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Die Notwendigkeit der Umsetzung von Wissensmanagement im Unternehmen sowie Anreize und Sanktionen

Die Notwendigkeit der Umsetzung von Wissensmanagement im Unternehmen sowie Anreize und Sanktionen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Heike Althaus
  • Abgabedatum: März 1999
  • Umfang: 122 Seiten
  • Dateigröße: 1,7 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden (FH) Deutschland
  • ISBN (eBook): 978-3-8324-1607-2
  • ISBN (Paperback) :
    978-3-8324-1607-2 P
  • ISBN (CD) :978-3-8324-1607-2 CD
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Althaus, Heike März 1999: Die Notwendigkeit der Umsetzung von Wissensmanagement im Unternehmen sowie Anreize und Sanktionen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Wissensdokumentation, Mitarbeiterverhalten, Motivation, Wissensverteilung, Wissensnutzung

Diplomarbeit von Heike Althaus

Einleitung:

Ziel dieser Arbeit ist es, die Notwendigkeit der Umsetzung von Wissensmanagement zu analysieren und menschliche Barrieren zu berücksichtigen. Dabei gilt es zu ermitteln, mit welchen Anreizen, Sanktionen oder anderen Methoden es in der Praxis Unternehmen gelingt, ihre Mitarbeiter zur Anwendung von bereitgestellten Wissensmanagementtools zu motivieren. Aufgrund der Komplexität dieser Problematik werden technische Fragen hinsichtlich der Kommunikations- und Informationstechnologie in der vorliegenden Arbeit nicht berücksichtigt. Die Herausforderung liegt für die Verfasserin in der Schaffung eines Ansatzes zur Schließung der Lücke zwischen Wissensmanagement und Motivationstheorie.

Nach einer kurzen Einleitung wird zunächst im zweiten Kapitel dieser Arbeit die Situation der Unternehmen unter der zunehmenden Bedeutung von Wissen dargestellt, um die Notwendigkeit für eine gezieltes Management dieser Ressource zu demonstrieren.

Wissensmanagement befaßt sich viel konkreter mit der Gestaltung von Wissensprozessen als dies die Lerntheorie vornimmt - wie besonders das dritte Kapitel zeigt. Dort werden nach der Begriffsabgrenzung die einzelnen Bausteine des Wissensmanagements analysiert.

Bevor menschliche Widerstände abgebaut werden können, müssen sie erst verstanden werden. Das vierte Kapitel erörtert das Mitarbeiterverhalten bei der Umsetzung von Wissensmanagement.

Mit dem Ziel herauszufinden, wie die Unternehmen in der Praxis ihre Mitarbeiter zur Umsetzung von Wissensmanagement motivieren, führt die Autorin eine Expertenbefragung durch. Dabei wendet sie sich an eine Reihe Unternehmen, welche sich im Bereich Wissensmanagement engagieren. Das fünfte Kapitel faßt die wesentlichen Ergebnisse dieser Studie zusammen, wobei die ausführliche Auswertung in der Anlage 2 dieser Arbeit zu finden ist.

Schließlich zeigt die Verfasserin anhand ihrer theoretischen und praktischen Erkenntnisse im sechsten Kapitel dieser Arbeit auf, welche Aspekte nach ihrer Meinung bei der erfolgreichen Umsetzung von Wissensmanagement im Unternehmen von erheblicher Bedeutung sind.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis V
1. Vorbemerkung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise 2
2. Situation der Unternehmen 3
2.1 Wandel zur Wissensgesellschaft 3
2.1.1 Wissen als vierter Produktionsfaktor 3
2.1.2 Ende der Industriegesellschaft 3
2.1.3 Informations- und Kommunikationstechnologie 5
2.1.4 Immaterieller Vermögenswert der Unternehmen 6
2.2 Steigende Bedeutung von Wissen als Herausforderung für Unternehmen 7
2.2.1 Mitarbeiter als Schlüssel zum Erfolg 7
2.2.2 Notwendigkeit permanenten Lernens 7
2.2.3 Wissen als Überlebensfrage für Unternehmen 8
2.3 Umgang mit der neuen Herausforderung 10
2.3.1 Nutzung von Wissen in der Praxis 10
2.3.2 Einige Ursachen für das Dilemma der Wissensverschwendung 11
2.4 Notwendigkeit des Managements von Wissen 12
3. Theoretische und praktische Grundlagen des Wissensmanagements 14
3.1 Einführung 14
3.1.1 Wissen - ein komlexes Gut 14
3.1.2 Ziele und Dimensionen von Wissensmanagement 18
3.2 Bausteine des Wissensmanagements 20
3.2.1 Richtungsweisung durch das Festlegen von Wissenszielen 22
3.2.2 Wissensidentifikation schafft Transparenz 23
3.2.3 Schließung von Wissenslücken durch Wissenserwerb und -entwicklung 24
3.2.4 Gezielte Wissens(ver)teilung verbessert die Reaktionsfähigkeit 26
3.2.5 Mitarbeiter von der Nutzung des Wissens überzeugen 29
3.2.6 Methoden der Wissensbewahrung als Schutz vor Wissensverlusten 30
3.2.7 Wissensbewertung - Unmögliches möglich machen 33
3.3 Praxisstimmen zur Bedeutung des Faktors Mensch 34
4. Mitarbeiterverhalten bei der Umsetzung von Wissensmangement 36
4.1 (Stör)faktor Mensch 36
4.2 Menschliche Wissensmanagementbarrieren 36
4.2.1 Widerstände bei der Generierung von Wissen 36
4.2.2 Konflikte bei der Wissens(ver)teilung 38
4.2.3 Barrieren bei der Dokumentation von Wissen 39
4.2.4 Probleme bei der Wissensnutzung 40
4.3 Wissensmanagement und Motivation 41
5. Bewältigung menschlicher Wissensmanagementbarrieren in der Praxis 44
5.1 Hintergründe der Expertenbefragung 44
5.1.1 Ziel der Befragung 44
5.1.2 Vorgehensweise bei der Befragung 44
5.1.3 Interviewleitfaden 45
5.2 Auswertung der Expertenbefragung 46
5.2.1 Verringerung von Widerständen bei der Generierung von Wissen 47
5.2.2 Lösungen von Konflikten bei der Wissens(ver)teilung 52
5.2.3 Überwindung von Barriern bei der Dokumentation von Wissen 56
5.2.4 Beseitigung von Problemen bei der Wissensnutzung 60
6. Schlußbetrachtung und Handlungsempfehlung 65
Literaturverzeichnis 72
Anlagenverzeichnis 85

