Freizeit- und Kulturarbeit mit schizophrenen Menschen
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Doreen Rumposch
- Abgabedatum: Mai 2001
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 2,5 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Lausitz, Standort Cottbus Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4935-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4935-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4935-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Rumposch, Doreen Mai 2001: Freizeit- und Kulturarbeit mit schizophrenen Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Schizophrenie, Kreatives, Schreiben, Kulturarbeit, Freizeit
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Diplomarbeit von Doreen Rumposch
Einleitung:
„Arbeit ist nur das halbe Leben.“ Dieser Ausspruch findet zu wenig Beachtung. Nicht nur in der Rehabilitation schizophrener Menschen wird immer darauf hingearbeitet, sie wieder in das Arbeitsleben zu integrieren. Dieses selbstverständlich wichtige Ziel steht in Therapie und Rehabilitation an erster Stelle. Aber es gibt weitere wichtige Lebensbereiche, die mehr Beachtung finden sollten.
Das Thema Freizeit nimmt ebenso viel Raum im Leben eines Menschen ein. Sehen wir den von Schizophrenie Betroffenen, welcher nicht sofort wieder arbeitsfähig ist. Ihm steht ausreichend Zeit zur Verfügung. Was soll er damit tun? Ziehen wir die Zeit nach einem langen Arbeitstag in Betracht. Was tut ein täglich Arbeitender, wenn er abends nach Hause kommt?
Freie Zeit will richtig gestaltet sein. Einem Menschen, der von Schizophrenie betroffen ist und rehabilitiert werden soll, müssen neben dem Bereich Arbeit und Wohnen auch neue Freizeitmöglichkeiten eröffnet werden. Der Umgang mit der freien Zeit muss u.U. wieder neu erlernt werden, um das Leben selbständig und abwechslungsreich gestalten zu können. Nicht genutzte Zeit frustriert nur und gibt einem Menschen, der an einer Krankheit leidet, die ihn zeitweilig erwerbsunfähig macht, mehr Raum für Grübeleien.
Die vorliegende Arbeit will versuchen den leeren Raum zu füllen, indem sie aufzeigt, welche Möglichkeiten es, nicht nur für schizophrene Menschen gibt, Freizeit erlebnisreich zu organisieren. Auf diese Weise eröffnet sich ein Stück mehr Lebensqualität. Freizeit beinhaltet auch die kulturelle Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Sie gewährleistet das Leben und Erleben in der Gemeinde. Kulturarbeit realisiert diesen Anspruch, indem sie den schizophrenen Menschen auf verschiedene Art und Weise in die Gemeinde führt.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | 3 | |
| 1. | Schizophrenie- Relevante Aspekte für die soziale Arbeit | 5 |
| 1.1 | Begriffsdefinition | 5 |
| 1.2 | Epidemiologie | 6 |
| 1.3 | Symptomatik | 7 |
| 1.3.1 | Negativsymptomatik | 7 |
| 1.3.2 | Positivsymptomatik | 8 |
| 1.3.2.1 | Denkstörungen | 8 |
| 1.3.2.1.1 | Formale Denkstörungen | 8 |
| 1.3.2.1.2 | Inhaltliche Denkstörungen | 9 |
| 1.3.2.2 | Wahrnehmungsstörungen | 10 |
| 1.3.2.3 | Ich-Störungen | 12 |
| 1.3.2.4 | Gefühls-Störungen | 12 |
| 1.4 | Entstehung einer Schizophrenie | 13 |
| 1.4.1 | Vulnerabilität | 14 |
| 1.4.1.1 | Angeborene und erworbene biologische Faktoren | 14 |
| 1.4.1.2 | Psychosoziale Faktoren | 16 |
| 1.4.2 | Stressfaktoren | 17 |
| 1.4.2.1 | Alltäglicher Stress | 17 |
| 1.4.2.2 | Life Events | 18 |
| 1.4.2.3 | Expressed- Emotion- Forschung | 18 |
| 1.4.2.4 | Lebensphasisch bedingte Belastungen | 19 |
| 1.4.3 | Bewältigungsstrategien | 19 |
| 1.5 | Neuroleptikatherapie | 20 |
| 1.5.1 | Wirkungsweise von Neuroleptika | 20 |
| 1.5.2 | Nebenwirkungen der Neuroleptika | 21 |
| 1.5.2.1 | Extrapyramidal – motorische Nebenwirkungen | 21 |
| 1.5.2.2 | Vegetative Nebenwirkungen | 22 |
| 1.5.2.3 | Psychische Nebenwirkungen | 22 |
