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Alkoholkonsum bei jungen Erwachsenen

Zusammenhang zu psychischen Beschwerden

Alkoholkonsum bei jungen Erwachsenen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Hendrik Berth
  • Abgabedatum: Dezember 1995
  • Umfang: 204 Seiten
  • Dateigröße: 7,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Technische Universität Dresden Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2309-4
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2309-4 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Berth, Hendrik Dezember 1995: Alkoholkonsum bei jungen Erwachsenen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Alkoholkonsum, Jugendliche, Sucht, Psychische Störungen

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Diplomarbeit von Hendrik Berth

Zusammenfassung:

Die vorliegende Arbeit ist entstanden als Teil eines umfangreichen Forschungsprojekts am Institut für Klinische Psychologie der Technischen Universität Dresden. Im Zeitraum September 1994 bis September 1995 wurden 254 männliche und 393 weibliche (insgesamt 653) Dresdener Abiturienten (Durchschnittsalter 18,2 Jahre) mit Fragebögen und teilweise mit mündlichen Interviews untersucht.

Zunächst erfolgt eine kurze Einführung in die Alkoholproblematik allgemein und in verschiedene Aspekte des jugendlichen Alkoholkonsums/ -missbrauchs und Alkoholabhängigkeit. Nach einem Überblick über ausgewählte, vorliegende Studien zum Thema -Alkohol und Jugend- und einem Abschnitt zur Alkoholthematik in der ehemaligen DDR, werden hier die Aussagen der Dresdener Probanden zu ihrem Alkoholkonsum dargestellt, kritisch betrachtet und anschließend mit einigen vorliegenden Studien verglichen.

8,42% der Befragten lebten abstinent, als Problemtrinker sind 23,6% der männlichen und 7,8% der weiblichen Befragten zu kennzeichnen. Das bevorzugte Getränk aller Befragten ist Wein. Männer bevorzugten Bier. Aus den Mengen- und Häufigkeitsangaben der Probanden wurde ein Quantity- Frequency- Index berechnet. Der Konsum der Abiturienten ist im Vergleich zu anderen Studien nicht auffällig. Als stark alkoholismusgefährdet sind 5,9% der Schüler und 1,3% der Schülerinnen zu kennzeichnen.

Von den 232 mündlich befragten Abiturienten erfüllten 31% die Kriterien für eine Diagnose gemäß DSM-III-R. Die am häufigsten vorkommende Störung ist die Sozialphobie. Zwischen Alkoholkonsum und diagnostizierten psychischen Störungen gemäß DSM-III-R besteht in der untersuchten Stichprobe kein Zusammenhang. Bei den untersuchten Schülern wurden ebenfalls keine, bzw. kaum Zusammenhänge bei der Untersuchung des Verhältnisses zwischen hohem Alkoholkonsum und dem Vorliegen anderer psychischer Beschwerden gefunden.

Ihnhaltsverzeichnis:

Theoretischer Teil
Gliederung 1
Zusammenfassung 3
Abstract 4
1. Alkohol: Konsum, Mißbrauch, Abhängigkeit 5
1.1 Allgemeines 5
1.2 Therapie und Prävention 11
1.3 Definitionen von Missbrauch und Abhängigkeit 13
1.4 Erfassen von Trinkverhalten 16
2. Aspekte des Alkoholkonsums bei jungen Erwachsenen 19
2.1 Allgemeines 19
2.2 Erstkonsum 23
2.3 Der Einfluss des Elternhauses 24
2.4 Der Einfluss der Peergroup 26
2.5 Trinkmotive 27
3. Ergebnisse verschiedener Studien zum Thema Alkohol und Jugendliche 28
3.1 Studien der Bundeszentrale für Gesundheitliche Aufklärung (BZgA) 29
3.2 Studien der Schweizerischen Fachstellen für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) 31
3.3 Studien in verschiedenen Bundesländern 33
3.3.1 Niedersachsen 1994 33
3.3.2 Niedersachsen 1991 34
3.3.3 Baden- Württemberg 1989 36
3.3.4 Rheinland- Pfalz 1988 37
3.3.5 Bayern 1986 39
3.4 Die Studie von Nordlohne (1992) 40
3.5 Repräsentativerhebung des Bundesministeriums für Gesundheit (1983) 42
3.6 Zusammenfassender Überblick über die Studien, Kritik 44
4. Exkurs: Alkoholkonsum in der ehemaligen DDR 45
4.1 Besonderheiten des Trinkverhaltens in der DDR 45
4.2 Alkoholkonsum in Sachsen 48
4.3 Alkoholkonsum Jugendlicher in der ehemaligen DDR 53
Empirischer Teil
5. Ableitung der Fragestellung 56
6. Untersuchungsdesign 59
6.1 Beschreibung der Stichprobe (Versuchsteilnehmer) 59
6.1.1 Beschreibung der Stichprobe der Fragebogenuntersuchung (Voruntersuchung) 59
6.1.2 Beschreibung der Stichprobe der mündlichen Befragung, Vergleich der Stichproben 62
6.2 Versuchsmaterial 65
6.2.1 Verwendete Fragebögen (Schriftliche Befragung) 65
6.2.1.1 Der Fragebogen zum Alkoholkonsum 67
6.2.1.2 Die Trinkmenge als Maß zur Kategorisierung des Trinkverhaltens 70
6.2.2 Verwendete Materialien (Mündliche Befragung) 73
6.3 Versuchsablauf 75
6.4 Hinweise zur Statistik 76
7. Ergebnisse der Dresdner Studie 77
7.1 Ergebnisse des Alkoholfragebogens 77
7.1.1 Bierkonsum 79
7.1.2 Weinkonsum 81
7.1.3 Spirituosenkonsum 83
7.1.4 Bewertung des Konsumverhaltens 86
7.2. Abgeleitete Ergebnisse 88
7.2.1 Abstinenz und Konsum 89
7.2.2 Einschätzung des Trinkverhaltens 90
7.2.3 Quantity- Frequency (Q-F) Index 91
7.2.4 Mißbrauch und Abhängigkeit 93
7.2.5 Bevorzugte Getränke 95
7.3 Problemtrinken 97
7.4 Zusammenfassung und Diskussion der Ergebnisse 102
8. Vgl. der Dresdner Studie mit anderen Untersuchungen 104
9. Komorbidität Alkoholkonsum und andere Störungen in der Dresdener Studie 109
9.1 Alkoholkonsum und diagnostizierte psychische Störungen 109
9.2 Alkoholkonsum und andere Probleme 114
9.2.1 Alkoholkonsum und Lebensereignisse 115
9.2.2 Alkoholkonsum und psychische Belastung 119
9.2.2.1 Alkoholkonsum, Aggressivität und Paranoides Denken 121
9.2.3 Alkoholkonsum und Angst 122
9.2.3.1 Alkoholkonsum und Angstscreening 122
9.2.3.2 Alkoholkonsum und weitere Angstmaße 124
9.2.3.3 Alkoholkonsum und Angst bei Männern 126
9.2.3.4 Alkoholkonsum und Angst bei Frauen 127
9.2.4 Alkoholkonsum und Selbstakzeptierung 128
9.2.5 Alkoholkonsum und Soziale Unterstützung 130
9.2.6 Alkoholkonsum und Kognitionen zu Angst und Depression 131
9.2.7 Alkoholkonsum und Selbstunsicherheit 132
9.2.8 Alkoholkonsum und Anorexia Nervosa 133
9.3 Zusammenfassung der Komorbiditätsuntersuchungen 135
10. Zusammenfassung 137
11. Literatur 144
12. Anhang A 1
Inhaltsverzeichnis des Anhangs A 1
1. Muster Fragebogenbatterie A 2
2. Verzeichnis der im Text befindlichen Tabellen und Abbildungen A 20
2a Verzeichnis der Tabellen A 20
2b Verzeichnis der Abbildungen A 22
Anhang 1-Soziodemographische Merkmale der Probanden der Fragebogenuntersuchung A 23
Anhang 2-Soziodemographische Merkmale der Probanden der mündlichen Befragung A 27
Anhang 3-Ergebnisse zum Alkoholfragebogen A 30
Anhang 4-Abgeleitete Ergebnisse/ Problemtrinken A 38
Anhang 5-Weitere Ergebnisse A 41

