Bestimmungsgrößen des Emissionspreises eines am Neuen Markt zu platzierenden Unternehmens
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Jan-Gerd Adams
- Abgabedatum: August 2001
- Umfang: 102 Seiten
- Dateigröße: 1,9 MB
- Institution / Hochschule: Fachhochschule Mainz Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4801-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4801-1 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4801-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Adams, Jan-Gerd August 2001: Bestimmungsgrößen des Emissionspreises eines am Neuen Markt zu platzierenden Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Unternehmensbewertung, Plazierungsverfahren, Base, Mikro-und Makroökonomische Bestimmungsgrößen, Neuer Markt
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Diplomarbeit von Jan-Gerd Adams
Kleine und mittlere Unternehmen gelten wie große Unternehmen als treibende Kraft in der Wirtschaft. Bis März 1997 war es für die kleineren und mittleren Unternehmen allerdings schwer, für mögliche Innovationen Eigenkapital zu beschaffen, um am Markt bestehen zu können. Diese Unternehmen sind dann schon recht bald an die Grenzen ihrer Selbstfinanzierungskraft gestoßen. In dieser Situation hat dann nur der Verkauf, die Förderung durch staatliche Subventionen oder eben die Aufnahme von neuen Anteilseignern zur Auswahl gestanden. Neue Anteilseigner können durch Venture-Capital-Gesellschaften oder durch einen Börsengang aufgenommen werden.
Nachdem in den USA mit der NASDAQ ein Börsensegment für junge, innovative Wachstumsunternehmen schon seit Anfang der 70er Jahre erfolgreich war, hat man am 10. März 1997 an der deutschen Börse das Handelssegment Neuer Markt eröffnet. Die Deutsche Börse hat damit ein gleiches Segment wie in den USA geschaffen, an dem sich die jungen, innovativen Wachstumsunternehmen nun Eigenkapital beschaffen können.
Nachdem in den ersten neun Monaten nur 17 Unternehmen und im Jahr 1998 insgesamt 63 Unternehmen am Neuen Markt platziert waren, kam es in den Jahren 1999 und 2000 zu einem Boom, was zur Folge hatte, daß jeweils 139 Unternehmen in diesen Jahren den Weg an das Handelssegment gefunden haben. Dies war jedoch zwischenzeitlich mit z.T. starken Tiefs verbunden, so wie sich die Börsenlage im Jahr 2000 und bisher auch im Jahr 2001 dargestellt hat.
Um bessere und mehr Informationen über die Unternehmen zu erhalten, müssen immer mehr Bereiche des Börsenaspiranten transparent für Außenstehende durchleuchtet werden. Dabei kommt bestimmten Größen immer mehr Beachtung zu Gute, da schon der Emissionspreis eine entscheidende Rolle spielt.
In dieser schriftlichen Abfassung werden Größen vorgestellt, die die Bestimmung des Emissionspreises mit beeinflussen.
Bei der Darstellung handelt es sich vor allem um Größen, die den Emissionspreis im engeren und weiteren Sinne mitbestimmen. Zu den engeren Größen gehören mikro- und makroökonomische Faktoren, wobei die mikroökonomischen direkt mit dem Unternehmen zusammenhängen und die makroökonomischen vielmehr mit der gesamtwirtschaftlichen Lage.
Diesen Größen kommt inzwischen sehr viel Bedeutung zu, da es in der zuletzt schlechten Börsenphase immer wieder zu Verschiebungen und Absagen von Börsengängen gekommen ist. Gerade am Neuen Markt war dies seit Anfang 2000 immer wieder zu erkennen. Sie helfen den Emissionspreis so zu bestimmen, daß bei einer Verschiebung durch eine Rezessionsphase an der Börse möglichst keine oder jedenfalls keine hohe Abänderung dieses Preises notwendig wird.
Früher wurde für die Bestimmung des Emissionspreises vielmehr die reine Unternehmensbewertung herangezogen, was inzwischen undenkbar ist.
Gang der Untersuchung:
Zunächst wird der Neue Markt und seine Entwicklung dargestellt. Daran schließen sich die Zulassungsbedingungen, die im Regelwerk Neuer Markt verankert sind, an. Kapitel 2 schließt mit der Beziehung zwischen Neuer Markt und der NASDAQ ab.
Der Hauptteil besteht aus zwei Kapiteln. In Kapitel 3 werden die mikro- und makroökonomischen Faktoren vorgestellt, die direkt mit dem Börsenaspiranten zusammenhängen bzw. gesamtwirtschaftlich auf das Unternehmen einwirken können und somit Größen sind, die auf die Bestimmung des Emissionspreises mit Einfluß haben.
