetalle im Klärschlamm 33
4.3 VERWERTUNGS- UND ENTSORGUNGSMÖGLICHKEITEN VON KLÄRSCHLAMM 42
4.3.1 Methoden zur Behandlung von Klärschlamm 43
4.3.1.1 Stabilisierung von Klärschlamm 44
4.3.1.2 Mechanische Abtrennung des Schlammwassers 44
4.3.1.3 Thermische Behandlung von Klärschlamm 46
4.3.1.4 Kompostierung von Klärschlamm 48
4.3.2 Landwirtschaftliche Verwertung von Klärschlamm 51
4.3.2.1 Ausbringungsformen bei der landwirtschaftlichen Verwertung 52
4.3.2.2 Vorteile von Klärschlamm bei der landwirtschaftlichen Verwertung 54
4.4 AKTUELLE VERWERTUNGS- UND ENTSORGUNGSPRAXIS IN OBERÖSTERREICH 56
4.4.1 Entwicklung der Klärschlammverwertung und Klärschlammentsorgung 56
4.4.2 Klärschlammverwertung gegliedert nach Bezirken 57
4.4.3 Bodenschutzregister und Klärschlammverwertung in Oberösterreich 58
4.4.4 Oberösterreichs Gesamtackerfläche und mit Klärschlammgedüngte Ackerfläche 1997 58
4.5 KLÄRSCHLAMMANFALL UND ENTSORGUNG IN DEN EINZELNENBUNDESLÄNDERN 60
5. VORSCHLÄGE FÜR EINE OPTIMIERUNG DER KLÄSCHLAMM-VERWERTUNG UND HARMONISIERUNG DER LÄNDERREGELUNGEN IM HINBLICK AUF DIE EU-KLÄRSCHLAMM-RICHTLINIE 62
5.1 AUSGANGSSITUATION UND ENTWICKLUNGSTENDENZEN 62
5.2 SCHADSTOFFBELASTUNG UND DISKUSSION DER RAHMENBEDINGUNGEN IN OÖ UND DER EU 63
5.2.1 Schwermetallgehalte der Böden 64
5.2.2 Schwermetallgrenzwerte im Klärschlamm 66
5.2.3 Organische Verbindungen 69
5.2.3.1 AOX (Adsorbierbare Organische Halogenide) 70
5.2.3.2 Tenside 71
5.2.3.3 Phthalate 72
5.2.3.4 PCB (Polychlorierte Biphenyle) 72
5.2.3.5 PAHs (Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe) 73
5.2.3.6 PCDD/F (Polychlorierte Dibenzodioxine/Dibenzofurane – „Dioxine”) 74
5.2.3.7 Arzneimittelwirkstoffe 75
5.2.4 Mögliche zukünftige Vorgangsweise bei organischen Schadstoffen 76
5.2.5 Hormonell wirksame Substanzen 78
5.2.6 Radioaktive Stoffe 80
5.3 HYGIENISCHE BEDENKEN BEI VERWENDUNG VON KLÄRSCHLAMM IN DER LANDWIRTSCHAFT 81
5.4 AUFWANDMENGEN UND FRACHTEN 87
5.4.1 Vereinheitlichung der Berechnungsmethode der Aufwandmengen 87
5.4.2 Frachtenreglungen 88
5.5 ANREICHERUNG VON SCHADSTOFFEN 89
5.6 UNTERSUCHUNGSINTERVALLE FÜR KLÄRSCHLAMM UND BODEN 90
5.7 GENERELLE VORBEHALTE GEGEN KLÄRSCHLAMMANWENDUNG 94
5.7.1 Vorbehalte im ÖPUL-Förderungsprogramm 94
5.7.2 Vorbehalte in der Biologischen Landwirtschaft 99
5.7.3 Vorbehalte der Zuckerindustrie 99
5.7.4 Vorbehalte bei Verpachtungen 100
5.8 MONETÄRER WERT VON KOMMUNALEM KLÄRSCHLAMM 100
5.9 ERSATZANSPRÜCHE BEI SCHÄDEN DURCH KLÄRSCHLAMMANWENDUNG 101
5.10 ZUSAMMENGEFASSTE DISKUSSION 101
5.10.1 Konsequenzen einer Harmonisierung aus rechtlicher und umweltpolitischer Sicht 101
5.10.2 Grenzwerte und Vorschläge für einheitliche Regelungen in Österreich 103
5.10.3 Vorschlag für Schwermetallgrenzwerte in Böden und Klärschlämmen 104
5.10.4 Harmonisierung der bundesländerspezifischen Ausbringungsregelungen 104
5.10.5 Kontrolle der Wirksamkeit der harmonisierten Maßnahmen 105
5.10.6 Bewertung aus umweltpolitischer Sicht 106
5.10.7 Akzeptanzprobleme 106
6. SCHLUSSBETRACHTUNG 108
7. LITERATURVERZEICHNIS 110
8. RECHTSQUELLEN- UND NORMENVERZEICHNIS 115
9. ANHANG I 118
10. ANHANG II 120

Arbeit zitieren:
Berger, Christine August 2000: Probleme der Klärschlammverwertung unter besonderer Berücksichtigung der oberösterreichischen Situation mit Vorschlägen zu einer EU-konformen Klärschlammregelung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Rahmenbedingungen, Gesetzlich, Klärschlamm, Landwirtschaft, EU

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