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Kundenorientierte Arbeitsablaufplanung im Vertrieb als marketingstrategisches Problem

Kundenorientierte Arbeitsablaufplanung im Vertrieb als marketingstrategisches Problem
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Matthias Feistel
  • Abgabedatum: August 1999
  • Umfang: 117 Seiten
  • Dateigröße: 862,9 KB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1935-6
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1935-6 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1935-6 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Feistel, Matthias August 1999: Kundenorientierte Arbeitsablaufplanung im Vertrieb als marketingstrategisches Problem, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Prozeßoptimierung, Home shopping, Workflow, ECR/CAS/e-Commerce, Prozeßorientierung

Diplomarbeit von Matthias Feistel

Problemstellung:

Beginnend etwa ab Mitte der sechziger Jahre haben sich grundlegende Marktstrukturveränderungen vollzogen, die inzwischen nahezu alle Branchen bzw. Märkte erfaßt haben: die Wandlung von sog. Verkäufermärkten zu Käufermärkten. Dies brachte eine Schwerpunktverlagerung im Zielsystem der Unternehmen mit sich. Verkäufermärkte weisen oft eine Korrelation von hohen Kapazitätsauslastungen und Gewinn auf, Käufermärkte brachten jedoch ein gänzlich neues Käuferverhalten hervor. Aufgrund der großen Auswahlmöglichkeiten können die Nachfrager das aus ihrer Sicht beste Angebot auswählen. Dadurch stellt eine konsequente Kundenorientierung die zentrale Voraussetzung für den Unternehmenserfolg dar und die betriebswirtschaftlichen Kriterien Qualität, Zeit (inkl. Flexibilität) und Kosten haben sich zu entscheidenden wettbewerbsstrategischen Parametern entwickelt. Des weiteren bewirken globale Datennetze sowie die Leistungssteigerung, Miniaturisierung und Verbreitung moderner Informations- und Kommunikationstechnologien bedeutende Veränderungen. Es zeichnen sich neue Formen der Gestaltung von betrieblichen Prozessen mittels dieser Technologien ab. Andererseits stehen der Kundenorientierung neue Kommunikations- sowie Distributionskonzepte offen, die durch die weltweite Transparenz jedoch auch zunehmenden Wettbewerb bedeuten.

Viele Unternehmen zeigen ein mangelndes Verständnis für die neuen Herausforderungen, haben Angst, sich diesen zu öffnen, oder scheuen den hohen Kosten- sowie Zeitaufwand. Da jedoch die Umweltbedingungen gleichzeitig komplexer werden und sich dynamisch verhalten, entstehen hier strukturelle Defizite in den betrieblichen Abläufen.

