Konzept zur Integration von Online-Elementen in die Web-Präsenz des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen zur Akquisition von Studierenden
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Sebastian Lepper
- Abgabedatum: Januar 2005
- Umfang: 65 Seiten
- Dateigröße: 503,5 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Justus-Liebig-Universität Gießen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-4063-3
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-4063-3 P - ISBN (CD) :978-3-8324-4063-3 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Lepper, Sebastian Januar 2005: Konzept zur Integration von Online-Elementen in die Web-Präsenz des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften der Justus-Liebig-Universität Gießen zur Akquisition von Studierenden, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Umfrage über Web-Seiten hessischer Hochschulen, Vergleich von Web-Seiten, Situationsanalyse JLU Gießen, Anforderungsanalyse für Web-Seiten, Online-Bewerbung an Hochschulen
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Diplomarbeit von Sebastian Lepper
Problemstellung:
Die Aufgabe der Zentralen Vergabe für Studienplätze (ZVS) besteht darin, in Studiengängen mit bundesweiter Zulassungsbeschränkung Studienplätze zu verteilen. Zu diesen Studiengängen gehört bisher die BWL. Ab dem Wintersemester 2005 sollen die Universitäten und Fachhochschulen jedoch selbst ihre BWL-Studienplätze in Hessen vergeben. Die Hochschulen sind daher darauf angewiesen, wie viele und welche Studierende sich direkt bei ihnen bewerben und müssen nach einem eigenen Auswahlverfahren die Vergabe der Studienplätze organisieren. Für eine Hochschule ist es jedoch von grundlegender Bedeutung, dass Schüler sich überhaupt bei ihr bewerben. Genau wie ein Unternehmen Kunden gewinnen muss, werden die Bildungsstätten zukünftig Studierende akquirieren müssen.
Die Studierenden-Akquisition kann von Universitäten und Fachhochschulen sowohl „offline“ z. B. über Informationstage, Sonderveranstaltungen und Printmedien als auch „online“ über die Web-Präsenzen (Web Sites) betrieben werden. Zu unterscheiden ist ebenfalls, ob die Maßnahmen von der Hochschule zentral und allgemein oder von den einzelnen Fachbereichen speziell für deren Studiengänge durchgeführt werden. Vor diesem Hintergrund befasst sich die vorliegende Untersuchung mit der Studierenden-Akquisition des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften (FB 02) an der Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen. Ziel ist die Entwicklung eines Maßnahmenkonzepts zur Studierenden-Akquisition für die Web-Präsenz. Die Zielgruppe sind vor allem Schüler der 12. und 13. Jahrgangsstufe.
Eine erste Analyse der zentralen Web-Präsenz (Web Site) der JLU zeigt, dass ein solches Maßnahmenkonzept notwendig ist. Auf den Web-Seiten der JLU findet sich eine Fülle von Informationen, wie z. B. die Geschichte zur Justus-Liebig-Universität oder den Veranstaltungskalender. Alle Fachbereiche und Zentren werden dargestellt. Rechtliches, Beratung, Bewerbung, Förderung und Wohnen sind weitere Informationsquellen für Interessenten an einem Studium. Zu untersuchen ist jedoch, ob Schüler als Zielgruppe optisch und funktional ansprechend und mit einer angemessenen verständlichen Sprache adressiert werden. Eine Online-Bewerbungsmöglichkeit ist derzeit (Stand November 2004) nicht implementiert.
Das Portal des Fachbereichs Wirtschaftswissenschaften (WiWi-Portal) der JLU ist seit April 2002 online. Es verfügt über umfangreiche Informationen für derzeitige Studierende, da bspw. die Professuren viele interessante Materialen für ihren jeweiligen Arbeitsbereich ins Netz stellen. Die Zielgruppe der als Studierende noch zu akquirierenden Schüler wird jedoch im gesamten WiWi-Portal nicht berücksichtigt.
Das WiWi-Portal sollte als Werbeträger und Informationsquelle dienen, um Schüler für den Studiengang der Wirtschaftswissenschaften an der JLU zu interessieren und die Aufnahme des Studiums zu unterstützen. Dazu ist es erforderlich, die betreffenden Auskünfte, Mitteilungen und Funktionen zielgruppenadäquat bereitzustellen. Die Darstellung sollte übersichtlich, ansprechend und motivierend sein. Die derzeit verfügbaren Informationen, die auch Schüler auf dem WiWi-Portal erhalten, sind weder einladend angeordnet noch für Schüler verständlich genug, um sich mit einem Studium der Wirtschaftswissenschaften an der JLU auseinandersetzen zu können. Hier muss ein zielgruppenorientierter, durchstrukturierter Bereich für „unerfahrene Studieninteressenten“ entstehen.
Grundlagen und Anregungen für das in der vorliegenden Arbeit zu erstellende Maßnahmenkonzept lassen sich aus den Web-Präsenzen der hessischen Hochschulen sowie den Wünschen der Studieninteressenten und der aktuell Studierenden gewinnen und werden mit eigenen Erkenntnissen erweitert.
„Web Site Engineering“ steht für die ingenieurmäßige Planung und Entwicklung einer Web Site. Es ist nötig, eine Situationsanalyse durchzuführen, strategische Zielvorgaben festzulegen und die entsprechenden Anforderungen an eine Web Site systematisch zu erarbeiten. Darauffolgend soll das System Web Site modelliert, in produktive Anwendungen umgesetzt sowie permanent gepflegt und weiterentwickelt werden. Die Strukturierung eines Web-Site-Entwicklungsprozesses ist das Ziel eines Vorgehensmodells.
In der vorliegenden Arbeit soll zunächst auf die Planungsphase eingegangen werden. Die Entwicklung eines Maßnahmenkonzeptes zur Online-Akquisition von Studierenden erfordert eine Darlegung, in welchem Stadium sich die JLU Gießen sowie mögliche Konkurrenten und Wettbewerber befinden. Die externe und interne Situationsanalyse in Kapitel 2 dieser Arbeit gibt dazu Aufschluss. Der darauffolgende Abschnitt befasst sich mit den strategischen Zielvorgaben des Maßnahmenkonzepts. Kapitel 4 beinhaltet als letzten Teil der Planungsphase eine Anforderungsanalyse für die Online-Elemente des FB 02 der JLU Gießen bzgl. fachlicher, organisatorischer und technischer Aspekte sowohl aus Sicht der Zielgruppe als auch der des Fachbereichs. Kapitel 5 ist das Kernstück der Arbeit und stellt ein Konzept für ein Bewerber-Center des FB 02 vor. Der abschließende Gliederungspunkt 6 bietet dem Leser eine Zusammenfassung der bearbeiteten Thematik und wirft einen Blick in die Zukunft.
Inhaltsverzeichnis:
| Abbildungsverzeichnis | III | |
| Tabellenverzeichnis | IV | |
| Abkürzungsverzeichnis | V | |
| 1. | Problemstellung, Ziel und Aufbau der Arbeit | 1 |
| 2. | Situationsanalyse | 3 |
| 2.1 | Externe Situationsanalyse | 3 |
| 2.1.1 | Allgemeine externe Situationsanalyse | 3 |
| 2.1.2 | Branchenspezifische externe Situationsanalyse | 5 |
| 2.1.3 | Externe Situationsanalyse von typischen Konkurrenten | 7 |
| 2.2 | Interne Situationsanalyse | 13 |
| 2.2.1 | Interne Situationsanalyse offline | 13 |
| 2.2.2 | Interne Situationsanalyse online | 14 |
| 2.3 | Kritische Würdigung der Situationsanalyse | 16 |
