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Unternehmensgründung

Begleiten statt Beraten

Unternehmensgründung
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Jürgen Bauer
  • Abgabedatum: Januar 1999
  • Umfang: 129 Seiten
  • Dateigröße: 1,2 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Wirtschaftsuniversität Wien Österreich
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1952-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1952-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1952-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Bauer, Jürgen Januar 1999: Unternehmensgründung, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Consulting, Gründung, Bank, Unternehmen, Beratung

Diplomarbeit von Jürgen Bauer

Problemstellung:

Das Recht auf Erwerbs- und Niederlassungsfreiheit ist bereits im Staatsgrundgesetz zu finden. Dieses im Grundgesetz festgeschriebene Recht erlaubt es jedem, selbst sein eigenes Unternehmen zu gründen.

Obwohl jeder Unternehmensgründer bereits bei dem Entschluß, sich selbständig zu machen weiß, daß der von ihm gewählte Weg nicht ohne Hindernisse sein wird und ihm niemand eine Garantie für das Gelingen seiner Vorhaben geben kann, so ist er sich zu diesem Zeitpunkt noch total sicher, daß er auf das richtige Pferd setzt.

Die Erfolgsaussichten für ein Unternehmen stehen vor allem in der Gründungsphase nicht besonders hoch. Die negative Bilanz kann aus den unterschiedlichsten Faktoren resultieren und sind oft auf fehlendes Engagement zurückführen. Vielfach kann man beobachten, daß das Scheitern dem Unternehmen schon in seine Gründungsakte geschrieben war.

