Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Thomas Abel
- Abgabedatum: Februar 1998
- Umfang: 152 Seiten
- Dateigröße: 9,2 MB
- Note: 2,3
- Institution / Hochschule: Universität Siegen Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-2865-5
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-2865-5 P - ISBN (CD) :978-3-8324-2865-5 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Abel, Thomas Februar 1998: Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: rechtliche Rahmenbedingungen, Zusammensetzung, Verwertung, Zerlegung, Kosten
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Diplomarbeit von Thomas Abel
Einleitung:
Elektrische und elektronische Geräte werden nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer allzu oft über Sperrmüll, Hausmüll oder hausmüllähnliche Gewerbeabfälle entsorgt. Somit gelangen erhebliche Mengen dieses Sondermülls auf Deponien und Verbrennungsanlagen für Hausmüll. Lediglich Metalle aus Haushaltsgroßgeräten und Edelmetalle aus Platinenschrott werden in größerem Umfang zurückgewonnen. Sortenreine Kunststoffe können meist nur aus Großserien (z.B. aus Telefonen) gewonnen werden und enthalten oft schädliche Zusatzstoffe (z.B. Flammhemmer), die einen erneuten Einsatz be- oder verhindern.
Diese in den Altgeräten enthaltenen Schadstoffe gelangen auf Deponien und in Müllverbrennungsanlagen. Dabei entstehen nicht kalkulierbare Umweltrisiken. Bei der Deponierung können freigesetzte Schadstoffe ins Grundwasser gelangen und bei der Verbrennung können sich Dioxine und Furane bilden. Die Abgasfilter der Hausmüllverbrennungsanlagen sind meist nicht auf diese Schadstoffe ausgelegt und so gelangen erhebliche Mengen dieser Abgase in die Umwelt. Durch strengere gesetzliche Vorschriften wird versucht der Entsorgungslage Herr zu werden. Der Elektro- und Elektronikschrott soll einer ordnungsgemäßen Behandlung unterzogen werden.
So wurde bereits 1991 vom Minister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit der erste Entwurf zu einer Elektronikschrott-Verordnung vorgelegt, welche eine umweltverträgliche Entsorgung von elektrischen und elektronischen Geräten und Baugruppen sicherstellen soll. Die Einführung dieser Verordnung ist jedoch aufgrund vielfältiger Verzögerungen bis heute nicht erfolgt. Das 1996 in Kraft getretene Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz soll die Hersteller und Vertreiber von Produkten zu einem ökologischeren Umgang mit den zur Produktion erforderlichen Rohstoffen und den aus den Altprodukten entstehenden Abfällen bewegen.
Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz beinhaltet somit eine „entschärfte“ Version der Elektronikschrott-Verordnung, da die in diesem Gesetz behandelten Grundsätze auch für den Elektro- und Elektronikschrott gültig sind.
Im Rahmen der Diplomarbeit sollen - die momentanen rechtlichen Rahmenbedingungen.
- die anfallenden Mengen und.
- die Zusammensetzung des Elektro- und Elektronikschrotts dargestellt bzw. ermittelt werden.
Weiterhin sollen Verfahren dargestellt werden, um Elektro- und Elektronikschrott - zu erfassen.
- aufzubereiten bzw. zu zerlegen.
- zu verwerten bzw. zu beseitigen.
Im Rahmen der vorhandenen Möglichkeiten werden Kostenbetrachtungen angestellt. Durch eine schriftliche Umfrage bei den Städten und Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein soll der momentane Entsorgungszustand von Elektro- und Elektronikschrott dargestellt werden.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | ||
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Rechtliche Rahmenbedingungen | 3 |
| 2.1 | Das Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz | 3 |
| 2.2 | Entwurf zur Elektronikschrottverordnung | 7 |
| 2.3 | Entwurf der IT-Geräteverordnung | 9 |
| 2.4 | Entwurf einer Batterieverordnung | 10 |
| 3. | Zusammensetzung und Mengen von Elektro- und Elektronikschrott | 11 |
| 3.1 | Zusammensetzung von Elektro- und Elektronikschrott | 11 |
| 3.1.1 | Die Begriffe „Weiße Ware“, „Graue Ware“, „Braune Ware“ | 11 |
| 3.1.1.1 | „Weiße Ware“ | 11 |
| 3.1.1.2 | „Graue Ware“ | 11 |
| 3.1.1.3 | „Braune Ware“ | 11 |
