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Darstellungen des Risiko-Managements im finanzwirtschaftlichen Bereich eines Unternehmens

Unter Beachtung der Unternehmensführungskonzeption

Darstellungen des Risiko-Managements im finanzwirtschaftlichen Bereich eines Unternehmens
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Lutz Michael Birke
  • Abgabedatum: November 1998
  • Umfang: 91 Seiten
  • Dateigröße: 434,0 KB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Universität der Bundeswehr Hamburg Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1611-9
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1611-9 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1611-9 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Birke, Lutz Michael November 1998: Darstellungen des Risiko-Managements im finanzwirtschaftlichen Bereich eines Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Risikomanagement, Finanzwirtschaft, Treasury, Finanz-Management, finanzielle Risiken

Diplomarbeit von Lutz Michael Birke

Gang der Untersuchung:

Ziel dieser Arbeit besteht primär darin, das Risiko-Management im finanzwirtschaftlichen Bereich einer Unternehmung unter der Beachtung der Unternehmensführungskonzeptionen der Regelung und Steuerung darzustellen. Dabei soll herausgestellt werden, daß im Rahmen des Risiko-Managements zur Bewältigung der finanziellen Risiken, vorwiegend die Konzeption der Steuerung zum Tragen kommen muß, um eine effiziente und frühzeitige Risikoabwehr zu ermöglichen. Es sollen weiter die Ziele, Aufgaben und vor allem die Anforderungen an ein Risiko-Management im finanzwirtschaftlichen Bereich einer Unternehmung abgeleitet und beschrieben werden. Sekundäres Ziel dieser Arbeit sind die im Rahmen des Treasury-Managements möglichen Instrumentarien und Aktivitäten zur Steuerung der finanzwirtschaftlichen Risiken aufzuzeigen, die der Unternehmensführung und allen Entscheidungsträgern eine effiziente Bewältigung der Risiken ermöglichen sollen. Der Schwerpunkt der Betrachtung soll dabei auf den Liquiditäts-, Zins- und Währungsrisiken liegen.

In dem folgenden zweiten Kapitel soll das System Unternehmung vorgestellt und seine Merkmale verdeutlicht werden. Die Unternehmung ist dabei als systemtheoretische-kybernetische Konzeption zu betrachten und die der Kybernetik entstammenden Begriffe der Regelung und Steuerung als mögliche Unternehmensführungskonzeptionen zur Beseitigung von, auf das System einwirkende, Störgrößen vorzustellen und zu beurteilen.

Das dritte Kapitel dient der Vorstellung des Risiko-Managements. Dazu scheint es erforderlich, zu Beginn des Kapitels auf die zwei Elemente "Risiko" und "Management" einzugehen, um anschließend daran den Begriff "Risiko-Management" zu erläutern und eine mit der Literatur konforme Abgrenzung zu finden sowie den Prozeß, welchem sich das Risiko-Management zur Risikobewältigung aller Unternehmensbereiche bedient, darzustellen. Dieser integrierte Prozeß mit seinen Aktivitäten zur systematischen Risikoerfassung und -bewertung soll in den Regelkreis mit Störgrößenaufschaltung integriert werden, um so die enge Verbindung der Konzeption des Regelkreises mit Störgrößenaufschaltung und des Risiko-Management-Prozesses zeigen zu können.

Jede Unternehmung muß im Laufe ihrer Geschäftstätigkeit bereit sein, Risiken einzugehen. Nur so können Gewinne realisiert und die Wettbewerbsposition gehalten bzw. verbessert werden. Gegenstand des vierten Kapitels ist es, mögliche Risiken des finanzwirtschaftlichen Bereichs einer Unternehmung vorzustellen und zu beschreiben. Dies ist als Voraussetzung zu sehen, um später in dieser Arbeit auf die Steuerung und damit die Bewältigung dieser Risiken einzugehen.

Gegenstand des fünften Kapitels ist das Risiko-Management in der betrieblichen Finanzwirtschaft. Dabei sollen anfangs Gründe für ein Entstehen des Risiko-Managements im Finanzbereich und daran folgend die Ziele und Aufgaben des Risiko-Managements aufgezeigt werden.

