Die Entwicklung und Akzeptanz von E-Payment
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Patrick Francisco Starzer
- Abgabedatum: Juli 2010
- Umfang: 116 Seiten
- Dateigröße: 2,9 MB
- Note: 2,0
- Institution / Hochschule: Universität Wien Österreich
- Bibliografie: ca. 86
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4951-3
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Starzer, Patrick Francisco Juli 2010: Die Entwicklung und Akzeptanz von E-Payment, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: E-Payment, Internet, Zahlungsmöglichkeiten, Online-Marketing, elektronische Zahlungsmethoden
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Diplomarbeit von Patrick Francisco Starzer
Einleitung:
Dass der E-Commerce, der Verkauf von Waren und Dienstleistungen über das Internet, in Europa boomt, wird durch folgende Daten ersichtlich: Immer mehr Unternehmen nutzen das Medium Internet als Vertriebskanal und immer mehr Konsumenten nutzen es zum Einkaufen. So waren laut einer Studie der KMU Forschung Austria rund 3.200 Unternehmen in Österreich im Jahr 2007 mit Online-Shops im Internet-Einzelhandel präsent und der Netto-Jahresumsatz dieser Online-Shops betrug im Jahr 2006 ca. 615 Mio. Euro Dies waren 1,4% des gesamten Einzelhandelsvolumens in Österreich.
In Deutschland verlautbarte der Bundesverband der Deutschen Versandhändler, dass im Jahr 2008 erstmals 30 Mio. deutsche Bürger Waren über das Internet kauften. Zudem stieg der Umsatz des Online-Handels im Jahr 2008 um 23% auf 13,4 Mrd. Euro und sollte Ende des Jahres 2009 nochmals um 15% auf ca. 15,4 Mrd. Eurosteigen.
Um die Bezahlung der gekauften Waren und Dienstleistungen über das Internet möglich zu machen, wurden traditionelle Zahlungsmöglichkeiten wie die Überweisung, die Lastschrift oder die Bezahlung per Kreditkarte, eigens dafür adaptiert. Einige werden aber auch noch zusätzlich in ihrer ursprünglichen Form angeboten. Nebenbei wurden auch innovative Zahlungsarten für die Online-Bezahlung konzipiert und entwickelt, die Bezahlungen vor allem für digitale Güter erleichtern sollen, aber auch für materielle Güter geeignet sind.
Im Rahmen dieser Arbeit wird die geschichtliche Entwicklung von Zahlungsverfahren im Internet und deren Meilensteine mit anschließendem detaillierten Überblick der gängigsten Formen und Arten des E-Payments dargestellt. Es werden die Anforderungen an die Verfahren, sowohl von Kunden- als auch von Händlerseite, und Studien der Universität Karlsruhe präsentiert, um die Gründe für den Akzeptanzgrad der E-Payment Systeme zu ermitteln und eventuelle Optimierungsmöglichkeiten diskutieren zu können. In diesem Zusammenhang werden auch Ergebnisse einer eigens durchgeführten Online-Befragung dargestellt und erläutert.
Inhaltsverzeichnis:
| Vorwort | I | |
| I | Inhaltsverzeichnis | III |
| II | Abbildungsverzeichnis | VI |
| III | Tabellenverzeichnis | VII |
| 1. | Einleitung | 1 |
| 2. | Die Definition von E-Payment | 2 |
| 3. | Die Entwicklung von E-Payment | 4 |
| 3.1 | Das „Prähistorische“ Zeitalter | 5 |
| 3.1.1 | Der Kartenzahlungsverkehr | 5 |
| 3.1.2 | Weitere Ansätze zu E-Payment | 6 |
| 3.2 | Die „Pionier-Phase“ | 7 |
| 3.2.1 | First Virtual Holding | 8 |
| 3.2.2 | DigiCash | 9 |
| 3.2.3 | CyberCash | 10 |
| 3.2.4 | Mondex | 10 |
| 3.3 | Die „Erste Welle“ | 11 |
| 3.3.1 | SET – Secure Electronic Transaction | 12 |
| 3.3.2 | Quick und PROTON | 13 |
| 3.3.3 | Die EMI-Anordnung | 14 |
| 3.3.4 | Das Ende von First Virtual Holding und DigiCash | 15 |
| 3.4 | Die „Zweite Welle“ | 16 |
| 3.4.1 | Die „dünne“ SET-Geldbörse und das 3D-SET-Verfahren | 17 |
| 3.4.2 | PayPal und virtual cash+ | 18 |
| 3.4.3 | CEPS (Common Electronic Purse Specification) | 20 |
| 3.4.4 | Das Ende von CyberCash | 20 |
| 4. | Die heutigen Anforderungen an E-Payment Systeme | 22 |
| 4.1 | Allgemeine Anforderungen | 22 |
| 4.2 | Anforderungen der Kunden | 25 |
| 4.3 | Anforderungen der Händler | 29 |
| 5. | Auswahl von heutigen E-Payment Services im E-Commerce | 32 |
| 5.1 | Online-Überweisung | 32 |
| 5.2 | Elektronisches Lastschriftverfahren | 34 |
| 5.3 | Online per Kreditkarte | 35 |
| 5.3.1 | Eine Transaktion mit SSL –Verschlüsselung | 35 |
| 5.3.2 | 3-D Secure -Transaktion | 36 |
| 5.4 | PayPal | 37 |
| 5.4.1 | Gründung | 37 |
| 5.4.2 | Funktionsweise | 38 |
| 5.4.3 | Vorteile und Fazit | 41 |
| 5.5 | ClickandBuy | 41 |
| 5.6 | paysafecard | 43 |
| 5.7 | WEB.Cent | 45 |
| 5.8 | M-Payment – paybox | 46 |
| 6. | Kategorisierung der E-Payment Systeme im E-Commerce | 48 |
| 6.1 | Kategorisierung von E-Payment Systemen nach dem Zeitpunkt der Zahlungsmethode | 48 |
| 6.1.1 | Pre-Paid-Verfahren | 49 |
| 6.1.2 | Pay-Now-Verfahren | 49 |
| 6.1.3 | Pay-Later-Verfahren | 49 |
| 6.2 | Kategorisierung von E-Payment Systemen nach Höhe der Transaktion | 50 |
| 6.3 | Kategorisierung nach Art der Zahlungsmethode | 51 |
| 7. | Akzeptanz der E-Payment Systeme aus Sicht der Verbraucher | 54 |
| 7.1 | Internetnutzung der Verbraucher | 54 |
| 7.2 | Einkaufsverhalten der Verbraucher im Internet | 58 |
| 7.2.1 | Materielle Güter | 58 |
| 7.2.2 | Digitale Güter | 60 |
| 7.3 | Zahlungsverhalten der Verbraucher im Internet | 62 |
| 7.3.1 | Zahlungsverhalten für materielle Güter | 62 |
| 7.3.2 | Zahlungsverhalten für digitale Güter | 64 |
| 7.4 | Ergebnisse zur Akzeptanz der E-Payment Systeme | 65 |
| 7.4.1 | Bewertungen von E-Payment Systemen | 65 |
| 7.4.2 | Optimierungsmöglichkeiten für E-Payment Systeme | 69 |
| 8. | Eigene Studie zur Akzeptanz von E-Payment anhand einer Online-Befragung | 72 |
| 8.1 | Problemstellung und Ziele der Befragung | 72 |
| 8.2 | Aufbau des Fragebogens | 73 |
| 8.3 | Aufstellung der Hypothesen | 73 |
| 8.4 | Ergebnisse der Befragung | 75 |
| 8.4.1 | Demographische Daten | 75 |
| 8.4.2 | Internetnutzung der Befragten | 77 |
| 8.4.3 | Einkaufsverhalten der Befragten | 79 |
| 8.4.4 | Zahlungspräferenzen der Befragten | 80 |
| 8.4.5 | Kriterien | 88 |
| 8.5 | Fazit | 89 |
| 9. | E-Payment: zukünftige Entwicklungen | 91 |
| 10. | Conclusio | 93 |
| Quellenverzeichnis | 95 | |
| Anhang | 101 | |
| Anhang A: Ergebnisse der Umfrage | 101 | |
| Anhang B: Abstract | 106 | |
| Anhang C: Lebenslauf | 107 |
Textprobe:
Kapitel 5.5, ClickandBuy:
„ClickandBuy“ ist eine digitale Handelsplattform für Käufer und Verkäufer und wurde im Jahre 1999 von „FIRSTGATE“ ins Leben gerufen. Als Grundidee für die Entwicklung dieser Plattform sah man die Notwendigkeit, die Bezahlung digitaler Güter - wie etwa MP3-Downloads oder Abonnements - zu aggregieren und in einer Gesamtrechnung wirtschaftlich zusammenzufassen.