| 3. | Strategische Zielvorgaben | 17 |
| 4. | Anforderungsanalyse | 18 |
| 4.1 | Fachliche Anforderungsanalyse | 18 |
| 4.1.1 | Fachliche Anforderungsanalyse aus Sicht der Zielgruppe | 18 |
| 4.1.2 | Fachliche Anforderungsanalyse aus Sicht des Fachbereichs 02 | 20 |
| 4.2 | Organisatorische Anforderungsanalyse | 21 |
| 4.2.1 | Organisatorische Anforderungsanalyse aus Sicht der Zielgruppe | 21 |
| 4.2.2 | Organisatorische Anforderungsanalyse aus Sicht des Fachbereichs 02 | 21 |
| 4.3 | Technische Anforderungsanalyse | 22 |
| 4.3.1 | Technische Anforderungsanalyse aus Sicht der Zielgruppe | 22 |
| 4.3.2 | Technische Anforderungsanalyse aus Sicht des Fachbereichs 02 | 22 |
| 4.4 | Kritische Würdigung der Anforderungsanalyse | 23 |
| 5. | Prototypisches Konzept der Online-Elemente | 24 |
| 5.1 | Das WiWi-Portal | 24 |
| 5.2 | Das Bewerber-Center | 26 |
| 5.3 | Das Sub-Portal „Bewerbung“ | 28 |
| 5.4 | Das Sub-Portal „Beratung“ | 31 |
| 5.5 | Das Sub-Portal „Studium“ | 32 |
| 5.6 | Das Sub-Portal „Die JLU Gießen“ | 35 |
| 5.7 | Das Sub-Portal „Mein Portal“ | 37 |
| 5.8 | Das Sub-Portal „Studentenleben“ | 40 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 42 |
| Anhang | VI | |
| Literaturverzeichnis | XIII | |
| Eidesstattliche Erklärung |
Die Untersuchung brachte hervor, dass vor allem mehr Bilder dem FB 02 helfen würden, sich optisch besser zu vermitteln. Die Navigation ist leicht und verständlich. In der Frage nach der Wahl der Farbe gehen die Meinungen auseinander. Die Funktionalität wird von den Probanden durchaus als positiv empfunden. Das NichtVorhandensein eines Bewerber-Centers, in dem die Informationen kompakt zu finden sind, verhinderte eine bessere Bewertung. Sprachlich scheinen die Seiten den Adressaten zu erreichen. Unter Zuhilfenahme der aufgedeckten Defizite aus Kapitel 2 sollten die Web-Seiten des FB 02 der JLU Gießen verändert und erweitert werden. Neben den bereits erwähnten passiven Contents, würde ein interaktiver Bereich den Kontakt zu den Studieninteressierten vertiefen. 4.1.2 Fachliche Anforderungsanalyse aus Sicht des Fachbereichs 02 Aus Sicht des Fachbereichs müssen sämtliche Informationen valide und prägnant sein. Verweise (Links) auf andere Web-Seiten sollten miteinander verknüpft und auf ihre Richtigkeit überprüft werden. Auch Ansprechpartner, Mail-Adressen oder Neuigkeiten haben stets korrekt und auf dem neuesten Stand zu sein. Das Bewerbungsverfahren soll im Zuge der ZVS-Reform online angeboten werden. Bei falschen oder unzureichenden Bewerbungen wird der Bewerber direkt informiert. Bewerbungen werden gefiltert und das gesamte Bewerbungsverfahren wird aus Sicht der Universität beschleunigt. Das Bewerber-Center sollte nicht nur passiv zum Anschauen und Anklicken sein, sondern interaktiv gestaltet werden. Der FB erhält auf dieser Weise die Möglichkeit, Kunden intensiver anzusprechen und zu binden. Neben den funktionalen sollten die optischen Anforderungen nicht vergessen werden. Studieninteressenten sind häufig an visuellen Eindrücken interessiert. Daher kommen häufig Vorschläge für eine Bestückung des künftig entstehenden Bewerber-Centers mit Bildern oder Gimmicks auf. [...]