| 3.1.2 | Einteilung von Elektro- und Elektronikschrott in Produktgruppen | 11 |
| 3.1.2.1 | Fernsehgeräte, Personalcomputer mit Peripheriegeräten | 11 |
| 3.1.2.2 | Kleingeräte der Unterhaltungselektronik, Telekommunikationsendgeräte, Arbeitsplatzgeräte der Informationstechnik, kleine Medizintechnik | 12 |
| 3.1.2.3 | Kleine Haushaltsgeräte, Elektrowerkzeuge | 12 |
| 3.1.2.4 | Große Haushaltsgeräte | 12 |
| 3.1.2.5 | Kühlgeräte | 12 |
| 3.1.2.6 | Elektrische Lampen | 12 |
| 3.1.2.7 | Industrielle Schaltanlagen, Meß-, Steuer- und Regelungstechnik, öffentliche Netze der Kommunikationstechnik, Großgeräte der Datenverarbeitungstechnik, Großgeräte der Medizintechnik | 13 |
| 3.1.2.8 | Batterien | 13 |
| 3.2 | Mengen von Elektro- und Elektronikschrott | 13 |
| 3.2.1 | Zahlen aus der Literatur | 14 |
| 3.2.2 | Die Zahlen für 1998 | 16 |
| 4. | Verfahren zur Erfassung, Aufarbeitung, Zerlegung, Verwertung und Beseitigung von Elektro- und Elektronikschrott | 17 |
| 4.1 | Verfahren zur Erfassung | 17 |
| 4.1.1 | Erfassung von Elektro- und Elektronikschrott am Beispiel der Hansestadt Rostock | 18 |
| 4.1.2 | Erfassung von Elektro- und Elektronikschrott am Beispiel der Stadt Berlin | 19 |
| 4.2 | Verfahren zur Zerlegung | 19 |
| 4.2.1 | Allgemeines | 19 |
| 4.2.2 | Zerlegekriterien | 21 |
| 4.2.3 | Shreddern der Geräte | 22 |
| 4.2.4 | Manuelle Zerlegung der Geräte | 22 |
| 4.3 | Verfahren zur Aufbereitung und Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott | 23 |
| 4.3.1 | Produktrecycling | 23 |
| 4.3.2 | Baugruppenrecycling | 23 |
| 4.3.3 | Materialrecycling | 24 |
| 4.3.3.1 | Mechanische Verwertung | 24 |
| 4.3.3.1.1 | Zerkleinerung | 24 |
| 4.3.3.1.2 | Siebklassierung | 24 |
| 4.3.3.1.3 | Mechanische Sortierprozesse | 25 |
| 4.3.3.1.3.1 | Klaubung | 25 |
| 4.3.3.1.3.2 | Massenstromsortierung | 26 |
| 4.3.3.1.3.2.1 | Dichtesortierung | 26 |
| 4.3.3.1.3.2.2 | Magnetscheidung | 27 |
| 4.3.3.1.3.2.3 | Elektrosortierung | 28 |
| 4.3.3.1.3.2.4 | Wirbelstromsortierung | 30 |
| 4.3.3.1.3.2.5 | Reibungssortierung | 30 |
| 4.3.3.2 | Thermische Verwertung | 31 |
| 4.3.3.2.1 | Kupferhütte | 31 |
| 4.3.3.2.2 | Pyrolyse | 32 |
| 4.3.3.3 | Chemische Verwertung | 33 |
| 4.3.3.3.1 | Hydrometallurgische Verfahren | 33 |
| 4.3.4 | Ausgewählte typische Produkte und deren Verwertung | 34 |
| 4.3.4.1 | Elektrische Leitungen und Kabel | 34 |
| 4.3.4.2 | Kühlgeräte | 37 |
| 4.3.4.3 | Bildröhren | 40 |
| 4.3.4.4 | Platinenschrott | 43 |
| 4.3.4.5 | Entladungslampen | 49 |
| 4.3.4.6 | Batterien und Akkumulatoren | 51 |
| 4.3.4.7 | Kondensatoren | 55 |
| 4.3.4.8 | Flüssigkristallanzeigen (LCD) | 56 |
| 5. | Herstellung, Rücknahme und Verwertung aus einer Hand - Das Beispiel Siemens Nixdorf - | 58 |
| 5.1 | Allgemeines | 58 |
| 5.2 | Das Drei-Stufen-Konzept zur Wiederverwertung und zum Recycling von Computern | 58 |
| 5.3 | Das Recyclingzentrum in Paderborn | 60 |
| 5.4 | Fazit | 61 |
| 5.5 | Umweltaudit Verordnung - Was ist das? | 62 |
| 6 | Befragung der Städte und Gemeinden des Kreises Siegen-Wittgenstein über die Erfassung und Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott | 64 |
| 6.1 | Ziel der Befragung | 64 |
| 6.2 | Resonanz der Befragung | 64 |
| 6.3 | Auswertung der Fragebögen | 65 |
| 6.4 | Vorschläge für Verbesserungen | 67 |
| 7. | Vermeidung von Elektro- und Elektronikschrott | 68 |
| 8. | Kostenbetrachtungen zum Elektro- und Elektronikschrott-Recycling | 69 |
| 8.1 | Kostenübernahme durch den Letztbesitzer | 69 |
| 8.2 | Umlage der Entsorgungskosten auf die allg. Müllgebühr | 69 |
| 8.3 | Preisaufschlag beim Kauf eines Neugerätes | 70 |
| 8.4 | Stufenmodell mit Generationsvertrag | 70 |
| 8.5 | Rücknahme durch den Hersteller | 71 |
| 8.6 | Fazit | 72 |
| 9. | Schlußbemerkung | 73 |
| 10. | Verwendete Literatur | 74 |
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832428655
Arbeit zitieren:
Abel, Thomas Februar 1998: Maßnahmen zur Vermeidung und Verwertung von Elektro- und Elektronikschrott, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
rechtliche Rahmenbedingungen, Zusammensetzung, Verwertung, Zerlegung, Kosten



