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Anforderungen an interaktive Informationsterminals im Handelsmarketing

Anforderungen an interaktive Informationsterminals im Handelsmarketing
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jörg Blondrath
  • Abgabedatum: Juni 1996
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 4,9 MB
  • Note: 2,3
  • Institution / Hochschule: Bergische Universität - Gesamthochschule Wuppertal Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3500-4
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3500-4 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3500-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Blondrath, Jörg Juni 1996: Anforderungen an interaktive Informationsterminals im Handelsmarketing, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte:

Diplomarbeit von Jörg Blondrath

Einleitung:

Der Handel sieht sich zunehmend gesättigten Märkten, sich angleichenden Produkten und einem verschärften Wettbewerbs- und Konzentrationsdruck ausgesetzt. Das stellt ihn in wachsendem Maße vor Profilierungsprobleme. Der Angebotsüberhang in der Warenwelt kann nur durch eine zusätzliche Bedürfnisproduktion dem Konsum zugeführt werden. Dies muß mittels einer effizienten Kommunikation geschehen. Vor diesem Hintergrund gewinnt der Einsatz von Kundeninformationssystemen im Handel immer mehr an Bedeutung. Über eine effiziente Kommunikation können latente Absatzpotentiale genutzt werden. Informationssysteme werden im Rahmen der Marketingaktivitäten der Handelsunternehmen eingesetzt. Dabei bietet die effiziente Integration von Informationssystemen viele Einsatz- und Nutzungsmöglichkeiten. Aus diesem Grund trifft der Verbraucher im Zeitalter von Multimedia immer häufiger auf elektronische Informationssysteme in den Verkaufsräumen des Einzelhandels. Es handelt sich um Informationsterminals, die kostenlose Produkt-, Sortiments- und Standortinformationen bereitstellen und Bestellvorgänge für den Verbraucher abwickeln. Sie befinden sich als Werbemedium und zur Verkaufs- und Beratungsunterstützung im Verkaufsraum (Point of Sale - PoS) oder an strategisch wichtigen Punkten, an denen der Verbraucher Informationen zur Orientierung benötigt (Point of Information - PoI). Der für diese Arbeit wichtigere Point of Sale wird übersetzt als: „Einkaufsstelle aus der Sicht des Konsumenten bzw. Verkaufsstelle aus der Sicht des Handels. „ Der Einsatz interaktiver Informationsterminals wird sich für den Handel erst dann auszahlen, wenn diese Systeme möglichst von vielen Kunden am PoS genutzt und verstanden werden. Aus diesem Grund ist es wichtig, daß der Kunde über die Gestaltung von Informationsterminals zu einer Bedienung angeregt wird. Die Informationsdarstellung kann im Zeitalter von Multimedia derart komplex sein, dass sie für den ungeübten Benutzer nicht mehr überschaubar und bedienbar ist. Es ist also erforderlich, die Informationsdarstellung durch eine Komplexitätsreduzierung am potentiellen Benutzer auszurichten. Bei der Konstruktion technischer Systeme wird häufig der Fehler gemacht, daß sich die Systemgestaltung und die Informationspräsentation ausschließlich an den neuesten technischen Möglichkeiten oder den Interessen der Designer und nicht am Anwender orientiert. Da dieser aber die zentrale Größe in der Mensch-Maschine-Kommunikation (M-M-K) bleiben muß, sollte sich die Technik und deren Bedienbarkeit auf die Fähigkeiten des Menschen konzentrieren.

Gilbert Amelio, der Chef von Apple, -unterstützt dies mit seiner Aussage, daß der Schlüssel zum Erfolg nicht nur in der Technik oder in niedrigen Preisen von Computersystemen liegt, sondern in der Orientierung am Anwender und der leichten Bedienbarkeit. Förster und Zwernemann bemerken hierzu, daß bisher jegliche Gestaltungsrichtlinien für den Einsatz multimedialer Systeme hinsichtlich der Steuerbarkeit der Medien, der Dialogführung und zur Vermeidung von Akzeptanzproblemen fehlen. Es geht um die zentrale Frage: Wie müssen interaktive Kommunikationsterminals und deren Informationspräsentation gestaltet sein, damit sie vom Verbraucher akzeptiert werden und von ihm leicht zu bedienen und zu nutzen sind?