Spitze. Darüber hinaus kommt die Freizeitgestaltung durch das große Angebot an Studentenkneipen und die fast wöchentlich stattfindenden Uni-Partys nicht zu kurz. Im Vergleich zu anderen Städten ist auch die Wohnsituation noch vergleichsweise günstig. Die Einkaufsmöglichkeiten sind vor allem durch den Seltersweg und der bevorstehenden Eröffnung der Galerie „Neustädter Tor“ gut und überschaubar, was noch durch die Nähe zur Mainmetropole Frankfurt unterstrichen wird. Mit Hilfe des Semestertickets ist die Großstadt zügig und kostenfrei per Bahn zu erreichen.34 Neben den Vorteilen der Stadt Gießen müssen ebenso die fachbereichsspezifischen Vorteile für den Studieninteressenten augenscheinlich werden. Das Studium kann in einem überschaubaren Fachbereich mit direktem Kontakt zu Professoren und deren Mitarbeitern absolviert werden. Durch eine relativ geringe Anzahl an Studierenden werden die Vorlesungen keine Massenveranstaltungen und für Seminare existieren keine langen Wartelisten. Als weiterer Pluspunkt gilt das Credit-Point-System, welches seit einigen Jahren die gültige Prüfungsordnung ist. Das Studium verläuft nach einer klaren Gliederung und eröffnet dazu im Hauptstudium eine große Flexibilität. Es ermöglicht eine individuelle Schwerpunktbildung durch sinnvolle Kombinationen von Wahlfächern oder auch Verknüpfungsmöglichkeiten der BWL mit anderen Bereichen wie der Psychologie, Pädagogik oder Recht. Auch die Importmöglichkeiten der im Ausland erbrachten Studienleistungen sind gegeben und erwirken so eine Attraktivitätssteigerung von Auslandsaufenthalten. Der Fachbereich bietet diverse interessante Angebote und Austauschprogramme innerhalb Europas oder auch den USA an. Nicht nur die gute Mischung aus BWL und VWL sorgt für eine starke Nachfrage nach den Giessener Absolventen am Arbeitsmarkt. Der Kontakt zur Praxis wird u. a. durch Vorträge von Führungskräften aus der Wirtschaft und interessanten Fachexkursionen hergestellt. Positiv hervorzuheben ist die angenehme Campusatmosphäre am Fachbereich der Wirtschaftsund Rechtswissenschaften in der Licher Straße. Kurze Wege mit individuell gestalteten Häusern in einer parkähnlichen Umgebung helfen sich wohl zu fühlen. Parkplätze sind in ausreichendem Maße vorhanden. Durch ein Engagement in einer der vielen Initiativgruppen am Fachbereich kann man sich sogenannte „soft skills“ aneignen.35 [...]
4.1.1 Fachliche Anforderungsanalyse aus Sicht der Zielgruppe Die fachliche Anforderungsanalyse aus Sicht der Zielgruppe soll darlegen, wie die Web-Seiten des FB 02 gestaltet sein sollten, um Interessierte an einem Studium der BWL anzusprechen. Neben dem Inhalt und der Funktionalität soll auch die optische Darstellung sowie die sprachliche Verständlichkeit überprüft werden. Zahlreiche Anregungen und Ideen wurden aus der bereits in Kapitel 2 erwähnten Untersuchung aufgegriffen. Um dem Ziel eines informativen Sub-Portals für Studieninteressenten nachzukommen, muss dem Kunden sowohl die Stadt Gießen als auch das Studium der BWL schmackhaft gemacht werden. Wenn die Entscheidung für ein BWL-Studium gefallen ist, steht die Frage nach dem Studienort im Vordergrund. Im Bundesgebiet gibt es eine Vielzahl an Hochschulen in Städten, die auf den ersten Blick mehr zu bieten haben als die Universitätsstadt Gießen. Die Vorteile der Stadt an der Lahn müssen dem Interessenten zielgerichtet nahe gebracht werden. Gießen ist geprägt durch die Universität und die Fachhochschule. Die Studenten haben eine große Bedeutung, denn sie machen etwas mehr als 30 % der Bevölkerung aus. Somit liegt Gießen unter allen Hochschulstandorten Deutschlands an der [...]
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http://www.diplom.de/ean/9783832440633
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