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Untersuchung der Arbeitsmarktlage für Absolventen eines Bachelorstudiums im Fachgebiet Biologie, die einen Arbeitsplatz entsprechend ihrer Kompetenzen und Qualifikationen suchen

Untersuchung der Arbeitsmarktlage für Absolventen eines Bachelorstudiums im Fachgebiet Biologie, die einen Arbeitsplatz entsprechend ihrer Kompetenzen und Qualifikationen suchen
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Sven Moos
  • Abgabedatum: März 2010
  • Umfang: 107 Seiten
  • Dateigröße: 4,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Universität Kassel Deutschland
  • Bibliografie: ca. 80
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4806-6
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Moos, Sven März 2010: Untersuchung der Arbeitsmarktlage für Absolventen eines Bachelorstudiums im Fachgebiet Biologie, die einen Arbeitsplatz entsprechend ihrer Kompetenzen und Qualifikationen suchen, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Bologna, Arbeitsmarkt, Offene Methode der Koordinierung, Modul, Biologie

Diplomarbeit von Sven Moos

Einleitung:

„Wirtschaft braucht dringend Bachelor-Absolventen.“ Schlagzeile im Handelsblatt.

So oder ähnlich lauteten die Forderungen, die mitunter von Seiten der Arbeitgeber gestellt wurden, wenn im Kontext des Fachkräftemangels über die Hochschulabsolventen diskutiert wurde. Die Studiendauer sei zu lang und die akademischen Berufsanfänger zu alt. Zudem hinkten die deutschen Studenten mit Auslandserfahrungen hinterher und die Hochschulen sollen ohnehin berufsorientierter ausbilden. Diese Forderungen sind zwar nicht neu, jedoch wurde erst durch den Bologna-Prozess eine Hochschulreform begonnen, die weitreichende bildungspolitische Veränderungen in vielen Ländern Europas mit sich bringt. Seit mehr als zehn Jahren, seit der Konferenz in Bologna im Jahr 1999, haben die Hochschulen die Pflicht und die Aufgabe, die Reformziele umzusetzen. Deren Herzstück ist die Umstellung des Studiensystems auf ein zweistufiges Bachelor- und Mastersystem. Aktuell ist, bis auf wenige Ausnahmen, an allen Hochschulen das neue Studiensystem implementiert und zunehmend verlassen die ersten Bachelorjahrgänge die Hochschulen.

Die Etablierung der neuen Studienabschlüsse hängt aber nicht nur von der Haltung der Hochschulseite ab, sondern „der Verbleib der Absolventen auf dem Arbeitsmarkt wird (…) als Schlüsselfrage für das Gelingen der neuen Strukturreform bezeichnet“. Das Thema 'Akzeptanz der neuen Studienabschlüsse' wird intensiv diskutiert wie schon ein Blick in die Tagespresse zeigt, so titelt die Süddeutsche Zeitung beispielsweise: „Bewährungsprobe für den Bachelor“. Grundlage ist dabei eine Vielzahl von Studien, die dieses Thema wissenschaftlich aufarbeiten. Es stellt sich die zentrale Frage, ob die Kritiker der Reform zu recht behaupten, dass zweistufige Hochschulabschlüsse in Deutschland nicht oder nur schwer einzuführen seien. So wird häufig gesagt, dass ein Bachelorstudium den Anforderungen in den besonders forschungsintensiven Fachgebieten nicht genüge. Die bisherige hochspezialisierte Ausbildung könne nicht adäquat durch das kürzere Bachelorstudium ersetzt werden. Beispielsweise promovieren bisher fast 50% der Biologen um bessere Berufsperspektiven zu erlangen, da überwiegend die gut ausgebildeten Biologisch-Technischen Assistenten (BTA) die praktischen Laborarbeiten verrichten.

