Motivation und Führung von Mitarbeitern
- Art: Diplomarbeit
- Autor: André Roth
- Abgabedatum: Januar 2000
- Umfang: 86 Seiten
- Dateigröße: 516,4 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Hochschule für Technik Esslingen (FH) Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8428-0370-1
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8428-0370-1 P - ISBN (CD) :978-3-8428-0370-1 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Roth, André Januar 2000: Motivation und Führung von Mitarbeitern, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Führung, Arbeitsmotivation, Mitarbeiter Vorgesetzter, Anerkennung, Motivation
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Diplomarbeit von André Roth
Einleitung:
Fast jede Ausbildung vermittelt in erster Linie nur die Sachkenntnisse. Zwischenmenschliche Fähigkeiten werden oft vernachlässigt oder überhaupt nicht geschult. Zum Beispiel übernehmen viele Fachkräfte früher oder später eine Teamleitungs- oder Führungsfunktion. Jedoch haben die wenigsten von Ihnen zwischenmenschliches Know-how oder Führungswissen in der Ausbildung oder an der Hochschule vermittelt bekommen. Es ist ein Wissen, das jeder braucht, heute wie morgen. Ergebnisse im Unternehmen werden in manchen Fällen trotz allem Fachwissen nicht effizient oder überhaupt nicht erreicht, weil die zwischenmenschliche Basis der beteiligten Parteien nicht im Lot war.
Die Arbeitsmoral und Motivation der Mitarbeiter werden zum größten Teil durch den Vorgesetzten beeinflußt. Die Führung und Motivation der Mitarbeiter durch den direkten Vorgesetzten, oft als "Mitarbeiterführung" bezeichnet, ist Gegenstand dieser Diplomarbeit.
Ziel war es, eine handlungsorientierte Diplomarbeit zu liefern und dabei ein Verständnis für die Grundelemente der Mitarbeiterführung zu schaffen. Es soll ein "Fundament" für die meisten Berufe und Branchen aufgezeigt werden, auf dem dann später individuell das Führungswissen durch die Praxiserfahrung vertieft werden kann. Angesprochen werden sollen die angehenden und praktizierenden Führungskräfte, also die "Nicht-Psychologen".
Gang der Untersuchung:
In Kapitel 2 wird das menschliche Verhalten erklärt, warum Menschen so und nicht anders handeln. Hier spielt die Motivation eine bedeutende Rolle welche anhand von Motivationstheorien verdeutlicht wird.
Kapitel 3 erklärt einleitend die verschiedenen Möglichkeiten der Einflußnahme auf den Mitarbeiter. Es gibt unzählige Bücher zum Thema Führung. Einige davon versuchen den gestreßten und zeitknappen Managern ein Führungs-"Rezept" (Führen funktioniert jedoch nicht nach Kurzanleitung) an die Hand zu geben, andere dagegen nehmen alle aufgestellten Modelle und Theorien der Motivation und Führung auf, ohne dabei etwas konkretes für die Praxis zu liefern. Aus diesem Grund wurde die Vielzahl von Erkenntnissen der klassischen Führungslehre auf einen für die Praxis verwertbaren Nenner gebracht. R. Sprenger hat ein neues Konzept zur Führung aufgestellt und widerlegt damit die gängigen Führungspraktiken. Es scheint besonders in Managerkreisen respektable Beachtung zu finden. Sein Konzept wird deswegen mit denen der klassischen Führungslehre verglichen. Es soll dabei analysiert werden, ob Sprengers revolutionäres Konzept in der Praxis haltbar ist und erfolgreich sein kann. Die Erkenntnisse aus Kapitel 3 sind die Grundlage für die konkreten und praxisorientierten Handlungsansätze in Kapitel 4.