Automatisiert erstellter Textauszug:

Problematik: Wie kann die Kreativität eines jeden Mitarbeiters angeregt werden, damit er eigene Innovationen bzw. Ideen entwickelt? • Etwa 60 Prozent der befragten Unternehmen verfügen über ein betriebliches Vorschlagswesen und motivieren ihre Mitarbeiter durch finanzielle Anreize wie Prämien, eigene Ideen und Innovationen zu entwickeln. In nur zwei Fällen zeigt dieses System keinen Erfolg. Die meisten von ihnen regen außerdem die Kreativität ihrer Mitarbeiter durch Maßnahmen im Rahmen des Kontinuierlichen Verbesserungsprozesses an. Es werden Qualitätszirkel, Kreativitätswerkstätten bzw. -workshops, Zukunftskonferenzen oder Brainstormings mit Mitarbeitern von unterschiedlichen Abteilungen organisiert. • • Erfolgreiche Kontinuierliche Verbesserungsprozesse finden insgesamt in über 50 Prozent der befragten Unternehmen statt. Ein Viertel aller Befragten sind der Meinung, daß es vor allem von der Unternehmenskultur abhängig ist, ob die Mitarbeiter eigene Ideen entwickeln und sich entfalten. In der Regel wollen sich die Mitarbeiter einbringen, es ist nur wichtig, daß die Vorgesetzten es zulassen. Auf die Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen kommt es an. So wird zum Beispiel ehrgeiziges Verhalten - der Drang, besser zu sein als die Konkurrenz - vor allem immateriell durch Lob und Anerkennung sowie die Vergabe von interessanten Projekten belohnt. Eine sehr kleine Gruppe der Befragten gab an, daß unter den Mitarbeitern oft die Zeit nicht reicht, die eigene Kreativität auszuleben und Ideen zu entwickeln. Sie sind deshalb bemüht, vor allem für Mitarbeiter in Schlüsselpositionen zeitliche Freiräume zu schaffen. Vereinzelt wurden auch Rotationsprogramme (vor allem für Studenten und Trainees) angesprochen, welche Schwung in die Abteilungen bringen und zu neuen Ideen anregen. [...]