Automatisiert erstellter Textauszug:

Spirituosen mit 5 Gramm je 0,01 l angenommen. Die Summe der 3 Einzelscores (Bier, Wein und Spirituosen) bildet dann den Q-F Index. Ändert man nun das obenstehende Schema von Edwards, Chandler & Hensman (1972) auf die in dieser Untersuchung erhobenen Werte für Trinkmengen und Häufigkeiten, unter Berücksichtigung des Berechnungsmodus der BZgA (1992) ab, so ergibt sich folgendes Schema zur Klassifizierung der Trinkkategorien nach dem Q- F Index. Dabei entspricht: A= bis 2 Gläser oder 1 Flasche a ½ Liter Bier (oder weniger als ein Glas Wein oder 1- 2 Gläschen Spirituosen); B= 3- 4 Gläser oder 2 Flaschen a ½ Liter Bier (oder 1 Glas Wein oder 3- 4 Gläschen Spirituosen) und C= 5 Gläser oder 3 Flaschen a ½ Liter oder mehr Bier (oder ½ Liter oder mehr Wein oder 5- 6 oder mehr Gläschen Spirituosen). Die Einteilungen in Trinkkategorien orientieren sich am Schema von Edwards, Chandler & Hensman (1972) sowie an den theoretischen Feststellungen (s. Punkt 1 & 2.) und den Ergebnissen anderer Studien zum Alkoholkonsum bei Jugendlichen (s. Punkt 3), wurden jedoch aufgrund der in unserer Untersuchung genaueren Erfassung der Häufigkeit des Trinkens und der weniger differenzierten Erfassung der Trinkmengen entsprechend verändert. Neu eingeführt wurde die Kategorie „abstinent“, die Kategorie „gelegentlich“ wurde aufgrund der fehlenden Daten zum jährlichen Trinken in die Kategorie „selten - leicht“ mit einbezogen. Anzahl der Drinks Häufigkeit des Trinkens A B C 3 mal oder mehr pro Tag 2 mal pro Tag 1 mal pro Tag fast täglich häufigmäßig stark 3 oder 4 mal pro Woche leicht 1- 2 mal pro Woche 2- 3 mal pro Monat ca. 1 mal pro Monat selten- leicht seltener nie abstinent Abbildung: 6.2.1.2.2: Der Q-F Index in dieser Untersuchung. Damit definieren sich die Kategorien des Q-F Index, gemäß den in unserer Untersuchung erhobenen Aussagen (s. Punkt 7 und Muster im Anhang Punkt 11) folgendermaßen: „abstinent“= Alkohol wird nie getrunken; „selten- leicht“= seltener als 1 mal pro Monat wird (egal was und wieviel) getrunken; „häufig- leicht“= zwischen 1 mal pro Woche und 1 mal pro Tag werden bis 2 Gläser oder 1 Flasche a ½ Liter Bier (oder weniger als ein Glas Wein oder 1- 2 Gläschen Spirituosen getrunken; „mäßig“= es werden zwischen 2 mal pro Tag bis 2 Gläser oder 1 Flasche a ½ Liter Bier (oder weniger als ein Glas Wein oder 1- 2 Gläschen Spirituosen) und 1- 2 mal die Woche 5 Gläser oder 3 Flaschen a ½ Liter oder mehr Bier (oder ½ Liter oder mehr Wein oder 5- 6 oder mehr Gläschen Spirituosen) getrunken; „stark“= es wird 3 oder mehrmals am Tag getrunken oder mindestens 3- 4 mal die Woche 5 Gläser oder 3 Flaschen a ½ Liter oder mehr Bier (oder ½ Liter oder mehr Wein oder 5- 6 oder mehr Gläschen Spirituosen) getrunken. Laut Antons und Schulz (1990) ist der Q-F Index für die meisten Fragestellungen durchaus ausreichend, dem widersprechen z.B. Kisker et al. (1987), die feststellen, daß dieses Vorgehen problema68 [...]

