Konflikte und ihre Lösung in Sportmannschaften
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Boris Jarosch
- Abgabedatum: August 2001
- Umfang: 102 Seiten
- Dateigröße: 605,9 KB
- Note: 1,0
- Institution / Hochschule: Evangelische Fachhochschule Ludwigshafen Hochschule für Sozial- und Gesundheitswesen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4885-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4885-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4885-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jarosch, Boris August 2001: Konflikte und ihre Lösung in Sportmannschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Leistungsbeeinflussung, Sportmannschaften, Konfliktlösung, Mediation, Team
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Diplomarbeit von Boris Jarosch
Einleitung:
Jedes Jahr kann man es aufs Neue in den Medien verfolgen: Eine Sportmannschaft erbringt nicht die erwarteten Leistungen. Das geht einher mit Berichten über mannschaftsinterne Konflikte oder Konflikte zwischen der Mannschaft oder einzelnen Spielern und dem Trainer. Häufig wird versucht, diese Probleme durch eine Trainerentlassung zu lösen. Aber muß es immer auf eine Trennung hinauslaufen? Wäre es nicht in vielen Fällen sinnvoll und auch langfristig effizienter, nach konstruktiven Konfliktlösungen zu suchen und die Zusammenarbeit mit dem selben Trainer fortzusetzen? Kostensparend wäre es für die Vereine auf jeden Fall, denn in der Regel sind zusätzlich zu dem Gehalt für den neuen Trainer hohe Abfindungen für den entlassenen Vorgänger zu zahlen. Außerdem treten die kurzzeitig „gelösten“ Konflikte auch unter dem neuen Trainer oft wieder auf.
In vielen Bereichen, auch in der Arbeitswelt, wird immer häufiger von der Möglichkeit der Mediation Gebrauch gemacht. Warum sollte sich diese Methode nicht auch für die Lösung von Konflikten in Sportmannschaften eignen?
Offensichtlich hat sich bisher kaum jemand ernsthaft mit dieser Frage auseinandergesetzt. Das war Anlaß genug, das Thema „Konflikte und ihre Lösung in Sportmannschaften“ zum Gegenstand dieser Diplomarbeit zu machen.
Da es sich bei der „Sportmediation“ um ein weitestgehend unerschlossenes Arbeitsfeld handelt und es somit auch wenig bis keine Literatur zu diesem Thema gibt, wurden zur Informationsgewinnung drei Sportmannschaften und ihre Trainer befragt.
Gang der Untersuchung:
Zur Einführung in das Thema werden in den Kapiteln 2 bis 4 die theoretischen Grundlagen dargestellt. Zunächst werden in Kapitel 2 die Merkmale von unterschiedlichen Sportmannschafts- und Trainertypen beschrieben.
Kapitel 3 beschreibt den Verlauf von Konflikten sowie ihre Wirkungen auf die Leistung von Sportmannschaften.
In Kapitel 4 geht es schließlich darum, die Idee der „Sportmediation“ darzustellen, bevor dann die Kapitel 5 und 6 die Untersuchung, die Untersuchungsergebnisse und die sich daraus ergebenden Konsequenzen behandeln.
Wenn in dem folgenden Text immer nur von dem „Mediator“ die Rede ist, so hat das seine Gründe ausschließlich in der besseren Lesbarkeit. Selbstverständlich sind auch immer Frauen mit gemeint.
Inhaltsverzeichnis:
| 1) | Einleitung | 1 |
| 2) | Sportmannschaften und ihre Trainer | 3 |
| a) | Kennzeichen und Merkmale von Sportmannschaften | 3 |
| i) | Mitgliederzahl | 3 |
| ii) | Mannschaftsziel | 4 |
| iii) | Normen | 4 |
| iv) | Positionen und Rollen | 5 |
| v) | Hierarchische Ordnung | 5 |
| vi) | Zusammengehörigkeitsgefühl | 5 |
| b) | Mannschaftstypen | 6 |
| i) | additive Mannschaftstypen | 6 |
| ii) | koaktive Mannschaftstypen | 6 |
| iii) | interaktive Mannschaftstypen | 7 |
| c) | Trainertypen und Führungsstile | 7 |
| 3) | Konflikte in Sportmannschaften | 10 |
| a) | Definition des Begriffs „Konflikt“ | 10 |
| b) | Entstehung und Verlauf von Konflikten | 12 |
| c) | Mannschaftsspezifische Konfliktkonstellationen | 14 |
| d) | Die Beeinflussung der Mannschaftsleistung durch Konflikte | 15 |
| e) | Konfliktlösungsstrategien | 17 |
| 4) | Mediation bei Konflikten in Sportmannschaften | 18 |
| a) | Mediation und die Rolle des Mediators | 18 |
| b) | Die Idee der „Sportmediation“ | 18 |
| c) | Ein Beispiel aus der Praxis | 21 |
| 5) | Konfliktlösungsstrategien bei Konflikten in Sportmannschaften - eine empirische Untersuchung | 24 |
| a) | Ziel der Untersuchung | 24 |
| b) | Die befragten Mannschaften | 25 |