Vor etwa 2 Jahren (1996) hat Vizekanzler Dr. Wolfgang Schüssel 50.000 neue Betriebe bis zur Jahrtausendwende angekündigt und damit die sogenannte "Gründerwelle" eingeleitet. Die Zahl der im Firmenbuch registrierten Betriebe stieg allerdings nur um etwa 10.000 an. Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner begründet die Differenz folgendermaßen: "Wir brauchen einfach eine neue Unternehmergesinnung in Österreich und müssen vermitteln, daß Unternehmersein eine wichtige Säule unseres Staates und unserer Gesellschaft ist. Die bislang noch unterentwickelte Einstellung und der Mut, ein eigenes Unternehmen zu gründen, können aber nur dann wachsen und reifen, wenn auch die Rahmenbedingungen und Aussichten für Neuunternehmer in Österreich verbessert werden und nicht Auflagen existieren, die von vornherein abschrecken." In den folgenden Ausführungen wird die Möglichkeit der Begleitung eines Jungunternehmers durch Banken skizziert und auf Mißstände der gegenwärtigen Situation hingewiesen, die die Gründerbefragung aufgeworfen haben. Es wird gezeigt, daß von Seiten des Gründers Bedarf an Beratung durch ein Kreditinstitut besteht und welcher Natur dieser Bedarf ist. Bei der weiteren Vorgehensweise wird anhand der Befragungsergebnisse vorgegangen um dem Ziel, einem an Kundenwünschen ausgerichteten Jungunternehmerclub, gerecht zu werden.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 6
1.1 Begriffsdefinition 7
1.1.1 Der Begriff "Unternehmensgründung" 7
1.1.2 Gründungsarten 7
1.1.3 Der Begriff "Unternehmen" 8
1.1.4 Der Begriff "Unternehmensberatung" 9
1.1.5 Der Begriff "Unternehmensgründungsberatung" 9
1.1.6 Der Begriff "Begleitung" 9
1.2 Zielformulierung 10
2. Problemstellung 11
2.1 Problembeschreibung Unternehmer 12
2.2 Problembeschreibung Bank 15
2.3 Kritische Betrachtung des Beratungskonzeptes 17
2.3.1 Akzeptanz durch die Existenzgründer 20
2.3.2 Interessenkonflikte 20
2.3.3 Juristische Hindernisse 21
3. Ausgangssituation in Österreich 23
3.1 Praktische Erfahrungen 23
3.1.1 Individuelle Qualitätserfahrungen von Bankkunden 25
3.2 Anbieter von Unternehmensgründungsberatung 27
3.2.1 Nichtbanken 27
3.2.2 Banken 30
3.3 Gründe für Bankunterstützung bei der Gründung 33
3.3.1 Reduktion der Insolvenzanfälligkeit 33
3.3.2 Hohe Konkurrenz durch "Euro-Banken" 33
3.3.3 Zunehmender Qualitätswettbewerb 34
3.3.4 Sinkende Nettozinsspannen 34
3.4 Wettbewerbsvorteile von Banken 34
3.4.1 Vertrauensvorsprung 34
3.4.2 Markt- und Branchenkenntnisse der Banken 35
4. Konkretisierung des vorgeschlagenen "Begleitungskonzeptes" durch Banken 36
5. Potentielle Umsetzungsstrategie des "Begleitungskonzeptes" durch Banken 39
5.1 Konstrukt eines Jungunternehmerclubs (TWAS-Club) 41
5.2 Exkurs: Kundenkarten als Wettbewerbsfaktor 43
5.2.1 Erwartungen von Kunden an Kundenkarten 44
5.2.2 Analyse der Kundenclubs österreichischer Banken 46
5.3 Unternehmereignungs-Check 47
5.4 Potentielle Funktionen des Jungunternehmerclubs 51
5.5 Die TWAS-Card 53
5.5.1 Finanzielle Vorteile für Mitglieder 53
5.5.2 Informationsvorteile für Mitglieder 54
5.6 Detaillierte Darstellung der Gründungsunterstützung 55
5.6.1 Machbarkeitsstudie 57
5.6.2 Konzeption 57
5.6.3 Durchführung 58
5.7 Strategie, Marketing 58
5.7.1 Strategie 59
5.7.2 Marketing 69
5.7.3 Tauglichkeits- und Umsetzbarkeitsanalyse (Strategie, Marketing) 69
5.8 Prozeß, Produkt 70
5.8.1 Produkt 70
5.8.2 Prozeß 72
5.8.3 Tauglichkeits- und Umsetzbarkeitsanalyse (Prozeß, Produkt) 73
5.9 Personal, Aufbauorganisation 74
5.9.1 Personal 74
5.9.2 Aufbauorganisation 76
5.9.3 Tauglichkeits- und Umsetzbarkeitsanalyse (Personal, Aufbauorganisation) 79
5.10 Standort, Logistik 80
5.10.1 Standort 80
5.10.2 Vier Aspekte der Standortwahl 81
5.10.3 Markt-Klassifikations-Schema 82
5.10.4 Logistik 82
5.10.5 Tauglichkeits- und Umsetzbarkeitsanalyse (Standort, Logistik) 83
5.11 Technologie 84
5.11.1 Auswahl von Hard- und Software 84
5.11.2 Tauglichkeits- und Umsetzbarkeitsanalyse (Technologie) 85
5.12 Recht, Steuer 87
5.12.1 Rechtsform 87
5.12.2 Tauglichkeits- und Umsetzbarkeitsanalyse (Recht, Steuer) 89
5.13 Wirtschaftlichkeit 90
5.13.1 Finanzplan 90
5.13.2 Finanzierung 92
5.13.3 Deckung des Kapitalbedarfs 93
5.13.4 Einteilung der Kreditarten 95
5.13.5 Förderungen und Versicherungen 98
5.13.6 Tauglichkeits- und Umsetzbarkeitsanalyse (Wirtschaftlichkeit) 100
5.14 Gründungsakt, single-point-of-contact 100
5.15 Expertensysteme im Beratungsprozeß 101
5.15.1 Charakteristika von Expertensystemen 101
5.15.2 Entwicklung eines Expertensystems (Umriß) 104
5.15.3 Gegenwärtige Situation (ohne XPS) 104
5.15.4 Einsatzmöglichkeiten für Expertensystemen 105
6. Ertragsaspekt 107
6.1 Kosten der Begleitung 107
6.1.1 Einmalige Aufwendungen 107
6.1.2 Laufende Aufwendungen 108
6.2 Nutzen der Begleitung 108
6.2.1 Kundenbindung 108
6.2.2 Ertragspotential 109
6.2.3 Wettbewerbsvorteil 109
6.2.4 Sicherheit bei Kreditvergabe durch Bonitätsprüfung 109
7. Fazit 110
8. Literaturverzeichnis 111
8.1 Wissenschaftliche Literatur 111
8.2 Broschüren und Zeitschriften 114
8.3 Internet-Quellen 116
9. Abbildungsverzeichnis 118
10. Anhang 120
10.1 Fragebogen: Gründer (Verkleinerung) 120
10.2 Fragebogen: Banken (Verkleinerung) 122
10.3 Kurzüberblick über Unterstützungsmaßnahmen 124
10.4 Auswertung der Banken- und Kundenbefragung 126