Ziel und Aufbau der Untersuchung:

Vor dem Hintergrund der oben dargestellten Problematik stellt sich die vorliegende Arbeit das Ziel, herauszufinden, ob Absolventen mit Bachelorabschluss im Fachgebiet der Biologie eine reelle Chance auf dem Arbeitsmarkt haben. Wie bereits erwähnt, steht die Frage der Akzeptanz der neuen Hochschulabschlüsse im Fokus der aktuellen Forschung und eine Vielzahl von Studien wurden zu diesem Thema erarbeitet. Die vorliegende Arbeit hebt sich von diesen Studien insofern ab, als dass durch die Fokussierung auf die Branche der Biologie und der Durchführung einer empirischen Untersuchung mit Experteninterviews ein spezielles Berufsfeld untersucht wird. Viele der genannten Studien beziehen ihre Ergebnisse aus statistischen Daten und sind zudem fixiert auf ein Berufsfeld, dass aktuell einen hohen Bedarf an Fachkräften aufweist, wie beispielsweise das Ingenieursberufsbild. Die Idee dieser Arbeit ist aber die Untersuchung eines Fachgebietes, dass seit vielen Jahren einen Überschuss an Absolventen hervorbringt und aufgrund dessen eventuell keinen Bedarf an der Einführung neuer Hochschulabschlüsse sieht. Die Konsequenz wäre die Überlegung, dass die Sinnhaftigkeit neuer Hochschulabschlüsse von Fach zu Fach unterschiedlich ist und nur in Studienfächern mit Absolventenmangel der Nutzen des Bachelorabschlusses hoch ist.

Die Etablierung der neuen Studienabschlüsse erfordert nicht nur eine Reform an den Hochschulen, sondern auch ein Umdenken bei den Abnehmern der Absolventen. Hier sind historisch gewachsene Strukturen entstanden, in die das Bachelorniveau implementiert werden muss. Aus dieser Perspektive heraus entstand die Frage nach der Arbeitsmarktlage für Bachelorabsolventen im Fachgebiet Biologie, die vor dem Hintergrund steht, dass die Unternehmen bestimmte Forderungen an die Bildungspolitik stellen, aber anschließend auch reagieren müssen.

Die vorliegende Arbeit wird in erster Linie aus Sicht der Berufs- und Wirtschaftspädagogik verfasst. Betriebswirtschaftliche Literatur wurde verwendet, um die Gestaltung der Organisationskulturen darstellen zu können. Die zentrale Frage nach der Arbeitsmarktlage wird aufgegliedert in die folgenden Teilfragen, die als Forschungsfragen untersucht werden:

- Haben die Unternehmen bisher oder aktuell aufgrund der Einführung neuer Bachelorabschlüsse eine Umgestaltung der Unternehmensorganisation, wie z.B. Anpassung der Hierarchie, Weiterbildungs- und Traineeprogramme etc., vorgenommen?

- Können oder konnten international agierende Unternehmen besser auf die Einführung reagieren, indem sie auf internationale Erfahrungen oder Informationen zurückgreifen?

- Sind mit einem Bachelorabschluss die Erwartungen beider Vertragsparteien eines Arbeitsvertrages erfüllbar oder ergeben sich (zur Zeit) unüberwindbare Diskrepanzen?

Um diese Fragen zu beantworten, wurde die vorliegende Arbeit in zwei Teile gegliedert. Der erste Teil (zweites bis fünftes Kapitel) ist analytisch angelegt und wird eine kurze Einführung in die Hintergründe und Motive der Bologna-Reform geben, um die Struktur und die mit der Einführung verknüpften Ziele des neuen Bachelorstudiums zu verstehen. Das Konzept des neuen Bachelorstudiums wird mit seinen Bestandteilen vorgestellt, um eventuelle Bedenken oder Vorteile in später folgenden Abschnitten nachvollziehen zu können. Nach diesem ausführlichen Einblick in den Bachelorstudiengang, in dem ebenfalls die Begriffe Qualifikation und Kompetenz erläutert werden, kann eine Eingrenzung auf das Biologiebachelorstudium vorgenommen werden, um die Spezifikationen dieses Fachgebietes vorzustellen.

Diese Besonderheiten finden sich darüber hinaus auf Seiten der Arbeitgeber der Biologiebranche wieder, die aus der Perspektive des Arbeitsverhältnisses dargestellt werden. Die Kernfrage nach der Akzeptanz des Biologiebachelorabschlusses wird zum Ende des ersten Teils theoretisch bearbeitet.

