Bachelor + Master Publishing
765 Bachelorarbeiten, 508 Masterarbeiten, 10.071 Diplomarbeiten

Der Golfmanager – eine Berufsfeldanalyse

Tätigkeiten, Schlüsselqualifikationen sowie Rekrutierungswege

Der Golfmanager – eine Berufsfeldanalyse
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Tom Koethe
  • Abgabedatum: März 2010
  • Umfang: 127 Seiten
  • Dateigröße: 2,0 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Deutsche Sporthochschule Köln Deutschland
  • Bibliografie: ca. 78
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4856-1
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Koethe, Tom März 2010: Der Golfmanager – eine Berufsfeldanalyse, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Golf, Golfmanagement, Sportmanagement, Schlüsselqualifikationen, Berufsfeldanalyse

Diplomarbeit von Tom Koethe

Einleitung:

Mit stetig positiven Wachstumsraten an aktiven Sportlern sowie Anlagen nimmt der Golfsport in der heutigen Sportlandschaft eine immer bedeutendere Position ein. Um diesen Stellenwert näher darzustellen, soll die Sportart Golf in einem ersten Schritt in Beziehung zur gesamten Sportwelt sowie zur heutigen Gesellschaft aus einer ökonomischen, einer gesellschaftlichen und einer ökologischen Perspektive betrachtet und vorgestellt werden.

Vor der genaueren Betrachtung der genannten Perspektiven kann der Sport als bedeutender Bestandteil der expandierenden Freizeitwirtschaft zugeordnet werden und stellt überdies in der heutigen Gesellschaft einen wichtigen Wirtschaftssektor dar. So wurde im Rahmen einer von 1990 bis 1993 durchgeführten Studie die wirtschaftliche Bedeutung des Sports ermittelt. Als Kernergebnisse konnten herausgestellt werden, dass der Sport bereits vor etwa 20 Jahren einen Anteil von rund 1,4 % am Bruttosozialprodukt besaß, was in einer vergleichbaren Größenordnung dem Sektor der Landwirtschaft entspricht. Der Anteil an der Gesamtbeschäftigtenzahl Deutschlands lag für den Sport bei über 2 % und ca. 1,8 % aller privaten Käufe entfielen auf Güter aus dem Bereich des Sports, was in etwa dem Umfang an Käufen von Körperpflegemitteln und Tabakwaren entsprach. Auch heute noch kann von diesen Größenordnungen ausgegangen werden, woraus sich der wirtschaftliche Stellenwert des Sports ableiten lässt.

Darüber hinaus bildet der Sport einen bedeutenden Bestandteil des Alltags der Gesellschaft und beeinflusst somit entscheidend die Lebensführung und Freizeitgestaltung eines jeden Einzelnen. Hierbei kann der Einfluss ganz verschiedener Art sein, denn die Partizipation im Sport bzw. die Nähe zum Sport kann vom aktiven Ausüben bis hin zum passiven Konsum, dem Zuschauersport, reichen. Die Art und Weise des Sportkonsums kann des Weiteren in vier verschiedenen Institutionen erfolgen, nämlich in sogenannten Non-Profit-Organisationen, in For-Profit- bzw. erwerbswirtschaftlichen Organisationen, über staatliche Angebote oder im privaten Rahmen. Verschiebungen und Transformationen zwischen diesen vier Organisationsformen sind in alle Richtungen vorstellbar und bereits zu beobachten.

Betrachtet man die Entwicklungen der gesamten Sportwelt der letzten Jahre aus verschiedenen Perspektiven genauer, so lassen sich rasante Veränderungen in den oben aufgeführten Organisationsformen sowie den nachfolgenden Bereichen feststellen.

In einem ersten Schritt soll die ökonomische Perspektive des Sports betrachtet werden, wobei hier eine zunehmende Kommerzialisierung und Professionalisierung des Sports die Schlüsselbegriffe darstellen und zugleich die bedeutendsten Wandlungstendenzen der letzten Jahre betiteln. In diesem Zusammenhang ist unter Professionalisierung zu verstehen, dass mehr und mehr zuvor ehrenamtliche Stellen durch hauptberufliche Arbeitskräfte ersetzt werden. Hierdurch kann sich jedoch beispielsweise das Problem der Zusammenarbeit zwischen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern ergeben, wodurch beispielsweise die Motivation der unbezahlten Kräfte sinken könnte. Der Professionalisierung geht jedoch eine Kommerzialisierung voraus. Unter der Kommerzialisierung des Sports wird verstanden, dass die ursprünglichen, ideellen Ideen und Werte des Sports immer mehr in den Hintergrund geraten und ökonomische Interessen von Sportlern oder Organisationen die Oberhand gewinnen. Im weiteren Sinne bedeutet dies, ‘dass Güter, die im und mit dem Sport produziert werden, über den Markt, also nach dem Prinzip von Leistung und Gegenleistung, verkauft werden’. Um infolge dieser Definition die Sportart Golf ökonomischen Gütern zuordnen zu können, kann mit Hilfe einer Kategorisierung nach BUCHANAN der Golfsport überwiegend der Kategorie der Clubgüter zugeordnet werden. Die Besonderheit ist hierbei, dass neben der optimalen Angebotsmenge ebenfalls die optimale Mitgliederzahl sowie der optimale Preis kalkuliert werden muss. Über diese Güter-Kategorisierung hinaus werden im Golf ebenfalls ‘sportbezogene Dienstleistungen’ angeboten und bereitgestellt.

In einer engeren Sicht wird von der Kommerzialisierung des Sports gesprochen, ‘wenn der im Verein organisierte Sport nicht mehr nur Vereinsmitgliedern zur Verfügung steht, sondern auch an Nichtmitglieder verkauft wird’. Beide Definitionen von Kommerzialisierung, die weitere und die engere, treffen auf den Golfsport zu, da Golf auf einem Markt nach dem Leistungs- und Gegenleistungsprinzip angeboten wird und ebenso nicht mehr nur seinen Vereinsmitgliedern vorbehalten ist, sondern auch vermehrt Nichtmitgliedern zur Verfügung steht.

Aufgrund der oben geschilderten Wandlungstendenzen des Sports müssen auch Vereine zunehmend firmenähnliche Strukturen aufbauen, um einerseits wirtschaftlich überleben und andererseits den Spagat zwischen Kostenrechnung und den Wünschen und Interessen der Mitglieder bewältigen zu können.

Auf den Golfsport übertragen ist dies z. B. dadurch zu beobachten, dass eine große Zahl an Golfvereinen kostenpflichtige Tagesspielrechte an Nichtmitglieder vergibt. Dadurch kommt es auf der einen Seite zu Einnahmen, auf der anderen Seite dürfen aber die tatsächlichen Mitglieder der Vereine durch diese Tagesspielrechte so wenig wie möglich beeinträchtigt werden. Eine zentrale Aufgabe von Anlagenleitungen könnte demnach in der Schaffung eines Gleichgewichts zwischen diesen beiden zentralen Zielgruppen liegen. Diese Kommerzialisierungs-Orientierung vieler Vereine ist jedoch nötig, um letztendlich auf dem Sportmarkt gegenüber erwerbswirtschaftlichen Anbietern bestehen zu können.

In weiterer Betrachtung der ökonomischen Perspektive bemühen sich die kommerziellen Sportanbieter in der gesamten Sportbranche, durch ein breiteres Angebot wirtschaftliche Absicherungen zu schaffen. Dies wird z. B. durch weiter gefächerte Marketingmaßnahmen, vielfältige Merchandisingangebote oder durch eine differenzierte Preispolitik geschaffen, um beispielsweise das relativ unsichere Produkt im Zuschauersport abzusichern oder sich als Anbieter in der freien Wirtschaft gegenüber Konkurrenten abzugrenzen und zu behaupten. Darüber hinaus ist besonders für For- und Non-Profit-Organisationen das Handeln nach dem sogenannten ökonomischen Prinzip von zentraler Bedeutung. Demnach müssen knappe Ressourcen, meist finanzieller Art, für alternative Zwecke so eingesetzt werden, dass entweder mit gegebenen Mitteln ein größtmöglicher Erfolg (Maximalprinzip) oder ein vorgegebenes Ziel mit möglichst minimalem Mitteleinsatz (Minimalprinzip) realisiert wird. Besonders in Konkurrenzsituationen müssen die vorhandenen Ressourcen demnach so effektiv und effizient wie möglich eingesetzt werden, um sich am Markt aller Sportanbieter behaupten und gleichzeitig anfallende Ausgaben weitgehend kontrollieren zu können. Ebenso Golfanlagen, ob in Form eines Vereins oder eines erwerbswirtschaftlichen Betriebes, müssen ihre Ressourcen kennen und diese für ihre Zwecke und Organisationsziele wirtschaftlich einsetzen.

Insgesamt gesehen ist im Hinblick auf die ökonomische Perspektive des Sports ein zunehmender Trend zu beobachten, dass ‘Sport nicht nur professionelle Sportler und Trainer, sondern auch professionelle Manager braucht’.

Auch ökologische Gesichtspunkte werden für Sportanbieter immer bedeutender. So müssen Sportstätten heutzutage den aktuellen Richtlinien in Bezug auf Umweltschutz, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit genügen. Hierzu passend erscheinen vom Deutschen Olympischen Sportbund regelmäßig Richtlinien beziehungsweise Dokumentationen von Symposien oder Fachtagungen zu Themen wie Umwelt-Qualitätsstandards im Sport, Klima- und Ressourcenschutz im Sport oder Sport und Umwelt – ein starkes Team. Gerade der Golfsport, der nicht nur in der Natur stattfindet, sondern auch in einem hohen Maß von den natürlichen und klimatischen Gegebenheiten abhängig ist, muss sich dem gewissenhaften Umgang mit der ökologischen Umgebung äußerst sorgfältig widmen. Dementsprechend müssen heutzutage ökologische Aspekte bei der Anlagenplanung, dem Golfanlagenbau, aber auch während des laufenden Betriebs zunehmend Berücksichtigung finden. Genauer bedeutet dies, dass beispielsweise während der Planung die Verträglichkeit der Anlage mit der natürlichen Umgebung bedacht werden muss, für den Anlagenbau keinerlei umweltschädliche Baustoffe Verwendung finden dürfen sowie während des laufenden Betriebes die Umweltbelastungen durch Düngemittel, Maschineneinsatz oder Lärmbelastung so gering wie möglich gehalten werden müssen. In diesen ökologischen Verpflichtungen liegt für den Golfsport jedoch gleichzeitig ein gewisses Potenzial, um etwa ein positiveres Image der Sportart in der Gesellschaft zu formen und um Vorbehalte gegenüber der ökologischen Verträglichkeit von Golfanlagen abzubauen. So erschien im Jahr 2006 die Broschüre zum gleichnamigen Projekt des Deutschen Golf Verbandes mit dem Titel Golf und Natur, in welcher Gütekriterien aufgestellt wurden, mit dem Ziel der Zertifizierung und Klassifizierung von Golfanlagen nach ökologischen Gesichtspunkten. Dieses Projekt wurde bereits von einer Vielzahl von Golfanlagen genutzt, um sich gegenüber Konkurrenten abzugrenzen und durch eine umweltbewusste Außendarstellung ein gewisses Alleinstellungsmerkmal zu schaffen.

Des Weiteren herrscht seit den vergangenen Jahren ein verändertes Verständnis von Sport in der Gesellschaft. So konnte beispielsweise in den letzten Jahrzehnten eine steigende Partizipation neuer Bevölkerungsgruppen am Sport verzeichnet werden. Diente der Sport ursprünglich mehr der körperlichen Ertüchtigung und dem Wettkampf, so spielen heutzutage Begriffe wie Wellness, Fitness, Erlebnisorientierung, Spaß, Entspannung, Individualisierung oder auch Eventorientierung entscheidende Rollen. Der Sport schafft bzw. beeinflusst demzufolge bestimmte Lebensstile oder auch Schönheitsideale. Das zumeist positiv behaftete Image des Sports wird auch durch die Wirtschaft genutzt, um beispielsweise Mode- und Ernährungstrends zu erzeugen und dieses vorwiegend positive Image durch einen Imagetransfer auf die jeweilige Marke oder das Unternehmen zu übertragen. In dem Maße, wie die Wirtschaft das Image des Sports für sich nutzt, so muss ebenso die Sportbranche auf Tuchfühlung mit der Gesellschaft gehen und auf veränderte Interessen reagieren. Denn verändert sich beispielsweise die Umwelt durch soziale, technologische, ökonomische oder auch ökologische Gegebenheiten, so gleicht sich dementsprechend die Gesellschaft in ihren Sitten, Normen, Verhaltensweisen oder Gesetzen den wechselnden Gegebenheiten an. Gleichermaßen muss auch die Golfbranche auf Trends und Veränderungen in der Nachfrage und dem Konsumentenverhalten reagieren.

Ein weiterer gesellschaftlicher Wandel stellt sich in der Form dar, das heutzutage der Sport einen starken Wirtschaftssektor mit zahlreichen unterschiedlichen Berufsfeldern bildet. In seinen Anfängen wurde der Sport hingegen als Gegenpol zur Berufswelt verstanden und der Amateurismus stand im Mittelpunkt.

Auch ließ sich in den letzten Jahrzehnten ein gestiegenes Einkommen mit einer gleichzeitigen Zunahme an frei verfügbarer Freizeit beobachten, wodurch die Kaufkraft der Bevölkerung und auch die Nachfrage nach Freizeitangeboten aus dem Bereich des Sports anstiegen und der Trend der Kommerzialisierung weiter vorangetrieben wurde. Ein auf der einen Seite gestiegenes verfügbares Einkommen privater Haushalte gepaart mit einer Reduzierung der durchschnittlichen tariflichen Wochenarbeitszeit auf der anderen Seite können die positiven Entwicklungen der Sportnachfrage erklären. ‘So konnten die Wochenarbeitszeit um fast ¼ gesenkt und der Urlaub um das 2 ½-fache angehoben werden’.

Der potenzielle Einfluss auf die Nachfrage nach Freizeitangeboten aus dem Bereich des Sports von leicht steigenden Einkommen und mehr frei verfügbarer Zeit lässt sich im Statistischen Jahresbuch 2009 nachlesen. So wurde im Jahr 2008 die Zahl der Vereine in Deutschland auf 90.775 und die Zahl der registrierten Mitglieder des DOSB auf 23.771.306 beziffert. Im Vergleich zu den Zahlen aus dem Jahr 1995 bedeutet dies in beiden Fällen eine Zuwachsrate von etwa 6 %. Da besonders der Golfsport eine zeit- und kostenintensive Sportart ist, haben die vorgestellten Entwicklungen die Nachfrage nach Golf sicherlich unterstützt.

Diese allgemeinen Veränderungen sowie die Trends innerhalb der Gesellschaft und der Sportbranche haben nicht nur direkte Auswirkungen auf den Sportkonsum, sondern sie beeinflussen ebenso stark die hiermit verbundenen Berufsbilder, somit auch diejenigen im Bereich des Golfs.

In einer weiteren Betrachtung des gesellschaftlichen Stellenwerts zeichnet sich ab, dass sich die Sportart Golf von einem verbreitet elitär angesehenen Sport hin zu einem jünger werdenden Publikum bewegt und dass beispielsweise öffentliche und stadtnahe Angebote mit Kurzplätzen für das Spiel nach Feierabend an beliebter werden. Golf könnte sich demnach in Richtung einer Breitensportart entwickeln. Eine einheitliche Definition des Begriffs Breitensport existiert zwar nicht, aber darunter wird in den Sportwissenschaften verstanden, dass ein bestimmtes Sportangebot von einer breiten Masse der Bevölkerung, von allen Altersschichten und beiden Geschlechtern betrieben wird.

Werden, wie in den vorangegangenen Ausführungen dargelegt, vermehrt professionelle Manager im Sportbereich benötigt, so kann sich auch die Golfbranche dieser Entwicklung nicht entziehen. Ein weiteres Indiz für den Bedarf an hauptberuflichen Golfmanagern in Deutschland sind die zahlreichen Ausbildungsangebote im Bereich des Sportmanagements. So existieren derzeit in Deutschland Studiengänge im Bereich Sport an etwa je 10 Fachhochschulen und 10 Universitäten, von denen jedoch nur etwa die Hälfte mit einer eigenen Professur ausgestattet ist. Daneben werden spezielle Ausbildungsangebote für den Bereich des Golfmanagements bzw. Golfbetriebsmanagements vom Studieninstitut IST sowie für den Bereich des Golfbetriebswirtes vom Deutschen Golf Verband gestellt. Die auf die Praxis ausgerichtete Qualität dieser Ausbildungsangebote ist wichtig, denn ‘eine effektive und effiziente Ausbildung zukünftiger Sportmanager verlangt nach einer möglichst optimalen Passung von Ausbildungsinhalten und Anforderungen des Berufsalltags’.

Hierzu versucht diese Arbeit, in Form einer empirischen Untersuchung im Bereich der Golfanlagenleitung, einen Beitrag zu leisten. Über die Anforderungen des Berufsalltags können nur diejenigen Personen Auskünfte geben, die derzeit im Bereich des Golfmanagements tätig sind. Aus diesem Grund wurden aktive Golfmanager aus Deutschland zu diesem Thema befragt. Die vorliegende Untersuchung kann demnach als eine Art Verbindung von Wissenschaft und Praxis verstanden werden.

Die weitere Relevanz sowie das Forschungsziel der Arbeit werden im weiteren Verlauf des ersten Kapitels vorgestellt.

Gang der Untersuchung:

Die Arbeit ist in 6 Kapitel gegliedert, von denen an dieser Stelle ein kurzer Überblick über die jeweiligen Inhalte gegeben werden soll.

Das Kapitel 1 der vorliegenden Arbeit stellt eine Einführung in das Thema dar. Neben einer allgemeinen Einleitung wird die geschichtliche Entwicklung der Sportart Golf in Deutschland sowie ein kurzer internationaler Vergleich abgehandelt. Ebenso werden der wissenschaftliche Forschungsstand, die Relevanz der Arbeit sowie das Forschungsziel vorgestellt.

Der Einführung folgen in Kapitel 2 die theoretischen und begrifflichen Grundlagen zu der wissenschaftlichen Untersuchung.

Die methodische Herangehensweise der Arbeit, inklusive der genauen Untersuchungsmethode, des Untersuchungsinstruments, des Untersuchungsgegenstands, den empirischen Gütekriterien sowie der Datenaufbereitung wird in Kapitel 3 vorgestellt, ehe im darauf folgenden Abschnitt 4 die zentralen Ergebnisse der Arbeit dargestellt werden. Nach einer deskriptiven und einer analytischen Darstellung werden ebenfalls in diesem Abschnitt die Ergebnisse der durchgeführten Befragung von Golfmanagern mit weiteren ausgewählten Berufsfeldern des Sports verglichen.

Eine Interpretation und Diskussion sowie eine Zusammenfassung und ein Ausblick folgen in den Kapiteln 5 und 6.

Der Anhang umfasst alle für die Befragung verwendeten und relevanten Dokumente wie das offizielle Anschreiben, den Fragebogen, das Erinnerungsschreiben sowie Diagramme, Tabellen und statistische Berechnungen.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis V
Abbildungsverzeichnis VI
Tabellenverzeichnis VIII
Anhangsverzeichnis IX
1. Einleitung, Hinführung zum Thema 1
1.1 Aufbau der Arbeit 7
1.2 Geschichtliche Entwicklung des Golfsports in Deutschland 8
1.3 Internationaler Vergleich 12
1.4 Forschungsstand 13
1.4.1 Berufsfeldanalysen Sport 14
1.4.2 Wissenschaftliche Arbeiten zum Golfmarkt 15
1.4.3 Wissenschaftliche Arbeiten zur Sportbranche allgemein 16
1.5 Relevanz der Arbeit 17
1.6 Forschungsziel 17
2. Theoretische und begriffliche Grundlagen 18
2.1 Berufsfeldanalyse /-forschung 20
2.2 Management / Manager 21
2.3 Tätigkeiten 23
2.4 Schlüsselqualifikationen 24
2.5 Rekrutierungswege 24
2.6 Primär- / Sekundärerhebung 25
3. Methodik 25
3.1 Allgemeine Einordnung / Organisation der Arbeit 25
3.2 Untersuchungsmethode/ -instrument 27
3.3 Untersuchungsgegenstand 30
3.4 Gütekriterien der Messung 30
3.5 Datenaufbereitung und Datenanalyse 31
4. Ergebnisse 32
4.1 Deskriptive Darstellung der Ergebnisse 32
4.1.1 Positionsbezeichnung, Geschlecht, Alter 33
4.1.2 Anzahl weisungsgebundene Mitarbeiter/ Vorgesetzte 37
4.1.3 Zufriedenheit der Tätigkeit 38
4.1.4 Vertraglich geregelte/ tatsächliche Arbeitsstunden 39
4.1.5 Gehaltsverteilung 40
4.1.6 Struktur und Rechtsform der Golfanlagen 42
4.1.7 Ausbildungsniveau und Rekrutierungswege 46
4.1.8 Genutzte Weiterbildungen/ Weiterbildungsbedarf 55
4.1.9 Wichtigste Aufgaben/ Schwierigkeiten 59
4.1.10 Wichtigkeit ausgewählter Tätigkeitsbereiche 64
4.1.11 Wichtigkeit ausgewählter Qualifikationen, Kenntnisse, Fähigkeiten 71
4.1.12 Aufgabenbezug auf ausgewählte Personengruppen/ Institutionen 75
4.2 Analytische Darstellung der Ergebnisse 77
4.2.1 Beziehungen/ Zusammenhänge innerhalb der Arbeit 77
4.2.2 Allgemeine Vergleiche der Ergebnisse mit anderen Berufsfeldern 83
4.2.3 Vergleich der wichtigsten Tätigkeiten 85
4.2.4 Vergleich der wichtigsten Qualifikationen/ Kenntnisse 88
4.2.5 Vergleich der wichtigsten Bezugsgruppen 90
5. Interpretation und Diskussion 92
6. Zusammenfassung und Ausblick 99
Literaturverzeichnis 101
Anhang 107

