Bachelor + Master Publishing
811 Bachelorarbeiten, 533 Masterarbeiten, 10.103 Diplomarbeiten

Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein und Risikobereitschaft als Einflußfaktoren beim Kauf von Handelsmarken

Eine empirische Analyse

Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein und Risikobereitschaft als Einflußfaktoren beim Kauf von Handelsmarken
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Marcel Bielo
  • Abgabedatum: September 2001
  • Umfang: 98 Seiten
  • Dateigröße: 442,8 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5066-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5066-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5066-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bielo, Marcel September 2001: Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein und Risikobereitschaft als Einflußfaktoren beim Kauf von Handelsmarken, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein, Risikobereitschaft, Handel, Handelsmarken

Diplomarbeit von Marcel Bielo

Einleitung:

Die allgemeine wirtschaftliche Situation im deutschen Einzelhandel ist bereits seit Jahren durch eine anhaltende Konsumflaute gekennzeichnet. Austauschbar gewordene Angebotssortimente führten dazu, dass der Preis zum wichtigsten Profilierungsinstrument wurde. Die Folge des zunehmenden Preiswettbewerbs waren weiter schrumpfende Gewinnmargen. Echte Wettbewerbsvorteile ließen sich so nicht aufbauen.

Jedoch stellt eine aktive Handelsmarkenpolitik eine Möglichkeit dar, diesem Preiswettbewerb zu entgehen und sich gleichzeitig von Mitbewerbern abzugrenzen. Handelsmarken haben sich zu einem festen Sortimentsbestandteil entwickelt und konnten ihren Anteil am Gesamtumsatz von Jahr zu Jahr ausweiten. Zu Recht sehen Markenartikelhersteller in ihnen eine zunehmende Bedrohung für ihre eigenen Marken. Qualitativ hochwertige Handelsmarken werden zu direkten Konkurrenten. Nehmen Käufer diese Produkte als gleichwertig wahr, sind sie nicht mehr bereit, einen höheren Preis für den Markenartikel zu bezahlen. Im schlimmsten Fall ersetzt der Händler den Markenartikel durch seine eigenen Marken. Dies kann zu empfindlichen Umsatzeinbußen führen, wie die Auslistung von Nestlé-Produkten bei Aldi zeigte. Der Erfolg von Handelsmarken ist vor allem darauf zurückzuführen, dass sie sich kontinuierlich weiterentwickelten und sich den Marktbedürfnissen anpassten.

Im Rahmen dieser Arbeit soll untersucht werden, ob die Ausprägung des Qualitäts- und Preisbewußtseins, der Risikobereitschaft und soziodemografischer Merkmale eines Konsumenten die Markenwahl beeinflußt. Dabei hat jeder Käufer eine andere Vorstellung eines tolerierbaren Kaufrisikos bzw. vom Preis- und Qualitätsniveau eines Produktes. Bspw. wünschen qualitätsbewußte Verbraucher ein höheres Qualitätsniveau als andere. Ob sie aber einem Produkt eine hohe Qualität zuschreiben, hängt davon ab, wie sie dessen Qualität wahrnehmen. Verschiedene Faktoren können diese Wahrnehmung und damit die Kaufentscheidung beeinflussen.

Ziel der Arbeit ist es herauszufinden, ob es einen Zusammenhang zwischen den Konstrukten Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein, Risikobereitschaft sowie soziodemografischen Merkmalen und der Markenwahl gibt. Daraus läßt sich ableiten, wie Käufer Handelsmarken hinsichtlich ihrer Qualität, ihres Preises und dem mit ihnen verbundenen Kaufrisiko beurteilen, und welche Unterschiede es zwischen Markenartikel- und Handelsmarkenkäufer hinsichtlich psychografischer und soziodemografischer Merkmale gibt. Aus diesen Ergebnissen lassen sich Strategien ableiten, wie der Handel das Image seiner Marken verbessern kann.

Gang der Untersuchung:

