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Mikalojus Konstantinas Ciurlionis

Zu Leben und Werk eines litauischen Komponisten und Malers

Mikalojus Konstantinas Ciurlionis
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jolanta Hauser
  • Abgabedatum: Juni 2001
  • Umfang: 100 Seiten
  • Dateigröße: 1,9 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Musik und darstellende Kunst Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5087-8
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5087-8 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5087-8 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Hauser, Jolanta Juni 2001: Mikalojus Konstantinas Ciurlionis, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Litauen

Diplomarbeit von Jolanta Hauser

Einleitung:

Es gibt Menschen, Künstler, ohne deren Schaffen die Musik und Malerei der Nation nicht vorstellbar ist. Mikalojus Konstantinas Ciurlionis – eine der rätselhaftesten und interessantesten litauischen Persönlichkeiten an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. Diesen in Österreich wenig bekannten Komponisten und Maler möchte ich mit meiner Arbeit vorstellen, sowie die Geschichte des Landes kurz näher bringen. Da ich das Ciurlionis – Kunstgymnasium besucht habe und dadurch „mit ihm“ groß geworden bin, kann man sagen, dass nicht ich auf die Idee kam die Diplomarbeit über ihn zu schreiben, sondern die Idee zu mir gekommen ist. Der Gedanke, dass Literatur in deutscher Sprache über Ciurlionis fast nicht zu finden ist, gab dieser Idee noch mehr Sinn.

Ich möchte in meiner Arbeit den Reichtum und die Vielfalt seines Schaffens beleuchten, des Schaffens, das als unschätzbares Kulturdenkmal der ganzen litauischen Kunstgeschichte gilt. Das Schaffen – der Vorstellungskosmos – das für den so kurz lebenden Künstler die Antwort auf das ewige „Warum“ ist.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort
Zur Geschichte Litauens 1
Mikalojus Konstantinus CiurlionisSein Lebensweg 7
Klaviermusik 15
Mit dem Pinsel zur Weltschöpfung 54
Der große Mythos eines kleinen Landes 87
Literaturverzeichnis
Anhang

Automatisiert erstellter Textauszug:

erklären, dass die Strukturen der S u t a r t i n e s nur äußerlich der Reihentechnik (wie es traditionellerweise verstanden wird) ähneln. Die Reihen in den S u t a r t i n e s sind aus einem besonderen Bedeutungsgrund jedes einzelnen Tones entstanden, der seine stetige Semantik hat, die man analog auch in den Erscheinungen der indischen R a g a findet. (...) Die Ähnlichkeit der litauischen und indischen Musikkultur, die sich nicht nur durch annähernd gleiche Anschauung in der semantischen Struktur auf der Ebene eines einzelnen Tones äußert, verdient eine spezielle Studie, deren Schlussfolgerungen mehrere [...]

charakteristische Bilder. Die Hauptmelodie verliert an Bedeutung, was in früheren Kompositionen nicht der Fall war; die Melodik in diesem Werk ist durch die linearen Bewegungen der Stimmen polyphonisiert, die oft melodisch selbständig existieren. Die harmonische Sprache akzeptiert keine romantischen Kadenzen – der Schritt im Bass V-I ist nicht zu finden, so wie die Dissonanzen – das ästhetische Ideal der Expressionisten – nicht in Erscheinung treten. Wahrscheinlich liegt es an Ciurlionis´ harmonischer Weltanschauung und seinem Streben nach innerer Balance. Deutlich ist hier die zweitönige Terz- und die kleine Sekund-Tradition zu erkennen, die aus der litauischen Volkskunst kommt, und den Septakkord der erhöhten 6. Stufe im melodischen Moll kann man als „seinen“ bezeichnen. Die Harmonie scheint nur wenig Interesse an Tonalität zu haben, sie ist von Quint- Quart- und GanztonHalbtonverhältnissen organisiert, und durch reichliche Alterierungen entsteht der Eindruck des Fließenden und sich Schlängelnden. So wie der Geist des Künstlers, der niemals vorsichtig umherschaute, sucht auch seine Musik nicht nach tonaler, oder konkret ausgedrückt, [...]

Formung der Reihe für große harmonische und rhythmische Freiheit, und zwar eine solche, dass das Thema (diesmal in der rechten Hand) nach seiner ersten Durchführung im weiteren Verlauf des Stückes fast nicht mehr erkennbar ist (dies geschieht teilweise auch durch die Intervallumkehrungen). Wenn man jedoch die Hauptlinie im Notentext verfolgt, entdeckt man ein ganz strenges Gesetz – das unveränderbare „9 Töne“-Gesetz. Stark rhythmisch variiert erklingt die Reihe sechsmal voll (siehe nummerierte Töne in der Abb. 16). Wenn man nach dem Takt 12, dessen drei Töne und das „a“ von Takt 13 mit der Reihe noch absolut ident sind, „weitersucht“, und die rhythmischen Stützpunkte, die auf „a“ und teilweise auf „f“ fallen (auch Reihetöne) nummeriert, bekommt man die weiteren „9“ (siehe Zahlen in Klammern), die besonders bei der Ausführung als Reihetöne überzeugen (Abb. 16). [...]

Arbeit zitieren:
Hauser, Jolanta Juni 2001: Mikalojus Konstantinas Ciurlionis, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Litauen

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