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Unternehmensakquisition in den USA, Deutschland und Europa

Eine vergleichende Studie unter besonderer Berücksichtigung des Phänomens "feindliche Übernahme"

Diplomarbeit
Diplomarbeit von Catharina-Sophie Bescht ; Abgabe Februar 2000; 100 Seiten, 3,6 MB ; Note 1,3; Sprache Deutsch
Fachhochschule Münster Deutschland
Inhaltsangabe, Inhaltsverzeichnis und Textauszüge:

Einleitung:

Zur Zeit erfährt sowohl die deutsche als auch die europäische Unternehmenslandschaft einen großen Umbruch. Im Zuge stetig zunehmender Internationalisierung, Globalisierung und des dadurch bedingten wachsenden Konkurrenzdrucks sind Unternehmen mehr und mehr darauf angewiesen, ihre Strategien auf den internationalen Wettbewerb auszurichten. Dies beinhaltet die Suche nach neuen Kooperationspartnern auf internationaler Ebene und gegebenenfalls die Akquisition von Unternehmen, sei es, um sich eines Konkurrenten zu ent-ledigen, oder sich durch den Zukauf in den eigenen Kernbereichen zu konsolidieren.

Bis heute existiert weder im deutschen noch im europäischen Recht eine Regelung für Unternehmensübernahmen. Wie die Diskussion um den Fall Mannesmann/Vodafone gezeigt hat, besteht auf Gesetzesseite ein akuter Handlungsbedarf zur Schaffung eines rechtlichen Regelwerks für Übernahmen. In diesem speziellen Fall einer feindlichen Übernahme bestand sowohl auf Unternehmer- als auch auf Anteilseigner- und Arbeitnehmerseite große Verunsicherung in Bezug auf Verhaltensmaßregeln für die Beteiligten. Dies verdeut-lichte um so mehr die Wichtigkeit und Notwendigkeit eines schnellen Tätigwerdens seitens der Politik, um bei künftigen Übernahmen die Interessen der Betroffenen adäquat vertreten und durchsetzen zu können.

Die Problematik insbesondere der feindlichen Übernahme besteht in der Gewährleistung eines ausreichenden Schutzes für die Arbeitnehmer und Minderheitsaktionäre einer Gesellschaft, die Ziel eines solchen „Übernahmeangriffs“ wird.

Ein wichtiger Ansatz hierzu ist die Sicherstellung von Transparenz und Fairness während eines Übernahmeverfahrens, ohne daß Übernahmen grundsätzlich verhindert werden, da sie integraler Teil eines funktionierenden und sich fortentwickelnden Marktes sind.

Ziel dieser Untersuchung ist es, die Entwicklungen des deutschen und des europäischen Rechts für Übernahmen aufzuzeigen. Dabei wird sich am Beispiel der Vereinigten Staaten orientiert, da dort seit den 80er Jahren das sog. „Takeover Game“ zur alltäglichen Unternehmenspraxis gehört. Die USA verfügen über ein breit gefächertes Instrumentarium zur Reglementierung von Übernahmen und nehmen dadurch eine Vorbildfunktion für die Schaffung eines europäischen bzw. deutschen Gesetzes ein.

Gang der Untersuchung:

Um die Grundlage einer Diskussion der aktuellen rechtlichen Situation in den USA, Deutschland und Europa zu schaffen, wird in Teil II der Untersuchung zunächst auf relevante Aspekte des amerikanischen und deutschen Gesellschaftsrechts eingegangen. In diesem Zusammenhang werden die beiden für die Thematik der Übernahme wichtigsten Gesellschaftsformen der amerikanischen public corporation bzw. der deutschen Aktiengesellschaft kurz dargestellt. Bei der Betrachtung des amerikanischen Rechts wird sich auf die bundesstaatlichen Gesetze konzentriert, da die Einbeziehung des einzelstaatlichen Rechts den Rahmen dieser Arbeit sprengen würde.

Teil III führt in den Begriff der Übernahme unter besonderer Berücksichtigung des Konzepts der feindlichen Übernahme ein. Dabei wird auf Motive, die zu einer solchen führen, sowie auf die in den USA und Deutschland am häufigsten Anwendung findenden Übernahmepraktiken eingegangen. Im darauf folgenden Teil werden die Entwicklungen von Übernahmen in der Vergangenheit und Gegenwart erläutert und sodann umfassend der aktuelle Stand des amerikanischen, deutschen und europäischen Rechts diskutiert. Anschließend wird auf Abwehrmaßnahmen und ihre Legitimität im Zusammenhang mit feindlichen Übernahmen eingegangen. In einer Schlussbetrachtung werden Entwicklungsperspektiven für das europäische und das deutsche Übernahmerecht aufgezeigt.

