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Einleitung:
Jedes Jahr kann man es aufs Neue in den Medien verfolgen: Eine Sportmannschaft erbringt nicht die erwarteten Leistungen. Das geht einher mit Berichten über mannschaftsinterne Konflikte oder Konflikte zwischen der Mannschaft oder einzelnen Spielern und dem Trainer. Häufig wird versucht, diese Probleme durch eine Trainerentlassung zu lösen. Aber muß es immer auf eine Trennung hinauslaufen? Wäre es nicht in vielen Fällen sinnvoll und auch langfristig effizienter, nach konstruktiven Konfliktlösungen zu suchen und die Zusammenarbeit mit dem selben Trainer fortzusetzen? Kostensparend wäre es für die Vereine auf jeden Fall, denn in der Regel sind zusätzlich zu dem Gehalt für den neuen Trainer hohe Abfindungen für den entlassenen Vorgänger zu zahlen. Außerdem treten die kurzzeitig „gelösten“ Konflikte auch unter dem neuen Trainer oft wieder auf.
In vielen Bereichen, auch in der Arbeitswelt, wird immer häufiger von der Möglichkeit der Mediation Gebrauch gemacht. Warum sollte sich diese Methode nicht auch für die Lösung von Konflikten in Sportmannschaften eignen?
Offensichtlich hat sich bisher kaum jemand ernsthaft mit dieser Frage auseinandergesetzt. Das war Anlaß genug, das Thema „Konflikte und ihre Lösung in Sportmannschaften“ zum Gegenstand dieser Diplomarbeit zu machen.
Da es sich bei der „Sportmediation“ um ein weitestgehend unerschlossenes Arbeitsfeld handelt und es somit auch wenig bis keine Literatur zu diesem Thema gibt, wurden zur Informationsgewinnung drei Sportmannschaften und ihre Trainer befragt.
Gang der Untersuchung:
Zur Einführung in das Thema werden in den Kapiteln 2 bis 4 die theoretischen Grundlagen dargestellt. Zunächst werden in Kapitel 2 die Merkmale von unterschiedlichen Sportmannschafts- und Trainertypen beschrieben.
Kapitel 3 beschreibt den Verlauf von Konflikten sowie ihre Wirkungen auf die Leistung von Sportmannschaften.
In Kapitel 4 geht es schließlich darum, die Idee der „Sportmediation“ darzustellen, bevor dann die Kapitel 5 und 6 die Untersuchung, die Untersuchungsergebnisse und die sich daraus ergebenden Konsequenzen behandeln.
Wenn in dem folgenden Text immer nur von dem „Mediator“ die Rede ist, so hat das seine Gründe ausschließlich in der besseren Lesbarkeit. Selbstverständlich sind auch immer Frauen mit gemeint.
Inhaltsverzeichnis:
|
| 1) |
Einleitung |
1 |
| 2) |
Sportmannschaften und ihre Trainer |
3 |
| a) |
Kennzeichen und Merkmale von Sportmannschaften |
3 |
| i) |
Mitgliederzahl |
3 |
| ii) |
Mannschaftsziel |
4 |
| iii) |
Normen |
4 |
| iv) |
Positionen und Rollen |
5 |
| v) |
Hierarchische Ordnung |
5 |
| vi) |
Zusammengehörigkeitsgefühl |
5 |
| b) |
Mannschaftstypen |
6 |
| i) |
additive Mannschaftstypen |
6 |
| ii) |
koaktive Mannschaftstypen |
6 |
| iii) |
interaktive Mannschaftstypen |
7 |
| c) |
Trainertypen und Führungsstile |
7 |
| 3) |
Konflikte in Sportmannschaften |
10 |
| a) |
Definition des Begriffs „Konflikt“ |
10 |
| b) |
Entstehung und Verlauf von Konflikten |
12 |
| c) |
Mannschaftsspezifische Konfliktkonstellationen |
14 |
| d) |
Die Beeinflussung der Mannschaftsleistung durch Konflikte |
15 |
| e) |
Konfliktlösungsstrategien |
17 |
| 4) |
Mediation bei Konflikten in Sportmannschaften |
18 |
| a) |
Mediation und die Rolle des Mediators |
18 |
| b) |
Die Idee der „Sportmediation“ |
18 |
| c) |
Ein Beispiel aus der Praxis |
21 |
| 5) |
Konfliktlösungsstrategien bei Konflikten in Sportmannschaften - eine empirische Untersuchung |
24 |
| a) |
Ziel der Untersuchung |
24 |
| b) |
Die befragten Mannschaften |
25 |
| c) |
Methodisches Vorgehen |
26 |
| i) |
Die Art der Untersuchung |
26 |
| ii) |
Grundannahmen |
26 |
| iii) |
Der Fragebogen |
27 |
| iv) |
Die Durchführung der Befragung |
28 |
| d) |
Die Untersuchungsergebnisse |
29 |
| i) |
Die univariate Analyse |
30 |
| (1) |
Die Mannschaftsmerkmale |
30 |
| (2) |
Die Trainertypen |
34 |
| (3) |
Die Wahrnehmung von Konflikten |
39 |
| (4) |
Konfliktlösungsstrategien |
45 |
| (5) |
Die Möglichkeit der Mediation |
49 |
| ii) |
Korrelationen |
60 |
| (1) |
Die Einschätzung einer Vermittlung bei bestimmten Konfliktursachen |
60 |
| (2) |
Die Einschätzung einer Vermittlung bei bestimmten Konfliktkonstellationen |
66 |
| (a) |
zwischen einzelnen Spielern |
66 |
| (b) |
zwischen einzelnen Spielern und dem Trainer |
69 |
| (c) |
zwischen Spielergruppen |
70 |
| (d) |
zwischen der ganzen Mannschaft und dem Trainer |
74 |
| 6) |
Erkenntnisse für die Sportmediation |
80 |
| a) |
Die Bedeutung des Mannschaftstyps und der Spielklasse |
80 |
| b) |
Die Bedeutung des Trainertyps |
82 |
| c) |
Die Anforderungen an den Mediator |
83 |
| 7) |
Schlußbetrachtung |
85 |
|
Literaturverzeichnis |
87 |
|
Abkürzungsverzeichnis |
91 |
|
Anhang |
92 |
|
Erklärung |
96 |