Die vorliegende Arbeit ist in sechs Kapitel gegliedert. Im Anschluß an die Einführung soll das zweite Kapitel zunächst verdeutlichen, welche Bedeutung Handelsmarken für den Handel haben. Darüber hinaus ermöglicht der zweite Teil einen Einblick in den Ablauf von Kaufentscheidungsprozessen; beginnend von der Informationsaufnahme über die Beurteilung von Produkteigenschaften bis zum Kauf eines Produktes. Im dritten Kapitel wird der theoretische Rahmen mit Hilfe empirischer Forschungsergebnisse erläutert, wie die Einflußfaktoren Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein, Risikobereitschaft sowie soziodemografische Merkmale die Markenwahl beeinflussen können. Anschließend sollen anhand der Verbraucheranalyse Zusammenhänge zwischen den Einflußfaktoren und der Markenwahl untersucht werden (Kapitel 4 und 5). Das sechste Kapitel enthält Implikationen für den Handel, wie er seine Marken noch stärker ins Bewußtsein der Verbraucher rücken kann.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
1. Bedeutung von Handelsmarken im Markenwettbewerb 1
1.1 Etablierung von Handelsmarken im Sortiment des Handels 1
1.2 Entwicklung der Handelsmarkenpolitik 4
1.3 Inhalt und Ziel der Arbeit 5
2. Handelsmarkenpolitik und Kaufentscheidungsprozesse 7
2.1 Einordnung von Handelsmarken in das Markenwesen 7
2.1.1 Definitorische Abgrenzung von Handelsmarken 7
2.1.2 Erscheinungsformen von Handelsmarken 8
2.1.3 Ziele der Handelsmarkenpolitik 9
2.2 Informationsverarbeitung vor der Kaufentscheidung 11
3. Theoretischer Hintergrund der Einflußfaktoren auf die Produktwahl 13
3.1 Bedeutung des Qualitätsbewußtseins für die Markenwahl 13
3.1.1 Wahrgenommene Produktqualität als Voraussetzung für den Qualitätsbeurteilungsprozeß 14
3.1.2 Verwendung von Schlüsselinformationen für die Qualitätsbeurteilung 14
3.1.2.1 Preis als Qualitätsindikator 16
3.1.2.2 Markenname als Qualitätsindikator 19
3.2 Theoretische Grundlagen des Preisverhaltens von Konsumenten 21
3.2.1 Preisinteresse als Voraussetzung für den Beurteilungsprozeß 22
3.2.2 Wahrnehmung und Beurteilung von Preisen 23
3.2.3 Typologie von Preisurteilstechniken 25
3.2.3.1 Preisgünstigkeit als eindimensionales Preisurteil 25
3.2.3.2 Preiswürdigkeit als mehrdimensionales Preisurteil 27
3.3 Risikobereitschaft und Risikowahrnehmung 29
3.3.1 Ausprägungen des wahrgenommenen Risikos 29
3.3.2 Determinanten der Risikowahrnehmung 30
3.3.2.1 Involvement beim Produktkauf 30
3.3.2.2 Qualitätsunterschiede in den Produktkategorien 32
3.3.2.3 Vorhandensein von verfügbaren Informationen 34
3.4 Soziodemografische Merkmale als Unterscheidungskriterium für Käufer und Nichtkäufer von Handelsmarken 35
4. Verbraucheranalyse 2000 als Grundlage für die empirische Analyse 37
4.1 Struktur der Stichprobe 37
4.2 Operationalisierung der Konstrukte und Ablauf der Studie 39
5. Empirische Ergebnisse der Untersuchung 42
5.1 Einfluß soziodemografischer Merkmale auf den Kauf von Handelsmarken 42
5.2 Qualität als Kriterium für die Ablehnung von Handelsmarken 48
5.3 Bedeutung des Preisbewußtseins beim Kauf von Handelsmarken 54
5.4 Einfluß von Risikobereitschaft auf den Kauf von Handelsmarken 63
6. Implikationen für einen erfolgreichen Einsatz von Handelsmarken 73
Literaturverzeichnis VII

Automatisiert erstellter Textauszug:

4.2 Operationalisierung der Konstrukte und Ablauf der Studie Aus dem Fragebogen wurden 6 Items ausgewählt, die Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein und Risikobereitschaft gut beschreiben können. Anhand dieser und der gewählten Marke läßt sich mit Hilfe von Kreuztabellen der Zusammenhang zwischen den Konstrukten und der Präferenz Handelsmarke bzw. Markenartikel darstellen. Zunächst soll jedoch eine Faktorenanalyse überprüfen, ob sich die Items dazu eignen, die unterschiedlichen Konstrukte zu beschreiben. Mit diesem Verfahren läßt sich herausfinden, ob je zwei der ausgewählten Items auf einen Faktor laden und damit das gleiche Konstrukt messen. Gleichzeitig bestätigt die Existenz von drei Faktoren, daß die Items, die auf verschiedene Faktoren laden, nur gering untereinander korrelieren. [...]

Qualitätsunterschiede in einzelnen Produktklassen konnten Baatra/Sinha (2000, S. 181) mit produktspezifischen Fragen zur Wahrnehmung genauer feststellen als Richardson/Jain/Dick (1996). Dabei empfinden Konsumenten bei Kaffee und alkoholfreien Getränken ein größeres Risiko als bei Dosentomaten und neigen dazu, in diesen Fällen eher Markenartikel zu kaufen. Trotzdem die Ergebnisse nicht signifikant sind, lassen sie sich damit erklären, daß bei erstgenannteren Warengruppen das Produktangebot weitaus komplexer und unübersichtlicher ist. Allerdings ist anzumerken, daß die mündliche Erhebung der Daten Probanden zu sozial erwünschten Antworten gedrängt haben könnte, die aufgrund eines Prestigeeffekts öfters angaben, Markenartikel zu kaufen. Auch die Befragung einer Person zu mehreren Produkten berücksichtigt mögliche Unabhängigkeiten der Antworten nicht. [...]

Handelsmarken könnten eine geringere Qualität durch einen niedrigeren Preis kompensieren und dadurch ein besseres Preiswürdigkeitsurteil erhalten. Dabei muß ihr Preis wieder deutlich unterhalb des Markenartikelpreises liegen, gleichzeitig aber auch oberhalb der individuellen Preisuntergrenze, damit der Konsument nicht an der Qualität zweifelt. Ebenfalls würde ein steigendes Qualitätsniveau von Handelsmarken bei konstantem Preis das Preiswürdigkeitsurteil verbessern. Hay (1987, S. 26) hält jedoch die Preisgünstigkeit in der Praxis für bedeutender, da die Informationsverarbeitungskapazität des Verbrauchers begrenzt ist. Geringe wahrgenommene Qualitätsunterschiede zwischen Handelsmarken und Markenartikeln könnten dies noch verstärken, weil die Produkte sich dann nur noch im Preis unterscheiden und der Käufer die Qualität im Preiswürdigkeitsurteil nicht mehr berücksichtigen muß. [...]

Arbeit zitieren:
Bielo, Marcel September 2001: Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein und Risikobereitschaft als Einflußfaktoren beim Kauf von Handelsmarken, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Qualitätsbewußtsein, Preisbewußtsein, Risikobereitschaft, Handel, Handelsmarken

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren