Die Motivationstheorie von Abraham H. Maslow und das japanische Just-in-Time-Konzept
Übereinstimmung oder Gegensatz?
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Robert Runge
- Abgabedatum: August 1995
- Umfang: 99 Seiten
- Dateigröße: 5,2 MB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Universität zu Köln Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-3373-4
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-3373-4 P - ISBN (CD) :978-3-8324-3373-4 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Runge, Robert August 1995: Die Motivationstheorie von Abraham H. Maslow und das japanische Just-in-Time-Konzept, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Motivation, Psychologie, Bedürfnisse
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Diplomarbeit von Robert Runge
Einleitung:
Die Frage nach der Motivation von Menschen, d.h. die auf Erklärung und Prognose gerichtete Untersuchung der Antriebskräfte des menschlichen Handelns, beschäftigt nicht nur die Psychologie, sondern ist auch für die Wirtschaftswissenschaften von eminenter Bedeutung. Eine der herausragendsten Motivationstheorien ist die von Abraham H. Maslow aufgestellte Bedürfnistheorie, deren Kernpunkte erstmals 1954 in "Motivation and Personality" zusammenhängend veröffentlicht wurden. Seither hat sie eine Vielzahl von Wissenschaftlern, insbesondere auch solche der wirtschaftswissenschaftlichen Fachrichtungen beeinflußt, wie auch zu kritischen Untersuchungen und teilweise heftiger Kritik geführt. Eine ähnlich bedeutende Rolle nimmt das in Japan entwickelte "Just-in-Time"-Konzept im Bereich der Produktions- und Managementsysteme ein. Die rasche Verbreitung von Just-in-Time-Methoden (JIT) in Betrieben über den ganzen Globus' und die Beachtung, die das Konzept in der wissenschaftlichen Diskussion - insbesondere seit der Veröffentlichung von "The Maschine That Changed the World" gefunden hat, bestätigen die Bedeutung dieses Konzeptes.
Eine Gegenüberstellung dieser beiden Theorien erscheint aus mehreren Gründen sinnvoll: Zum einen handelt es sich bei beiden Theorien um umfassende und komplexe Philosophien, die dazu in der Vergangenheit häufig mißverstanden worden sind und ebenfalls beide den Menschen sowie menschliches Handeln in den Mittelpunkt ihrer Betrachtung stellen." Zum anderen kann eine Untersuchung auf Übereinstimmungen und Gegensätze die Frage klären helfen, ob die Motivationstheorie von Abraham H. Maslow als überholt gelten kann,`oder ob sie als Grundlage des ökonomisch erfolgreichen Just-in-Time-Konzeptes" neue Aktualität gewinnt. Im Gegenzug würde die Feststellung, daß das JIT-Konzept wesentliche Aspekte der Motivationstheorie von Abraham H. Maslow berücksichtigt, die JIT-Philosophie aufwerten, da die Motivationstheorie von Maslow die Selbstverwirklichung und das Erreichen des persönlichen Glücks des Menschen zum Ziel hat. Letztlich kann damit auch die Frage nach der Sozialverträglichkeit des JU-Konzeptes beantwortet werden, da eines der Hauptanliegen von Maslow die Schaffung der "guten Gesellschaft" ist. Ansatzpunkt und zugleich Bindeglied zwischen den beiden zu untersuchenden Philosophien bildet hierbei die Diskussion über einen festzustellenden Wertewandel` in der Gesellschaft. Maslow fordert ultimativ ein Bekennen der Wissenschaft zu normativ gesetzten "Werten" und auch das JIT-Konzept beruht - wie noch zu zeigen sein wird - explizit auf veränderten Werten im Bereich der Arbeitsgestaltung sowie der Mttarbeitermotivation.
