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Die Rolle von Intermediären (Zwischenhändlern) auf elektronischen Märkten

Eine institutionenökonomische Betrachtung

Die Studie belegte den 1. Platz beim IQ-Hochschulwettbewerb 1998 (durchgeführt vom Bundesministerium für Wirtschaft in Zusammenarbeit mit FORUM INFO 2000).
Die Rolle von Intermediären (Zwischenhändlern) auf elektronischen Märkten
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Thomas Biegel
  • Abgabedatum: November 1996
  • Umfang: 108 Seiten
  • Dateigröße: 5,8 MB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Albert-Ludwigs-Universität Freiburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3961-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3961-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3961-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung: Die Studie belegte den 1. Platz beim IQ-Hochschulwettbewerb 1998 (durchgeführt vom Bundesministerium für Wirtschaft in Zusammenarbeit mit FORUM INFO 2000).
  • Arbeit zitieren: Biegel, Thomas November 1996: Die Rolle von Intermediären (Zwischenhändlern) auf elektronischen Märkten, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Internet, Telematik, eCommerce, elektronische Agenten, elektronische Märkte

Diplomarbeit von Thomas Biegel

Einleitung:

Deutschland befindet sich ebenso wie andere hochentwickelte Industrienationen auf dem Weg in die Informationsgesellschaft des 21. Jahrhunderts. Wissen und Information werden immer mehr zu einem bestimmenden Faktor in Wirtschaft und Gesellschaft. Der rasante Fortschritt im Bereich der modernen Informations- und Kommunikationstechnologien hat fundamentale Auswirkungen auf die bisherigen Wirtschaftsstrukturen und -prozesse. Diese Entwicklung ist vergleichbar mit den industriellen Revolutionen der letzten Jahrhunderte. Siegmar Mosdorf (Mitglied des Bundestages) spricht von einem „ökonomischen, technologischen und kulturellen Quantensprung". Die Möglichkeit des schnellen und weltweiten Austauschs von Wissen und Information führt zu einem Abbau bisheriger raumzeitlicher Beschränkungen und macht deshalb die Produktion von Gütern und Dienstleistungen zunehmend standortunabhängig. Begriffe wie „Global Village" oder „Global Workspace" sollen diese Entwicklung kennzeichnen.

In wirtschaftlicher Hinsicht hat sich die Informations- und Medienbranche zu einem der weltweit bedeutendsten Wirtschaftszweige entwickelt. Die zukünftigen Infrastrukturen führen zu einer globalen Neuverteilung der ökonomischen Aktivitäten, speziell der Arbeit. Direkt oder indirekt sind bereits 60 Prozent aller Arbeitsplätze durch Informations- und Kommunikationstechniken geprägt. Gemessen an den Beschäftigungsanteilen der westlichen Industrienationen verliert der Produktionssektor zunehmend an Bedeutung. Der Agrarsektor stellt ein Minimum an Arbeitsplätzen zur Verfügung. In klassischen Dienstleistungsbereichen wie der Banken- oder Versicherungsbranche wird die Beschäftigung eher stagnieren. Aus technischer Sicht wird die Verlagerung der Arbeit in Billiglohnländer immer einfacher. Dafür sollen in den nächsten Jahren Tausende von Arbeitsplätzen in der Informationswirtschaft entstehen. In den USA ist es der Regierung Clinton/Gore bereits gelungen die Bedeutung des Themas Informationsgesellschaft unter dem Schlagwort „National Information Infrastructure (NII)" einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Ziel soll jedoch die Etablierung einer „Global Information Infrastructure (GII)" sein.