Mit der Kenntnis über die Einführung und den ersten theoretischen Eindrücken zur Akzeptanz des Bachelorabschlusses wird im zweiten Teil der Arbeit (sechstes Kapitel) eine eigene empirische Untersuchung durchgeführt. Hierfür wird eine methodische Abgrenzung zu den bisherigen Studien vorgenommen und das für diese Arbeit gewählte Untersuchungsinstrument des leitfadengestützten Experteninterviews begründet. Diese Untersuchung stellt mit fünf Interviews zwar keine repräsentative Größe dar, kann aber möglicherweise Tendenzen zur Situation der Akzeptanz des Biologiebachelorabschlusses andeuten. Im Anschluss werden die Resultate der Auswertung dieser Experteninterviews dargestellt und interpretiert.

Eine Zusammenfassung am Ende jeden Hauptkapitels stellt die Inhalte jeweils in kurzer Form dar. Im letzten Abschnitt der vorliegenden Arbeit werden die Forschungsfragen beantwortet und ein Ausblick auf offene Fragen und Denkanstöße gewagt.

Zum Schluss möchte ich mich nochmals bei den Interviewpartnerinnen und Interviewpartnern bedanken. Bereitwillig haben sich sowohl Unternehmen und Institutionen als auch Absolventen zur Verfügung gestellt, um über ihre Eindrücke und Erfahrungen mit dem Biologiebachelorabschluss Auskunft zu geben.

Inhaltsverzeichnis:

INHALTSVERZEICHNIS II
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung 1
1.2 Ziel und Aufbau der Untersuchung 2
2. Die Hochschulreform zu Beginn des 21. Jahrhunderts 5
2.1 Entstehung und Geschichte der Akademischen Abschlüsse 5
2.2 Die (Hochschul-)Bildungsreform als Teil des Bologna-Prozesses 6
2.2.1 Ziele und Motive des Reformvorhabens 6
2.2.1.1 Internationalisierung und weltweites Ansehen steigern 7
2.2.1.2 Mobilität der Studierenden und Lehrenden 7
2.2.1.3 Vergleichbarkeit der Abschlüsse und Studieninhalte durch Transparenz 8
2.2.1.4 Verringerung der Abbrecherquote und kürzere Studienzeiten 8
2.2.1.5 Beschäftigungsfähigkeit nach dem Studium 9
2.2.2 Start und Verlauf der Reform infolge verschiedener Konferenzen 9
2.2.2.1 Sorbonne im Mai 1998 - Entwicklung des Europäischen Hochschulraumes 10
2.2.2.2 Die Bologna- Erklärung vom Juni 1999 - Der Auftakt 10
2.2.2.3 Prager Kommuniqué von 2001 und die Konferenz in Berlin 2003 - Lebenslanges Lernen und die Doktorandenausbildung als dritter Zyklus 11
2.2.2.4 Bergen Kommuniqué 2005, London 2007 und Leuven 2009 - Halbzeitbilanz, die Arbeitgeberseite wird erwähnt und Mobilität bekommt eine Zielzahl 11
2.2.3 Die Reformvorhaben - Das Ergebnis der Konferenzen 12
2.2.3.1 Der europäische Hochschulraum und der Europäische Qualifikationsrahmen (EQR) 13
2.2.3.2 Einführung eines Leistungspunktesystems - ECTS 14
2.2.3.3 Zweistufiges Studium - Konsekutive und nicht konsekutive Studiengänge 14
2.2.3.4 Diploma Suplement - Die verständliche Erklärung 15
2.2.3.5 Qualitätssicherung - Eine Aufgabe für Akkreditierungsagenturen 16
2.2.4 Offene Methode der Koordinierung - Soft law 16
2.2.5 Kritik und Widerstände - Es gibt nicht nur Befürworter 17
2.3 Zusammenfassung 18
3. Der erste berufsqualifizierende Hochschulabschluss - Der Bachelorabschluss 20
3.1 Bachelorstudium - die neue Studienstruktur 20
3.1.1 Module als Lehrangebot 21
3.1.2 Studienbegleitendes Prüfen - Reduzierung der Prüfungsangst 22
3.1.3 Leistungspunktesystem - Die transparente Bewertung 23
3.1.4 Mehr Praxisanteile - Raus aus dem Elfenbeinturm 24
3.2 Kompetenzen, Qualifikationen und Schlüsselqualifikationen als Inhalt des Studiums 24
3.2.1 Der Begriff der Kompetenz 25
3.2.2 Der Begriff der Qualifikation 26
3.2.3 Der Begriff Schlüsselqualifikation 27
3.2.4 Die beruflichen Handlungskompetenzen - Fachkompetenz, Sozialkompetenz und Humankompetenz 28
3.2.5 Arbeitsdefinitionen der Begriffe Qualifikation, Kompetenz und Schlüsselqualifikationen 29
3.3 Die Implementierung von Kompetenzen, Qualifikationen und Schlüsselqualifikationen in das Bachelorstudium 30
3.3.1 Das Heidelberger Modell zum Erwerb von überfachlichen Schlüsselkompetenzen im Studium 34
3.3.2 Der Bachelorabschluss im Fachgebiet Biologie 37
3.4 Verschiedene Möglichkeiten mit dem Bachelorabschluss 41
3.5 Zusammenfassung 43
4. Arbeitgeber für Bachelorabsolventen - die Organisationen 45
4.1 Der Arbeitsplatz als Stelle 45
4.2 Die Hierarchie in Organisationen 46
4.3 Anforderungen und Wünsche der Arbeitgeber an Bachelorabsolventen 51
4.4 Die Besonderheiten einer Organisation der Biologiebranche 52
4.5 Zusammenfassung 55
5. Akzeptanz des Bachelorabschlusses (inkl. Bachelor Biologie) bei den Akteuren der Hochschulreform 57
5.1 Die Akzeptanz gegenüber dem Bachelorabschluss aus Sicht der Arbeitgeber 58
5.2 Die Akzeptanz gegenüber dem Bachelorabschluss aus Sicht der Hochschule und der bildungspolitischen Vertreter 61
5.3 Die Akzeptanz gegenüber dem Bachelorabschluss aus Sicht der Studierenden 62
5.4 Zusammenfassung 63
6. Empirische Untersuchung - Auskunft aus der Biologiebranche 66
6.1 Methodik der Untersuchung und Hypothesen 66
6.1.1 Auswahl und Beschreibung der Forschungsgegenstände 67
6.1.1.1 Die Organsisation W. AG 69
6.1.1.2 Die Organisation B. GmbH 70
6.1.1.3 Die Organisation M. 70
6.1.1.4 Die Bachelorabsolventin Frau J. 70
6.1.1.5 Die Bachlorabsolventin Frau G. 71
6.1.2 Auswahl und methodische Grenzen des Untersuchungsinstrumentes 71
6.1.3 Leitfragenentwicklung der Experteninterviews 73
6.1.4 Auswertung und Rahmenbedingungen der Experteninterviews 74
6.2 Ergebnisse der Experteninterviews 76
6.2.1 Anpassungsmaßnahmen innerhalb der Organisationen 77
6.2.2 Informationsstand und Informationsgewinnung der Organisationen 78
6.2.3 Erwartungen an und mit dem Bachelorabschluss im FachgebietBiologie 81
7. Fazit und Ausblick 84
LITERATURVERZEICHNIS V
ABBILDUNGSVERZEICHNIS XIV
ANHANG XV