Inhaltsverzeichnis:
| Einleitung | ||
| 1. | Einführung in die Thematik | |
| 2. | Thematische Abgrenzung | |
| 3. | Aufbau der Arbeit | |
| Teil 1: Psychologische Grundlagen | ||
| 1. | Psychologische Richtungen vor Maslow | |
| 1.1 | Die Entwicklung der Psychologie (von Descartes bis Mill) | |
| 1.2 | Die zwei bedeutendsten Psychologierichtungen vor Maslow | |
| 1.2.1 | Der Behaviorismus | |
| 1.2.2 | Die Psychologie von Sigmund Freud | |
| 2. | Humanistische Psychologie | |
| Teil 2: Die Motivationstheorie von Abraham H. Maslow | ||
| 1. | Grundthesen zur Motivation | |
| 1.1 | Unterschiedliche Thesen zur Motivation | |
| 1.2 | Die Annahmen von Maslow zur Motivation | |
| 2. | Die Bestandteile der Motivationstheorie von Abraham H. Maslow | |
| 2.1 | Die hierarchische Gliederung der Bedürfnisse („Bedürfnispyramide“) | |
| 2.1.1 | Die physiologischen Bedürfnisse | |
| 2.1.2 | Die Sicherheitsbedürfnisse | |
| 2.1.3 | Die Bedürfnisse nach Zugehörigkeit und Liebe | |
| 2.1.4 | Die Bedürfnisse nach Achtung | |
| 2.1.5 | Die Bedürfnisse nach Selbstverwirklichung | |
| 2.2 | Wachstums-Motivation im Unterschied zu Defizit-Motivation | |
| 2.3 | Selbstverwirklichung und „Grenzerfahrungen“ (peak-experiences) | |
| 3. | Kritische Würdigung der Theorie von Maslow | |
| 4. | Die Wertediskussion | |
| 4.1 | Die Thesen von Ronald Inglehart | |
| 4.2 | Die Diskussion um Ethik, Werte und deren Wandel | |
| 4.3 | Der Beitrag von Maslow zur Wertediskussion | |
| 5. | „Eupsychian Management“ | |
| 5.1 | Eupsychia - die gute Gesellschaft | |
| 5.2 | Eupsychia im Unternehmen - Management im Zeichen der Motivationstheorie von Maslow | |
| 5.3 | Douglas McGregors „Theorie X“ und „Theorie Y“ | |
| 5.4 | Maslows „Theorie Z“ | |
| 6. | Folgerungen aus der Motivationstheorie von Abraham H. Maslow | |
| Teil 3: Das Just-in-Time-Konzept | ||
| 1. | Der Hintergrund von Just-in-Time (JIT) | |
| 1.1 | Die japanische Gesellschaft | |
| 1.2 | Die „Erfindung“ einer wirtschaftlichen Revolution | |
| 2. | Just-in-Time als Produktionssystem (technisch-organisatorische Komponenten) | |
| 2.1 | Das Kanban-System | |
| 2.2 | Voraussetzungen zur erfolgreichen Umsetzung des Just-in-Time-Konzeptes | |
| 3. | Just-in-Time als Managementphilosophie (menschlich-soziale Komponenten) | |
| 3.1 | Just-in-Time als „Theorie Y“-Managementsystem | |
| 3.2 | Das Team-Konzept | |
| 3.2.1 | Teams und teilautonome Arbeitsgruppen | |
| 3.2.2 | Qualitätszirkel („Quality Circles“) | |
| 3.2.3 | Zulieferer-Konzept | |
| 3.2.4 | Unternehmenskultur und Ouchis „Theorie Z“ | |
| 3.3 | Ausbildung und Arbeitsplatzgestaltung | |
| 3.3.1 | Der „multifunktionale Arbeiter“ | |
| 3.3.2 | „Job-Rotation“, „Job-Enlargement“ und „Job-Enrichment“ | |
| 4. | Negative Auswirkungen von Just-in-Time | |
| Teil 4: Schlussbetrachtung | ||
| 1. | Argumentationsverlauf | |
| 2. | Vergleich der Ergebnisse | |
| 3. | Persönliches Fazit |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832433734
Arbeit zitieren:
Runge, Robert August 1995: Die Motivationstheorie von Abraham H. Maslow und das japanische Just-in-Time-Konzept, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Motivation, Psychologie, Bedürfnisse