Kapitel 4 resultiert aus den Ergebnissen von Kapitel 3. Hier soll nun konkret darauf eingegangen werde, wie der Führungspraktiker vorgehen soll, welche Führungsmittel er wie einzusetzen hat, um seine Mitarbeiter zu motivieren und zum Ziel zu führen. Zuerst muß dabei die Person des Führenden, sein Charakter und sein Verhalten angesprochen werden, welches von enormer Wichtigkeit ist. Gleichzeitig müssen die Randbedingungen, die außerhalb der Führungspersönlichkeit liegen, mit in Betracht gezogen werden. Im zweiten Schritt wird dann auf die konkreten Führungsmittel und deren Anwendung eingegangen. In Zusammenarbeit mit Prof. Dr.-Ing. Alfred Mack wurde eine neue Theorie der Mitarbeiterführung formuliert, die den Bereich der Anerkennung als fundamental offenbart, um erfolgreich eine langfristige Mitarbeiterführung zu praktizieren.
Das ausgewogene Literaturverzeichnis mit über 40 Autoren bietet im Anschluß die ideale Möglichkeit, einzelne Punkte vertiefend nachzulesen.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Stellenwert der menschlichen Arbeit im Leben | 1 |
| 1.2 | Bedeutung der Ressource Mensch im Unternehmen | 2 |
| 1.3 | Einflußfaktoren auf die Produktivität der Ressource Mensch | 2 |
| 2. | Beeinflussung des menschlichen Verhaltens durch Motivation | 4 |
| 2.1 | Das menschliche Verhalten | 4 |
| 2.2 | Motiv, Motivarten, Motivation | 5 |
| 2.3 | Theorien der Motivation | 6 |
| 2.3.1 | Die Bedürfnis-Hierarchie nach MASLOW | 6 |
| 2.3.2 | Extrinsische und intrinsische Motive | 7 |
| 2.3.3 | Zwei-Faktoren-Theorie von HERZBERG | 8 |
| 2.4 | Zusammenfassung | 8 |
| 3. | Motivation durch Führung | 9 |
| 3.1 | Einleitung | 9 |
| 3.1.1 | Was ist unter "Führung" zu verstehen? | 9 |
| 3.1.2 | Arten der Führung | 10 |
| 3.1.2.1 | Führung durch Strukturen | 10 |
| 3.1.2.2 | Führung durch Menschen | 10 |
| 3.1.3 | ,Richtungsweisen der Führung | 11 |
| 3.2 | Vergleich des Führungskonzeptes von R. Sprenger zur klassischen Führungslehre | 12 |
| 3.2.1 | Kurzüberblick über Sprengers Buch "Mythos Motivation" | 13 |
| 3.2.2 | Vorgehensweise beim Vergleich | 14 |
| 3.2.2.1 | Paradigmen | 14 |
| 3.2.2.1.1 | Menschenbilder | 14 |
| 3.2.2.1.2 | Werte, Werthaltung und Wertewandel | 15 |
| 3.2.2.2 | Beweggründe des menschlichen Verhaltens | 15 |
| 3.2.2.3 | Führung in der Praxis | 16 |
| 3.2.2.4 | Erfolgskontrolle der Führungstheorien | 16 |
| 3.2.3 | Vergleich der Praxisansätze | 17 |
| 3.2.3.1 | Paradigmen | 17 |
| 3.2.3.1.1 | Das Menschenbild | 17 |
| 3.2.3.1.2 | Werte und Werthaltung | 19 |
| 3.2.3.2 | Beweggründe des menschlichen Verhaltens | 22 |
| 3.2.3.2.1 | Die Beweggründe nach R. Sprenger | 22 |
| 3.2.3.2.2 | Die Beweggründe der klassischen Führungsforschung | 24 |
| 3.2.3.3 | Führung in der Praxis | 29 |
| 3.2.3.3.1 | Der Führungsansatz von R. Sprenger | 30 |
