Konzeption und Entwicklung eines wissensbasierten Werkzeugs zur Einführung von Standardsoftware
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Gunnar Auth
- Abgabedatum: April 1999
- Umfang: 80 Seiten
- Dateigröße: 451,7 KB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Bayerische Hochschule Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8324-1775-8
-
ISBN (Paperback) :
978-3-8324-1775-8 P - ISBN (CD) :978-3-8324-1775-8 CD
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Auth, Gunnar April 1999: Konzeption und Entwicklung eines wissensbasierten Werkzeugs zur Einführung von Standardsoftware, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Business Reengineering, Geschäftsprozeßmodellierung, Standardsoftware, Produktionsplanung, Referenzmodell
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Diplomarbeit von Gunnar Auth
Einleitung:
Obwohl Vorgehens- und Referenzmodelle bei der Einführung von Standardsoftware eine wirksame Unterstützung bieten, bleibt der Einführungsprozeß weiterhin mit großem Aufwand verbunden. Das einführende Unternehmen benötigt deshalb in der Regel Hilfe vom Softwarehersteller oder einem dritten Dienstleistungsunternehmen. Das in dieser Arbeit vorgestellte, wissensbasierte Werkzeug zielt darauf ab, den Aufwand zu verringern und die Einführung zu beschleunigen. Der zentrale Aspekt ist dabei die Wiederverwendung von Expertenwissen im Bereich Einführung von Standardsoftware, das in dieser Form nicht durch Vorgehens- und Referenzmodelle zur Verfügung steht. Um Mißverständnissen zwischen Systemplanern und Mitarbeitern der Fachabteilungen vorzubeugen, wird von der Ebene des zugrundeliegenden Referenzmodells abstrahiert. Ziel ist es, einem Benutzer die Fähigkeit zu geben, eine Anpassung des Referenzmodells allein mit seinem betriebswirtschaftlichen Fachwissen vorzunehmen. Dazu wird eine werkzeuggestützte Vorgehensweise in vier Schritten vorgeschlagen.
Das dabei eingesetzte wissensbasierte Werkzeug wurde auf der Grundlage der klassischen Expertensystem-Architektur konzipiert und datenbankgestützt realisiert.
Nach der Beschreibung von Konzeption und Realisierung wird die Anwendbarkeit des Werkzeugs an einem durchgängigen Beispiel aus dem Bereich der PPS demonstriert.
Die in der Studie erwähnte CD ist nicht im Lieferumfang enthalten, da sie für das Verständnis der Arbeit nicht notwendig ist.
Inhaltsverzeichnis:
| Inhaltsverzeichnis | I | |
| Abkürzungsverzeichnis | III | |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Einführung in die Problemstellung | 1 |
| 1.2 | Zielsetzung und Lösungsansatz | 2 |
| 2. | Grundlagen | 3 |
| 2.1 | Geschäftsprozeßorientierte Einführung von Standardsoftware | 3 |
| 2.2 | Geschäftsprozeßmodellierung im Semantischen Objektmodell (SOM) | 7 |
| 2.3 | Das Modellierungswerkzeug SOMpro | 9 |
| 3. | Konzeption einer wissensbasierten Werkzeugunterstützung für die Einführung von Standardsoftware | 10 |
| 3.1 | Unterstützung der Einführung durch Modelle | 10 |
| 3.1.1 | Der Einsatz von Vorgehensmodellen | 10 |
| 3.1.2 | Der Einsatz von Referenzmodellen | 13 |
| 3.2 | Unterstützung der Einführung durch Expertenwissen | 15 |
| 3.2.1 | Grundlagen von Expertensystemen | 16 |
| 3.2.2 | Darstellung von Expertenwissen durch Semantische Netze | 19 |
| 3.2.3 | Darstellung von Fragenkatalogen als Semantische Netze | 21 |
| 3.2.4 | Vorgehensweise bei einer wissensbasierten Einführung | 24 |
| 4. | Konzeption und Realisierung des Werkzeugs | 26 |
| 4.1 | Architektur des Werkzeugs | 26 |
| 4.2 | Darstellung der SOM-Unternehmensarchitektur als Baum | 29 |
| 4.3 | Erstellen eines Fragenkatalogs | 33 |
| 4.3.1 | Erfassen von Fragen | 34 |
| 4.4 | Erstellen von Beziehungen zur Anpassung eines Referenzmodells | 37 |
| 4.4.1 | Erstellen von Beziehungen zwischen Fragen und Komponenten eines Referenzmodells | 37 |
| 4.4.2 | Erstellen von Beziehungen zwischen Fragen | 40 |
| 4.5 | Beantworten des Fragenkatalogs | 42 |
| 4.6 | Auswerten der Antworten | 43 |
| 5. | Anwendung des Werkzeugs anhand eines konkreten Referenzmodells | 44 |