Die vertikale und funktionale Organisation der Märkte ist eine Funktion der verfügbaren Technologien. Wenn diese sich ändern - die Entwicklung von Telefon, Satellitenübertragung, Verkehrssytemen etc. - ändert sich die zugrundeliegende Organisation. In dieser Arbeit wird die Institutionenökonomik mit Aspekten der Organisationstheorie und der Telematik kombiniert, um Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Struktur der vertikalen Wertschöpfungskette, insbesondere auf die Funktion der Intermediäre, zu identifizieren.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Überblick über Themenfeld und Aufbau 1
1.1 Ökonomische Auswirkungen moderner Informations- und Kommunikationstechnologien 1
1.2 Zielsetzung und Abgrenzung des Themas 2
1.3 Aufbau der Arbeit 3
2. Transaktionskosten und Intermediäre 5
2.1 Der Intermediär als Institution 5
2.2 Die Transaktionskostentheorie (TKT) im Rahmen der Neuen Institutionenökonomik 7
2.2.1 Transaktionskosten und Transaktionen 9
2.2.2 Transaktionseigenschaften 12
2.2.2.1 Spezifität 12
2.2.2.2 Unsicherheit / Komplexität 14
2.2.2.3 Häufigkeit 14
2.2.3 Organizational Failure Framework 14
2.2.3.1 Begrenzte Rationalität 15
2.2.3.2 Opportunismus 15
2.2.3.3 Informationsverkeilung 16
2.2.4 Autonomiegrad der Kontaktparteien 17
2.2.5 Komparative Vorteile der Hierarchie 18
2.3 Die Rolle der Intermediäre in der Transaktionskostentheorie 19
2.3.1 Ökonomische Legitimation der Intermediäre 21
2.3.2 Bedeutung der Einflußgrößen der Transaktionskosten auf die Entstehung von Intermediären 23
2.3.2.1 Grad der Spezifität 23
2.3.2.2 Zahl der Anbieter und Nachfrager 24
2.3.2.3 Koordination zwischen Angebot und Nachfrage 25
2.3.2.4 Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Anbietern und Nachfragern 25
2.3.2.5 Verbundnachfrage 26
2.3.2.6 Infrastrukturelle Einflüsse - speziell Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) 27
2.4 Kritische Würdigung der Transaktionskostentheorie für die Erklärung von Intermediären 28
3. Elektronische Märkte 30
3.1 Phasenmodell der Markttransaktionen 30
3.2 Informationstechnik und Leistungskoordination 32
3.2.1 Branchenbeispiele für elektronische Märkte 34
3.2.1.1 Reisebranche 35
3.2.1.2 Elektronische Börsen 35
3.2.1.3 Elektronische Einzelhandelsmärkte (Teleshopping) 36
3.2.1.4 Retailmärkte im Bankensektor 36
3.3 Koordinationsformen auf elektronischer Ebene 37
3.3.1 Elektronischer Markt 38
3.3.2 Elektronische Hierarchie 40
3.3.3 Interorganisatorische Kooperationen 41
3.4 Diskussion elektronischer Märkte und elektronischer Hierarchien 42
3.5 Intermediäre und Marktveranstaltungen 44
3.6 Die Einflussgrößen der Transaktionskosten auf die Entstehung von Intermediären unter den Auswirkungen von IKT 46
3.6.1 Grad der Spezifität 47
3.6.2 Zahl der Anbieter und Nachfrager 48
3.6.3 Koordination von Angebot und Nachfrage 49
3.6.4 Kommunikationsmöglichkeiten zwischen Anbieter und Nachfrager 50
3.6.5 Verbundnachfrage 50
3.7 Virtuelle Wertschöpfungsketten 51
3.7.1 Betriebliche Wertschöpfungskette 52
3.7.2 Industrielle Wertschöpfungskette 53
3.8 Kritische Betrachtung elektronischer Märkte 56
4. Die Rolle der Intermediäre auf elektronischen Märkten 57
4.1 Elektronische Intermediäre 57
4.2 Formen von Intermediären 59
4.3 Ausgewählte Funktionen von Intermediären 60
4.3.1 Handelsfunktionen 60
4.3.2 Dienste von Intermediären 63
4.3.2.1 Dienste auf der Konsumentenseite 63
4.3.2.2 Dienste auf der Produzentenseite 64
4.3.2.3 Dienste für beide Marktseiten 65
4.4 Intermediation oder Disintermediation durch IKT 66
4.4.1 Vertikale Disintegration durch IKT 67
4.4.2 Die These der Bedrohung von Intermediären 67
4.4.3 Transaktionskostentheoretische Analyse der Beziehung Produzent-Intermediär-Konsument auf elektronischer Ebene 69
4.5 Strategische Entwicklungslinien der Intermediäre auf elektronischen Märkten 72
4.5.1 Elektrifizierung 73
4.5.2 Neustrukturierung 76
4.5.2.1 Existentielle Risiken für Intermediäre 76
4.5.2.2 Potentielle Chancen für Intermediäre 77
4.5.3 Ausgewählte innovative Dienste 80
4.5.3.1 Suchdienste 82
4.5.3.2 Social Information Filtering 83
4.5.3.3 Intelligent Agents 84
5. Schlußfolgerungen 86
5.1 Fazit 86
5.2 Stellungnahme 87
6. Literaturverzeichnis 89
7. URL-Verzeichnis 96

Arbeit zitieren:
Biegel, Thomas November 1996: Die Rolle von Intermediären (Zwischenhändlern) auf elektronischen Märkten, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Internet, Telematik, eCommerce, elektronische Agenten, elektronische Märkte

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