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Konzeption und Realisierung eines Web-Content-Management-Systems

Konzeption und Realisierung eines Web-Content-Management-Systems
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Wolfgang Wiese
  • Abgabedatum: August 2000
  • Umfang: 99 Seiten
  • Dateigröße: 1,5 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-3072-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-3072-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-3072-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Wiese, Wolfgang August 2000: Konzeption und Realisierung eines Web-Content-Management-Systems, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: CMS, Internet, Site-Management, Web

Diplomarbeit von Wolfgang Wiese

Problemstellung:

Die wachsende Nutzung des World Wide Webs und die damit gestiegende Nachfrage an online abrufbaren Informationsseiten hat dazu geführt, dass große Firmen und Einrichtungen gezwungen sind, Verfahren zu nutzen, die den Einbau und das Management vieler Webseiten steuern und unterstützen. Hierbei wird im starken Maße auf die Verfahren des Content- Managements zurückgegriffen, wobei aber der Schwerpunkt auf dem Publishing der Seiten im Internet liegt.

Wenn man die Entwicklung des Webpublishing betrachtet, so erkennt man, dass dieses sehr auf alte, gewachsene Strukturen zurückgeht: Ein Mitarbeiter, meistens ein Techniker, fungierte als Anlaufstelle für viele Autoren mit der Aufgabe, Webseiten von häufig in Papierform vorhandenen oder neuen Informationen zu erstellen. Mit der Zeit kamen immer weitere Webseiten hinzu, mehr Informationen wurden online abgefragt, und die Firma bzw. die Einrichtung musste sich Gedanken über ein adäquates Erscheinungsbild zur Öffentlichkeit hin machen. Der vormals einzelne Mitarbeiter erhielt weitere Kollegen oder aber die Autoren gingen dazu über, selbst die Seiten in HTML zu schreiben und sie gleich, in Umgehung des dafür zuständigen Mitarbeiters, zu publizieren. Die sichtbare Folge hiervon war, dass Dokumente Fehler enthielten, sich nicht an das vorgegebene Erscheinungsbild, das Coperate Design, hielten und binnen kurzer Zeit kein Überblick mehr darüber bestand, wer für eine Seite verantwortlich war. Hinzu kam nach einiger Zeit weiter, dass die Seiten „alterten“, das heißt, die Informationen nicht mehr aktuell waren. Durch die Einführung von Web-Content-Management-Systemen versucht man dieser Situation Herr zu werden und gleichzeitig für die Einhaltung eines Coperate Designs zu sorgen. Der einzelne Autor soll dabei wieder zurück auf seine Kernkompentenz geleitet werden, nämlich das Schreiben der Information, und sich keine Gedanken mehr machen müssen über gestalterische oder technische Aspekte bei der Erstellung einer Webseite. Im Hintergrund steht dabei auch die Kostenersparnis, die dadurch anfällt, dass die Autoren keine Zeit mehr darauf verwenden müssen, HTML und Grundlagen in Webdesign zu lernen.

Gang der Untersuchung:

Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Konzeption und der Realisierung eines Web-Content- Management-Systems (WCMS). Dabei wird versucht sich nach den aktuellen Entwicklungen im Internet, also zum Beispiel nach den verwendeten Servertechnologien, zu richten und auch einen besonderen Blick auf die redaktionelle Arbeit bei der Erstellung von Webseiten zu werfen. Die Schwerpunkte dieser Arbeit liegen auf den Möglichkeiten und Techniken zur Realisierung eines WCMS. Nicht jedoch auf der Erklärung, was Content-Management im Detail bedeutet. Dies erfolgte bereits durch diverse Publikationen in Fachzeitschriften und der Arbeit von Oliver Zschau geleistet. Gleichwohl wird ein Einblick in diese Themen insoweit gegeben, als dass es als Grundlage für die späteren Kapitel notwendig ist.

In den ersten Kapiteln finden sich ein Überblick und eine Einführung in Content-Mangement- Systemen: Kapitel 1 „Einführung“ gibt eine Einführung in die Grundlagen des Web-Content- Management. In Kapitel 2 „Komponenten eines WCMS“ werden diese Grundlagen vertieft zur Definition der einzelnen Komponenten eines WCMS. Daran anschließend wird Kapitel 3 „Systemumgebung und verfügbare Techniken“ besprochen, in welcher Umgebung ein WCMS eingesetzt wird und welche Techniken vorhanden sind, die genutzt werden können. Mit dieser Vorbereitung wird in Kapitel 4 „Konzeption“ begonnen zu definieren, nach welchen Konzepten die Programmierung verlaufen kann, welche Techniken eingesetzt werden können, deren Vor- und Nachteile, sowie die Wahlmöglichkeiten für Hard- und Software an- gegeben.

