Entwicklung eines standardisierten Reportingsystems für mittelständische Unternehmen zur Erfüllung der Rating-Anforderungen von Fremdkapitalgebern
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Christian Ludwar
- Abgabedatum: Januar 2002
- Umfang: 158 Seiten
- Dateigröße: 2,1 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Ludwigshafen am Rhein Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4973-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4973-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4973-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Ludwar, Christian Januar 2002: Entwicklung eines standardisierten Reportingsystems für mittelständische Unternehmen zur Erfüllung der Rating-Anforderungen von Fremdkapitalgebern, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Reporting, Mittelstand, Rating, Checklisten, Basel II
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Diplomarbeit von Christian Ludwar
Einleitung:
Das Thema Rating war bisher nur für große Konzerne von Bedeutung, die am internationalen Kapitalmarkt meist über Anleihen Fremdmittel aufnahmen. Die Diskussion um Rating hat im Zusammenhang mit Vorschlägen des Baseler Ausschusses in den letzten Monaten an Intensität zugenommen. Demnach sollen ab dem Jahr 2005 neue Regeln für die Eigenkapitalunterlegung von Krediten für alle Banken gelten. Daher rückt das Thema Rating jetzt auch in den Mittelpunkt bei der Kreditbeschaffung vieler klein- und mittelständischer Unternehmen und wird künftig über die Höhe der Kreditkonditionen entscheiden.
Mit der vorliegenden Diplomarbeit wurde die Grundlage für eine frühzeitige Information und Aufklärung geschaffen. Insbesondere der praktische Teil der Diplomarbeit gibt konkrete Lösungsansätze und wird den von den Neuregelungen betroffenen Unternehmen aufzeigen, welche Informationen intern bereitgestellt werden müssen, um die Anforderungen der internen Ratingsysteme von Banken erfüllen zu können. Die Diplomarbeit behandelt Kriterien die künftig innerhalb des BVR-II-Rating (Bundesverband der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken) von Bedeutung sein werden. Die Zusammenstellung der relevanten Faktoren erfolgt am Beispiel eines typisch mittelständischen Unternehmens, das real existiert. Sämtliche Namen und die Angaben sind anonym gehalten.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | V | |
| Abbildungsverzeichnis | VII | |
| Abkürzungsverzeichnis | VIII | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung | 4 |
| 1.3 | Überblick | 5 |
| 1.4 | Vorgehen | 7 |
| 2. | Betriebswirtschaftlicher Teil | 8 |
| 2.1 | Begriffsbestimmungen | 8 |
| 2.1.1 | Rating und Bedeutung | 8 |
| 2.1.2 | Ratingskala und Aussage | 11 |
| 2.1.3 | Mittelstand | 14 |
| 2.2 | Basel II: Die neue Baseler Eigenkapitalvereinbarung | 15 |
| 2.2.1 | Ziele | 15 |
| 2.2.2 | Inhalt und Aufbau | 16 |
| 2.2.3 | Ansätze nach Basel II zur Messung derEigenkapitalausstattung | 18 |
| 2.2.3.1 | Der Standardansatz | 18 |
| 2.2.3.2 | Der IRB-Ansatz | 20 |
| 2.2.4 | Folgen der neuen Vorschriften von Basel II | 24 |
| 2.2.4.1 | Allgemeine Betrachtung | 24 |
| 2.2.4.2 | Situation im deutschen Mittelstand | 27 |
| 2.2.4.2.1 | Auswirkungen der neuen Baseler Eigenkapitalvereinbarung | 29 |
| 2.2.4.2.2 | Rolle und Aufgabe externer Berater | 31 |
| 2.2.4.2.3 | Anmerkungen | 32 |
| 2.3 | Vergabe eines Rating durch Rating-Agenturen | 35 |
| 2.3.1 | Einführung | 35 |
| 2.3.2 | Entwicklung und aktuelle Situation | 35 |
| 2.3.2.1 | Allgemeiner Überblick | 35 |
| 2.3.2.2 | Situation in Europa | 36 |
| 2.3.2.3 | Aktuelle Tendenzen | 37 |
| 2.3.3 | Bestandteile eines externen Rating | 39 |
| 2.3.3.1 | Ablauf eines Ratingverfahrens | 39 |
| 2.3.3.2 | Das Ratingsystem | 41 |
| 2.3.3.2.1 | Quantitative Faktoren | 42 |
| 2.3.3.2.2 | Qualitative Faktoren | 42 |
| 3. | Praktischer Teil | 44 |
| 3.1 | Ist-Analyse | 44 |
| 3.1.1 | Allgemeine Einführung | 44 |
| 3.1.2 | Beschreibung und Struktur des BVR-II-Rating | 45 |
| 3.2 | Aufbau eines standardisierten Reporting für den Mittelstand zur Erfüllung der Anforderungen des BVR-II-Rating | 49 |
| 3.2.1 | Jahresabschluss | 51 |
| 3.2.2 | Private Vermögensverhältnisse | 52 |
| 3.2.3 | Betriebswirtschaftliche Auswertung | 53 |
| 3.2.4 | Kontoführung | 54 |
| 3.2.5 | Markt und Branche | 55 |
| 3.2.6 | Unternehmen und Management | 56 |
| 3.2.7 | Planung | 57 |
| 3.2.8 | Anmerkung | 58 |
