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Modellierung des Bodenwasserhaushalts eines Lysimeters

Modellierung des Bodenwasserhaushalts eines Lysimeters
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Ulrich Birkner
  • Abgabedatum: November 2001
  • Umfang: 75 Seiten
  • Dateigröße: 4,8 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: Christian-Albrechts-Universität zu Kiel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-5019-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-5019-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-5019-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Birkner, Ulrich November 2001: Modellierung des Bodenwasserhaushalts eines Lysimeters, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Sickerwasseprognose, Hydrus

Diplomarbeit von Ulrich Birkner

Einleitung:

Der Wasserfluss in oberflächennahen Bodenschichten spielt eine entscheidende Rolle im Wasserhaushalt. Die Kenntnis über den Wasserfluss ist Vorraussetzung für die Bewertung und Vorhersage des Verhaltens von gelösten Stoffen im Boden. Die Prognose der Bodenwasserbewegung in einem abgegrenzten Bodenvolumen - auch als Lysimeter bezeichnet - ist Gegenstand dieser Arbeit.

Das zugrunde liegende Datenmaterial stammt aus dem Projekt „Entwicklung einer Standardmethodik zur Erfassung der bodenhydraulischen Kennwerte in einem definierten Bodenvolumen“, welches am Institut für Wasserwirtschaft und Landschaftsökologie der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel durchgeführt wurde. In diesem Vorhaben wurden in zeitlich und räumlich hoher Auflösung teilflächenbezogen die Zu- und Abflüsse sowie die den Wasserhaushalt charakterisierende Kennwerte Wassergehalt, Wasserspannung und gesättigte Leitfähigkeit eines Lysimeters ermittelt.

Die Modellierung der Wasserbewegung in einem Boden ist primär von den bodenphysikalischen Eigenschaften des Ausgangssubstrates abhängig. Die Bestimmung dieser Parameter kann entweder an ungestörten Stechzylinderproben im Labor oder auch in situ durchgeführt werden. Beide Verfahren weisen ein Skalenproblem auf. Bei der Laborbestimmung ist die betrachtete Größenordnung meistens zu klein, denn man zerstört bei einer Probennahme das etwaige vorhandene Porensystem, bei der in situ Messung ist die Messwerteerfassung das entscheidende Problem, die Größenordnung ist zu groß. Dieses bedeutet, dass in beiden Fällen ein Skalenproblem vorliegt. Um übertragbare Ergebnisse zu erhalten, wurde der Wasserhaushalt eines Bodenmonolithen (Lysimeter), dessen Volumen dem charakteristischen Standardvolumen (CSV) entsprach, im Labor erfasst. Die Abschätzung des CSV wurde durch eine fototechnische Auswertung des zuvor mit einem Farbstoff beregneten Bodenbereichs gewonnen.

Dieser Arbeit liegt die Frage zugrunde, ob es möglich ist, mit dem vorliegenden Datenmaterial eine „realitätsnahe“ Simulation durchzuführen. In unterschiedlichen Simulationsverfahren wird untersucht, inwieweit eine teilflächenbezogene Simulation möglich ist. Einerseits wird das unsegmentierte Lysimeter betrachtet und eine Simulation durchgeführt. Andererseits wird das Lysimeter in zwei Teilsegmente eingeteilt und je Segment eine Berechnung durchgeführt. Es werden die gemessenen Größen Abfluss, Tensions- und Wassergehaltsverlauf mit den jeweiligen Simulationsergebnissen verglichen und diskutiert.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1 Theoretische Grundlagen 2
1.1.1 Wasserspannung - Wassergehalts – Kurve 2
1.1.2 Wasserfluss in einem Lysimeter 7
2. Material und Methoden 11
2.1 Versuchsbeschreibung 11
2.2 Methoden 13
2.2.1 Bestimmung der Zu- und Abflüsse 13
2.2.2 Bestimmung der Bodenparameter 14
2.2.3 Anpassung der VAN GENUCHTEN Parameter 16
2.2.4 Simulation mit HYDRUS 17
2.3 Darstellung der Messwerte 17
2.3.1 Zeitlicher Verlauf der Zu- und Abflüsse 17
2.3.2 Zeitlicher Verlauf der Wasserspannungen 20
2.3.3 Zeitlicher Verlauf der Wassergehalte 21
2.3.4 Hydraulische Leitfähigkeiten 22
2.3.5 Korngrößenverteilungen 22
3. Ergebnisse 24
3.1 Bestimmung der VAN GENUCHTEN Parameter 24
3.1.1 Unsegmentiertes Lysimeter 24
3.1.2 Segmentiertes Lysimeter 28
3.1.3 Segment I 28
3.1.4 Segment II 30
3.2 Simulationsergebnisse 32
3.2.1 Unsegmentiertes Lysimeter 33
3.2.2 Segmentiertes Lysimeter 35
4. Diskussion 42
4.1 Zu- und Abflüsse 42
4.2 Wasserspannungen und Wassergehalte 43
4.3 Fehlerbetrachtung 45
4.3.1 Messwertebestimmung 45
4.3.2 Simulationsmodelle 46
5. Zusammenfassung 47
6. Verzeichnisse 49
6.1 Abbildungsverzeichnis 49
6.2 Tabellenverzeichnis 51
6.3 Verwendete Symbole 51
6.4 Einheiten 53
6.5 Verwendete Software 53
6.6 Literaturverzeichnis 53
7. Anhang 59
7.1 Modellparameter 59
7.1.1 RETC 59
7.1.2 SOILPROP 59
7.1.3 HYDRUS 1D 59
7.2 Messsondenbauart 61
7.3 Tensiometerwerte 61
7.4 TDR-Werte 65
7.5 Messwertetabelle 66

