Die Bedeutung des Shareholder-value-Konzeptes für die externe Rechnungslegung bei Kapitalgesellschaften
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Torsten Arns
- Abgabedatum: April 1996
- Umfang: 82 Seiten
- Dateigröße: 3,9 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3588-2
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3588-2 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3588-2 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Arns, Torsten April 1996: Die Bedeutung des Shareholder-value-Konzeptes für die externe Rechnungslegung bei Kapitalgesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
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Diplomarbeit von Torsten Arns
Einleitung:
Ein wichtiges und allgemein anerkanntes unternehmerisches Ziel ist die Erwirtschaftung eines angemessenen jährlichen Gewinns. Dieser ist zugleich auch ein externer Beurteilungsmaßstab der wirtschaftlichen Lage eines Unternehmens. Den Eigenkapitalgebern und weiteren potentiellen Investoren soll mit dem Gewinnausweis im Geschäftsbericht ein positives Unternehmensbild vermittelt werden. Aus der Sicht des Aktionärs ist jedoch nicht so sehr der buchhalterisch ermittelte Gewinn relevant, vielmehr von Bedeutung ist für ihn die Änderung seines Vermögens, ausgedrückt durch die Aktienrendite. Die Änderung der Vermögensposition eines Aktionärs setzt sich aus Kursänderungen, Dividendenzahlungen und sonstigen Zahlungen zusammen. Dazu zählen solche aus Bezugsrechten oder aus der Ausgabe von Gratisaktien, so daß sich der finanzielle Nutzen für den Anteilseigner durch diese Elemente ausdrücken läßt.
Mit einer Ausrichtung der Unternehmenspolitik am Anteilseigner und am Kapitalmarkt muß es ein Ziel der Geschäftsführung sein, den Marktwert des Eigenkapitals, der dem des gesamten Aktionärsvermögens entspricht, zu steigern. Finanzmathematisch gesehen gibt es zur Berechnung dieses Wertes, bezeichnet auch als Shareholder-value, im Detail unterschiedliche Modelle. Grundsätzlich erfolgt die Ermittlung des Shareholder-value durch Diskontierung zukünftiger, freier cash-flows mit einem Kapitalkostensatz, wovon man dann den Marktwert des Fremdkapitals abzieht. Der Ansatz zur Marktwertsteigerung oder das Shareholder-value-Konzept beinhaltet jedoch nicht nur rein mathematische Gesichtspunkte, sondern alle Ansätze einer Unternehmensführung, die sich an einer Mehrung des Aktionärsvermögens als Ziel orientieren.
Damit stellt sich auch die Frage, inwieweit die externe Rechnungslegung in Deutschland als Instrument in das Shareholder-value-Konzept eingebunden werden kann. Aufgrund handelsrechtlicher Bewertungs- und Ermessensspielräume besteht bei der Erstellung des Jahresabschlusses die Möglichkeit, die Höhe des ausgewiesenen Gewinns und damit die Gewinnausschüttung zu beeinflussen. Die gläubigerschutzorientierte Bilanzierung steht jedoch häufig einer aktionärsorientierten Sichtweise entgegen. Somit bedarf es einer Ausrichtung der bisherigen externen Rechnungslegung auf den Shareholder-value ohne dabei die geltenden deutschen Rechnungslegungsprinzipien völlig außer acht zu lassen. Dieser Punkt ist auch deshalb problematisch, da infolge der Globalisierung der Unternehmenstätigkeiten und der Kapitalmärkte internationale, vor allem angloamerikanische Anleger an Bedeutung gewinnen. Deren Rechnungslegungsvorschriften sind im Schwerpunkt aktionärsorientiert. Angesichts des zunehmenden Wettbewerbs um Kapital müßte es auch im Sinne der Unternehmen sein ihre Unternehmenspolitik und so auch die externe Rechnungslegung auf die Interessen internationaler Aktionäre einzustellen.