In Kapitel 5 „Implementation“ erfolgt dann die Besprechung der eigentlichen Implementation. Ergebnisse der Implementation werden im Kapitel 6 „Einsatz und Test eines WCMS“ gezeigt. Anhand von Beispielen wird die Funktionsweise des in Kapitel 5 erstellten Basis-WCMS gezeigt. Da das entwickelte System unter Realbedingungen getestet und später eingesetzt wer- den soll, wird an diesen Stellen stark von der Systemumgebung ausgegangen, wie sie am Regionalem Rechenzentrum Erlangen, inklusive dem angeschlossenen Webserver für die Universität Erlangen-Nürnberg (FAU), gegeben ist. Auch wird der praktische Einsatz in weit verbreiteten Systemen ein wichtiger Punkt sein, so dass die Entwicklung des WCMS sich weniger an Betriebsysteme oder Webserver richtet, die in Bezug auf das Dokumenten- Managements Vorteile bieten (z.B. Lotus Domino) sondern an Systeme, die sich auf dem Markt durchgesetzt und bewährt haben. Daran anschließend wird in Kapitel 7 „Klassifikation und Vergleich“ eine Klassifikation und ein Vergleich des entwickelten Systems mit anderen vorhandenen Systemen geführt. Zum Abschluss wird in Kapitel 8 „Zusammenfassung und Ausblick“ aufgezeigt, welch enormes Potential für den weiteren Ausbau und Nutzen durch WCMS möglich und empfehlens- wert ist.

Inhaltsverzeichnis:

ÜBERSICHT 7
1. EINFÜHRUNG 9
1.1. Das World Wide Web 9
1.2. Traditionelles Webpublishing 10
1.3. Der Content-Lifecycle 13
1.3.1. Inhalte erstellen 13
1.3.2. Kontrollieren und freigeben 14
1.3.3. Publizieren 14
1.3.4. Archivieren 15
1.4. Content-Management-Systeme 15
1.5. Kosten von WCMS 17
1.6. Vor- und Nachteile von WCMS 18
2. KOMPONENTEN EINES WCMS 21
2.1. Allgemeines 21
2.2. Benutzer- und Zugriffsverwaltung 21
2.3. Redaktionelle Verwaltung 22
2.3.1. Seitenerstellung 23
2.3.2. Kontroll- und Freigabe-Zyklus 24
2.3.3. Versionskontrolle und Archivierung 25
2.4. Import- und Exportschnittstellen 27
3. SYSTEMUMGEBUNG UND VERFÜGBARE TECHNIKEN 29
3.1. Allgemeines 29
3.2. Webserver und Betriebsystem 29
3.2.1. Apache 29
3.2.2. Microsoft-IIS 30
3.2.3. Lotus Domino 30
3.3. Webtechniken- und Sprachen 31
3.3.1. Allgemeines 31
3.3.2. HTML 31
3.3.3. XML 32
3.3.4. CGI 33
3.3.5. SSI 34
3.3.6. PHP 35
3.3.7. Java 35
3.3.8. JavaScript 36
3.3.9. ASP 36
3.3.10. Sonstiges 37
3.4. Akzeptanz und Nutzung der Webtechniken 37
4. KONZEPTION 39
4.1. Einleitung 39
4.2. Wahl der Plattform 39
4.3. XML-Integration 40
4.4. Wahl und Konzeption des Benutzer-Interfaces 40
4.4.1. Clientseitige Interfaces 40
4.4.2. Serverseitige Interfaces 41
4.5. Konzepte zur Daten- und Seitenhaltung 41
4.5.1. Publishing-/Staging-Server 41
4.5.2. Dynamisches Publishing 43
4.5.3. Mischformen 44
4.5.4. PSE-Konzept 44
5. IMPLEMENTATION 47
5.1. Definitionsphase 47
5.1.1. Lastenheft 47
5.1.2. Pflichtenheft 48
5.1.2.1. Zielbestimmung 48
5.1.2.2. Einsatzgebiet und Anforderungen an das System 49
5.1.2.3. Architekturentwurf 50
5.1.2.4. Beschreibung des Funktionsumfangs 50
5.1.2.5. System-Daten 51
5.1.2.6. Bedienoberfläche 53
5.2. Umsetzung 54
5.2.1. Module 54
5.2.1.1. XML_DBI 54
5.2.1.2. USER_DBI 55
5.2.1.3. GROUP_DBI 55
5.2.1.4. TODO_DBI 56
5.2.1.5. PAGETYPE_DBI 57
5.2.1.6. LINK_DBI 57
5.2.1.7. Weitere Module 58
5.2.2. Benutzer-Interface / Hauptprogramm 58
5.2.3. Überwachungsprogramm 59
6. EINSATZ UND TEST EINES WCMS 61
6.1. Fallbeispiele 61
6.1.1. Login 61
6.1.2. Seite erstellen 62
6.1.3. Aufgaben-Management abrufen und Seite freigeben 65
6.1.4. Seite bearbeiten 66
6.1.5. Benutzer-Administration 67
6.1.6. Dokumententyp-Verwaltung 69
6.1.7. Verzeichnisse 71
6.2. Datensätze 73
6.2.1. Benutzer-Daten 73
6.2.2. Dokumententyp-Daten 74
6.2.3. Verzeichnis-Daten 75
6.2.4. Seiten-Daten 75
7. KLASSIFIKATION UND VERGLEICH 77
7.1. Klassifikation 77
7.2. Trendanalyse 79
8. ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK 81
A1.LITERATUR- UND WEBVERZEICHNIS 83
A1.1. Buch- und Arbeitsliteratur 83
A1.2. Informationsseiten im WWW 83
A1.3. Artikel aus Fachzeitschriften 84
A1.4. Weitere Quellen 85
A2. ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS 87
A3. ANBIETER VON WCMS AUF DER CEBIT 2000 88
A4. HINWEISE 90
B1. INDEX 91

