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Klassifikation von Portal und Community Sites

Klassifikation von Portal und Community Sites
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Michael Abbate
  • Abgabedatum: Oktober 1999
  • Umfang: 113 Seiten
  • Dateigröße: 5,4 MB
  • Institution / Hochschule: Bayerische Julius-Maximilians-Universität Würzburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1923-3
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1923-3 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1923-3 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Abbate, Michael Oktober 1999: Klassifikation von Portal und Community Sites, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Virtuelle Gemeinschaften, Transaktionsbeziehungen, WWW, Community, Portal

Diplomarbeit von Michael Abbate

Einleitung:

Die Attraktivität der weltweiten Vernetzung hat zu einem Angebot an Web-Seiten geführt, das eine Informationsüberflutung zur Folge hat. Dabei ist die Vielfalt des Informationsmediums nicht das eigentliche Problem, da jeder Nutzer eine andere Vorstellung von wertvollen oder unnützen Daten hat. Dies ändert jedoch nichts an der Tatsache, daß der Anwender schnell die Orientierung in dem komplexen System von Inhalten und weiterführenden Links verliert und sich seiner relativen Position nicht mehr bewußt ist. Es fehlt ihm das Verständnis für Zusammenhänge auf lokaler beziehungsweise globaler Ebene und es mangelt ihm außerdem an Navigationshilfen.

Die große Auswahl an Web-Seiten und das damit verbundene Informationspotential führte nicht zu einem besseren Überblick, sondern im Gegenteil zu einer niedrigeren Markttransparenz. Dies bedeutet für den Nutzer des schwach organisierten elektronischen Marktes WWW, daß sich ein möglicher Vorteil der globalen Recherche nach Informationen durch Suchkosten reduziert oder sogar ganz aufhebt. Auf der anderen Seite ist es für transaktionssuchende Unternehmen schwierig, potentielle Kunden auf Offerten aufmerksam zu machen. Dies verursacht erhebliche Werbeausgaben.

Eine große Anzahl von WWW-Seiten wird überdurchschnittlich oft von den Anwendern zu Beginn ihres Internetaufenthaltes aufgesucht und veranlaßt sie, aufgrund von mehrwert-schaffenden Funktionen länger dort zu verweilen. Diese Seiten im WWW werden Portal Sites genannt und sind zentrale Einstiegsseiten, die ein Verzeichnis von verschiedenen Inhalten und ein umfangreiches Angebot an Internetdiensten, wie zum Beispiel Elektronische Post (Electronic-Mail; E-Mail), Nachrichten, Diskussionsforen, Börsenkurse oder auch Einkaufsmöglichkeiten zur Verfügung stellen. Aufgrund ihres frei zugänglichen Serviceangebotes ziehen diese Portale eine große Zahl von Internetbenutzern an und werden von diesen regelmäßig erneut aufgesucht. Die Portal Sites können sowohl das eigentliche Ziel des Anwenders sein, wenn die gewünschte Information unmittelbar von ihnen angeboten wird, als auch ein Eingangstor ins WWW darstellen, wenn auf andere Seiten im Web verwiesen wird.

Community Sites im Umfeld des WWW sind virtuelle Gemeinschaften, in denen sich registrierte Benutzer aufgrund gemeinsamer Interessen auf bestimmten Web-Seiten zusammenfinden. In diesen elektronischen Foren treffen ähnliche Bedürfnisse bezüglich eines Interessengebietes direkt aufeinander, und es entstehen persönliche Beziehungen sowie ein Gemeinschaftsgefühl zwischen den registrierten Mitgliedern im Cyberspace. Der Schwerpunkt liegt auf dem Austausch von Informationen und je nach wirtschaftlicher Ausrichtung der Community werden ebenfalls Transaktionen getätigt. Wichtigstes Merkmal einer Community Site ist die interaktive Kommunikation der Gleichgesinnten in ihrer Gemeinschaft untereinander. Dies bedeutet, daß ein direkter Eingriff des Mitglieds in den Informationsablauf durch selbst bestimmte Aktionen erfolgen kann. Die Community Sites erfreuen sich großer Beliebtheit, da sie ein persönliches Flair in das WWW bringen und die Anwender zu längeren Aufenthalten in der virtuellen Welt animieren.