Inhaltsverzeichnis:

Inhaltsübersicht I
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungsverzeichnis VI
Abkürzungsverzeichnis VII
I. TEIL 1
1. Einleitung 1
II. TEIL 3
2. Relevante Grundzüge des Gesellschaftsrechts 3
2.1 Statut der amerikanischen public corporation 3
2.1.1 Grundlegende Aspekte 4
2.1.2 Gründung 4
2.1.3 Anteilseigner 6
2.1.4 Mindestkapital und Einlagen 6
2.1.5 Geschäftsführung und Vertretung 6
2.1.6 Haftung 7
2.1.7 Organe 8
2.2 Statut der deutschen Aktiengesellschaft 9
2.2.1 Grundlegende Aspekte 10
2.2.2 Gründung 10
2.2.3 Anteilseigner 11
2.2.4 Mindestkapital und Einlagen 11
2.2.5 Geschäftsführung und Vertretung 11
2.2.6 Haftung 12
2.2.7 Organe 12
III. TEIL 13
3. Die feindliche Übernahme 13
3.1 Konzept der feindlichen Übernahme 13
3.1.1 Begriff der Übernahme im allgemeinen 13
3.1.2 Abgrenzung der feindlichen zur freundlichen bzw. unfreundlichen Übernahme 17
3.1.2.1 Freundliche Übernahme (friendly takeover) 18
3.1.2.2 Unfreundliche Übernahme (unfriendly takeover) 19
3.1.2.3 Feindliche Übernahme (hostile takeover) 19
3.2 Procedere der feindlichen Übernahme 21
3.2.1 Übernahmestrategien in den USA 24
3.2.1.1 Marktkäufe 24
3.2.1.2 Paket-Käufe 24
3.2.1.3 tender offers 25
3.2.1.4 dawn raids und saturday night specials 26
3.2.1.5 proxy-Auseinandersetzung 26
3.2.2. Übernahmestrategien in Deutschland 29
3.2.2.1 Sukzessivkauf 29
3.2.2.2 Ankauf von Aktienpaketen 29
3.2.2.3 Öffentliches Übernahmeangebot 29
IV. TEIL 31
4. Darstellung des Übernahmerechts in den USA, Deutschland und Europa in der Vergangenheit und Gegenwart 31
4.1 Übernahmen in den USA 31
4.1.1 Entwicklung von Übernahmen zwischen 1980 und heute 31
4.1.2 Rechtliche Rahmenbedingungen für Übernahmen 33
4.1.2.1 Der Securities Act von 1933 (SA 1933) 34
4.1.2.2 Der Securities Exchange Act von 1934 (SEA 1934) 35
4.1.2.3 Der Williams Act von 1968 (WA 1968) 35
4.1.3 Anwendungsbereich der Gesetze in Bezug auf tender offers 36
4.2 Übernahmen in Deutschland 39
4.2.1 Die Leitsätze der Börsensachverständigenkommission für Übernahmeangebote von 1979 39
4.2.2 Der Übernahmekodex von 1995 40
4.2.3 Der SPD-Entwurf für ein Übernahmegesetz im Vergleich mit dem Übernahmekodex 44
4.2.4 Erklärungsansätze für die bisher geringere Bedeutung feindlicher Übernahmen in Deutschland 47
4.2.4.1 Marktspezifika 47
4.2.4.2 Rechtsspezifika 48
4.2.4.2.1 Das Mitbestimmungsgesetz von 1976 49
4.2.4.2.2 Das Konzernrecht 49
4.2.4.2.3 Das Fusionsrecht 50
4.2.4.2.4 Aufteilung der Geschäftsführung in Vorstand und Aufsichtsrat 50
4.3 Europa: Entstehungsgeschichte der 13. EU-Richtlinie und ihre Entwicklung bis dato 52
4.3.1 Der Pennington-Report und der Richtlinien-Entwurf von 1973 52
4.3.2 Der Geänderte Richtlinien-Enwurf von 1989/1990 57
4.3.3 Der Richtlinien-Entwurf von 1997 62
V. TEIL 67
5. Diskussion von zivilrechtlichen Abwehrmaßnahmen und ihrer Legitimität 67
5.1 Abwehrstrategien im US-amerikanischen Recht 69
5.1.1 Präventive Maßnahmen 69
5.1.1.1 Ankauf eigener Aktien 69
5.1.1.2 Einschränkungen der Anteilseigner in Bezug auf die Besetzung des board of directors 70
5.1.1.3 fair price-Bestimmungen 70
5.1.1.4 Ausgabe besonderer Vorzugstitel 71
5.1.1.5 Ausgabe von Mehrstimmrechtsaktien 71
5.1.2 Maßnahmen während der Angebotsphase 72
5.1.2.1 Verkauf von Vermögensgegenständen 72
5.1.2.2 Zukauf von Unternehmen 72
5.1.2.3 Kooperation mit einem freundlichen Bieter 72
5.2 Abwehrstrategien im deutschen Recht 74
5.2.1 Präventive Maßnahmen 74
5.2.1.1 Ankauf von Aktien 74
5.2.1.2 Einführung von Höchststimmrechten 75
5.2.1.3 Depotstimmrecht 75
5.2.1.4 Kapitalverflechtungen 76
5.2.2 Maßnahmen während der Angebotsphase 77
5.2.2.1 Verkauf von Vermögensgegenständen 77
5.2.2.2 Information der Aktionäre 77
5.2.2.3 Kapitalerhöhung 77
VI. TEIL 79
6. Zukunftsperspektiven für eine Übernahmeregelung in Deutschland und Europa 79
Literaturverzeichnis 81
Primärquellen 81
Sekundärquellen 82
Sonstige Quellen 8

Link zur Arbeit: http://www.diplom.de/katalog/arbeit/2549
Arbeit zitieren: Bescht, Catharina-Sophie Februar 2000: Unternehmensakquisition in den USA, Deutschland und Europa, Hamburg: Diplomica Verlag
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