| 3.2.3.3.2 | Führungsansätze der klassischen Führungslehre | 34 |
| 3.2.3.4 | Erfolgskontrolle der Führungstheorien | 42 |
| 3.2.4 | Resümee | 44 |
| 4. | Einstieg in die Führungsphilosophie - ein handlungsorientierter Ansatz | 46 |
| 4.1 | Randbedingungen der Führung | 46 |
| 4.1.1 | Voraussetzungen zur Führungskraft | 46 |
| 4.1.1.1 | Führen ist eine Frage des Charakters | 48 |
| 4.1.2 | Komplexität und Individualität der Situation | 52 |
| 4.1.3 | Lebensfähigkeit kontra Überlebensfähigkeit | 54 |
| 4.2 | Ansatzpunkte der Führung | 56 |
| 4.2.1 | Pflichten des Vorgesetzten | 56 |
| 4.2.2 | Kommunikation | 57 |
| 4.2.3 | Ziele | 60 |
| 4.2.4 | Kontrolle | 62 |
| 4.2.5 | Anerkennung und Kritik | 64 |
| 4.2.5.1 | Anerkennung | 66 |
| 4.2.5.2 | Anerkennung ist mehr als nur Lob | 67 |
| 4.2.5.3 | Kritik | 71 |
| 5. | Abschließende Bemerkung | 73 |
| Abbildungsverzeichnis | VI | |
| Literaturverzeichnis | VII |
Es ist ein Trend von der Zielsetzung zur vermehrten Zielvereinbarung in der Führungsforschung zu sehen. Ein Trend, wie ihn auch R. Sprenger voraussagt. Nachdem die Ziele gemeinsam vereinbart wurden, ist eine Kontrolle von seiten des Vorgesetzten wichtig. "Kontrolle ist die Voraussetzung für das Funktionieren einer kooperativen Führung. ... Sie ist .. zur Steuerung von Arbeitsabläufen und Verhaltensweisen schlechthin unentbehrlich. ... Denn Kontrolle will die Mitarbeiter nicht entmutigen und verärgern, sondern sie fördern und ihnen helfen."1 Werden bei der Kontrolle Abweichungen festgestellt, so Wagner weiter, dann werden diese mit dem Mitarbeiter besprochen und die Korrekturen gemeinsam festgelegt. Für Sprenger ist die Kontrolle eine der wichtigsten Aufgaben. Auch hier ist somit eine Übereinstimmung der Grundansätze vorhanden. Laut Bullinger ist es für jeden Mitarbeiter wichtig, Feedback über seine Arbeitsleistung zu erhalten. "Ohne dieses Wissen kann er den Stellenwert seiner Arbeit nicht einordnen und seine Arbeitsmotivation sinkt."2 Der Vorgesetzte sollte darauf großen Wert legen, denn das Feedback ist die Voraussetzung für eine Veränderung des Verhaltens. Oftmals ist sich der Handelnde selbst nicht bewußt, daß sein Verhalten verbesserungswürdig ist. "Kritik und Anerkennung sind wichtige Führungsmittel, die sich für die Interpretation von Kontrollergebnissen anbieten."3 Rosenstiel sieht in Anerkennung und Kritik ein wesentliches Hilfsmittel für den Vorgesetzten, das die Zufriedenheit und die Leistungsbereitschaft des Mitarbeiters fördern kann. Die besondere Stärke dieser Instrumente liegt darin, daß sie jedem Vorgesetzten jederzeit zur Verfügung stehen. Anerkennung und Kritik bewirkt verschiedenes beim Mitarbeiter. Der Mitarbeiter wird informiert, er kann sein Verhalten modifizieren, er wird motiviert, in seinem Selbstbild gefestigt und korrigiert. Der Einsatz muß jedoch überlegt [...]