Automatisiert erstellter Textauszug:

In diesem Kapitel werden die Anpassungen der VAN GENUCHTEN Parameter an die Messwerte dargestellt. Im ersten Teil wird das unsegmentierte Lysimeter betrachtet und die verschiedenen Fits für die verschiedenen Anpassungsverfahren dargestellt. Im zweiten Teil wird nach dem gleichen Prinzip das in zwei Bereiche segmentierte Lysimeter betrachtet. Als Datengrundlagen werden die geometrischen Mittelwerte der jeweils beteiligten Messsonden verwandt und graphisch dargestellt. In den jeweiligen Darstellungen werden die VGM - Parameter für alle Tiefen einzeln aufgeführt und für alle Tiefen die TDRm - und TDRg - Sonden separat betrachtet. In dem darauffolgenden Unterkapitel 3.2 wird mit HYDRUS_1D für die einzelnen Anpassungen die Simulation vorgenommen, und es werden die berechneten Wasserspannungsverläufe, Wassergehaltsverläufe und kumulative Abflüsse mit den gemessenen Werten verglichen. [...]

Die Messwertebereiche für die volumetrischen Wassergehalte liegen zwischen 13 und 35 Vol% in der Tiefe von 20 cm, zwischen 8 und 25 Vol% für die Tiefe von 40 cm, zwischen 7 und 20 Vol% für die Tiefe von 60 cm und zwischen 10 und 25 Vol% in der Tiefe von 80 cm (Abbildung 12). Im Anhang befinden sich für die drei Beregnungszeiträume die Detailgraphiken (Abbildung 33, Abbildung 34 und Abbildung 35). In allen Tiefen ist eine Erhöhung des Wassergehaltes im zeitlichen Verlauf festzustellen, wobei die Reaktionszeit auf eine Beregnungserhöhung mit der Tiefe zunimmt. Die TDRm Sonden messen zu jedem Zeitpunkt und in jeder Tiefe fast immer einen größeren Wassergehalt als die TDRg Sonden (Abbildung 12). Dieses kann bedeuten, dass es einen bauartbedingten Unterschied zwischen den beiden Sondentypen gibt, welcher noch zu diskutieren ist. [...]

Wie den Tensionsmessungen (Abbildung 11) zu entnehmen ist, weisen die Segmente II, III und IV in den Tiefen 20 cm und 40 cm negativere Matrixpotentiale als die anderen Segmente auf. Da diese Segmente nebeneinander liegen - somit ist nur eine Hälfte des Lysimeters betroffen - kann dieses bedeuten, dass das Lysimeter z.B. neben einer Heizung stand und somit unterschiedliche räumliche Versuchsbedingungen vorlagen, dieses gilt es aber noch, im Diskussionsteil näher zu erörtern. Die Abbildung 30, Abbildung 31 und Abbildung 32, die sich im Anhang befinden, stellen die einzelnen gemessenen Tensionen je Tiefe, Bauart und Beregnungszeitraum dar. Man kann anhand der Abbildung 11 erkennen, dass sich die Tensionen nach der ersten Beregnung durch alle Tiefen erhöhen, wobei die Zunahme mit zunehmender Tiefe abnimmt, denn der „Startwert“ ist positiver und somit ist der Boden feuchter. Die erste Beregnungserhöhung hat den stärksten Einfluss auf den Tensionsverlauf, aber auch die späteren Intensitätssteigerungen spiegeln sich im Verlauf der Messwerte wider. Die Messwerte liegen in einem Bereich [...]

Arbeit zitieren:
Birkner, Ulrich November 2001: Modellierung des Bodenwasserhaushalts eines Lysimeters, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Sickerwasseprognose, Hydrus

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