Textprobe:

Kapitel 4.3, Anforderungen und Wünsche der Arbeitgeber an Bachelorabsolventen:

Arbeitgeber suchen naturgemäß die besten und geeignetsten Personen für ihre zu übertragenen Aufgaben. Dabei stellt sich schnell die Frage „Welches sind die besten Bewerber und woran kann dies festgestellt werden?“. Mit dieser Problematik befasst sich eine eigene Disziplin der Betriebswirtschaftslehre, das Personalmanagement. Allerdings gibt ein Einblick in die einschlägige Literatur keine konkreten Aussagen zum Thema Einstellung mit einem Bachelorabschluss oder Kriterienkatalog an Bachelorabsolventen, sondern es werden vielmehr Verfahren aufgezeigt, die dabei unterstützen, die geeigneten Bewerber zu finden. Für die vorliegende Arbeit wäre eine Auflistung oder Untersuchung dieser Instrumente und Vorgehensweisen des Personalmanagements nicht sinnvoll, da nicht das Auswahlverfahren selbst, sondern vielmehr das Ergebnis und die Begründung des Ergebnisses, interessant ist. Was also suchen die Arbeitgeber bei den Bachelorabsolventen für Fertigkeiten, Fähigkeiten, Qualifikationen und Schlüsselkompetenzen?