Ziel dieser Arbeit ist es, auf diese Frage Antworten zu geben und einige Aspekte zur Gestaltung von PoS-Systemen für den Handel theoretisch darzustellen und in Expertenbefragungen zu überprüfen. Diese sollen als Grundlage für Empfehlungen zur allgemeinen und anregenden Gestaltung, der Bedienerfreundlichkeit und zu Anforderungen an die Informationspräsentation von interaktiven Informationsterminals dienen. Dazu ist eine interdisziplinäre, theoretische Betrachtung notwendig, die die Grundlagen für Gestaltungsempfehlungen liefern soll. Erkenntnisse aus der Umweltpsychologie, der Arbeitswissenschaft, der Gestaltpsychologie, des Designs und des Konsumentenverhaltens dienen der theoretischen Fundierung. Rein technische Eigenschaften (z. B. PC - Prozessor, Bildschirmtyp) werden nicht betrachtet, weil diese für den Benutzer im Bedienprozeß nicht ersichtlich sind.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis III
Abkürzungsverzeichnis III
1. EINLEITUNG 1
1.1 Einführung, Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Aufbau der Arbeit 3
2. RAHMENBEDINGUNGEN 4
2.1 Grundlagen der Kommunikationspolitik im Handel 4
2.2 Multimedia - Eine begriffliche Abgrenzung 5
2.3 Die Relevanz interaktiver Informationsterminals in der Kommunikationspolitik des Handels 7
3. THEORETISCHER BEZUGSRAHMEN 9
3.1 Der emotionale Ansatz der Umweltpsychologie 9
3.1.1 Aktivierungstheoretische Grundlagen für den emotionspsychologischen Ansatz 9
3.1.2 Das Verhaltensmodell von Mehrabian und Russel 11
3.1.3 Die Relevanz des umweltpsychologischen Ansatzes für den Einsatz interaktiver Informationsterminals 13
3.2 Akzeptanz- und Ergonomieforschung in der Arbeitswissenschaft 15
3.2.1 Das Mensch-Maschine-System am Bildschirmarbeitsplatz 16
3.2.1.1 Die ergonomische Gestaltung des Bildschirmarbeitsplatzes 17
3.2.1.2 Die Relevanz ergonomischer Erkenntnisse für den Einsatz interaktiver Informationsterminals 19
3.2.2 Das Ein- und Ausgabegerät als Mensch-Maschine-Schnittstelle 21
3.2.2.1 Die Benutzerschnittstelle in der Mensch-Maschine-Kommunikation 21
3.2.2.2 Die Relevanz der Benutzerschnittstelle für den Einsatz interaktiver Informationsterminals 23
3.3 Dialogprozeß und Benutzerführung 25
3.3.1 Der Dialogprozeß in der Mensch-Maschine-Kommunikation 26
3.3.1.1 Dialogform und Dialogführung 26
3.3.1.2 Interaktionsstrukturen 29
3.3.1.3 Die Relevanz der Dialogform und -führung für den Einsatz interaktiver Informationsterminals 30
3.3.2 Benutzerführung über die Informationsdarstellung 32
3.3.2.1 Grundlagen physiologischer und psychologischer Wahrnehmung 33
3.3.2.2 Gestaltung und Design 36
3.3.2.3 Farben 39
3.3.2.4 Die Relevanz der Gestaltung, des Designs und der Farben in der Benutzerführung für den Einsatz interaktiver Informationsterminals 40
3.4 Die Informationspräsentation 42
3.4.1 Grundlagen der Kaufentscheidung 42
3.4.2 Arten der Informationspräsentation 43
3.4.2.1 Texte 43
3.4.2.2 Bilder 44
3.4.2.3 Film- und Videosequenzen 45
3.4.2.4 Animationen 45
3.4.3 Die Relevanz der Informationspräsentation für den Einsatz interaktiver Informationsterminals 46
3.5 Zusammenfassung der theoretischen Ergebnisse 47
4. EMPIRISCHE UNTERSUCHUNG 50
4.1 Ziel der empirischen Untersuchung 50
4.2 Die Befragung 50
4.2.1 Das Interview 50
4.2.2 Das Leitfadengespräch 51
4.3 Gütekriterien und Datenerhebung 51
4.3.1 Reliabilität 52
4.3.2 Validität 52
4.3.3 Durchführung der Leitfadengespräche 53
4.4 Ergebnisse der Expertengespräche 54
5. ERKENNTNISSE FÜR DEN PRAKTISCHEN EINSATZ INTERAKTIVER INFORMATIONSTERMINALS IM HANDEL 59
5.1 Empfehlungen zur äußeren Gestaltung 59
5.2 Empfehlungen zur ergonomischen Gestaltung 60
5.3 Empfehlungen zur geeigneten Mensch-Maschine-Schnittstelle 60
5.4 Empfehlungen zur Dialogform und Interaktionsstruktur 61
5.5 Empfehlungen zur Benutzerführung durch Informationsdarstellung 61
5.6 Empfehlungen zur Informationspräsentation 63
Anhang 67
Literaturverzeichnis 85

Arbeit zitieren:
Blondrath, Jörg Juni 1996: Anforderungen an interaktive Informationsterminals im Handelsmarketing, Hamburg: Diplomica Verlag

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