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Bildungsungleichheiten in Deutschland

Über ungleiche Bildungschancen zwischen den einzelnen sozialen Schichten sowie von Schülerinnen und Schülern mit Migrationshintergrund

Bildungsungleichheiten in Deutschland
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Vanessa Engin
  • Abgabedatum: Juni 2010
  • Umfang: 92 Seiten
  • Dateigröße: 490,2 KB
  • Note: 1,3
  • Institution / Hochschule: Universität Duisburg-Essen, Standort Duisburg Deutschland
  • Bibliografie: ca. 120
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4854-7
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Engin, Vanessa Juni 2010: Bildungsungleichheiten in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bildungsungleichheiten, Bildungsexpansion, Bildungschancen, PISA, Soziale Ungleichheit

Diplomarbeit von Vanessa Engin

Einleitung:

‘Unterschiede der, Bildung‘ sind heute, gegenüber dem klassenbildenden Element der Besitz- und ökonomischen Funktionsgliederung, zweifellos der wichtigste eigentlich ständebildende Unterschied. Wesentlich kraft des sozialen Prestiges der Bildung behauptet sich der moderne Offizier vor der Front, der moderne Beamte innerhalb der sozialen Gemeinschaft. Unterschiede der ‘Bildung’ sind - man mag das noch so sehr bedauern – eine der allerstärksten rein innerlich wirkenden sozialen Schranken. Vor allem in Deutschland, wo fast die sämtlichen privilegierten Stellungen innerhalb und außerhalb des Staatsdienstes nicht nur an eine Qualifikation von Fachwissen, sondern außerdem von ‚allgemeiner Bildung‘ geknüpft (sind) und das ganze Schul- und Hochschulsystem in deren Dienst gestellt ist.’ Das Thema Bildung steht bereits seit mehreren Jahrzehnten im Fokus der öffentlichen Wahrnehmung. Die große Bedeutung von Bildung in der heutigen Gesellschaft ist unumstritten. Seit der Bildungsexpansion in den 50er und der Bildungsdebatte in den 60er Jahren sind im Bereich Bildung sowohl positive wie auch negative Entwicklungen zu verzeichnen. So wurde durch die Bildungsexpansion eine allgemeine Anhebung des Bildungsniveaus erreicht, das heißt, dass sich die Bildungschancen für alle Schichten verbessert haben. Dennoch konnten gravierende schichttypische Ungleichheiten bis heute nicht beseitigt werden. Im Gegenteil, die Ungleichheiten wachsen weiter an.

Die Ausdehnung des Bildungssystems, besonders im Bereich der Realschulen, des Gymnasiums und der Hochschulen hat dazu beigetragen, dass Kinder bessere Möglichkeiten haben, höhere Bildungsabschlüsse zu erwerben. Jedoch prägt weiterhin die soziale Herkunft die Bildungschancen im deutschen Bildungssystem. So ist es damals wie heute für ein privilegiertes Kind leichter ein Gymnasium zu besuchen und somit einen höheren Bildungsabschluss zu erwerben als für ein nicht privilegiertes Kind. Auch ist es heute immer noch so, dass Kinder, die eine Hauptschule besuchen, eher aus sozial schwachen Schichten oder aus Familien mit Migrationshintergrund stammen.

Die Bildungschancen für Mädchen hingegen haben sich in den letzten Jahrzehnten stark verbessert. So war es für ein Mädchen vor ein paar Jahrzehnten noch fast undenkbar, einen höheren Bildungsweg einzuschlagen; dies ist heute jedoch nur noch eine schwache Erinnerung. Mädchen erreichen heutzutage in vielen Bereichen höhere Bildungsabschlüsse als ihre männlichen Mitstreiter und auch die beruflichen Möglichkeiten von Mädchen und Frauen haben sich sehr erweitert. Doch auch hier ist zu beobachten, dass es Mädchen aus sozial schwachen Schichten und Mädchen mit Migrationshintergrund weniger als ihren sozial besser gestellten Mitschülerinnen gelingt, diese Chancen zu nutzen.

Auch die PISA-Studie, die in der Öffentlichkeit zum ‘PISA-Schock’ geführt hat, hat erheblich dazu beigetragen, dass das Thema Bildung in Deutschland wieder in den Fokus der Gesellschaft getreten ist. Durch den internationalen Vergleich bei PISA wurde deutlich, dass Deutschland Kinder aufgrund ihrer sozialen Herkunft massiv benachteiligt. Der Zusammenhang von Kompetenzerwerb und sozialer Herkunft ist in Deutschland immer noch entscheidend höher für den Erwerb eines höheren Bildungsabschlusses als in anderen vergleichbaren europäischen Industrieländern. In Bezug auf die Ungleichheiten zwischen den sozialen Schichten wurden zwar kleinere Fortschritte erzielt, jedoch noch nicht genug, um vom Gerechtigkeit und Gleichheit zwischen den einzelnen sozialen Schichten zu sprechen. Es lässt sich zwar in den letzten Jahrzehnten eine Besserung verzeichnen, jedoch ist eine wesentliche Steigerung der Bildungsmöglichkeiten für sozial schwache Schichten bis heute ausgeblieben. Auch der Zugang zu höherer Bildung ist für Kinder mit Migrationshintergrund immer noch sehr schwer und ungleich verteilt. So ist es für Schülerinnen und Schüler mit Migrationshintergrund immer noch bedeutend schwieriger, an ein Gymnasium oder eine Realschule zu kommen als für ein einheimisches Kind.