Automatisiert erstellter Textauszug:

Man sieht, daß die entgültige Seite erst öffentlich publiziert wird, nachdem sie von dem Redakteur akzeptiert wurde. Es ist zu beachten, daß die Regeln wie Seiten akzeptiert werden, hier nicht aufgezeichnet sind. So ist es möglich und sinnvoll, daß vor diesem Zyklus noch ein weiterer eingebaut wird, bei dem der Autor und der Redakteur eine Person sind. Der Autor kann in diesem Modus die Seite mehrfach bearbeiten, bevor er sie zum eigentlichen Kontroll- und Freigabe-Zyklus weitergibt. Der rekursive Einbau weiterer Zyklen ist ebenfalls eine Möglichkeit die nicht außer Acht gelassen werden sollte. Beispiel: Inhalte einer Seite werden von einem Reporter in einem ersten Zyklus erstellt. Die Seite wird daraufhin von einem Redakteur [...]

WCMS-Hersteller und CM-Lösungen ist käuflich ab 999 DM (zzgl. Mehrwertsteuer) erhältlich bei New Media Sales [Web10]. Eine weitere findet sich bei der Firma CoCo Software Engineering und ist für 990 Euro (zzgl. Mehrwertsteuer) zu erwerben [Web11]. Gerade letzter Punkt hat ein großes Gewicht: In einem Unternehmen in dem hochqualifizierte Mitarbeiter arbeiten, werden oft heterogene Softwarelösungen für jeden Mitarbeiter eingesetzt. Bei WCMS besteht jedoch die Gefahr, daß dieses von den Mitarbeitern abgelehnt Die Entscheidung zum Einsatz eines wird, da sie oft nur bestimmte Schnittstellen oder Benutzer-Interfaces zulassen welche subjektiv jedoch nicht die selben Vorteile bieten wie die bisher eingesetzten Programme. WCMS läßt sich aufgrund der oben angegebenen Unübersichtlichkeit bei den Kosten besser über einen Umkehrschluß ziehen: Wann braucht man kein WCMS ? Antworten läßt sich auf diese Frage mit folgenden Punkten: [...]

Da Informationen veralten, muß sichergestellt werden, daß diese nach einer festgelegten Zeit automatisch archiviert oder aber einer Aufarbeitung zugeführt werden. Ebenso wie beim Publizieren muß beim Archivieren dafür gesorgt werden, daß die Inhalte auch später noch zu Recherchezwecken zugreifbar sind. Gleichzeitig, und dies ist einer der wichtigsten Punkte bei der Archivierung, ist darauf zu achten, daß vorhandene Referenzen aus noch aktuellen Seiten durch die Archivierung nicht ungültig gemacht werden, bzw. zu einem Fehler führen. Bei kleineren Unternehmen oder Instituten spielt die reine Archivierung keine große Rolle, so daß die Seiten unter Umständen nicht gesichert, sondern gelöscht werden. Dies geschah auch beim traditionellen Webpublishing, was sich in vielen Fällen später als großer Fehler erwies: Durch das Löschen ging Wissen verloren, auch wenn [...]

Arbeit zitieren:
Wiese, Wolfgang August 2000: Konzeption und Realisierung eines Web-Content-Management-Systems, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
CMS, Internet, Site-Management, Web

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