Kapitel 4 und damit der zweite Teil des Hauptteils befaßt sich mit der Unternehmensbewertung, die im Zuge der Bestimmung des Emissionspreises durchgeführt wird.
In Kapitel 5 werden abschließend die drei Platzierungsverfahren vorgestellt, durch die der endgültige Emissionspreis bestimmt wird. Dabei ist zu beachten, daß es sich hierbei nicht um eine richtige Methode der Emissionspreisfindung handelt, sondern vielmehr kommt es hier zur endgültigen Bestimmung des Emissionspreises.
Inhaltsverzeichnis:
| ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS | III | |
| ABBILDUNGSVERZEICHNIS | V | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Gang der Untersuchung | 2 |
| 2. | Der „Neue Markt“ | 3 |
| 2.1 | Was ist der „Neue Markt“ und seine Entwicklung | 3 |
| 2.2 | Zulassungsbedingungen für Unternehmen, die eine Platzierung am „Neuen Markt“ anstreben | 6 |
| 2.3 | Die Beziehung des „Neuen Markt“ zur NASDAQ | 10 |
| 3. | Bestimmungsgrößen des Emissionspreises im engeren Sinne | 14 |
| 3.1 | Mikroökonomische Faktoren als Bestimmungsgröße | 14 |
| 3.1.1 | Das Ergebnis nach DVFA/SG | 14 |
| 3.1.2 | Die Finanzkommunikation | 19 |
| 3.1.2.1 | Die Pre-Marketing-Phase | 19 |
| 3.1.2.2 | Die Marketing-Phase | 21 |
| 3.1.2.2.1 | Roadshows | 21 |
| 3.1.2.2.2 | Analystenkonferenzen | 22 |
| 3.1.2.3 | Der Bekanntheitsgrad und die Attraktivität des Unternehmens | 22 |
| 3.1.2.4 | Die Publizität | 24 |
| 3.1.2.5 | Die Transparenz | 24 |
| 3.1.3 | Die Qualität des Managements | 25 |
| 3.1.4 | Altaktionäre als Zeichen für kurz- oder langfristige Investition | 27 |
| 3.1.5 | Das Marktumfeld und die Marktstellung des Produktes | 28 |
| 3.1.6 | Die Liquidität der Aktie | 30 |
| 3.1.7 | Die Wahl der Aktiengattung | 31 |
| 3.1.8 | Das Börsensegment | 33 |
| 3.2 | Makroökonomische Faktoren als Bestimmungsgröße | 34 |
| 3.2.1 | Die Rezession | 34 |
| 3.2.1.1 | In der Branche | 35 |
| 3.2.1.2 | Im Börsensegment Neuer Markt | 36 |
| 3.2.2 | Die Stagnation | 38 |
| 3.2.2.1 | In der Branche | 38 |
| 3.2.2.2 | Im Börsensegment Neuer Markt | 39 |
| 3.2.3 | Der Boom | 40 |
| 3.2.3.1 | In der Branche | 41 |
| 3.2.3.2 | Im Börsensegment Neuer Markt | 41 |
| 4. | Bestimmungsgrößen des Emissionspreises im weiteren Sinne | 43 |
| 4.1 | Die Methoden der Multiplikatorenverfahren | 43 |
| 4.1.1 | Das Kurs-Gewinn-Verhältnis und das PEG-Ratio | 44 |
| 4.1.2 | Das Kurs-Umsatz-Verhältnis | 47 |
| 4.1.3 | Das Kurs Cash-Flow-Verhältnis | 48 |
| 4.2 | Die Discounted Cash-Flow-Methode | 48 |
| 4.2.1 | Methoden zur Bestimmung des Cash-Flows | 50 |
| 4.2.2 | Der Entity-Ansatz | 53 |
| 4.2.2.1 | Der Adjusted Present Value-Ansatz | 53 |
| 4.2.2.2 | Der Weighted Average Cost of Capital | 55 |
| 4.2.2.2.1 | Das Capital Asset Pricing Model | 57 |
| 4.2.2.2.2 | Die Renditeforderung der Fremdkapitalgeber | 61 |
| 4.2.3 | Der Equity-Ansatz | 62 |
| 4.2.4 | Der Economic Value Added | 63 |
| 5. | Das Platzierungsverfahren | 66 |
| 5.1 | Das Festpreisverfahren | 67 |
| 5.2 | Das Bookbuilding-Verfahren | 68 |
| 5.3 | Das Auktionsverfahren | 70 |
| 6. | Fazit | 73 |
| LITERATURVERZEICHNIS | 75 | |
| ANHANGVERZEICHNIS | 80 | |
| ANHANG | 81 |