Diese externen Entwicklungen und unternehmensinternen Schwächen zeigen deutlich, daß eine effiziente Leistung nur erbracht werden kann, wenn man sich der Wertschöpfungskette annimmt, diese reorganisiert oder schrittweise verbessert und effektiv auf ein Ziel ausrichtet, auf das letzte Glied, den Kunden. Ein Unternehmen, das wettbewerbsfähig bleiben möchte, muß stets die Qualitäts- und Werterwartungen der Konsumenten erfüllen und zukünftige antizipieren. Die dabei unter strategischen Gesichtspunkten des Marketing zu planenden Arbeitsabläufe, ihre Gestaltungsmöglichkeiten und -werkzeuge sowie aktuelle betriebswirtschaftliche und technologische Tendenzen werden im folgenden für den Unternehmensbereich Vertrieb analysiert.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis V
1. Grundlagen 1
1.1 Problemstellung 1
1.1.1 Einleitung 1
1.1.2 Gang der Untersuchung 1
1.2 Eingrenzung des Betrachtungsgegenstands 3
1.2.1 Strategisches Marketing 3
1.2.2 Vertrieb als Marketingfunktion 6
1.2.3 Dimensionen der Kundenorientierung 10
2. Vorgehensweise bei der Arbeitsablaufplanung 15
2.1 Von der Prozeßorientierung zum Workflow Management 15
2.2 Vorgehensmodelle: Wasserfallmodell, Prototyping und Zyklusmodell 15
3. Prozeßorientierung als Basis der Arbeitsablaufplanung 20
3.1 Prozeßorientierte Organisation 20
3.1.1 Aufbau- und Ablauforganisation vs. Prozeßorganisation 20
3.1.2 Merkmale und Ausprägungen von Prozessen 24
3.1.3 Ziele des Prozeßkonzeptes 27
3.1.4 Kernelemente der Prozeßorientierung 30
3.1.5 Probleme der prozeßorientierten Organisationsgestaltung 32
3.2 Ausgewählte prozeßorientierte Managementphilosophien 33
3.2.1 Innovative Managementphilosophie 33
3.2.2 Evolutionäre Managementphilosophie 34
3.3 Produktionsprozeß im Vergleich zum Vertriebsprozeß 38
4. Tools der Arbeitsablaufplanung 42
4.1 Interne Tools: Interviews, Gruppendiskussionen, Workshops 42
4.2 Externe Tools: Quantitative und qualitative Messung der Kundenzufriedenheit 43
4.3 Ganzheitliche Tools 46
4.3.1 Benchmarking 46
4.3.2 Prozeßanalysemethoden und -software 48
5. Phasen der Arbeitsablaufplanung 50
5.1 Prozeßoptimierung 50
5.1.1 Projektvorbereitungsphase 50
5.1.2 Erhebungsphase mit Schwachstellenanalyse 50
5.1.3 Ist-Modellierung 51
5.1.4 Soll-Modellierung 52
5.2 Prozeßmanagement 53
5.2.1 Implementierung und Anwendung 53
5.2.2 Evaluierung 54
5.3 Workflow Management und Workflow-Management-Systeme 54
6. Einfluß moderner Vertriebstechnologien auf die Arbeitsablaufplanung 56
6.1 Technologien im direkten Absatzweg 56
6.1.1 Home-Shopping, Home-Delivery 56
6.1.1.1 Grundlagen von Home-Shopping und Home-Delivery 56
6.1.1.2 Einfluß des Home-Shopping und Home-Delivery auf die Arbeitsablaufplanung 57
6.1.2 Electronic Commerce 57
6.1.2.1 Grundlagen des Electronic Commerce 57
6.1.2.2 Einfluß des eCommerce auf die Arbeitsablaufplanung 59
6.1.3 Computer Aided Selling 63
6.1.3.1 Grundlagen des Computer Aided Selling 63
6.1.3.2 Einfluß des Computer Aided Selling auf die Arbeitsablaufplanung 65
6.2 Technologien im indirekten Absatzweg 65
6.2.1 Efficient Consumer Response 65
6.2.1.1 Grundlagen des Efficient Consumer Response 65
6.2.1.2 Einfluß des Efficient Consumer Response auf die Arbeitsablaufplanung 67
6.2.2 eCommerce Marktplatzkonzept 72
6.2.2.1 Grundlagen des eCommerce Marktplatzkonzeptes 72
6.2.2.2 Einfluß des eCommerce Marktplatzkonzeptes auf die Arbeitsablaufplanung 72
7. Kritische Würdigung und Ausblick 74
Anhang VI
Anhang A: Interview mit Herrn Anton J. Schmidt - Ethicon / Johnson&Johnson VI
Anhang B: Interview mit Herrn Thomas Reuther - Union Deutsche Lebensmittelwerke XIII
Anhang C: Interview mit Herrn Jürgen Bachmann - fischerwerke XX
Anhang D: Fragebogen zu Verbesserungspotentialen im Arbeitsablauf XXIV
Anhang E: Evolutionäre vs. innovative Anpassungen XXV
Anhang F: FedEx Tracking Information XXVI
Literaturverzeichnis XXVII
Eidesstattliche Versicherung XXXVII

Automatisiert erstellter Textauszug:

6. Prozeßwegweiser (zeigen die Verbindung zu anderen Prozessen an) Die EPK-Methode kann betriebliche Geschäftsprozesse vollständig beschreiben (siehe Abbildung 12 und 13). Dabei ist es wichtig, stets ein Start- und ein Schlußereignis zu definieren. Weiterhin können Kennzahlen, sog. Attribute, integriert werden, die dann detaillierte Analysen z.B. der Durchlaufzeiten erlauben. Die Darstellung von logischen und zeitlichen Verknüpfungen aller betrieblichen Prozesse und die Modellierung von Daten, Funktionen und Prozessen läßt sich durch komplexe Gestaltungstools erreichen. Das am weitesten verbreitete ist das ARISToolset,194 das auf der EPK-Methode aufbaut.195 Sie ermöglicht eine gesamtheitliche Analyse, das Testen neugestalteter Prozesse hinsichtlich ihrer Kosten, Zeit, Qualität und Flexibilität und stellt damit eine ideale Ergänzung zum eher kreativen Business Process Reengineering-Konzept dar.196 Das folgende Kapitel 5 wird nach der Prozeßorientierung die nächst höhere Ebenen Prozeßoptimierung und Prozeßmanagement sowie Workflow-Management-Systeme behandeln. Hierbei kommen die zuvor dargestellten Tools zur Anwendung. [...]

Diese Prozeßanalysemethoden und –software bringen keine neuen Anforderung wie die bisher vorgestellten Tools, sondern helfen bei der Modellierung der Ist- und Sollprozesse sowie bei der Schwachstellenanalyse. Da diese somit übergreifender Natur sind, werden sie an dieser Stelle vor den einzelnen Phasen der Prozeßoptimierung (siehe Abschnitt 5.1) kurz dargestellt. Beim Checklist-Verfahren werden die Teilaufgaben einer Gesamtaufgabe analysiert, tabellarisch erfaßt und eine entsprechende Arbeitsabfolge − teilweise auch personelle Zuordnungen − vorgegeben. Durch die Ergänzung von Zeitvorgaben und zeitlichen Staffelungen kann der Prozeß übersichtlich in einem sog. Ganttdiagramm dargestellt werden. Die termingerechte Abwicklung läßt sich so weiter verbessern, jedoch werden die funktionalen Verknüpfungen zwischen den einzelnen Teilvorgängen nicht offengelegt.187 Flowchart-Diagramme stellen ebenfalls eine Erweiterung des Checklist-Verfahrens dar und zeigen Entscheidungen, die von Mitarbeitern zu bestimmen Zeiten getroffen werden müssen, und somit auch alternative Ablaufentwicklungen auf.188 Neben diesen sich auf die reine Darstellung konzentrierenden Methoden sind jedoch besonders Modellierungswerkzeuge von Interesse.189 Datenmodellierung mit dem Entity-Relationship-Modell oder mit bspw. Funktionsmodellierungen Hierarchiediagrammen HIPO, SADT oder SA sollen hier nicht weiter beleuchtet werden.190 Entscheidend für die Arbeitsablaufplanung ist besonders die Prozeßmodellierung, die mit Hilfe des Modells der Ereignisgesteuerten Prozeßketten (EPK), welches auf Basis der Petri-Netze konzipiert wurde, durchgeführt werden kann.191 Hierbei wird ein bestimmter Arbeitsablauf in sog. Komponenten zerlegt und schließlich [...]

Effizienz-Benchmarking. 185 ! Das Benchmarking der Prozeßsicherheit (2) und der Durchlaufzeiten (3) analysiert Fehlerhäufigkeiten und Prozeßdurchlaufzeiten, welche einerseits auf die Effizienz wirken, da höhere Werte hierbei auch steigende Kosten mit sich bringen. Andererseits sind beide Aspekte auch für den Kundennutzen und somit die Effektivität relevant. ! Das Benchmarking der Kundenzufriedenheit (4) ist ein reines EffektivitätsBenchmarking. Es baut auf den Ergebnissen der o.g. internen und externen Tools auf (siehe Abschnitt 4.1 und 4.2). Jeder Ansatz ist isoliert betrachtet unvollkommen. Effektivität und Effizienz müssen gleichzeitig Beachtung finden, auch wenn für einen Geschäftsprozeß „Marktbearbeitung“ das Effektivitätskriterium und für bspw. Finanzprozesse eher das Effizienzkriterium im Vordergrund steht und somit Schwerpunktverlagerungen entstehen. [...]

Arbeit zitieren:
Feistel, Matthias August 1999: Kundenorientierte Arbeitsablaufplanung im Vertrieb als marketingstrategisches Problem, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Prozeßoptimierung, Home shopping, Workflow, ECR/CAS/e-Commerce, Prozeßorientierung

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