Durch die Eigenschaft, WWW-Nutzer für ihre Web-Seiten zu interessieren und die Komplexität des Massenmarktes zu reduzieren, gewinnen Portal und Community Sites zunehmend an Bedeutung im Umgang mit diesem neuen Medium. Sie tauchen in einer Vielzahl von Ausprägungen auf und erfreuen sich großer Beliebtheit bei den Anwendern. Verstärkt wird diese Bedeutung durch die stetig steigende Anzahl von WWW-Benutzern. Wird den Statistiken Glauben geschenkt, so müßte alleine in Deutschland im Jahre 2003 jeder zweite Bundesbürger über einen Internetanschluß verfügen. Im Jahre 2007 könnten in den stärker entwickelten Ländern Europas 70 % der Haushalte bereits online sein. Die USA wird mit einer noch größeren Wachstumsrate bewertet, da die Verbreitung von PCs in amerikanischen Haushalten höher ist, als in anderen Ländern der Welt.

Diese Schätzungen sind mit Unsicherheiten behaftet, wenngleich das Potential des Internets und der damit verbundenen Dienste außer Frage steht. Der Verkehr im globalen Netz wird in den kommenden Jahren einen sehr starken Zuwachs erfahren. Durch die Bündelung von Informationen und Daten versuchen Portal und Community Sites einen Überblick beziehungsweise das Auffinden und die Bewertung von Angeboten zu vereinfachen. Die Realisierung dieser Ziele hängt von verschiedenen Funktionen ab. Primäres Ziel ist der Abbau der Komplexität, der durch Errichtung von Indizes erfolgen kann. Eine Strukturierung der Informations- und Transaktionsangebote in für Anwender überschaubare Segmente und Kategorien ist ein erster Schritt für mehr Transparenz. Um eine Attraktivität der Web-Seite zu gewährleisten, ist die regelmäßige Aktualisierung der Inhalte von großer Bedeutung. Auch das Aufrechterhalten eines beständigen Qualitätsniveaus darf nicht unterschätzt werden. Eine weitere zentrale Funktion kommt der Anbahnung von Transaktionen zu. Die zunehmende Zahl von Marktteilnehmern und damit verbunden der Zuwachs an Angeboten, läßt neue Intermediäre entstehen, die zwischen Anbieter und Nachfrager im WWW vermitteln. Diesen Anforderungen versuchen Portal und Community Sites gerecht zu werden. Die große Nachfrage nach deren Diensten macht den Bedarf dieser Orientierungshilfen deutlich.

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, die im WWW vorhandenen Portal und Community Sites zu klassifizieren, ihren Nutzen für den Anwender aufzuzeigen und sie in Bezug auf Transaktionsbeziehungen betriebswirtschaftlich zu analysieren.

Inhaltsverzeichnis:

1. Konzentrationen im World Wide Web 1
1.1 Begriff der Portal Site 2
1.2 Begriff der Community Site 2
1.3 Ziel der Arbeit 3
1.4 Aufbau der Arbeit 4
1.5 Irrgarten World Wide Web 5
2. Portale 7
2.1 Ursprung von Portal Sites 7
2.2 Informationstiefe 8
2.3 Vertikale und horizontale Ausrichtung 9
2.3.1 Navigation 12
2.3.1.1 Web-Kataloge 12
2.3.1.2 Suchmaschinen 12
2.3.1.3 Meta-Suchmaschinen und Mischformen 13
2.3.1.4 Kritische Anmerkung zu Suchhilfen 13
2.3.2 Inhalt 14
2.3.2.1 Nachrichten 15
2.3.2.2 Finanzen 15
2.3.2.3 Sport 16
2.3.2.4 Gesundheit 16
2.3.2.5 Wissenschaft und Technik 17
2.3.2.6 Medien 17
2.3.2.7 Unterhaltung 18
2.3.3 Verbindung 18
2.3.3.1 Online-Dienste 19
2.3.3.2 Internet-Service-Provider 19
2.3.3.3 Hochgeschwindigkeitszugang 20
2.3.4 Kommunikation 21
2.3.5 Community 22
2.3.6 Handelsportale 23
2.3.6.1 Konsumgüter 23
2.3.6.2 Produktions- und Investitionsgüter 24
2.3.6.3 Dienstleistungen 24
2.3.6.4 Etablierungshemmnisse von Handelsportalen 25
2.4 Geographische Reichweite 26
2.5 Einnahmequellen von Portal Sites 27
2.5.1 Werbung 27
2.5.2 Vertriebserlöse 28
2.5.3 Grundgebühr 29
3. Virtuelle Communities 31
3.1 Ursprung von Community Sites 33
3.2 Wirtschaftliche Ausrichtung 34
3.2.1 Anti-kommerziell 34
3.2.2 Kommerziell 34
3.2.3 Kundenbindung 35
3.3 Konsumentenorientierung 36
3.3.1 Geographische Communities 39
3.3.1.1 Lokale Konzentration 39
3.3.1.2 Regionale Konzentration 40
3.3.1.3 Nationale Konzentration 40
3.3.1.4 Internationale Konzentration 41
3.3.2 Demographische Communities 42
3.3.2.1 Lebensalter 42
3.3.2.2 Geschlecht 43
3.3.2.3 Ethnische Zugehörigkeit 43
3.3.2.4 Religion 44
3.3.3 Themenspezifische Communities 44
3.3.3.1 Finanzen 45
3.3.3.2 Sport 45
3.3.3.3 Wissenschaft und Technik 46
3.3.3.4 Reisen 46
3.3.3.5 Gesundheit 47
3.3.3.6 Politik und Weltgeschehen 48
3.3.3.7 Lifestyle 48
3.3.3.8 Kultur 49
3.3.3.9 Phantasie 49
3.3.4 Mischformen 50
3.4 Unternehmensorientierung 51
3.4.1 Geographische Reichweite 52
3.4.2 Communities für bestimmte Unternehmensgruppen 52
3.4.3 Vertikale Industrie 53
3.4.3.1 Primärer Produktionssektor 53
3.4.3.2 Sekundärer Produktionssektor 54
3.4.3.3 Tertiärer Produktionssektor 54
3.4.3.4 Virtuelle Geschäftswelt 55
3.4.4 Funktionsbezogene Fokussierung 55
3.4.5 Mischformen 56
3.5 Einnahmequellen von Community Sites 57
3.5.1 Nutzungs- und Teilnahmegebühren 57
3.5.2 Vermarktung von Informationen 58
4. Transaktionsbeziehungen durch Portal und Community Sites 59
4.1 Geschäftsmodelle im World Wide Web 61
4.2 Business-to-Business-Beziehungen 63
4.3 Business-to-Consumer-Beziehungen 65
4.3.1 Direktvertrieb 66
4.3.2 Intermediäre 66
4.3.3 Staatliche Administration im WWW 66
4.4 Consumer-to-Consumer-Beziehungen 67
4.5 Consumer-to-Business-Beziehungen 68
5. Betriebswirtschaftliche Evaluierung 71
5.1 Bedeutung und Entwicklung von Portal Sites 71
5.2 Bedeutung und Entwicklung von Community Sites 76
5.3 Monopolistische Tendenzen 78
6. Fazit 83
Quellenverzeichnis 85
Abkürzungsverzeichnis 93
Abbildungsverzeichnis 95
Tabellenverzeichnis 97
WWW-Adreßverzeichnis 99
Anhang 105

Arbeit zitieren:
Abbate, Michael Oktober 1999: Klassifikation von Portal und Community Sites, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Virtuelle Gemeinschaften, Transaktionsbeziehungen, WWW, Community, Portal

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