Rezessionsphasen wirken sich vor allem auf junge Wachstumsunternehmen aus, wie sie am Neuen Markt vertreten sind. Das Problem, das die Unternehmen in dieser Konjunkturphase bekommen ist, daß der Zufluß von Kapital fehlt, da die Zinssätze sehr hoch sind. Unternehmen, die in dieser Phase einen Börsengang durchführen möchten, sollten somit nicht nur stark auf die mikroökonomischen Faktoren achten, sondern vor allem auch die allgemeine wirtschaftliche Lage und das Börsenumfeld analysieren. Börsenaspiranten, die in einer solchen Phase an das Börsensegment Neuer Markt streben, werden es besonderes schwer haben, da dieses Segment besonders starken Schwankungen ausgesetzt ist. Dieses Segment, mit seinen vielen Wachstumsunternehmen, reagiert besonders stark auf positive oder negative Unternehmensmeldungen, sowie allgemeine Wirtschaftsdaten bzw. konjunkturelle Phasen. Zudem wird der Neue Markt relativ stark von den Kursbewegungen der [...]
Einigen Branchen der Old Economy, wie z.B. der Bau-, Chemie- und Autobranche aber auch den Großbanken geht es dabei noch wesentlich besser als den jungen Unternehmen, deren Wachstum stark ins schwanken kommt, da sie weniger Kapital, zumeist Fremdkapital, zur Verfügung haben. Neben diesen jungen Unternehmen, die oben genannt wurden, lassen sich die Branchen aber auch anders unterteilen. So unterliegen Branchen verschiedenen Abhängigkeiten, wie z.B. zyklische vs. nicht-zyklische Branchen, binnenmarktorientierte vs. exportorientierte Branchen, zinsintensive vs. nicht-zinsintensive Branchen usw.106 Gerade Unternehmen aus schwachen Branchen, aber auch die anderen, sollten sich überlegen, ob sie in Börsenrezessionphasen an die Börse gehen möchten. Durch das schlechte Marktumfeld, welches sich aus der gesamten Volkswirtschaft ergibt, sind die Chancen einer guten Aktienplatzierung nicht überaus gut. Die potentiellen institutionellen Investoren werden während der Zeichnungsphase nicht euphorisch sein und somit ist auch kein großer Emissionserlös erzielbar. Das gilt vor allem für Unternehmen, die eine Notierung am Neuen Markt anstreben. 3.2.1.2 Im Börsensegment Neuer Markt [...]
So kann eine Stagnation der Wirtschaft, wie sie zur Zeit in Deutschland herrscht, schon große Auswirkungen auf Branchen, Börsensegmente und die Investitionen in Wertpapiere oder andere Anlagen haben. Verbunden mit der Rezession sind steigende Arbeitslosenquoten, rückläufiges Wirtschaftswachstum, gemessen am Bruttoinlandsprodukt sowie Bruttosozialprodukt, hohe Zinssätze etc. Besondere Einflüsse, wie z.B. die Preissteigerung für Öl, wirken sich alles andere als wirtschaftsfördernd aus. Es gibt allerdings auch Möglichkeiten, um in dieser Konjunkturphase Gegenmittel anzuwenden. So tragen z.B. Zinssenkungen von Seiten der europäischen Zentralbank dazu bei, daß Fremdkapital billiger wird und somit wieder mehr Investitionen getätigt werden. Börsengänge gehören zu den Möglichkeiten, um die Arbeitslosenquote zu reduzieren. Im Vorfeld und beim IPO werden viele Arbeitsplätze geschaffen, da Eigenkapital den Unternehmen zufließt, das wiederum in das Wachstum des Unternehmens investiert wird.104 Konjunkturentwicklungen müssen immer weit im voraus betrachtet werden, da das Gegenreagieren erst mit zeitlicher Verzögerung Wirkung zeigt. 3.2.1.1 In der Branche [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832448011
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Adams, Jan-Gerd August 2001: Bestimmungsgrößen des Emissionspreises eines am Neuen Markt zu platzierenden Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag
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Unternehmensbewertung, Plazierungsverfahren, Base, Mikro-und Makroökonomische Bestimmungsgrößen, Neuer Markt