Textprobe:

Kapitel 1.2, Geschichtliche Entwicklung des Golfsports in Deutschland:

Um die heutigen Entwicklungen der Sportart Golf und die damit zusammenhängenden Berufe besser einordnen zu können, wird im Folgenden die Golfgeschichte in Deutschland kurz skizziert. Hierbei können zwei Epochen ganz besonders wichtige Entwicklungen zugeordnet werden, nämlich Golf während der Zeit des Nationalsozialismus und Golf in der Zeit der DDR. Diese geschichtlichen Zeiträume können die Stellung der Sportart im heutigen Deutschland besser begründen.

Im Jahr 2007 feierte der Deutsche Golf Verband (DGV) bereits sein 100-jähriges Bestehen, wobei sich die ersten Nennungen über Golf bereits weitaus früher finden lassen. Der erste schriftliche Beleg stammt aus einem Lateinbuch des Kölner Druckers GYMNICH aus dem Jahr 1575, ein weiterer aus dem Jahr 1796 von Herrn GUTSMUTHS, der damals schon Bürgersöhnen dieses Spiel ‘zur körperlichen und geistigen Übung und Erholung anrät’, ehe sich schließlich Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Golfclubs in Berlin und Homburg bildeten.

Ab dem Jahr 1900 kam es zu weiteren Golfclub-Gründungen, bevor am 26. Mai 1907 der Deutsche Golf Verband gegründet wurde, dem sich eine stetig steigende Zahl von Golfanlagen anschloss.

Während der Zeit des Nationalsozialismus passte die elitär anmutende Sportart Golf in die Anschauungen der Reichsführung, der Deutsche Golfverband wurde verstaatlicht und verlor seine Unabhängigkeit und der Versuch einer Volkssportbewegung wurde unternommen. Während des Krieges beschränkten sich die Golfclubs jedoch in erster Linie darauf, ihre Plätze und Anlagen zu pflegen und instand zu halten, soweit dies ihnen möglich war. Dieser Stillstand bzw. diese Rückentwicklung der Anzahl an Golfanlagen ist der Tabelle im Anhang 1 der Arbeit zu entnehmen.

Viele Sportverbände stellten ihren Betrieb während der Kriegsjahre vollständig ein. Der Golfsport schaffte es hingegen, trotz des Fehlens eines unabhängigen Dachverbandes, die Kontakte zwischen verbliebenen Golfern und Golfanlagen aufrecht zu erhalten. Aufgrund einer kriegsbedingten Unterbrechung während der Nachkriegszeit, von ca. 1945 bis Ende 1949, wurde der DGV schließlich im Gründungsjahr der Bundesrepublik erneut gegründet und lässt zumindest in Westdeutschland dem Golf die Chance zur Weiterentwicklung.