Die folgende Arbeit befasst sich mit der Frage, wie Bildungsungleichheiten in Deutschland entstehen und (Re)- produziert werden und inwieweit Bildungsungleichheiten in Deutschland vorhanden sind. Dies wird anhand der PISA-Studie genau betrachtet. Der besondere Fokus liegt dabei auf der Frage, warum sozial schwache Schichten sowie Kinder mit Migrationshintergrund immer noch so stark von der Selektion des deutschen Schulsystems betroffen sind und was getan werden kann, um diesen Zustand langfristig zu ändern.

Um den Hintergrund der heutigen Probleme zu beleuchten, werden Ursachen und Folgen der Bildungsexpansion genauer betrachtet und ihre Wirkung erläutert. Auch werden in der folgenden Arbeit die Theorien von Bourdieu und Boudon dargestellt, erläutert und miteinander verglichen um aus soziologischer Sicht das Problem der sozialen Ungleichheit besser bearbeiten zu können.

Um Vorschläge erarbeiten zu können, wie dem starken Zusammenhags von sozialer Herkunft und Bildung im deutschen Schulsystem entgegengewirkt werden kann, wird in der vorliegenden Arbeit nicht nur das deutsche Bildungssystem dargestellt und erläutert, sondern mit den Bildungssystemen der europäischen Länder (im besonderen Schweden) verglichen, die bei der PISA-Studie erheblich besser abgeschnitten haben als Deutschland.

Inhaltsverzeichnis:

Vorwort II
Inhaltsverzeichnis III
Abbildungsverzeichnis VI
1. Einleitung 1
2. Begriffserklärung 4
2.1 Bildung 4
2.2 Bildungsnotstand 6
2.3 Bildungssoziologie 6
2.4 Bildungsungleichheiten 7
2.5 Soziale Ungleichheit 7
2.6 Reproduktion 7
2.7 Soziale Reproduktion 7
2.8 Soziale Reproduktion nach Pierre Bourdieu 8
2.9 Chancengleichheiten 8
2.10 Bildungschancen 9
2.11 Migranten 9
2.12 Migration 10
3. Die Bildungsexpansion 11
3.1 Historische Eingrenzungen der Bildungsexpansion 13
3.2 Ursachen der Bildungsexpansion 13
3.3 Folgen der Bildungsexpansion 14
3.3.1 Strukturelle Folgen der Bildungsexpansion 14
3.3.2 Kulturelle Folgen der Bildungsexpansion 16
4. Entstehung und Reproduktion dauerhafter Bildungsungleichheiten 17
5. Bildungssysteme in Deutschland 20
5.1 Anteile von deutschen und ausländischen Schülerinnen und Schüler im deutschen Schulsystem 21
6. Bildungschancen und Bildungsmisserfolge von ausländischen Schülerinnen und Schülern im deutschen Bildungssystem 25
6.1 Art und Ausmaß der Nachteile von Schülern mit Migrationshintergrund gegenüber einheimischen Schülern 25
6.2 Erklärungen und Gründe für Bildungsnachteile von Schülern mit Migrationshintergrund 28
7. Pisa 32
7.1 Was ist PISA 32
7.2 Ziele von PISA 33
7.3 Der PISA- Schock 34
7.4 Teilnehmerstaaten PISA 2000, 2003 und 2006 35
7.5 Die Ergebnisse von PISA 36
7.5.1 PISA Ergebnisse 2000 36
7.5.2 PISA Ergebnisse 2003 38
7.5.3 PISA Ergebnisse 2006 41
7.6 Familiäre Lebensverhältnisse, Bildungsbeteiligung und Kompetenzerwerb am Beispiel PISA 2000 43
7.6.1 Die Familien der 15-Jährigen 44
7.6.2 Soziale Herkunft und Bildungsbeteiligung 45
7.6.3 Jugendliche aus Migrationsfamilien 47
7.6.4 Soziale Herkunft und Kompetenzerwerb im nationalen und internationalen Vergleich 48
8. Bildung und soziale Ungleichheit nach Bourdieu und Boudon 51
8.1 Das meritokratische Prinzip sozialer Ungleichheit 51
8.2 Soziale Ungleichheit nach Bourdieu 55
8.2.1 Struktur, Habitus und Praxis nach Pierre Bourdieu 55
8.2.2 Die Struktur nach Pierre Bourdieu 56
8.2.3 Habitus und Praxis nach Pierre Bourdieu 56
8.2.4 Bildung und Klassen nach Pierre Bourdieu 57
8.2.4.1 Das kulturelle und ökonomische Kapital nach Pierre Bourdieu 57
8.2.4.2 Das soziale Kapital nach Pierre Bourdieu 58
8.2.4.3 Übertragbarkeit des Bourdieuschen Ansatzes auf Deutschland 59
8.5 Soziale Ungleichheit nach Boudon 60
8.5.1 Die Schulische Laufbahn nach Boudon 60
8.5.2 Von der Grundschule zum Übergang in die Sekundarstufe 61
8.5.3 Chancenunterschiede auf Hauptschulen und Gymnasien 63
8.6 Ein Vergleich zwischen Bourdieu und Boudon 64
9. Ungleichheitserzeugende Strukturen im deutschen Bildungssystem 66
9.1 Differenzen zwischen lebensweltlichen und institutionalisierten Bildungsprozessen 66
9.2 Schule als Institution der Mittelschicht nach Pierre Bourdieu 67
10. Gleiche Bildungschancen für alle 69
10.1 Lösungsvorschläge zur Verringerung von Bildungsungleichheiten 69
10.2 Lösungsansätze im Bezug auf das europäische Ausland 71
11. Schlussbetrachtung und Fazit 74
Literaturverzeichnis VII
Monographien VII
Internetquellen XIX