Inhaltsverzeichnis:
| Abkürzungsverzeichnis | IV | |
| Abbildungsverzeichnis | VIl | |
| 1. | Problemstellung | 1 |
| 2. | Grundlagen des Shareholder-Value-Konzeptes und der externen Rechnungslegung | 2 |
| 2.1 | Das Shareholder-value-Konzept | 2 |
| 2.1.1 | Ursprung und Begriff | 2 |
| 2.1.2 | Gründe für die Einführung des Konzeptes | 3 |
| 2.1.2.1 | Mängel in der Aussagefähigkeit des Rechnungswesens | 3 |
| 2.1.2.2 | Bedeutung des Kapitalmarktes | 5 |
| 2.1.2.3 | Unternehmensübernahmen | 5 |
| 2.1.3 | Ziele des Konzeptes | 6 |
| 2.1.4 | Die Ermittlung des Sharholder-values | 7 |
| 2.1.5 | Ansätze zur Steigerung des Shareholder-values | 8 |
| 2.1.6 | Kritik am Shareholder-value-Konzept | 9 |
| 2.2 | Die Eigenschaften der externen Rechnungslegung | 10 |
| 2.2.1 | Begriff und Bestandteile | 10 |
| 2.2.2 | Funktionen der externen Rechnungslegung | 10 |
| 2.2.3 | Die Rechnungslegung bei Kapitalgesellschaften und Konzernen | 12 |
| 2.2.4 | Allgemeine Grundsätze | 13 |
| 2.2.4.1 | Die Generalnormen | 13 |
| 2.2.4.2 | Die Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung (GoB) | 13 |
| 2.2.4.3 | Zusammenhang von Generalnorm, GoB und den Einzelvorschriften | 15 |
| 2.3 | Problematik des Zusammenhangs von Shareholder-value-Konzept und externer Rechnungslegung | 15 |
| 3. | Die Ausrichtung der externen Rechnungslegung auf den Shareholdervalue | 16 |
| 3.1 | Konfliktbereiche und gesetzliche Grenzen einer Ausrichtung | 16 |
| 3.1.1 | Rechnungslegungsprinzipien | 16 |
| 3.1.2 | Gläubigerschutz | 17 |
| 3.1.3 | Der Grundsatz der Maßgeblichkeit und dessen Umkehrung | 18 |
| 3.1.4 | Die Bilanzierung dem Grunde nach | 19 |
| 3.2 | Bilanzpolitische Möglichkeiten | 21 |
| 3.2.1 | Rahmenbedingungen | 21 |
| 3.2.2 | Bilanzpolitische Ziele | 22 |
| 3.2.3 | Gewinnermittlung und Ausschüttungspolitik | 23 |
| 3.2.4 | Gestaltung des Geschäftsberichtes | 24 |
| 3.2.4.1 | Gestaltung der Pflichtinformationen | 24 |
| 3.2.4.2 | Freiwillige Erweiterungen | 27 |
| 3.2.4.2.1 | Kapitalflußrechnung | 27 |
| 3.2.4.2.2 | Segmentberichterstattung | 28 |
| 3.2.4.2.3 | Substanzerhaltungsrechnung | 29 |
| 3.3 | Investor Relations als Instrumentarium des Shareholder-value-Konzeptes | 30 |
| 3.4 | Ausblick und Alternativen | 31 |
| 4. | Die Qualität einer shareholder-value-orientierten Rechnungslegung aus externer Sicht | 34 |
| 4.1 | Die kapitalmarktorientierte Bilanzforschung | 34 |
| 4.2 | Problematik einer externen Bewertung | 35 |
| 4.3 | Bewertungsmodell des Münsteraner Institutes für Revisionswesen für den Geschäftsbericht | 37 |
| 4.3.1 | Grundstruktur des Modells | 37 |
| 4.3.2 | Wirtschaftsbericht | 37 |
| 4.3.3 | Nachtragsbericht | 38 |
| 4.3.4 | Prognosebericht | 38 |
| 4.3.5 | Bericht über Forschung und Entwicklung | 38 |
| 4.3.6 | Zweigniederlassungsbericht | 39 |
| 4.3.7 | Zusatzbericht | 39 |
| 4.3.8 | Erläuterungen und Darstellungen im Anhang | 39 |
| 4.3.9 | Sonstige Angaben | 40 |
| 4.4 | Bewertungsmodell des Saarbrücker Institutes für Wirtschaftsprüfung für den Geschäftsbericht | 41 |
| 4.4.1 | Grundstruktur des Modells | 41 |
| 4.4.2 | Quantitative Analyse | 41 |
| 4.4.3 | Qualitative Analyse | 42 |
| 4.4.4 | Berichterstattung | 43 |
| 4.5 | Kritische Würdigung und Vergleich der Modelle | 43 |
| 5. | Internationale Harmonisierung der Rechnungslegung im Sinne des Shareholder-value-Konzeptes | 45 |
| 5.1 | Entwicklung und Stand der deutschen Rechnungslegung | 45 |
| 5.2 | Bedeutende Institutionen und deren Rechnungslegungsmaßstäbe hinsichtlich des Shareholder-value-Konzeptes | 48 |
| 5.2.1 | IASC | 48 |
| 5.2.2 | FASB | 49 |
| 5.2.3 | Europäische Union (EU) | 49 |
| 5.2.4 | UN und OECD | 50 |
| 5.3 | Vergleich anglo-amerikanischer und kontinentaleuropäischer Maßstäbe | 51 |
| 5.4 | Konsquenzen einer Internationalisierung | 53 |
| 5.4.1 | Chancen einer Anpassung der deutschen Rechnungslegung | 53 |
| 5.4.2 | Risiken einer Übernahme internationaler Standards | 54 |
| 5.4.3 | Alternativen für die deutsche Rechnungslegung | 55 |
| 5.5 | Grenzen und Entwicklungsmöglichkeiten der externen Rechnungslegung in Deutschland | 56 |
| 6. | Schlußbetrachtung | 58 |
| Anhang | 60 | |
| Verzeichnis der Gesetzestexte | 63 | |
| Literaturverzeichnis | 63 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832435882
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Arns, Torsten April 1996: Die Bedeutung des Shareholder-value-Konzeptes für die externe Rechnungslegung bei Kapitalgesellschaften, Hamburg: Diplomica Verlag
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