Wie oben dargestellt, sind die Fragen 8- 12 des verwendeten Fragebogens ein akzeptables Instrument zur Erfassung möglichen Problemtrinkens. Welche Informationen beinhalten nun die Fragen 1- 7 ? Zunächst einmal kann man relativ differenzierte Angaben über die verschiedene Aspekte der Trinkgewohnheiten (Getränkearten, Häufigkeiten, Mengen) der Befragten machen. Vergleiche mit anderen Populationen, denen ähnliche Fragen gestellt wurden, Vergleiche der männlichen und weiblichen Befragten und Vergleiche der Problemtrinker (ermittelt aus den Fragen 8- 12) mit den Nichtproblemtrinkern usw. sind möglich. Zur Erfassung einzelner Aspekte (s.o.) des Trinkens wurden verschiedene Instrumente erdacht, dazu gehören z.B. die entsprechenden Abschnitte des CIDI (s. bei Cottler u.a., 1991; Wittchen u.a., 1995). Das gebräuchlichste und am häufigsten verwendete (laut Antons & Schulz, 1990) ist der QuantityFrequency (Q-F) Index, der von Straus und Bacon (1953) entwickelt wurde. Mittels einem weitestgehend standardisierten Verfahren sollen die verschiedenen Erscheinungen des Trinkens möglich realitätsnah abgebildet werden (Antons & Schulz, 1990). „Der Q-F Index bezeichnet die Menge Alkohol, die eine Person in einem bestimmten Zeitraum zu sich nimmt. Der Index ist das Produkt aus der Menge, die der Befragte üblicherweise (durchschnittlich) trinkt und der Häufigkeit des Trinkens in einem bestimmten Zeitraum (einer Woche oder einem Monat).“ (Antons & Schulz, 1990, S. 61). Dieser Index errechnet sich aus zwei unabhängigen Antworten der Versuchsperson, entsprechend den Antworten werden die Befragten bestimmten Kategorien zugeordnet. In der von Edwards, Chandler & Hensman (1972) verwendeten Form stellen sich die Trinkkategorien wie folgt dar: [...]

Flüchtigkeitsfehler führen könnte. Über die eben erwähnten Fehler beim Ausfüllen geben die Tabellen 11.109. und 11.110. im Anhang Aufschluß. Eine Überprüfung der Zuverlässigkeit und Gültigkeit der in dieser Arbeit dargestellten Daten (s. Punkt. 7. und 9.) erfolgte nicht. In der Drogenforschung allgemein sind zur Überprüfung der Gütekriterien, externe, interne und Konstruktvalidität, z. B. denkbar: Gegenüberstellung der Antworten von anonym und nicht anonym Befragten, die Überprüfung der Anzahl fehlender Antworten, Verwendung von fiktiven Drogen um Falschangaben aufzudecken, Überprüfung der Konsistenz bei der Beantwortung von logisch verknüpften Antworten oder die Verwendung von Offenheitsskalen (Nordlohne, 1992). Das Problem der Reliabilität und Konsistenz bei Befragungen zum Konsum von Drogen oder Alkohol diskutieren z.B. O`Malley, Bachmann & Johnston (1983). [...]

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Berth, Hendrik Dezember 1995: Alkoholkonsum bei jungen Erwachsenen, Hamburg: Diplomica Verlag

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