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Einsatz des Quality Function Deployment (QFD) im Luftverkehrssektor

Eine empirische Untersuchung der Kundenzufriedenheit am Flughafen Hamburg

Einsatz des Quality Function Deployment (QFD) im Luftverkehrssektor
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hendrik Asdonk
  • Abgabedatum: November 2004
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 1,4 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-4096-1
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-4096-1 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-4096-1 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Asdonk, Hendrik November 2004: Einsatz des Quality Function Deployment (QFD) im Luftverkehrssektor, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Conjoint Analyse, House of Quality, Total Quality Management, Marktforschung, Kundenanforderungen

Diplomarbeit von Hendrik Asdonk

Einleitung:

Zur Produktplanung gehört heute die vollständige Ausrichtung auf den Kundennutzen. Eine Entwicklung ist vor allem dann erfolgreich, wenn der Kunde einen individuellen Nutzen für sich erkennt und neue Produkte bzw. Dienstleistungen kauft. So ist beispielsweise die Kundenzufriedenheit an Flughäfen und damit verknüpft die Kundenbindung ein wichtiges Instrument, um sich der wachsenden Wettbewerbssituation in diesem Marktsegment zu stellen und somit Umsätze und Gewinne zu steigern. Die Flughafenbetreiber sind daher schon im Vorfeld gefordert, die Wünsche des Kunden zu erfassen und zu analysieren. Dies kann unter anderem durch das in dieser Arbeit vorgestellte Vorgehen des kundenorientierten Planungs- und Entwicklungsverfahrens QFD – Quality Function Deployment erfolgen.

Das Quality Function Deployment (QFD) entspringt aus dem Ansatz des Total Quality Management (TQM). Zentrale Denkanschauung des TQM – Konzepts ist dabei die Kundenorientierung, die sowohl unternehmensintern als auch unternehmensextern zu interpretieren ist. Der Kunde definiert über seine Bedürfnisse die zu erzielende Qualität, wobei aus seiner Sicht insbesondere die Produkt-, Service- und Kontaktqualität von entscheidender Bedeutung sind.

Dem QFD kommt nun die Aufgabe zu, über eine Folge von Verfahrensschritten die Qualitätseinschätzungen der Kunden gezielt in Produkteigenschaften und diese wiederum in bestimmte Anforderungen an Entwicklung, Produktion und Montage zu übertragen. Für die Ermittlung der Kundenanforderung wird der Einsatz von geeigneten Methoden der Marktforschung vorgeschlagen, wie zum Beispiel die Conjoint Analyse.

Problemstellung:

Zielsetzung dieser Arbeit ist es, die Konzeption des Quality Function Deployment anhand einer empirischen Untersuchung am Flughafen Hamburg vorzustellen und die Bedeutung bestimmter Servicemerkmale des Flughafens mit Hilfe der Conjoint Analyse für die Reiseentscheidung von Flugpassagieren zu bestimmen.

Des weiteren soll in dieser Arbeit die Frage diskutiert werden, ob der Flughafen Hamburg auf die Zunahme der „Low-Cost-Carrier“ reagieren sollte und sich nach dem Vorbild des Flughafens Genf–Cointrin durch die Errichtung eines „Billigterminals“ neu positionieren sollte.

Im Kapitel 2 wird zunächst der Ansatz des Quality Function Deployment vorgestellt sowie das House of Quality als ein wesentliches Instrument skizziert, bevor seine Stärken und Schwächen sowie die Einordnung des QFD in das betriebliche Marketing diskutiert werden.

Im Kapitel 3 werden die Grundlagen der Marktforschung diskutiert, die für die Ermittlung der Kundenanforderung eine bedeutende Rolle spielen und in der das Verfahren der Conjoint Analyse ein wichtiger Bestandteil ist.

Im Kapitel 4 wird zunächst der Flughafen Hamburg in den Gesamtkontext Luftverkehrsmarkt eingeordnet und anschließend die empirische Untersuchung vorgestellt, durchgeführt und die Ergebnisse im Hinblick auf die Zielsetzung analysiert.

Mit einer Kritik an der Methode und einer Zusammenfassung schließt die Arbeit.