Schaut man Stellenanzeigen und die sich damit befassende Literatur genauer an, so ist festzustellen, dass Unternehmen oftmals einen Bewerber suchen, den es nicht zu geben scheint (vgl. Bönisch 2008). Daher wurde für diese Arbeit recherchiert, welche Kriterien bei der Stellenvergabe angewendet werden bzw. welche grundsätzlichen Aussagen über das Anforderungsprofil von Bewerbern oder Bachelorabsolventen, sofern diese Einschränkung erkennbar war, getätigt wurden. Es ist auf den ersten Blick ersichtlich, dass die Anforderungen in zwei Bereiche geteilt werden können. Zum einen werden Fachkompetenzen und Qualifikationen gefordert. Zum anderen legen die Arbeitgeber offensichtlich großen Wert auf die überfachlichen Kompetenzen. Zu diesem Schluss kann man kommen, wenn man die sich damit befassende Literatur und andere Quellen genauer anschaut. Demnach werden Sozialkompetenzen, Flexibilität und Fremdsprachenkenntnisse bei fast allen Bewerbern an den ersten Positionen gewünscht. Interessanterweise werden die Fachkompetenzen und Qualifikationen nicht immer in den Wunschlisten der Unternehmen ausgewiesen bzw. nicht als oberste Priorität genannt, obwohl man durchaus unterstellen kann, dass die Arbeitgeber großen Wert auf eine fachliche Eignung der Bewerber legen. Es wird angenommen, dass die Arbeitgeber die Fachkompetenzen als gegeben voraussetzen bzw. dieses ein 'hartes' Ausscheidungskriterium darstellt.

Daneben erwarten die Arbeitgeber eine hohe Kommunikationskompetenz, EDV Kenntnisse und sehr oft wird eine passende Persönlichkeit gesucht. Erst im weiteren Verlauf werden Kriterien genannt wie (praktische) Erfahrungen, Auslandsaufenthalte, Studiendauer etc Jedoch hat die Studie des INCHER Instituts aus Kassel festgestellt, dass im Vergleich zu einer älteren Studie die Fremdsprachenkenntnisse aber auch die Wünsche der Arbeitgeber nach Auslandsaufenthalten von Absolventen gestiegen sind. Eine weitere Aussage, die die Bachelorabsolventen betrifft, soll hier noch Einzug finden, da sie als fundamental bewertet wird. Bachelorabsolventen sollen so ausgebildet werden, dass sie fähig sind, sich schnell in praktische Probleme einzuarbeiten, um diese anschließend lösen können.

Die Besonderheiten einer Organisation der Biologiebranche:

Erneut soll ein kurzer Blick in die Branche der Biowissenschaften helfen, um deren Besonderheiten herauszuarbeiten. Die Anwendungsmöglichkeiten eines Biologiestudiums sind vielfältig und ermöglichen daher den Eintritt in die unterschiedlichsten Organisationen. Von der Forschung an Hochschulen oder Forschungseinrichtungen, wie z.B. ein Max-Planck-Institut (MPI), über den staatlichen Sektor inklusive des Lehrerberufes bis hin zu privatwirtschaftlichen Unternehmen stehen viele Wege offen. Allerdings ist für die meisten dieser Organisationen die sehr praktische Laborarbeit kennzeichnend. Folglich ist für die Organisationen die Laborerfahrung von Mitarbeitern elementar, unabhängig dessen, ob sie Produkte herstellen, Auftragsarbeit erbringen oder eher forschungszentrierte Ziele verfolgen. Auch ist eine flache Hierarchie und kooperative Zusammenarbeit zwischen akademischem und nicht-akademischem Personal häufig in Organisationen der biowissenschaftlichen Branche zu finden. Obwohl, wie schon dargestellt, die Arbeit oftmals eine hohe Spezialisierung, z.B. eine bestimmte Methode, bedarf, haben sich in Organisationen der biologischen Branche nichttayloristische Organisationsansätze etabliert. Vielmehr werden die Projekte durch Teamarbeit oder 'adhoc'-Teams in kleinen Arbeitsgruppen bearbeitet.

Arbeit zitieren:
Moos, Sven März 2010: Untersuchung der Arbeitsmarktlage für Absolventen eines Bachelorstudiums im Fachgebiet Biologie, die einen Arbeitsplatz entsprechend ihrer Kompetenzen und Qualifikationen suchen, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Bologna, Arbeitsmarkt, Offene Methode der Koordinierung, Modul, Biologie

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