| 1.5.2.4 | Sonstige somatische Nebenwirkungen | 23 |
| 2. | Freizeit- und Kulturarbeit – Möglichkeiten und Grenzen für schizophrene Menschen | 23 |
| 2.1 | Freizeit und Kultur – Allgemeine Vorüberlegungen | 23 |
| 2.1.1 | Begriffsdefinition – Freizeit | 23 |
| 2.1.2 | Begiffsdefinition – Kultur | 24 |
| 2.1.3 | Freizeit zwischen Ideal und Realität | 26 |
| 2.1.4 | Bedürfnisse und Aktivitäten in der Freizeit in Gegenüberstellung zur Arbeit | 27 |
| 2.2 | Freizeitverhalten und seelisches Wohlbefinden | 29 |
| 2.2.1 | Der harmonische Erlebniskreislauf | 29 |
| 2.2.2 | Der unharmonische Erlebniskreislauf | 31 |
| 2.3 | Die Freizeiterfahrung von schizophrenen Menschen | 32 |
| 2.4 | Bedeutung einer Freizeit- und Kulturarbeit mit schizophrenen Menschen | 34 |
| 2.5 | Überlegungen zur Gestaltung der Angebote | 36 |
| 2.6 | Motivation | 38 |
| 2.7 | Praktische Freizeit- und Kulturarbeit | 41 |
| 2.7.1 | Allgemeine Vorüberlegungen | 41 |
| 2.7.2 | Ziele | 42 |
| 2.7.3 | Angebotsformen | 42 |
| 3. | Bedeutsame Methoden | 46 |
| 3.1 | Kreatives Schreiben | 46 |
| 3.1.1 | Psychologische Modelle zum kreativen Schreiben | 46 |
| 3.1.1.1 | Kognitives Modell | 46 |
| 3.1.1.2 | Emotionales Modell | 47 |
| 3.1.1.3 | Vorteile der Verbindung beider Modelle | 48 |
| 3.1.2 | Techniken des kreativen Schreibens | 49 |
| 3.1.2.1 | Cluster-Methode | 50 |
| 3.1.2.2 | Widerspruchscluster | 51 |
| 3.1.3 | Textarbeit in der Gruppe | 52 |
| 3.1.3.1 | Die Gruppe | 52 |
| 3.1.3.2 | Textüberarbeitung | 53 |
| 3.1.3.3 | Textdeutung | 53 |
| 3.1.3.4 | Textumsetzung | 54 |
| 3.1.4 | Wirkung und Bedeutung des kreativen Schreibens | 54 |
| 3.2 | Ferien, Urlaub und Reisen | 57 |
| 3.2.1 | Allgemeine Vorüberlegungen | 57 |
| 3.2.2 | Urlaubsformen, Aktivitäten und Reiseziele der Deutschen | 58 |
| 3.2.3 | Tipps für einen gelungenen Urlaub | 60 |
| 3.2.4 | Reisen als Beitrag zur Integration ins gesellschaftliche Leben | 61 |
| 3.2.5 | Individuelle Förderungsmöglichkeiten | 63 |
| 4. | Beispiel für ein Zielgruppenkonzept | 65 |
| 4.1 | Theoretische Überlegungen | 65 |
| 4.2 | Konzeptionelle Überlegungen | 66 |
| 4.2.1 | Bedingungsanalyse | 66 |
| 4.2.1.1 | Organisationsstruktur/Rahmenbedingungen | 66 |
| 4.2.1.2 | Zielgruppenanalyse/Voraussetzungen | 67 |
| 4.2.1.2.1 | Individuelle Voraussetzungen | 67 |
| 4.2.1.2.2 | Sozio-kulturelle Voraussetzungen | 69 |
| 4.2.1.3 | Lehr-Lern-Situation | 71 |
| 4.2.1.4 | Bedürfnisanalyse/anthropogene Voraussetzungen | 74 |
| 4.2.2 | Didaktisch/methodische Überlegungen | 76 |
| 4.2.2.1 | Richtzielebene | 76 |
| 4.2.2.2 | Grobzielebene | 76 |
| 4.2.2.3 | Feinzielebene | 78 |
| 4.3 | Überlegungen zur Auswertung | 81 |
| Schlusswort | 82 | |
| Literaturverzeichnis | ||
| Anhang |
1.1 Begriffsdefinition Die Schizophrenie wird neben den affektiven Psychosen zur Gruppe der endogenen Psychosen gezählt. Die Schizophrenie ist eine der häufigsten psychotischen Erkrankungen. Nach Arieti (1985) gibt es etwa 40 Millionen Menschen auf der ganzen Welt, die an dieser Krankheit leiden. Sie ist eine schwere psychische Störung, die Wahrnehmung, Denken, Emotionen und Motorik beeinflußt. Die Krankheit tritt in vielen Formen auf. Sie kann phasenhaft verlaufen, es kann auch bei einem Schub im Leben bleiben. Es wird dann von einer schizophrenen Episode gesprochen. Sie kann aber ebenso einen chronischen Verlauf nehmen. Die Schizophrenie kann in ihrem Verlauf völlig ausheilen, sie kann aber auch ein Leben lang anhalten und in Residualzustände münden. Diese können zu Invalidität führen. Das heißt nicht , daß diese Menschen ihr Leben nicht selbständig führen können. Der Verlauf der Krankheit kann sich auch so gestalten, daß die Leistungsfähigkeit wieder voll hergestellt wird. Anders gesagt: „Die Schizophrenie gibt es nicht... Jeder entwickelt seine eigene Schizophrenie.“ (Ciompi zit. nach: Dörner/Plog 1996, S. 151). [...]