Im Osten Deutschlands hingegen wurden die Flächen der ursprünglichen Golfanlagen für landwirtschaftliche Zwecke entfremdet und überwiegend in Ackerland umgewandelt, wodurch die Sportart immer weiter zu verkümmern drohte. Weitere Gründe für dieses beinahe Verschwinden der Sportart Golf in der DDR waren zum einen die ‘ideologischen Vorbehalte gegenüber Golf’, denn Golf galt als Sinnbild des Kapitalismus. Zum anderen führte die nahezu ausschließliche Konzentration und Förderung des Spitzensports zur weiteren Vernachlässigung des Freizeitsports in der Deutschen Demokratischen Republik. Diese Faktoren können als Gründe dafür angesehen werden, warum das Golfangebot, im Gegensatz zu den alten Bundesländern, in der ehemaligen DDR heute noch unterdurchschnittlich einzuordnen ist.

Für die neuen Bundesländer besteht demnach im Hinblick auf die Golfplatzversorgung ein Nachholbedarf, woraus sich für die gesamtdeutsche Entwicklung der Mitgliederzahlen und Golfclub-Gründungen ein gewisses Potenzial ergibt.

Erst nach der Wiedervereinigung wurden die wenigen kürzlich gegründeten Golfclubs und Verbände Ostdeutschlands 1990 zu einem gesamtdeutschen DGV zusammengeführt, welcher bis heute als Dachverband aller Landesgolfverbände fungiert.

Zu den wichtigsten aktuellen Entwicklungen für Deutschland gehört in erster Linie die Entscheidung des IOC vom 09. Oktober 2009, dass Golf ab den Spielen 2016 wieder olympisch sein wird. So äußerte sich der Präsident des Deutschen Golf Verbandes, DR. WOLFGANG SCHEUER, zu dieser Entscheidung folgendermaßen:

‘Für viele der 60 Millionen Golfer auf der ganzen Welt ist heute ein lang ersehnter Wunsch in Erfüllung gegangen. Aus Sicht unseres Verbandes bedeutet die Entscheidung einen Meilenstein in unser aller Bestreben, den Golfsport in Deutschland mit seinen fast 600.000 Aktiven noch weiter nach vorne zu bringen’.

Eine weitere bedeutsame Entwicklung der Sportart Golf könnte sich daraus ergeben, dass sich Deutschland um die Austragung des Ryder Cups 2018 bewirbt. Dies ist das wohl prestigeträchtigste Golfturnier der Welt, bei dem sich die besten Golfer der USA mit denen Europas messen. Sollte Deutschland den Zuschlag für die Austragung dieses Events bekommen, so könnte dies einen medialen Schub für die Sportart bedeuten und den positiven Trend der letzten Jahre weiter bekräftigen.

Die Zahlen der letzten Jahre zeigen ein stetiges, jedoch leicht abgeschwächtes Wachstum in Bezug auf die Anzahl der Golfanlagen, wie auch auf die Anzahl der aktiven Mitglieder.

Arbeit zitieren:
Koethe, Tom März 2010: Der Golfmanager – eine Berufsfeldanalyse, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Golf, Golfmanagement, Sportmanagement, Schlüsselqualifikationen, Berufsfeldanalyse

Entdecken Sie mehr zum Thema

diplom.de
Bachelor + Master Publishing

Hermannstal 119 k
22119 Hamburg

Fon: +49 (0) 40 655992-0
Fax: +49 (0) 40 655992-22

Service-Telefon

Rufen Sie uns an:
+49 (0) 40 655992-0

Mo-Fr
09.00-16.00 Uhr

diplom.de in den Medien

Folgen Sie uns bei Twitter & werden Sie diplom.de-Fan bei Facebook!
Schreibtipps unserer Lektoren, Neuigkeiten aus dem Verlagsalltag und das Expertenwissen unserer Autoren als Tweet & Post!
Wir freuen uns auf Sie!

diplom.de BACHELOR + MASTER PUBLISHING

Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Magisterarbeiten, Dissertationen und andere Abschlussarbeiten aus allen Fachbereichen und Hochschulen können Sie bei uns als eBook sofort per Download beziehen oder sich auf CD oder als Buch zusenden lassen. Seit mehr als 15 Jahren ist diplom.de der seriöse, professionelle und erfolgreiche Partner für die Veröffentlichung wissenschaftlicher Abschlussarbeiten.

© Diplomica Verlag GmbH 1996-2011, AG Hamburg HRB 80293 - GF Björn Bedey, USt-IdNr.: DE214910002 - Verkehrsnummer: 12285 - Impressum
Index der Arbeiten - Index der Autoren