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Bedeutung der Möglichkeiten von Kundenbindungskonzepten in der Kreditwirtschaft

Bedeutung der Möglichkeiten von Kundenbindungskonzepten in der Kreditwirtschaft
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Markus Altefrohne
  • Abgabedatum: Januar 1999
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 3,7 MB
  • Note: 2,0
  • Institution / Hochschule: AKAD Wissenschaftliche Hochschule Lahr GmbH Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-2140-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-2140-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-2140-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Altefrohne, Markus Januar 1999: Bedeutung der Möglichkeiten von Kundenbindungskonzepten in der Kreditwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kundenbindungsinstrumente, Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung

Diplomarbeit von Markus Altefrohne

Einleitung:

Vor dem Hintergrund des Wandels vom Verkäufer- zum Käufermarkt in der Kreditwirtschaft gewinnt die Bindung des vorhandenen Kundenstammes zunehmend an Bedeutung, zumal empirische Untersuchungen die wirtschaftlichen Vorteile im Vergleich zur Neukunden-Akquisition belegen. In der Diplomarbeit werden Bedeutung und Möglichkeiten von Kundenbindungskonzepten in der Kreditwirtschaft erörtert.

Einleitend werden die zentralen Begriffe abgegrenzt: Kundenorientierung verlangt vom Unternehmen die vollständige Ausrichtung am Verbraucher in einem fortlaufenden Prozeß. Der Verbraucher bestimmt aufgrund der Erfüllung seiner subjektiven Erwartung den Grad seiner Zufriedenheit und gelangt so zu einer negativen oder positiven Einstellung. Diese ist Ausgangspunkt für die nachfragerbezogene Kundenbindung, die sich in tatsächliches Verhalten und Verhaltensabsicht aufteilt. Anbieterbezogen stellt Kundenbindung einen unternehmerischen Prozeß zum Aufbau oder zur Intensivierung von Kundenbeziehungen dar.

Kundenbindung kann in Form ökonomischer, sozialer, juristischer, räumlicher, situativer und technologischer Verflechtungen erzeugt werden. Die Umsetzung erfolgt durch den Einsatz zahlreicher Instrumente, die in Anlehnung an die klassischen Marketinginstrumente unterteilt werden können.

Die wichtigsten kommunikationspolitischen Kundenbindungsinstrumente sind neben der persönlichen, schriftlichen und telefonischen Kundenansprache vor allem die multimedialen Möglichkeiten. Weitere Instrumente sind Kundenzeitschriften, -clubs und -cards und das Beschwerdemanagement. Bei den produktpolitischen Kundenbindungsinstrumenten dominiert das Angebot von kernleistungsfernen und -nahen Zusatzservices und - je nach Anbieter - die Erzeugung von Markentreue. Preispolitisch wird nicht mehr auf die Kostendeckung eines Produktes abgestellt, sondern die Geschäftsbeziehung als Ganzes betrachtet (Relationship Pricing).

Aufgrund des besonderen Charakters existieren in der Kreditwirtschaft spezifische Instrumente. Besonders das engmaschige Filialnetz und damit die persönliche Nähe spielen eine große Rolle. Der Regionalitätsaspekt kann sich darüber hinaus im multimedialen Angebot der Banken widerspiegeln. Spezielle Informationsveranstaltungen und preispolitische Instrumente runden die Palette an Kundenbindungsinstrumenten der Kreditwirtschaft ab. Besondere Beachtung sollte der Bindung von Firmenkunden geschenkt werden, da hier seit jeher Mehrfachbankverbindungen für eine eher lose Bindung sorgen. Die Priorität sollte auf Fach- und Lösungskompetenz für komplexe Probleme liegen.

Zum zielgerichteten Einsatz der Kundenbindungsinstrumente in der Kreditwirtschaft bedarf es eines Gesamtkonzeptes. Neben der Bereitstellung geeigneter technischer und personeller Ressourcen ist zunächst die "bindungswürdige" Zielgruppe herauszufiltern; für die einzelnen Segmente ist eine Strategie bezüglich des Instrumenteneinsatzes abzuleiten. Aufgrund der besonderen Stellung der Kreditwirtschaft innerhalb der Dienstleister ergeben sich spezielle Chancen und Risiken der Kundenbindung. Unter Berücksichtigung der Vertrauensempfindlichkeit der Bankleistungen sollte der Schwerpunkt auf emotionale Kundenbindungsinstrumente gelegt werden. Besonders geeignet erscheint der Einsatz von Kundenclubs, -karten und -zeitschriften in Verbindung mit einem Beschwerdemanagement. Weitere Instrumente wie Bonus- oder Rabattsysteme sowie Zusatzservices sollten flankierend eingesetzt werden.