| c) | Methodisches Vorgehen | 26 |
| i) | Die Art der Untersuchung | 26 |
| ii) | Grundannahmen | 26 |
| iii) | Der Fragebogen | 27 |
| iv) | Die Durchführung der Befragung | 28 |
| d) | Die Untersuchungsergebnisse | 29 |
| i) | Die univariate Analyse | 30 |
| (1) | Die Mannschaftsmerkmale | 30 |
| (2) | Die Trainertypen | 34 |
| (3) | Die Wahrnehmung von Konflikten | 39 |
| (4) | Konfliktlösungsstrategien | 45 |
| (5) | Die Möglichkeit der Mediation | 49 |
| ii) | Korrelationen | 60 |
| (1) | Die Einschätzung einer Vermittlung bei bestimmten Konfliktursachen | 60 |
| (2) | Die Einschätzung einer Vermittlung bei bestimmten Konfliktkonstellationen | 66 |
| (a) | zwischen einzelnen Spielern | 66 |
| (b) | zwischen einzelnen Spielern und dem Trainer | 69 |
| (c) | zwischen Spielergruppen | 70 |
| (d) | zwischen der ganzen Mannschaft und dem Trainer | 74 |
| 6) | Erkenntnisse für die Sportmediation | 80 |
| a) | Die Bedeutung des Mannschaftstyps und der Spielklasse | 80 |
| b) | Die Bedeutung des Trainertyps | 82 |
| c) | Die Anforderungen an den Mediator | 83 |
| 7) | Schlußbetrachtung | 85 |
| Literaturverzeichnis | 87 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 91 | |
| Anhang | 92 | |
| Erklärung | 96 |
Die Auswertung zeigt, daß die fachliche Kompetenz des Trainers der Mannschaft C durch seine Spieler höher eingeschätzt wird, als die der Trainer der Mannschaften A und B. 92,9% gaben für dieses Merkmal den Wert 6 oder 7 also „trifft zu“ bzw. „trifft völlig zu“ an. Dem gegenüber stehen 50% der Spieler der Mannschaft A sowie 26,6% der Mannschaft B. Dieses Ergebnis könnte eine Erklärung für die unterschiedliche Kritikfähigkeit und Gesprächsbereitschaft der Trainer sein. Für einen Trainer der spürt, daß er als kompetent anerkannt wird, könnte es eventuell leichter sein, sich auf Kritik einzulassen als für einen Trainer, der das Gefühl hat, nicht anerkannt zu werden. [...]
Hier soll zum Einen dargestellt werden, wie die Spieler ihren Trainer hinsichtlich der in Frage 3 vorgegebenen Merkmale bewertet haben. Zum Anderen soll die Selbsteinschätzung der Trainer dargestellt werden, welche jedoch nur von den Trainern der Mannschaften A und C vorliegt. Der Trainer der Mannschaft B hatte keinen Fragebogen ausgefüllt. Um die Antworten auf die Frage 3 besser auswerten zu können, wurde auch hier zunächst für alle Merkmale außer „fachlich kompetent“ eine Trichotomisierung vorgenommen. D.h., die Ausprägungen der vorgegebenen Merkmale wurden zu drei Werten zusammengefaßt und jeweils einem der drei Trainertypen „laissezfaire“ (für Wert 1), „demokratisch“ (für Wert 2) und „autoritär“ (für Wert 3) zugeordnet. Aus diesen Werten wurde dann ein additiver Index gebildet, aus welchem sich erkennen läßt, welche Merkmalsausprägung laut Einschätzung der Spieler bei ihren Trainern überwiegt. Da die Bewertung der fachlichen Kompetenz unabhängig von einem bestimmten Trainertypen ist, wird dieses Merkmal gesondert ausgezählt. Außerdem werden die Merkmale „gesprächsbereit“, „durchsetzungsstark“ und „kritikfähig“ separat dargestellt, obwohl sie bereits im additiven Index enthalten sind, da es bei diesen Merkmalen interessante Abweichungen zwischen den Mannschaften gibt. Für die drei Trainer ergaben sich nach der Indexbildung folgende Ergebnisse. [...]
3 bis 5 sowie die Werte 6 und 7 jeweils zu einem Wert umgewandelt und mit einem entsprechenden Label versehen. Die drei möglichen Antwortausprägungen sind somit „unwichtig“, „wichtig“ und „sehr wichtig“. Bei den Merkmalen „Geselligkeit mit meiner Mannschaft“ und „Die körperliche Betätigung/ Fitneß“ gab es keine nennenswerten Unterschiede zwischen den drei Mannschaften. In allen Mannschaften hielten 80% der Mitglieder die „Geselligkeit mit der Mannschaft“ für sehr wichtig. Das Motiv „Körperliche Betätigung/ Fitneß“ fand lediglich ein Spieler aus Mannschaft A „unwichtig“. Alle anderen Spieler fanden diesen Aspekt „wichtig“ oder „sehr wichtig“. Die Ausprägungen der Merkmale „Sportlicher Erfolg“ und „Sport als Berufsziel“ wichen jedoch stark voneinander ab. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832448851
Arbeit zitieren:
Jarosch, Boris August 2001: Konflikte und ihre Lösung in Sportmannschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Leistungsbeeinflussung, Sportmannschaften, Konfliktlösung, Mediation, Team