Allerdings fördert nur ein reichliches Drittel dieser Unternehmen die Zielerreichung mit konkreten Anreizen bzw. Sanktionen. Beispiele sind die Vergabe von interessanten Projekten sowie anspruchsvollen Aufgaben an die Mitarbeiter mit dem bestem Know-how und ein Jahreserfolgssystem, wodurch Prämien für die Steigerung der Qualifikation bzw. Methodenkompetenz an die jeweiligen Mitarbeiter ausgezahlt werden. Die übrigen zwei Drittel dieser Befragten vertreten die Meinung, daß Wissensentwicklung und -erwerb nicht erzwungen werden kann und deshalb Anreize bzw. Sanktionen nicht sinnvoll sind. Sie überzeugen die Mitarbeiter vor allem durch persönliche Gespräche und zum Teil anhand positiver Beispiele sowie innerhalb von Gruppenarbeitsprozessen. Problematik: Wenn das Unternehmen wüßte, was es weiß - oft bleiben Wissenspotentiale unentdeckt. Wie können Führungskräfte motiviert werden, die Wissenspotentiale ihrer Mitarbeiter aufzudecken, und zu entwickeln? • In reichlich 50 Prozent der befragten Unternehmen ist das Aufdecken und Entwickeln des Wissenspotentials der Mitarbeiter eine wichtige Aufgabe der Führungskräfte. Die Erfüllung dieser Aufgabe wird jedoch als unterschiedlich erfolgreich von den Befragten eingeschätzt. Bei der Führungskräftebeurteilung ist sie teilweise ein Kriterium, um die Anstrengungen der Vorgesetzten in dieser Angelegenheit zu maximieren. Führen muß als Dienstleistung gegenüber den Mitarbeitern gesehen werden. Die Schwierigkeit liegt darin, daß die Vorgesetzten es zulassen müssen, daß ihre Mitarbeiter „schlauer“ werden als sie selbst. Die übrigen Unternehmen befinden sich noch im Sensibilisierungsprozeß ihrer Führungskräfte für das Thema Wissensmanagement. Gut 20 Prozent bieten ihren leitenden Angestellten Weiterbildungsseminare an, wo sie ihre Fähigkeiten zur Wissensentwicklung von Mitarbeitern ausbauen können, oder stellen ihnen externe Spezialisten als Coachs zur Seite. In den übrigen reichlich 20 Prozent der befragten Unternehmen wird das Bewußtsein der Führungskräfte vor allem durch Gruppengespräche verändert, um sie für die Wissensentwicklung ihrer Mitarbeiter zu motivieren. • Nur ein Unternehmen gab an, daß es ihnen möglich ist, Mitarbeiterpotentiale durch „Gelbe Seiten des Wissens“ aufzudecken. [...]

Problematik: Mit zunehmender Arbeitsroutine sinkt die Fähigkeit, die Bedeutung neuen Wissens zu erkennen. Welche Anreize bzw. Sanktionen können eingesetzt werden, damit die Mitarbeiter ihr Wissen konsequent entwickeln und neues Wissen kontinuierlich erwerben? • Knapp 60 Prozent der Befragten sagten aus, daß es Aufgabe der Mitarbeiter ist, ihr Wissen ständig weiterzuentwickeln bzw. sich neues Wissen anzueignen, da ihr persönlicher Arbeitserfolg vom eigenen Wissensstand abhängig ist. Diese Aussage wurde überwiegend von Personen getroffen, welche in einem wissensintensiven Unternehmensbereich (z.B. Forschung und Entwicklung) bzw. in einem Dienstleistungsunternehmen (Wissensunternehmen) tätig sind. Beim direkten Kontakt zum Kunden merken die Mitarbeiter selbst, daß sich die Arbeitsanforderungen ständig erhöhen. Der Mitarbeiter wird zum selbstverantwortlichen Lebensunternehmer, so daß Anreize bzw. Sanktionen von außen nicht notwendig sind, um den Mitarbeiter zu motivieren, seinen Wissensstand zu erhöhen. In einzelnen Fällen bedarf es lediglich einem kleinen Anstoß durch den Vorgesetzten, um den Selbsterkenntnisprozeß voranzutreiben. 30 Prozent der Befragten halten es hingegen für wichtig, Ergebnisse von Unternehmensanalysen und Untersuchungen des Unternehmensumfeldes intern stark zu verbreiten, um auf allen Unternehmensebenen Transparenz über die Anforderungen des Wettbewerbes zu schaffen. Dabei handelt es sich um Produktionsunternehmen, in denen die meisten Mitarbeiter keine sogenannten Wissensarbeiter sind. Es hat sich bewährt, alle Mitarbeiter den Wettbewerbsdruck spüren zu lassen - nicht unbedingt als Belastung sondern als Ansporn bzw. Motivation. Dabei sind Vergleiche auf der Mitarbeiter- sowie der Führungskräfteebene notwendig. Wichtig ist, die Geschäftsstrategien mit der Personalentwicklung zu synchronisieren, so daß es gelingt, das Wissenspotential der Mitarbeiter auf Zukunftstrends vorzubereiten. • Außerdem wird in knapp 60 Prozent der befragten Unternehmen regelmäßig der Qualifikationsbedarf der Mitarbeiter durch Bildungsbedarfsanalysen, Mitarbeiterbeurteilungsgespräche bzw. Stärken- und Schwächenanalysen ermittelt. Auch Coachingprozesse finden statt, um Mitarbeitern in ihrer Wissensentwicklung Orientierung zu geben. Weiterbildungsmaßnahmen werden besprochen und Zielvereinbarungen geschlossen. [...]

Arbeit zitieren:
Althaus, Heike März 1999: Die Notwendigkeit der Umsetzung von Wissensmanagement im Unternehmen sowie Anreize und Sanktionen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Wissensdokumentation, Mitarbeiterverhalten, Motivation, Wissensverteilung, Wissensnutzung

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