Textprobe:

Kapitel 3, Die Bildungsexpansion:

Artikel 3, Absatz 3 des Grundgesetzes gibt inhaltlich vor, niemand wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen zu benachteiligen oder zu bevorzugen.

Dieser Artikel im Grundgesetz bildet die Grundlage dafür, dass allen Kindern in Deutschland der volle Zugang zu Bildung ermöglicht werden sollte.

Wenn es um den Begriff der ‘Bildungsexpansion’ geht, stehen vor allem eine höhere Bildungsbeteiligung, der Ausbau von Bildungssystemen, die Ausweitung von Bildungsgelegenheiten für alle Kinder und die erhöhte Nachfrage nach Bildung im Mittelpunkt der Betrachtung. So bestand das Ziel der Bildungsexpansion der 60er Jahren darin, die Rahmenbedingungen für den Bildungszugang so zu gestalten, dass sich die Verweildauer im Bildungssystem verlängert sowie die Zahl höherer Bildungsabschlüsse zunimmt. Auch sollten weder das strukturelle Angebot an Bildungsgelegenheiten noch sozialstrukturelle Eigenschaften von Schulkindern und ihren Eltern systematische Einflüsse auf den Bildungsverlauf und den Erwerb von Bildungszertifikaten haben. Mit dem Ausbau des Schul- und Hochschulwesens und den institutionellen Reformen ist größtenteils erreicht worden, dass institutionelle, ökonomische und geographische Barrieren beim Bildungszugang weitgehend an Bedeutung verloren haben. Insbesondere konnten Mädchen ihre Bildungsdefizite gegenüber den Jungen mehr als ausgleichen, so dass nunmehr von einer Bildungsungleichheit zu Ungunsten von Jungen auszugehen ist.

Sind diese Ziele der Reformbemühungen in den 1960er und 1970er Jahren tatsächlich erreicht worden, als es neben der Abwendung eines drohenden ‘Bildungsnotstandes’ und der ‘ Ausschöpfung von Begabtenreserven’, die in den bildungsfernen Sozialschichten vermutet wurden, vor allem um ‘Chancengleichheit durch Bildung’ ging?

Gemessen an den bildungsreformerischen Zielsetzungen fallen die soziologischen Evaluationen ernüchternd aus. Im Zuge der Bildungsexpansion gab es zwar deutliche Verbesserungen, sprich die quantitative Zunahmen der Bildungsbeteiligung und eine höhere Bildungsqualität in der Bevölkerung, jedoch gab es gemessen am Zusammenhang von Schichtzugehörigkeit und Schulbesuch nur mäßige bis geringe Struktureffekte beim Übergang in das Gymnasium. So hängen Chancen für den Übergang in das Gymnasium wie darauf aufbauende Bildungs- und Arbeitsmarktchancen immer noch von der sozialen Herkunft, von der Schichtzugehörigkeit und Klassenlage des Elternhauses ab.Beim Besuch der Realschule hingegen fand eine deutliche Angleichung der Schichten statt.