„Arbeit ist nur das halbe Leben.“ Dieser Ausspruch findet zu wenig Beachtung. Nicht nur in der Rehabilitation schizophrener Menschen wird immer darauf hingearbeitet, sie wieder in das Arbeitsleben zu integrieren. Dieses selbstverständlich wichtige Ziel steht in Therapie und Rehabilitation an erster Stelle. Aber es gibt weitere wichtige Lebensbereiche, die mehr Beachtung finden sollten. Das Thema Freizeit nimmt ebenso viel Raum im Leben eines Menschen ein. Sehen wir den von Schizophrenie Betroffenen, welcher nicht sofort wieder arbeitsfähig ist. Ihm steht ausreichend Zeit zur Verfügung. Was soll er damit tun? Ziehen wir die Zeit nach einem langen Arbeitstag in Betracht. Was tut ein täglich Arbeitender, wenn er abends nach Hause kommt? Freie Zeit will richtig gestaltet sein. Einem Menschen, der von Schizophrenie betroffen ist und rehabilitiert werden soll, müssen neben dem Bereich Arbeit und Wohnen auch neue Freizeitmöglichkeiten eröffnet werden. Der Umgang mit der freien Zeit muß u.U. wieder neu erlernt werden, um das Leben selbständig und abwechslungsreich gestalten zu können. Nicht genutzte Zeit frustriert nur und gibt einem Menschen, der an einer Krankheit leidet, die ihn zeitweilig erwerbsunfähig macht, mehr Raum für Grübeleien. [...]
Autorenprofil Doreen Rumposch Im Folgenden lesen Sie ein paar Zeilen zu meiner Person und den Motiven Sozialpädagogik zu studieren. Desweiteren erfahren Sie meine Beweggründe das Thema „Freizeit- und Kulturarbeit mit schizophrenen Menschen“ für meine Diplomarbeit zu wählen. Schon vor Abschluß der 10. Klasse entwickelte ich ein starkes Interesse für die Psychologie. Demzufolge entschloss ich mich das Fachabitur für Gesundheit- und Sozialwesen in Cottbus zu absolvieren. Neben den Basisfächern Mathematik, Deutsch usw. wurde auch spezifischer Unterricht, wie Psychologie, Pädagogik usw. erteilt. Während des ersten Abiturjahres arbeitete ich im betreuten Wohnen für psychisch kranke und geistig behinderte Menschen in Cottbus. Aus diesem Praktikum leitete sich auch die Idee für das spätere Diplomarbeitsthema ab. Ich wählte das Studium der Sozialpädagogik weil es mir immer wichtig war und ist einen Beruf auszuüben, welcher abwechslungsreiche und nicht vorhersehbare Arbeitsabläufe bietet. Ich denke in der Arbeit mit Menschen ist kaum eine Situation berechenbar. Jede Stunde, ja Minute erfordert u.U. einen neuen, flexiblen Handlungsablauf. Ein wichtiger Punkt ist auch das Kreative Arbeiten mit dem jeweiligen Klientel. Dies war der Grund mein Studium in die Richtung Erziehung, Bildung, Kultur- und Freizeitarbeit zu spezifizieren. Die Erkrankung der Schizophrenie fand meine Aufmerksamkeit während der Tätigkeit im betreuten Wohnen. Dieses ursprüngliche Interesse griff ich nach 3 ½ Jahren Studium wieder auf und fertigte damit meine Diplomarbeit an. Die Methoden, welche in der Arbeit vertieft und erweitert behandelt wurden, sind an sich etwas ungewöhnlich für das Klientel der von Schizophrenie Betroffenen, insbesondere das Thema des „kreativen Schreibens“. Ich entschied mich dafür, weil ich etwas Neues versuchen wollte und die herkömmlichen Methoden, mit denen mit schizophrenen Menschen gearbeitet wird, zur genüge erprobt worden sind. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832449353
Arbeit zitieren:
Rumposch, Doreen Mai 2001: Freizeit- und Kulturarbeit mit schizophrenen Menschen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Schizophrenie, Kreatives, Schreiben, Kulturarbeit, Freizeit




