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Einleitung:
In den USA ist die Mediation inzwischen die verbreitetste Methode der außergerichtlichen Konfliktregelung (AKR) und wird auch der dort sehr etablierten Schiedsgerichtsbarkeit vorgezogen. In Australien bilden Wirtschaftsrechtsfälle den größten Anteil aller privaten Mediationen.
In Deutschland hingegen zeichnet sich ein ganz anderes Bild ab. Mediation hat z.B. bei Scheidungen, dem Täter-Opfer-Ausgleich und bei ökologischen Konflikten bereits Fuß gefasst. Deutsche Unternehmen scheinen jedoch trotz vermehrter Konferenzen, einer zunehmenden theoretischen Diskussion und einem wachsenden Angebot an Aus- und Weiterbildung in diesem Bereich noch nicht bereit zu sein, Mediation in der Wirtschaft als eine neue Form der AKR zu akzeptieren, geschweige denn, sie anzuwenden.
Es stellt sich also die zentrale Frage: Warum findet Mediation in wirtschaftsrechtlichen Konfliktfällen in Deutschland nur sehr beschränkt Anwendung?
Diese Problemstellung wird auf drei verschiedenen Ebenen behandelt:
1. Ebene der Anforderungen: Wird die Mediation den Anforderungen an ein zusätzliches AKR - neben den gebräuchlichen Verfahren der AKR (wie Schiedsgericht, Einigungsstelle, Schlichtung) - gerecht? Welche Anforderungen an den Mediator ergeben sich u.a. aus dem Verfahrensverlauf und seiner Komplexität? Was sind die wesentlichen Bereiche, die bei einer Ausbildung zum Mediator abgedeckt sein müssen? Werden die aktuellen Ausbildungsangebote diesen Anforderungen gerecht?
2. Ebene der Umsetzung: Wie wird das Verfahren in die Praxis umgesetzt? Welche Hindernisse und Risiken gibt es dabei zu beachten?
3. Ebene der Verbreitung: Was kann konkret zur Verbreitung der Wirtschaftsmediation in Deutschland getan werden?
Inhaltsverzeichnis:
|
| 1. |
Einführung |
3 |
| 1.1 |
Problemstellung |
3 |
| 1.2 |
Abgrenzung der Wirtschaftsmediation zu anderen Formen der Mediation |
4 |
| 1.3 |
Definition |
5 |
| 1.4 |
Anwendungsfelder in der Wirtschaft |
5 |
| 2. |
Theoretische Grundlagen der Mediation und außergerichtlichen Konfliktregelung (AKR) |
6 |
| 2.1 |
Wesentliche Elemente der Konflikttheorie |
6 |
| 2.1.1 |
Konfliktarten und deren Ursachen |
7 |
| 2.1.2 |
Konflikthandhabung |
8 |
| 2.1.3 |
Eskalationsstufen |
9 |
| 2.2 |
Das Harvard Konzept |
10 |
| 2.3 |
Recht im Rahmen der Mediation |
13 |
| 2.4 |
Anforderungen an die Wirtschaftsmediation als AKR-Verfahren |
14 |
| 2.4.1 |
Bedeutung von AKR |
14 |
| 2.4.2 |
Hintergründe zur Entwicklung von AKR |
14 |
| 2.4.3 |
Gemeinsame Grundprinzipien der AKR-Verfahren |
16 |
| 2.4.4 |
Verfahren der AKR im Vergleich zum Gerichtsverfahren |
17 |
| 2.5 |
Zwischenergebnis |
17 |
| 3. |
Umsetzung in die betriebliche Praxis |
20 |
| 3.1 |
Mediationsverfahren |
20 |
| 3.1.1 |
Verfahrensverlauf |
20 |
| 3.1.1.1 |
Mediationsphasen |
20 |
| 3.1.1.2 |
Mediationsprozess |
22 |
| 3.1.2 |
Techniken der Mediation |
22 |
| 3.1.3 |
Rolle des Mediators |
24 |
| 3.1.3.1 |
Funktionen des Mediators |
25 |
| 3.1.3.2 |
Anforderungsprofil von Mediatoren |
25 |
| 3.2 |
Umsetzungschancen in der Wirtschaft |
27 |
| 3.2.1 |
Argumente für den Einsatz von Wirtschaftsmediation |
27 |
| 3.2.2 |
Risiken beim Einsatz von Wirtschaftsmediation |
30 |
| 3.2.3 |
Hindernisse beim Einsatz von Wirtschaftsmediation |
32 |
| 3.2.3.1 |
Hindernisse im Zusammenhang mit den Konfliktparteien |
32 |
| 3.2.3.2 |
Hindernisse bei dem Verfahrensgegenstand |
34 |
| 3.2.3.3 |
Unterschiedliche Rechtstraditionen und ihre Auswirkungen auf die Einführung von Mediation |
34 |
| 3.2.3.4 |
Hindernisse im Zusammenhang mit dem Begriff der Mediation |
37 |
| 3.3 |
Zwischenergebnis |
38 |
| 4. |
Organisationen und Maßnahmen zur Verbreitung von Wirtschaftsmediation |
39 |
| 4.1 |
Aus- und Weiterbildung in Mediation |
39 |
| 4.1.1 |
Institute / Organisationen mit Spezialisierung auf (Wirtschafts-) Mediation |
39 |
| 4.1.2 |
Universitäten / Fachhochschulen mit Studiengang zum Mediator |
39 |
| 4.1.3 |
Kritische Würdigung |
39 |
| 4.2 |
Maßnahmen zur Verbreitung von Wirtschaftsmediation |
41 |
| 4.2.1 |
Staatliche Initiativen |
41 |
| 4.2.2 |
Initiativen im Zusammenschluss von organisierten Gruppen |
43 |
| 4.2.3 |
Initiativen innerhalb des Unternehmens |
45 |
| 4.2.3.1 |
Alternatives Streitbeilegungssystem |
45 |
| 4.2.3.2 |
Förderung einer neuen Streitkultur |
46 |
| 5. |
Ausblick |
46 |
|
Schlusswort |
50 |
|
Anhang |
i |
|
Verzeichnisse |
I |
|
Literaturverzeichnis |
II |
|
Institutsverzeichnis |
VIII |
|
Gesprächsverzeichnis (Telefonate) |
XIV |
|
Abkürzungsverzeichnis |
XV |