Inhaltsverzeichnis:

Tabellenverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Einleitung 1
2. Einführung ins Qualitiy Function Deployment 2
2.1 Quality Function Deployment - Entstehungsgeschichte und Begriffsbildung 2
2.2 Eigenschaften und Ziele von QFD 4
2.3 QFD - Prozess 7
2.3.1 Vier - Phasen - Modell 7
2.3.1.1 Phase 0: Informationsbeschaffung 8
2.3.1.2 Phase 1: Produktplanung / Dienstleistungsplanung 8
2.3.1.3 Phase 2: Teile- oder Komponentenplanung 9
2.3.1.4 Phase 3: Prozessplanung 9
2.3.1.5 Phase 4: Produktions- und Fertigungsplanung 9
2.3.2 House of Quality als Instrument des QFD 10
2.3.3 Die Benutzung des House of Quality 11
2.3.3.1 Schritt 1: Erhebung der Kundenanforderungen 12
2.3.3.2 Schritt 2: Gewichtung der Kundenanforderungen 13
2.3.3.3 Schritt 3: Vergleich zum Wettbewerb/Konkurrenzanalyse 13
2.3.3.4 Schritt 4: Entwicklung der Qualitätsmerkmale 14
2.3.3.5 Schritt 5: Beziehungsmatrix ausfüllen 15
2.3.3.6 Schritt 6: Gewichtungen der Qualitätsmerkmale ermitteln 15
2.3.3.7 Schritt 7: Technischer Wettbewerbsvergleich 16
2.3.3.8 Schritt 8: Bestimmung der technischen Schwierigkeiten 17
2.3.3.9 Schritt 9: Die Dachmatrix des House of Quality 17
2.3.3.10 Schritt 10: Festlegung der Entwicklungstendenzen 18
2.4 Eine Diskussion des QFD 19
2.4.1 Stärken des QFD 19
2.4.2 Schwächen des QFD 20
2.5 Integration des QFD in das betriebliche Marketing 21
3. Grundlagen der Marketingforschung 23
3.1 Einleitung 23
3.2 Analyse des Käuferverhaltens 24
3.3 Informationsverarbeitung und Entscheidungsfindung 25
3.4 Methoden zur Generierung von Produkteigenschaften und ihren Ausprägungen 27
3.5 Strukturierung der Produkteigenschaften 29
3.5.1 Klassifizierung nach unterschiedlichen Merkmalsarten 29
3.5.2 Hierarchische Strukturierung der Eigenschaften 31
3.6 Konzept der Nutzensegmentierung 33
3.7 Conjoint Analyse 34
4. Empirische Untersuchung mittels der Conjoint Analyse 36
4.1 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands 36
4.2 Der Flughafen Hamburg als Gegenstand der Studie 38
4.3 Zielsetzung der Untersuchung 40
4.4 Vorbereitung der Untersuchung 41
4.4.1 Eigenschaften und Eigenschaftsausprägungen 42
4.4.1.1 Anforderung an die Eigenschaften 42
4.4.1.2 Generierung der Eigenschaften und ihren Ausprägungen 43
4.4.1.3 Strukturierung der Merkmale 44
4.4.1.4 Zusammensetzung der Eigenschaften und Eigenschaftsausprägungen 45
4.4.2 Erhebungsdesign 52
4.4.3 Bewertung der Stimuli - Pre Test 54
4.5 Durchführung der Umfrage 55
4.6 Auswertung mittels Excel 56
4.7 Verwendung der Ergebnisse im House of Quality 67
4.8 Zusammenfassung und Interpretation der Ergebnisse 72
5. Methodologische Kritik 74
6. Zusammenfassende Würdigung 76
Literaturverzeichnis V
Anhang XIII

Automatisiert erstellter Textauszug:

Flugverkehrs, wird das Augenmerk des Flughafenmarketing verstärkt auf die indirekt flugbezogenen kommerziellen Einnahmen gerichtet (Pompl, 2001, S. 170). Das sogenannte Non – Aviation – Geschäft beinhaltet unter anderem die Vermietung von Gebäuden, Räumen und Flächen, Konzessionsvergabe von Geschäften oder Restaurants. Dadurch wandeln sich die Flughäfen von Infrastruktur – Anbietern zu „luftverkehrsaffinen Dienstleistungsunternehmen“ (Pompl, 2001, S. 171), die ihre Geschäftstätigkeiten über den eigenen Standort hinaus ausdehnen. Ziel dieser veränderten Orientierung ist es, den Verkehrskunden und Besuchern der Flughäfen optimalen Service zu bieten. Das verlangt in erster Linie den Aufbau von Kapazitäten, die eine schnelle und reibungslose Abfertigung der Passagiere und Flugzeuge sicherstellen, zugleich sind aber auch Komponenten wie Service, Sicherheit und Komfort zeitgemäße Ansprüche an den heutigen Luftverkehr. Das Non – Aviation – Geschäft wird künftig unter dem Begriff „Center Management“ zusammengefasst, sein Anteil am Gesamtumsatz lag beispielsweise am Flughafen Hamburg 2003 bei 35 Prozent (Geschäftsbericht Flughafen Hamburg 2003, S. 16). Zur Weiterentwicklung des Non – Aviation – Bereiches gehört die kontinuierliche Verbesserung der Flughafenleistungen für Passagiere und Besucher (Aberle, 2003, S. 260). Aus diesem Grund soll beispielsweise im Jahr 2007 am Hamburger Flughafen eine Shopping – Plaza zwischen den Terminals mit weiteren Restaurants, Bars, Shops und einem Hotel eröffnet werden (Hamburg Airport Journal 2/2004, S. 20). [...]

4.1 Abgrenzung des Untersuchungsgegenstands In diesem Abschnitt wird der Untersuchungsgegenstand (Der Flughafen Hamburg) in den Gesamtkontext des Luftverkehrsmarktes eingeordnet und vorgestellt. Dabei ist ein Verkehrsflughafen der Sammelbegriff für alle Landeplätze, die regelmäßig von öffentlichen und privaten Fluglinien benutzt werden und bestimmte technische und kommerzielle Einrichtungen aufweisen (Woitschützke, 1996, S. 217). Flughäfen sind als Ausgangs- und Endpunkte des gesamten Luftverkehrs ein unabdingbarer Teil zur Flugzeug- und Passagierabfertigung nötigen Infrastruktur (Pompl, 2001 ,S. 22). Dem internationalen Luftverkehr stehen in Deutschland 15 Verkehrsflughäfen zur Verfügung. Die Aufgaben der Flughäfen besteht darin, innerdeutsche, europäische und interkontinentale Flüge abzuwickeln. Nicht selten sind sie regelrechte Verkehrsdrehscheiben im interkontinentalen Luftverkehr und sind in den weltweiten Netzten vieler Fluggesellschaften wichtige und ständig bediente Zielorte (Pompl, 2001, S. 22). Gerade die großen Flughäfen haben sich zu Wirtschafts-, Verkehrs- und Nachrichtenzentren ihrer Region entwickelt. Die [...]

ein Kompromiss aus der Bewertung der einzelnen Produkteigenschaften und ihrer Ausprägungen. 2. Es ist prognostischer Ansatz: die Conjoint Analyse weist nach, welchen Beitrag spezifische Eigenschaften (Teilnutzenwerte) zum Gesamtnutzen eines Produktes leisten. Dies ist vor allem bei der Neueinführung von Produkten wichtig, da das Marketing bei der Gestaltung der Produkte wissen muss, welche Produkteigenschaften (und in welchen Ausprägungen) für den Wahlentscheid der Konsumenten relevant sind. Damit lässt sich voraussagen, welche Produktkonzepte im Markt eine Chance haben. Im Gegensatz zu anderen aufgeführten Methoden der Marktforschung stellt die Conjoint Analyse primär kein Schätzverfahren dar, sondern ist vor allem ein Ansatz der Datenerhebung und –interpretation (Teichert, 2000). [...]

Arbeit zitieren:
Asdonk, Hendrik November 2004: Einsatz des Quality Function Deployment (QFD) im Luftverkehrssektor, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Conjoint Analyse, House of Quality, Total Quality Management, Marktforschung, Kundenanforderungen

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