Dass seinerzeit der Zugang zu höherer Bildung von Chancengleichheit geprägt war und dass vor allem Arbeiterkinder und Kinder von Landwirten, einfachen Angestellten und einfachen Beamten dabei benachteiligt waren, war für Dahrendorf (1965) der Ausgangspunkt, vehement die Einlösung von ‘Bildung als Bürgerrecht’ zu fordern. Vor dem Hintergrund des von Picht heraufbeschworenen Katastrophenszenarios warnte Dahrendorf davor, Bildung nur unter ökonomischen Aspekten zu betrachten. Vielmehr betonte er, dass Bildung eine entscheidende Grundvoraussetzung für die Entstehung und Garantie einer demokratischen Gesellschaft mündiger Bürger sei: Geringe Bildungsbeteiligung und hohe Bildungsungleichheit indizieren die Distanz der Eltern zu den Bildungseinrichtungen und damit die traditionelle Unmündigkeit der Bürger sowie einen gesellschaftlichen Modernitätsrückstand. Bildung hingegen bedeute Aufklärung und Erziehung zu liberalen mündigen Bürgern.

Dahrendorf teilte die Erwartung, dass mit der Mobilisierung von Bildungsreserven (vor allem in den ‘bildungsfernen’ Sozialschichten) und mit Reformmaßnahmen im Bildungswesen die soziale Ungleichheit der Bildungsbeteiligung umfassend abgebaut und die gesellschaftliche Durchlässigkeit erhöht werden könne. Zweifelsohne war und ist das Prinzip der Chancengleichheit eine Maxime für die Bildungspolitik und die Gestaltung von Bildungssystemen.

Kapitel 3.1, Historische Eingrenzungen der Bildungsexpansion:

Die erste Bildungsexpansion erlebten die Menschen im 18. Jahrhundert. Zu Beginn der Industrialisierung gewann das Thema Bildung an enormer Bedeutung, jedoch war in der damaligen Zeit dieser Zugewinn ein exklusives Recht der Reichen und somit nur den privilegierten Schichten vorbehalten.

Im 19. und 20. Jahrhundert sind nach Müller u.a. drei Bildungsexpansionsschübe in Europa zu verzeichnen:

1. Die erste Etappe der Bildungsexpansion findet zwischen 1870 und dem Ersten Weltkrieg statt, es etablierten sich immer mehr kirchenunabhängige, nationale Bildungssysteme, die von der staatlichen Administration kontrolliert wurden.

2. In die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg fällt die zweite Etappe der Bildungsexpansion. Durch den einsetzenden Demokratisierungsschub in Europa vollzog sich ein Prozess der Öffnung der weiterführenden Schulbildung für breite Bevölkerungsschichten. Grundlage dafür war die Einführung der Volksschule, die für alle gleichermaßen zur besuchten Schulform wurde.

3. Nach dem Zweiten Weltkrieg beginnt die dritte und entscheidende Etappe der Bildungsexpansion. Diese Bildungsexpansion führte zum Ausbau des tertiären Sektors sowie dem Zugang zu höherer Bildung für alle Schichten.

Kapitel 3.2, Ursachen der Bildungsexpansion:

Zu Beginn der Bildungsexpansion standen politische Debatten und Katastrophenszenarien. Den Anstoß zur Bildungsreform gab die Debatte des ‘Bildungsnotstandes’.

Die großen Qualitätsdefizite im Hinblick auf Bildung machten eine Veränderung unumgänglich. Auch der große Rückstand zum Ausland im Bezug auf die Abiturientenquoten und das Abiturientenniveau ließen Reformen als notwendig erscheinen. Weitere Defizite waren der Lehrernotstand, der schlechte Zustand von Schulräumen und Materialen sowie zu hohe Klassenzahlen.

Eine wichtige Ursache für die Bildungsexpansion war der technische Fortschritt sowie das Wirtschaftwachstum. Durch diesen Fortschritt gewann der Besitz von Bildungszertifikaten bei Arbeitern und besonders bei Arbeitsgebern an Bedeutung und somit stieg die Nachfrage nach Bildung stark an. Durch die Bildungszertifikate ergaben sich für die Arbeitnehmer bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt. Auch begann ein Wettlauf um den Statuserwerb durch Bildung. Je höher das Individuum qualifiziert ist desto höher sein Prestige in der Gesellschaft. Eine weitere Ursache für die Bildungsexpansion sind die hohen Investitionen der Regierung in ein besseres Bildungsangebot. Durch dieses höhere Angebot an Bildung stieg auch die Nachfrage der Bevölkerung nach mehr Bildung. Für die Gesellschaft und die in ihr lebenden Individuen war Bildung der einzige Eingang zu knappen Gütern wie z.B., Reichtum, Macht, und Prestige.

Arbeit zitieren:
Engin, Vanessa Juni 2010: Bildungsungleichheiten in Deutschland, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bildungsungleichheiten, Bildungsexpansion, Bildungschancen, PISA, Soziale Ungleichheit

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