ClickandBuy bietet dem Käufer mehrere Abrechnungsmethoden an, um akkumulierte Beträge zu begleichen und fungiert in diesem Sinne sozusagen als Mittelsmann und Anbieter zwischen Kunde und Händler, da keine Zahlung direkt von dem Käufer an den Verkäufer erfolgt. Um eine digitale Ware mit ClickandBuy zu bezahlen, muss der Kunde sich einmalig registrieren und dabei Namen, Anschrift, E-Mail und bevorzugtes Zahlungsmittel angeben.
Der Benutzer kann zwischen den folgenden Zahlungsmethoden, mit denen er die aggregierten Beträge begleicht, wählen: Lastschrift, Kreditkarte oder Online-Überweisung. Um den Registrierungsprozess abzuschließen, erstellt der Benutzer noch einen Benutzernamen und ein Passwort, das er ab nun für die Einkäufe nutzt. Eine neuerliche Eingabe persönlicher Informationen oder bankrelevanter Daten ist für weitere Bezahlungen bei Anbietern kostenpflichtiger Inhalte, die ClickandBuy als Zahlungsmittel akzeptieren, nicht mehr vonnöten.
Die Abwicklung eines Bestellprozesses mit ClickandBuy gestaltet sich wie folgt:
1. Nach Auswahl eines kostenpflichtigen Angebotes des Online-Shops des Händlers wird eine Verbindung zu der „ClickandBuy-Rewrite-Engine“, wo die Anfragen intern umgeschrieben werden, hergestellt.
2. Der Kunde gibt Benutzernamen und Passwort ein oder wird aufgefordert, sich zu registrieren.
3. Die eingegebenen Daten werden verifiziert.
4. Die digitalen Inhalte werden dem Käufer zugänglich gemacht.
5. Diese „Session“ wird im System von ClickandBuy gespeichert, damit der Kunde für den wiederholten Abruf des Angebots innerhalb eines Zeitrahmens (wird vom Anbieter festgelegt) nicht noch einmal zu bezahlen hat.
Für die Zahlungsabwicklung wird dem Kunden eine monatliche Abrechnung über alle getätigten Bestellungen übermittelt, die zuvor von der Rewrite-Engine in einer zentralen Datenbank gespeichert wurden. Das vom Kunden festgelegte Zahlungsmittel wird von FIRSTGATE in Anspruch genommen und die Umsätze werden, abzüglich einer Umsatzprovision, an die jeweiligen Anbieter abgeführt. Alle Einzelheiten der Transaktionen sowie der aktuelle Stand der Abrechnungen sind für Käufer und Anbieter jederzeit im geschützten Servicebereich der Homepage ersichtlich.
ClickandBuy ist als Anbieter eines E-Payment-Systems im Bereich der Abrechnung digitaler Inhalte mit Sicherheit einer der erfahrensten und erfolgreichsten Akteure auf dem Markt. Durch sein vielfältiges Angebot an Zahlungsmöglichkeiten und der Entwicklung des Internets kann eine wachsende Anzahl an potentielle Kunden für Paid Content/Paid Services wie Musikdownloads, Video-on-Demand oder Voice-over-IP Dienste gewonnen werden.
Heutzutage nutzen über 13 Mio. Kunden ClickandBuy und beziehen digitale Dienste von über 16.000 Anbietern wie z.B. Apple iTunes, T-Online, ADAC, Bild.de, buch.de, Stiftung Warentest oder Parship. Es existieren über 50 nationale und internationale Bezahlungsmöglichkeiten und die Abrechnung kann in über 120 Währungen erfolgen.
Paysafecard:
paysafecard ist die erste Pre-Paid-Karte Europas für die Bezahlung von Waren und Dienstleistungen in Online-Shops und wurde Ende 2000 in Österreich und Mitte 2001 in Deutschland eingeführt. Man nahm sich dafür den Einsatz von Pre-Paid-Zahlungsmitteln im Mobilfunksektor und Telefonwertkarten zum Vorbild, um deren Funktionalität durch ein innovatives Kartensystem auszubauen. Vor allem Jugendliche, die mit Pre-Paid-Karten aus dem Mobiltelefonsektor vertraut sind, und Online-Händler, deren Bedürfnis nach Zahlungssicherheit erfüllt wird, rechtfertigten die Notwendigkeit solch einer Zahlungsmethode.
In Österreich und in Deutschland wird die paysafecard mit Nominalwerten zu je € 10, € 25, € 50 und € 100 im Handel angeboten. Jede paysafecard verfügt, unabhängig von ihrer Form, über die folgenden vier Merkmale:
- Nominale; - Seriennummer; - Produktionsdatum; - PIN-Code (zum Freirubbeln).
Nach dem Erwerb einer Karte (z.B. bei Banken, Tankstellen, Kiosk, usw.) kann der Kunde auf der Homepage eine Liste aller Anbieter einsehen, die diese Zahlungsmethode akzeptieren. Dort erhält man ebenfalls eine Übersicht über die Vertriebstellen der Pre-Paid-Karte. Im Anschluss an die Auswahl des Produkts oder der Dienstleistung kann der Nutzer nun die Zahlungsoption der paysafecard anklicken. Es erfolgt eine Weiterleitung auf eine Webseite, wo der Käufer seinen freigerubbelten PIN-Code und ein optionales Passwort zu seiner eigenen Sicherheit eingeben kann. Es können pro Zahlungsvorgang zehn Karten bzw. deren PIN-Codes eingegeben werden. Diese kann der Kunde beliebig kombinieren und so über einen Gesamtbetrag von bis zu € 1.000 in Form eines Guthabens verfügen. Nach der Validierung der Karte(n) erhält sowohl der Nutzer als auch der Händler eine Benachrichtigung über die erfolgreiche Bezahlung und der Käufer wird wieder auf die Webseite des Händlers zurückgeleitet. Der Händler erhält den Betrag, abzüglich einer Provision, von paysafecard ausbezahlt. Diese Auszahlungen werden von paysafecard zu 100% gewährleistet. Abgesehen von der Provision fallen beim Händler keine weiteren Kosten an, da das benötigte API (Application Programming Interface) sowie der Telefonsupport von paysafecard kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Der Nutzer trägt ebenso keine zusätzlichen Kosten durch die Zahlungsmethode. Allfällige Restguthaben verfallen nicht und können für nachfolgende Einkäufe verwendet werden. Allerdings werden zwölf Monate ab der ersten Benutzung, spätestens aber 24 Monate ab Produktionsdatum der Karte, Verwaltungsgebühren in Höhe von € 2 pro Monat berechnet und vom jeweiligen Guthaben abgezogen.
Die paysafecard, die auf Kundenanfrage auch als elektronischer Ausdruck verkauft werden kann, kommt vorwiegend auf Erotik-, Wett- oder ähnliche Webseiten zum Einsatz, wo der Internetnutzer ohne Bekanntgabe jeglicher Daten bezahlen kann. Allerdings gibt es auch eine „<18 card“, die als Jugendkarte für oben genannte Webinhalte gesperrt ist, sich aber sonst von der handelsüblichen Karte nicht unterscheidet. Sehr beliebt ist der Einsatz der Pre-Paid-Karte auch bei Datingbörsen, Handyportalen, Online-Games sowie bei Musik-Download- und Videostream-Webseiten.
Heutzutage erhält man die paysafecard weltweit in über 280.000 Verkaufsstellen und sie besitzt 3.500 Partner-Webshops, wo der Kunde mit ihr bezahlen kann. Seit 2005 ist die paysafecard zudem online erhältlich, wodurch sie jederzeit und ortsunabhängig erworben werden kann, ohne das Haus verlassen zu müssen, was einen erheblichen Mehrwert für die Kunden darstellt.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836649513
Arbeit zitieren:
Starzer, Patrick Francisco Juli 2010: Die Entwicklung und Akzeptanz von E-Payment, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
E-Payment, Internet, Zahlungsmöglichkeiten, Online-Marketing, elektronische Zahlungsmethoden