Das finanzwirtschaftliche Risiko-Management ist im Treasury-Management, einem Teilbereich des Finanzmanagements, anzusiedeln und durchzuführen. Dieses Treasury-Management gilt es zu skizzieren und seine Instrumente in Form des Cash-, Zins-, Währungs- und Debitoren-Managements vorzustellen. Das Ziel dieses Kapitels ist es, aus dem Genannten Anforderungen an ein Risiko-Management in der Treasury der Unternehmung herzuleiten und darzulegen.

In dem sechsten Kapitel sollen zunächst die derivativen Finanzinstrumente vorgestellt werden. Diese bilden als Hedginginstrumente für finanzwirtschaftliche Risiken eine Grundlage zu deren Bewältigung. Der Variantenreichtum und die meist nicht zu überschauenden Risiken der derivativen Finanzinstrumente führen noch oft zu einer Abneigung ihnen gegenüber. Kern dieses Kapitels ist die Vorstellung von Möglichkeiten zur Steuerung von Risiken im Rahmen des Liquiditäts- (Cash-), Zins-, Währungs- und Debitoren-Managements.

Die Arbeit findet im siebten Kapitel mit der Schlußbetrachtung ihren Abschluß.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einleitung 1
1.1. Problemstellung 1
1.2. Gang der Untersuchung 2
2. Die Konzeptionen der Regelung und Steuerung 4
2.1. Die Unternehmung als systemtheoretische-kybernetische Konzeption 4
2.2. Die Konzeption der Regelung 7
2.3. Die Konzeption der Steuerung 8
2.4. Regelkreis mit Störgrößenaufschaltung 10
3. Risiko-Management 13
3.1. Der Faktor "Risiko" im Management 13
3.2. Strategisches Management 15
3.3. Begriffliche Abgrenzung des Risiko-Managements 16
3.4. Risiko-Management-Prozeß 18
3.4.1. Formulierung von Zielgrößen 20
3.4.2. Risikoindentifikation 21
3.4.3. Risikoanalyse 21
3.4.4. Risikoquantifizierung 22
3.4.5. Risikosteuerung 23
Risikovermeidung
Risikoverminderung
Risikoüberwälzung
Risikokompensation
3.4.6. Kontrolle 25
4. Risiken im finanzwirtschaftlichen Bereich der Unternehmung 26
4.1. Liquiditätsrisiko 26
4.2. Währungsrisiko 27
4.3. Zinsänderungsrisiko 30
4.4. Kreditrisiko 31
4.5. Investitionsrisiko 32
4.6. Adressenausfallrisiko 33
4.7. Aktienkursrisiko 33
4.8. Inflationsrisiko 34
5. Risiko-Management im finanzwirtschaftlichen Bereich der Unternehmung 36
5.1. Gründe für ein Risiko-Management im finanzwirtschaftlichen Bereich 36
5.2. Die Zielsetzungen des Risiko-Management im finanzwirtschaftlichen Bereich 39
5.3. Die Aufgaben des Risiko-Management im finanzwirtschaftlichen Bereich 41
5.4. Die Bedeutung des Treasury-Managements im Rahmen des Risiko-Managements 42
5.4.1. Finanzmanagement 42
5.4.2. Konzeptionelle Ansätze des Treasury-Managements 43
5.4.3. Notwendigkeit und Anforderungen an das Treasury-Management 47
5.4.4. Cash-Management 48
5.4.4.1. Liquiditätsplanung 49
5.4.4.2. Liquiditätsdisposition 50
5.4.4.3. Liquiditätskontrolle 52
5.4.5. Zins-Management 53
5.4.6. Währungs-Management 54
5.4.7. Debitoren-Management 55
5.5. Anforderungen an ein Risiko-Management im Treasury 55
6. Risikosteuerung im finanzwirtschaftlichen Bereich 60
6.1. Derivative Finanzinstrumente 60
6.1.1. Swaps 63
6.1.2. Forward Rate Agreement 63
6.1.3. Cap, Floor, Collar 64
6.1.4. Financial Futures 64
6.1.5. Optionen 65
6.1.6. Motive für den Handel mit Derivaten 65
6.2. Risikosteuerung bei Liquiditätsrisiken 67
6.3. Risikosteuerung bei Zinsänderungsrisiken 68
6.4. Risikosteuerung bei Währungsrisiken 70
6.5. Risikosteuerung im Debitoren-Management 72
7. Schlußbetrachtung 73
Abbildungsverzeichnis 75
Literaturverzeichnis 76
Ehrenwörtliche Erklärung 81

Automatisiert erstellter Textauszug:

Diese Formulierung erweckt den Eindruck, als ob die Aufgabe des Risiko-Managements auf eine möglichst frühzeitige Risikoerfassung beschränkt sei. Es ist aber festzustellen, daß Risiken, die den Fortbestand einer Unternehmung gefährden können, analysiert und bewertet werden müssen, ehe eine Gegenmaßnahme in steuernder Art und Weise ausgelöst werden kann und diese Maßnahmen auch einer ständigen Überwachung unterliegen. Dies gehört ebenfalls zum Aufgabenspektrum eines effizient arbeitenden Risiko-Managements. Handelt es sich um eine börsennotierte Aktiengesellschaft, muß der Jahresabschlußprüfer gem. § 317 Abs. 4 HGB die Aufgabenerfüllung des Risiko-Managements und des Überwachungssystems beurteilen. Nach § 321 Abs. 4 HGB hat der Abschlußprüfer das Ergebnis der Beurteilung in einem gesonderten Teil des Prüfberichtes darzulegen und gegebenenfalls Vorschläge zur Verbesserung zu unterbreiten. In das GmbHG soll keine entsprechende Regelung aufgenommen werden. Es ist davon auszugehen, daß für Gesellschaften mit beschränkter Haftung, je nach ihrer Größe, Struktur und Komplexität, nichts anderes gilt und die Neuregelung Ausstrahlungswirkung auf die Pflichtenrahmen der Geschäftsführer auch anderer Gesellschaftsformen hat. [...]

Durch diese Entwicklungen an den Finanz- und Kapitalmärkten sah sich auch der deutsche Gesetzgeber gezwungen, Richtlinien zu erlassen, um die Beteiligten an den Unternehmen, seien es Arbeitnehmer, Gläubiger, Lieferanten oder Abnehmer, vor Verlustgefahren zu schützen. So hat der Deutsche Bundestag am 05. März 1998 das „Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG)“ verabschiedet.112 Dieses Gesetz ist am 30. April im Bundesgesetzblatt verkündet worden und am 01. Mai 1998 in Kraft getreten.113 Mit diesem Gesetz wurde auch das AktG und das HGB geändert. Durch eine Erweiterung des § 91 AktG um einen zweiten Absatz wird der Vorstand einer Aktiengesellschaft verpflichtet, ein angemessenes Risiko-Management und ein internes Überwachungssystem einzurichten, um den Entwicklungen, die den Fortbestand der Unternehmung gefährden könnten, durch ein frühzeitiges Erkennen steuernd entgegenzutreten.114 Der § 91 Abs. 2 AktG lautet wie folgt: [...]

Die Globalisierung beschreibt das Zusammenwachsen der nationalen und internationalen Finanzmärkte durch neue Informations- und Kommunikationstechnologien (Cash-Management-Systeme, Electronic Banking)103 und durch die Liberalisierung (Deregulation) der Finanzmärkte.104 Dieser globale Finanzmarkt ermöglicht es, alle Wertpapiere und Währungen nach international einheitlichen Kriterien zu handeln.105 Voraussetzungen für eine Globalisierung ist jedoch die grundlegende Vereinheitlichung der gesetzlichen, institutionellen und technischen Rahmenbedingungen an den Geld- und Kapitalmärkten der verschiedenen Länder, so daß die nationalen Finanzmärkte zu einem einzigen Finanzzentrum zusammenwachsen können. Dadurch kommt es zum Eintritt neuer Anbieter und Nachfrager in die nationalen Märkte und einen weltweiten Handel mit Wertpapieren und Währungen rund um die Uhr. Jedoch beinhaltet die Globalisierung nicht nur Chancen, sondern auch Risiken. Das Länderrisiko106, beeinflußt durch die währungspolitische, inflationäre und wirtschaftliche Entwicklung eines Landes, kann somit schnell zu Verwirrungen an den Finanzmärkten der Welt führen, wie uns die Beispiele in Asien, Rußland und Südamerika im Sommer und Herbst des Jahres 1998 beweisen. Nicht zuletzt der Globalisierung der Finanzmärkte wegen haben diese Krisen schnell auf Amerika und Europa Einfluß genommen. [...]

Arbeit zitieren:
Birke, Lutz Michael November 1998: Darstellungen des Risiko-Managements im finanzwirtschaftlichen Bereich eines Unternehmens, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Risikomanagement, Finanzwirtschaft, Treasury, Finanz-Management, finanzielle Risiken

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