| 5.1 | Das verwendete Referenzmodell | 44 |
| 5.2 | Die Anwendung des Werkzeugs | 47 |
| 5.2.1 | Erstellen des Fragenkatalogs | 47 |
| 5.2.2 | Erstellen von Beziehungen zur Anpassung des Referenzmodells | 52 |
| 5.2.3 | Beantworten des Fragenkatalogs | 56 |
| 5.2.4 | Auswerten der Antworten | 57 |
| 6. | Zusammenfassung und Ausblick | 58 |
| Anhang | 61 | |
| A. | Datenbankschema des wissensbasierten Werkzeugs | 61 |
| Abbildungsverzeichnis | 65 | |
| Literaturverzeichnis | 67 |
Für die vorliegende Arbeit wird die in Kapitel 3 beschriebene wissensbasierte Vorgehensweise für die Anpassung von Referenzmodellen beim Erstellen des Sollkonzepts übernommen. Das zu entwickelnde Werkzeug unterstützt zum einen die Erfassung, Strukturierung und Verwaltung des Fragenkatalogs durch eine grafische Benutzerschnittstelle und übernimmt zum anderen die Rolle des Interviewers bei der Beantwortung der Fragen. Die Auswirkungen der Fragen bei der Anpassung des Referenzmodells werden durch das Erstellen von Beziehungen zwischen einer Frage und einer Modellkomponente festgelegt, die durch die Auswahl einer bestimmten Antwort aktiviert wird. Beziehungen werden in Form von Regeln spezifiziert, die in den folgenden Unterkapiteln detailliert beschrieben werden. Beziehungen können sowohl zwischen Fragen und Modellkomponenten als auch zwischen zwei Fragen erstellt werden. Letzterer Beziehungstyp ermöglicht eine dynamische Anpassung des Fragenkatalogs während des Beantwortungsvorgangs. Dabei können in Abhängigkeit von bereits gegebenen Antworten [...]
Referenzmodells, z. B. anhand der Branche, in der das einführende Unternehmen agiert. Der zweite Schritt besteht in der Erstellung des Fragenkatalogs. Dazu werden Fragen erfaßt und inhaltlich geordnet, sowie mit zweckmäßigen Antworten versehen. Das Erstellen von Beziehungen zwischen Fragen und den Komponenten des Referenzmodells sowie innerhalb des Fragenkatalogs erfolgt im dritten Schritt. Der abschließende vierte Schritt beinhaltet die Konsultation des Werkzeugs. Hierzu wird der Fragenkatalog abgearbeitet und zutreffende Antworten werden ausgewählt. Die Inferenzkomponente wertet diese Antworten aus und modifiziert dementsprechend das Referenzmodell. Die ersten drei Schritte werden von Experten durchgeführt, die über bereichsbezogenes Wissen auf dem Gebiet der Einführung von SSW verfügen. Die Beantwortung des Fra- [...]
Die herkömmliche Verwendung von Fragenkatalogen bei der Einführung von SSW wird für die Entwicklung des wissensbasierten Werkzeugs nun erweitert. Dazu wird der Fragenkatalog um vorgegebene Antworten ergänzt, unter denen der Benutzer jeweils genau eine auswählen kann. Fragen und Antworten repräsentieren zusammen das Expertenwissen, das für die Anpassung des zugrundeliegenden Referenzmodells erforderlich ist. Eine weitere Ergänzung stellen Beziehungen dar, die zwischen Fragen definiert werden können. Diese Beziehungen beschreiben Abhängigkeiten zwischen Fragen. Dadurch kann eine Frage in Abhängigkeit von der Antwort auf eine andere Frage ausgeblendet oder mit einer vorbestimmten Antwort beantwortet werden. Der Fragenkatalog paßt sich somit bei der Beantwortung dynamisch an bereits gegebene Antworten an. In der Wissensbasis wird ein Fragenkatalog als Semantisches Netz repräsentiert. Dazu werden folgende Knoten und Glieder definiert: 1. Knoten • Kategorie: Kategorien dienen zum inhaltlichen Strukturieren der Fragen. Inhaltlich verwandte Fragen können zu einer Kategorie zusammengefaßt werden. • • Frage: Repräsentiert eine Frage des Fragenkatalogs. Antwort: Eine Antwort zu einer Frage des Fragenkatalogs. [...]
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783832417758
Arbeit zitieren:
Auth, Gunnar April 1999: Konzeption und Entwicklung eines wissensbasierten Werkzeugs zur Einführung von Standardsoftware, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Business Reengineering, Geschäftsprozeßmodellierung, Standardsoftware, Produktionsplanung, Referenzmodell



