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Aggression

Auf der Suche nach Antworten

Aggression
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Christoph Lau
  • Abgabedatum: Dezember 1997
  • Umfang: 251 Seiten
  • Dateigröße: 10,9 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2621-7
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2621-7 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2621-7 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Lau, Christoph Dezember 1997: Aggression, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikation, Themenzentrierte Integration, Aggression, Wahrnehmung, Seminarentwicklung

Diplomarbeit von Christoph Lau

Problemstellung:

Immer wieder wurde in den letzten Jahren über eine mögliche Zunahme von Gewalt und damit von aggressiven Verhaltensweisen in den verschiedensten Bereichen unserer Gesellschaft berichtet.

„Steigende Zahlen zur Gewalt ... sagen (jedoch) nichts über tatsächliche Veränderungen, sondern zunächst nur etwas über die Veränderung der öffentlichen Aufmerksamkeit und die Bereitschaft aus, solche Straftaten auch anzuzeigen.“ Ob aggressives Verhalten wirklich zugenommen hat, lässt sich statistisch kaum nachweisen. Zugenommen hat aber auf jeden Fall das subjektive Gefühl, bedroht zu sein und aggressivem Verhalten ohnmächtig gegenüber zu stehen. Darüber hinaus kommt man im konkreten Einzelfall schnell an die Grenzen der eigenen Friedfertigkeit und Belastbarkeit, wenn man mit aggressivem Verhalten konfrontiert wird.

Genau an dieser Stelle möchte ich mit meiner Arbeit ansetzen.

Gang der Untersuchung:

Während ich im ersten Teil dieser Arbeit mit der Erklärung aggressiven Verhaltens anhand verschiedener psychologischer Theorien die Grundlage zum verstehen dieser Verhaltensweisen lege, habe ich den zweiten Teil ganz der Darstellung der verschiedenen Möglichkeiten, aggressives Verhalten zu verringern, gewidmet.

Im dritten Teil schließlich fließen die theoretischen Überlegungen des ersten und zweiten Teils in ein Seminar zum Thema „Aggression“ ein, dessen pädagogische Grundlagen im wesentlichen aus der Themenzentrierten Interaktion von Ruth C. Cohn und der humanistischen Psychologie und Pädagogik stammen und den Seminarteilnehmern ganzheitliches (d.h. kognitives und emotionales) Lernen ermöglichen sollen.

Insgesamt liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit allerdings mehr auf dem Thema „Aggression“ als auf den pädagogischen Methoden, die zur Umsetzung dieses Themas in einem Seminar notwendig sind.

Diese Arbeit lässt sich auch als Handbuch verstehen. Ein Handbuch, das interessierte Pädagogen in die Lage versetzen soll, ein eigenes Seminar zum Thema „Aggression“ auszuarbeiten und durchzuführen.

Gleich zu Beginn dieser Arbeit möchte ich jedoch betonen, dass ich mich auf den folgenden Seiten nur mit alltäglichen Aggressionen beschäftige. Auf die Ursachen von Terrorakten, Kriegen oder „ethnischen Säuberungen“ kann ich in diesem Zusammenhang genauso wenig eingehen wie auf die sogenannte „strukturelle Gewalt“. Außerdem habe ich zur Erklärung nur die psychologische Aggressionsforschung herangezogen. Andere Theorien werde ich nur streifen und somit auch bestimmte Ursachen aggressiven Verhaltens (z.B. Aggression als Folge bestimmter organischer Krankheiten) allenfalls am Rande erwähnen.

Aus Gründen der leichteren Lesbarkeit habe ich in dieser Arbeit (fast) ausschließlich die männliche Form verwendet. gemeint sind natürlich immer Männer und Frauen, wenn ich im Einzelfall meine Darstellungen nicht explizit nur auf Männer oder Frauen beschränkt habe.

Den Anhang mit sämtlichen Übungen für das Seminar und einigen anderen Ergänzungen habe ich aus Platzgründen in einem eigenen Band untergebracht.