Eine weitere Darstellung der Hauptaufgaben des Vorgesetzten hat Frese vorgenommen. Der Vorgesetzte muß im Sinne der individuellen Stärken der Mitarbeiter die Aufgabenschwerpunkte zuordnen, Ziele vereinbaren und sie ausreichend informieren, damit sie ihre Aufgaben erfüllen können. Zudem übt er Dienstaufsicht und Erfolgskontrolle aus, inkl. Anerkennung und Kritik.1 Es gibt für Bullinger einen großen Unterschied, ob langfristig alle Ziele immer vom Vorgesetzten alleine bestimmt werden, oder ob der Mitarbeiter daran beteiligt wird. "Durch gesetzte Ziele werden Mitarbeiter nur zu demotivierten, auszuführenden Befehlsempfängern."2 Zielvereinbarung dagegen fördert seiner Meinung nach die Identifikation mit den Zielen. Stimmt der Vorgesetzte "... sich in gemeinsamen Gesprächen mit den Mitarbeitern über Wege oder gar Ziele der Aufgabenbewältigung ab, so wird der Mitarbeiter sich stärker mit der Aufgabe identifizieren."3 Guest sieht bei der Zielvereinbarung die Notwendigkeit, auf den Schwierigkeitsgrad des Zieles zu achten. "... je schwieriger das Ziel, um so größer die Herausforderung. ... Schließlich führt die Zielerreichung zu Gefühlen des Vollendens und des Selbstvertrauens und zu einer Empfindung von Abschluß und Vollständigkeit. ... Zusammenfassend sorgen Ziele für Richtung, Anstrengung und Ausdauer, den drei Elementen starker Motivation."4 Neben der permanenten Unterforderung des Mitarbeiters ist sicherlich auch eine ständige Überforderung nicht sinnvoll. Sinnvoll kann dabei wörtlich verstanden werden. Es gibt konkrete Modelle der Führung, in denen die Zielvereinbarung ein wesentliches Element ist. "Das DIB-Modell hat seinen Namen vom Deutschen Institut für Betriebswirtschaft ... es enthält Elemente des Management by Objectives und des Management by exception: Ziele und Prioritäten werden gemeinsam mit den Mitarbeitern entwickelt. Eine ständige Zielüberprüfung ist selbstverständlich."5 [...]
weiß, daß er durch sein Verhalten die Leistung und die Zufriedenheit der Mitarbeiter beeinflussen kann, daß ... wurde auch wissenschaftlich nachgewiesen."1 Es gibt also keine Zweifel, der Vorgesetzte ist eine entscheidende Einflußgröße auf das Verhalten und die Leistung der Mitarbeiter. Sprenger und die Führungsforschung sind sich damit einig. Die wichtigste Voraussetzung für erfolgreiches Führungsverhalten sehen Linneweh und Hofmann im Management von Streß und Zeit. "Das erfolgreiche Management der eigenen Person, des eigenen Erlebens, Denkens und Handelns ist eine unverzichtbare Voraussetzung für alle übrigen Führungsfunktionen. Denn nur wer sich selbst führen kann, wird auch andere verantwortungsbewußt führen."2 Aus meiner Sicht spielt es deswegen eine so bedeutende Rolle, weil der Vorgesetzte – bewußt oder unbewußt – durch Vorbild führt. Bullinger verweist auf eine weitere wichtige Basis für erfolgreiches Führen. "Alle Motivationsversuche schlagen fehl, wenn eine wichtige Grundlage fehlt, das gegenseitige Vertrauen unter allen Mitarbeitern."3 Das Management der eigenen Personen sehe ich unter fachlicher Kompetenz, wobei das von Bullinger angesprochenen Vertrauen mehr eine geistige Haltung ist. Denn wir vertrauen dann jemandem, wenn er oder sie ehrlich mit uns ist. Dabei spielt nicht nur das Gesagte eine Rolle, sondern auch, ob es die innere Einstellung widerspiegelt. Weinert sieht die Funktion des Vorgesetzten vor allem darin, [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783842803701
Arbeit zitieren:
Roth, André Januar 2000: Motivation und Führung von Mitarbeitern, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Führung, Arbeitsmotivation, Mitarbeiter Vorgesetzter, Anerkennung, Motivation