Aufgrund der zunehmenden Relevanz der Kundenbindung in der Kreditwirtschaft wird der Wandel des Marketingverständnisses vom transaktionsorientierten zum beziehungsorientierten Banking vorausgesetzt. Daneben ist die Mitarbeiterzufriedenheit im Rahmen der Einbettung in das Zielsystem einer Bank wegen der positiven Korrelation mit der Kundenzufriedenheit, die ihrerseits Voraussetzung für eine erfolgreiche Kundenbindung und damit für den wirtschaftlichen Erfolg der Unternehmung ist, von erheblicher geschäftspolitischer Bedeutung.

Kundenbindung muß zur Überprüfung des Erfolgs operationalisierbar und meßbar sein. Kombiniert werden sollten subjektive und objektive Meßmethoden für die Kundenzufriedenheit und Kundenbindung. Die Wirtschaftlichkeitsberechnung von Kundenbindung stellt sich aufgrund der schwierigen Zuordnung der Kosten zu den einzelnen Kundenbindungs-Maßnahmen als problematisch dar. Geeignete Instrumente, eine Kundenbeziehung über einen längeren Zeitraum bewerten zu können, befinden sich noch in der Entwicklung.

Abschließend ist festzustellen, daß die Kreditwirtschaft in Bezug auf Kundenbindung anderen Branchen hinterherhinkt. Vor dem Hintergrund des Aufkommens von Direktbanken und der Non- und Nearbanks wird die Kundenbindung für das einzelne Institut immer wichtiger. Jede Bank sollte in der Lage sein, ihre Kunden auf Bindungswürdigkeit hin zu selektieren, die geeigneten Bindungsmaßnahmen zu bestimmen und einzusetzen sowie eine retrograde Berechnung und eine zukunftsgerichtete Prognose des Kundenwertes durchführen zu können.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis IV
1. Aufbau und Ziel der Arbeit 1
2. Abgrenzung der zentralen Begriffe 4
2.1 Kundenorientierung 4
2.2 Kundenzufriedenheit 5
2.3 Kundenloyalität 8
2.4 Kundenbindung 9
2.5 Interdependenzen zwischen Kundenzufriedenheit, Kundenloyalität und Kundenbindung 12
3. Ursachen für die zunehmende Bedeutung der Kundenbindung 14
3.1 Quantitative Einflußfaktoren durch die demographische Entwicklung 14
3.2 Qualitative Einflußfaktoren auf die Kundenbindung 16
3.2.1 Wandel im Nachfragerverhalten 16
3.2.2 Veränderungen der Anbietersituation 17
4. Formen der Kundenbindung 19
4.1 Kundenbindung aufgrund ökonomischer Verflechtungen 19
4.2 Kundenbindung durch soziale Faktoren 20
4.3 Kundenbindung durch juristische Faktoren 21
4.4 Räumliche Kundenbindung 22
4.5 Situative Kundenbindung 23
4.6 Kundenbindung aufgrund technologischer Verknüpfungen 23
5. Instrumente der Kundenbindung 25
5.1 Branchenübergreifende Instrumente 25
5.1.1 Allgemeine Beobachtungen und Entwicklungstrends 25
5.1.2 Kommunikationspolitische Kundenbindungsinstrumente 26
5.1.3 Produktpolitische Kundenbindungsinstrumente 30
5.1.4 Preispolitische Kundenbindungsinstrumente 33
5.1.5 Distributionspolitische Kundenbindungsinstrumente 35
5.2 Bankspezifische Instrumente zur Kundenbindung 36
5.3 Besonderheiten des Einsatzes von Kundenbindungsinstrumenten im Firmenkundengeschäft der Banken 39
6. Übertragbarkeit der branchenübergreifenden Instrumente auf die Kreditwirtschaft 42
6.1 Realisierbarkeit in Banken 42
6.2 Chancen für Kreditinstitute 46
6.3 Risiken für Kreditinstitute 48
6.4 Einbindung in eine Gesamtkonzeption 51
7. Geschäftspolitische Bedeutung der Kundenbindung für Kreditinstitute 57
7.1 Die Entwicklung des Unternehmensgewinns in Abhängigkeit der Dauer der Geschäftsverbindung 57
7.2 Der Wandel des Marketingverständnisses einer Bank vor dem Hintergrund der Kundenbindung 59
7.3 Die Kundenbindung im Zielsystem einer Bank 60
8. Probleme der Operationalisierbarkeit von Kundenbindung 63
8.1 Methoden zur Messung der Kundenbindung 63
8.2 Schwierigkeiten bei der Wirtschaftlichkeitsberechnung 66
9. Zusammenfassung und Ausblick 68
Literatur- und Quellenverzeichnis 71

Arbeit zitieren:
Altefrohne, Markus Januar 1999: Bedeutung der Möglichkeiten von Kundenbindungskonzepten in der Kreditwirtschaft, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kundenbindungsinstrumente, Kundenorientierung, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung

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