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung 7
Teil 1: Aggression 9
Aggression - Ein Beitrag zur Begriffsbestimmung 10
Die „klassischen“ Aggressionstheorien 12
Historischer Überblick über die Aggressionsforschung 13
Triebtheorien 14
Psychoanalytische Triebtheorien 14
Aggressionstheoretische Überlegungen von Alfred Adler 14
Aggressionstheoretische Überlegungen von Sigmund Freud 15
Neuere psychoanalytische Theorien 17
Ethologische Triebtheorien 18
Aggressionstheoretische Überlegungen von Konrad Lorenz 18
Kritik an den Triebtheorien 19
Frustrations-Aggressions-Theorie 21
Exkurs 1: Aggression und Stress 23
Exkurs 2: Aggression und Angst 25
Lerntheoretische Modelle 27
Lernen am Modell 28
Lernen durch Erfolg und Misserfolg 30
Kognitives Lernen 31
Signallernen 32
Folgerungen 33
Kritik an den lerntheoretischen Modellen 34
Exkurs 3: Aggression und Medien 34
Exkurs 4: Aggression und Strafe 36
Exkurs 5: Die Vermittlung von Werten 39
Ergänzungen zu den „klassischen“ Aggressionstheorien 41
Interaktion und Kommunikation 41
Aggressionsarten 44
Motivation von Aggression 44
Affektive Aggressionsformen 45
Instrumentelle Aggression 45
Spontane Aggression 46
Individuelle und kollektive Aggression 47
Die Entwicklung individueller Aggressivität 48
Die alterstypische Entwicklung aggressiven Verhaltens 48
Erste Phase: Phase der aggressionsaffinen Emotionen 48
Zweite Phase: Trotzanfälle und Proto-Aggressionen 49
Dritte Phase: Aggressivitäts-Etablierung und -Differenzierung 50
Individuell unterschiedliche Faktoren 52
Ich-Stärke und Aggression 54
Exkurs 6: Aggression und Umweltzerstörung 55
Exkurs 7: Autoaggression 57
Exkurs 8: Aggression bei Männern und Frauen 59
Theorieintegration? 62
Das Modell von H.-P. Nolting 62
Das Modell von H. Kaufmann 64
Teil 2: Auf der Suche nach Antworten 67
Möglichkeiten zur Veränderung aggressiven Verhaltens 68
Lassen sich Aggressionen abreagieren? 69
Der vorbeugende Abbau aggressiver Impulse 70
Abbau akuter Ärger-Aggressionen 70
Gibt es eine emotionale Erleichterung durch aggressive Ersatzhandlungen? 71
Folgerungen 72
Die Veränderung der Aggressions-Anreger 73
Die Bewertung und Wahrnehmung der Anreger 75
Diagnostische Kompetenz 78
Die Förderung von Aggressionshemmungen 80
Der Aufbau von nicht-aggressiven Verhaltensalternativen 82
Teil 3: Ein Seminar 86
Ein Seminar? 87
Lernen in Gruppen 87
Die Themenzentrierte Interaktion 88
Die Wurzeln der Themenzentrierten Interaktion 88
Das Konzept der Themenzentrierten Interaktion 90
Die drei Axiome der TZI 91
Das erste Axiom 91
Das zweite Axiom 92
Das dritte Axiom 92
Die zwei Postulate der TZI 92
Das erste Postulat 92
Das zweite Postulat 93
Die TZI-Hilfsregeln 93
Das Strukturmodell 94
Die dynamische Balance 96
Struktur - Prozeß - Vertrauen 97
Das Arbeiten mit TZI 97
Grundsätzliche Ergänzungen 98
Spezielle Ergänzungen für Seminare zum Thema „Aggression“ 99
Von der Schädigung zur Selbstbehauptung - Ein Seminar zum Thema „Aggression“ 101
Exkurs 9: Entspannungsübungen 102
Der Seminarablauf 104
Die Seminarvorbesprechung 105
Das Seminar 106
Erster Seminartag 107
Zweiter Seminartag 108
Dritter Seminartag 109
Übersicht über den Seminarverlauf 111
Exkurs 10: Kreative Methoden 112
Rollenspiel 112
Abschließende Betrachtungen 115
Literaturverzeichnis 116
Erklärung 123

Arbeit zitieren:
Lau, Christoph Dezember 1997: Aggression, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kommunikation, Themenzentrierte Integration, Aggression, Wahrnehmung, Seminarentwicklung

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