| 3.3 | Unternehmensinterne Würdigung der Rating Kriterien nach BVR-II-Rating | 59 |
| 3.3.1 | Entwicklung und Darstellung eines Unternehmens-Rating-Profils | 59 |
| 3.3.2 | Die Beurteilung der einzelnen Bereiche | 61 |
| 3.4 | Darstellung der aufbereiteten Daten | 69 |
| 3.5 | Entwicklung und Beschreibung des Jahresabschlussanalyse-Tools | 71 |
| 3.5.1 | Aufbau und Inhalte | 72 |
| 3.5.2 | Handbuch | 77 |
| 3.5.2.1 | Grundeinstellungen | 77 |
| 3.5.2.2 | Dateiverknüpfungen und Export | 79 |
| 3.5.3 | Anmerkungen | 84 |
| 4. | Fazit | 85 |
| Literaturverzeichnis | 87 | |
| Anhang | 92 | |
| Eidesstattliche Erklärung | 147 |
2.3.3.2. Das Ratingsystem Das Ratingsystem umfasst die Kriterien/Faktoren, die bei der Ratingerstellung von den Agenturen bei den Unternehmen nachgefragt und ausgewertet/verarbeitet werden. Es geht also darum, was und wie etwas analysiert wird. Für Unternehmen ist diese Frage von besonderer Bedeutung, damit sie sich gezielt auf ein Rating vorbereiten können. Grundsätzlich werden zwei wesentliche Faktoren analysiert, das Geschäfts- und das Finanzrisiko.55 Die Ergebnisse der verschiedensten Kriterien werden schließlich durch unterschiedliche Verfahren und Gewichtungen zu einer einzelnen Zensur verdichtet. Dabei handelt es sich um objektivierende Methoden,56 die auf der Grundlage umfangreicher Auswertungen empirischer Daten von solventen Unternehmen und von Insolvenzfällen entwickelt worden sind. Durch standardisierte Bewertungskriterien und deren Gewichtung kann ein nachvollziehbares und objektives Rating erstellt werden.57 Damit basiert ein Rating auf der Auswahl und Bewertung unterschiedlicher Faktoren, die zum einen quantitativ und zum anderen qualitativ ausgerichtet sind. Die wesentlichen Ratingkriterien finden sich in allen bekannten Ratingsystemen wieder. [...]
2.3.3.1. Ablauf eines Ratingverfahrens Eine Rating-Agentur hat die Aufgabe, die relative Bonität von Schuldverschreibungen und von deren Emittenten zu beurteilen. Diese Einschätzungen beruhen auf einer eingehenden und zukunftsorientierten Untersuchung des Emittenten oder der Emission. Dabei hat eine Rating-Agentur die Aufgabe, die verschiedenen Informationen über das zu bewertende Unternehmen zu sammeln, zu verarbeiten und zu einem Gesamturteil zu verdichten.51 „Das Ratingverfahren umfasst die für die Generierung eines Rating erforderlichen Schritte und stellt somit die prozessuale Komponente des Rating dar.“ 52 Im Normalfall gibt der Emittent ein Rating bei einer Agentur in Auftrag und stellt dieser die benötigten Informationen zur Verfügung. Ein Rating kann aber auch durch eine Rating-Agentur ohne Auftrag eines Emittenten, z.B. im Anlegerinteresse, erstellt werden. Auf diese Form der Ratingerstellung, wie sie z.B. Moody’s im europäischen Raum durchführt, wird hier nicht weiter eingegangen.53 [...]
terne Ratingsysteme verwenden dürfen, bleibt fraglich, ob sich die noch sehr jungen Rating-Agenturen in Deutschland am Markt behaupten können. Aus Gesprächen mit verschiedenen Banken ging hervor, dass diese ein eigenes Interesse daran haben die Bonität ihrer Kunden selbst zu beurteilen und auch schon mit der Entwicklung interner Ratingsysteme begonnen haben. Da die Banken die Kredite vergeben und das Risiko eines Ausfalles tragen, wollen sie auch selbst die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalles des Kreditengagements beurteilen dürfen. Die typischen Kreditgeber des Mittelstandes, die Volks- und Raiffeisenbanken sowie Sparkassen gehen davon aus, dass für ca. 95% aller Firmenkunden zum einen aus Kostengründen und zum anderen aus Gründen der nicht möglichen internationalen Vergleichbarkeit „nur“ ein internes Rating der jeweiligen Hausbank in Frage kommen wird.50 Ein mittelständisches Unternehmen wird sich daher nur dann einem externen Rating unterziehen, wenn es sich davon einen zusätzlichen Mehrwert verspricht. Während ein internes Rating daher immer notwendig ist, verbleibt dem Unternehmer jedoch ein Entscheidungsspielraum für die zusätzliche Durchführung eines externen Rating. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832449735
Arbeit zitieren:
Ludwar, Christian Januar 2002: Entwicklung eines standardisierten Reportingsystems für mittelständische Unternehmen zur Erfüllung der Rating-Anforderungen von Fremdkapitalgebern, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Reporting, Mittelstand, Rating, Checklisten, Basel II