Automatisiert erstellter Textauszug:

Um Beratung des Betriebsgründungsservice (BGS) zu erhalten, ist es notwendig, Mitglied der Handelskammer zu sein. Die Eintragungsgebühr (einmalig) sowie Grundumlage (jährlich) sind je nach Rechtsform und Branche sehr verschieden. Die Kammerumlage 1 beträgt allgemein 3,9 ‰ der Vorsteuer und wird erst ab einem steuerbaren Jahresumsatz von ATS 2,0 Millionen eingehoben (Sonderregelungen für einzelne Branchen). Die Kammerumlage 2 (Zuschlag zum Dienstgeberbeitrag) beträgt in Oberösterreich insgesamt 0,48 % der Bruttolohn- und Gehaltssumme (Bemessungsgrundlage nach § 41 FLAG 1967).92 Das BGS bietet umfangreiche Unterstützung bei den wichtigsten Fragen zur Unternehmensgründung. Das Serviceangebot ist mehrstufig aufgebaut und reicht vom „Leitfaden für Betriebsgründer“ über diverse Handouts bis hin zu speziellen Arbeitsbüchern, die es dem Jungunternehmer ermöglichen, ein umfassendes Unternehmenskonzept inklusive Finanzplan zu erstellen.93 Das BGS wickelt jährlich 9.000 Kundenfragen telefonisch ab und bietet 1.500 potentiellen Gründern persönliche Beratung zu den in Abbildung 10 genannten Punkten und zu geförderten Konditionen an: [...]

Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, sich im Rahmen der WIFI-Globalinform88 in mehr als 1000 Datenbanken über Markt- und Branchendaten, Produkte, Verfahren, Patente und sonstige Schutzrechte sowie Literatur, Originalartikel, Dissertationen und Leihbücher zu informieren.89 Das Erstgespräch zu S 2.000,- wird zur Gänze gefördert, der potentielle Gründer hat nur die USt. aufzubringen.90 Weitere Informationen werden ebenfalls zu einem großen Teil staatlich gestützt. Die WIFIs bieten aber auch spezielle Einzelberatungen an. Sie arbeiten österreichweit mit 160 Beratern zusammen91, die zu fast jedem Thema Information bieten können. Es ist ein entscheidender Vorteil der „öffentlichen“ Beratungsstellen, daß die Kosten für den Gründer und Jungunternehmer zu einem großen Teil gefördert werden. [...]

Beim WIFI-Chancen-Check wird Basisberatung geboten. Hier werden die konkreten Erfolgsaussichten einer Geschäftsidee geprüft, noch bevor dem potentiellen Gründer Kosten entstehen.84 Das WIFI bietet zusätzlich zahlreiche Kurse, die sich mit Chancen und Risiken der Existenzgründung befassen und arbeitet mit dem Gründerzentrum der Bank Austria zusammen.85 WIFI-beratene Gründer verfügen über eine Überlebensquote von 94% nach fünf Jahren (im Gegensatz zu 72% ohne WIFI-Beratung).86 Die „Problemorientierte Beratung“ erfolgt erst nach dem „Chancencheck“ und dient als vertiefende Vorbereitung auf die Unternehmensgründung. Hierbei stehen Marktrecherche, Produktplanung, Standortberatung, Finanzierungspläne, Kostenkalkulation, Markteintrittsstrategien, Marketing und Werbung im Zentrum des Interesses. Die folgende Abbildung soll einen kurzen Überblick über die Kosten und Möglichkeiten der Beratung durch das WIFI geben. [...]

Arbeit zitieren:
Bauer, Jürgen Januar 1999: Unternehmensgründung, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Consulting, Gründung, Bank, Unternehmen, Beratung

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