Entwicklung eines Präventionsprogramms für Auszubildende zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Karin Jakobi
- Abgabedatum: März 2010
- Umfang: 108 Seiten
- Dateigröße: 932,7 KB
- Note: 1,3
- Institution / Hochschule: Friedrich-Schiller-Universität Jena Deutschland
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4712-0
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Jakobi, Karin März 2010: Entwicklung eines Präventionsprogramms für Auszubildende zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Auszubildende, Sport, Lebensstil, Ernährung, Prävention
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Diplomarbeit von Karin Jakobi
Einleitung:
Spätestens seit der am 1. April 2007 in Kraft getretenen Neuverfassung des Sozialgesetzbuches und der jüngsten Neuregelung des Einkommensteuergesetzes im Jahre 2009 erlebt die Betriebliche Gesundheitsförderung einen kontinuierlichen Aufschwung. Sie wird immer häufiger als ein fester Bestandteil in das Betriebliche Gesundheitsmanagement integriert, mit dem Ziel den vielfältigen Herausforderungen der veränderten Lebens- und Arbeitsbedingungen zu begegnen. Neben dem epidemiologischen Wandel vom akuten zum chronischen Krankheitsgeschehen und der damit einhergehenden gestiegenen Lebenserwartung, hat der Übergang von der Industrie- zur Dienst- und Informationsgesellschaft auch zu einem Mangel an Facharbeitern sowie Veränderungen in der Belastungsstruktur am Arbeitsplatz geführt. Letzteres ist ganz entscheidend von physischer Unterforderung und Fehlhaltung sowie hohen psychosozialen Belastungen geprägt.
Durch Vermeidung bzw. Reduzierung von Belastungen und Risikofaktoren (z.B. Bewegungsmangel, Fehlernährung) kann es Arbeitgebern gelingen, einen Großteil der sogenannten chronischen Zivilisationskrankheiten (z.B. koronare Herzkrankheit, psychische Erkrankungen, Diabetes mellitus II) wirksam vorzubeugen und erhebliche Kosten einzusparen. Im Hinblick auf die weltweite Problematik der steigenden Prävalenz von Übergewicht und Adipositas leisten insbesondere Interventionen zur Förderung des Bewegungs- und Ernährungsverhaltens einen bedeutsamen Beitrag zur Gesunderhaltung von Arbeitnehmern.
Für das Unternehmen Dräger stellen Auszubildende eine besondere Zielgruppe zur Vermittlung gesundheitsförderlicher Verhaltensweisen dar, was sich nicht nur aus dem Grund des zunehmenden Wettbewerbs um junge Arbeitskräfte erklären lässt. Infolge der Bewältigung einer dichten Konstellation komplexer Entwicklungsaufgaben befinden sich Auszubildende in einer sensiblen Übergangsphase, in der die Entstehung und Stabilisierung von gesundheitsriskanten oder gesundheitsfördernden Verhaltensweisen erfolgt (Hurrelmann, 2006). Schließlich kann der Einstieg in das Berufsleben für Jugendliche bzw. junge Erwachsene mit zusätzlichen Belastungen und Problemen (z.B. Kontaktschwierigkeiten, weniger Freizeit) verbunden sein.
Gang der Untersuchung:
Die zentrale Zielsetzung der vorliegenden Arbeit liegt in der Entwicklung eines primärpräventiven Sport- und Ernährungsprogramms für Auszubildende des ersten Lehrjahres der Drägerwerk AG & Co. KGaA. Das Konzept soll auf alters- und berufsspezifischen sowie methodischen und gesundheitswissenschaftlichen Aspekten basieren. Als Ausgangslage werden im theoretischen Teil zum einen die Besonderheiten der Jugendphase aufgezeigt. Außerdem erfolgt eine ausführliche Darstellung aktueller wissenschaftlicher Aussagen zur körperlich-sportlichen Aktivität und motorischen Leistungsfähigkeit wie auch zum Lebensmittelkonsum und Ernährungs-verhalten von deutschen Jugendlichen im 21. Jahrhundert. Diese Aussagen werden schwerpunktmäßig hinsichtlich des Altersverlaufs für die Zielgruppe beleuchtet. Zum anderen werden zeitgemäße Belastungen und Probleme am Arbeitsplatz mit speziellem Bezug auf Auszubildende aufgeführt. Der aktuelle Forschungsstand zum Gesundheitsverhalten und Gesundheitszustand von Auszubildenden in Deutschland wird anhand einer Studie ebenfalls berücksichtigt. Darüber hinaus bildet die Zusammenstellung von evidenzbasierten betrieblichen Interventionen zur Förderung körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung eine weitere bedeutsame Grundlage für das im praktischen Teil dieser Diplomarbeit entwickelte Präventionskonzept. Dabei orientiert sich die inhaltliche und methodische Gestaltung des Sport- und Ernährungsprogramms an fundierten gesundheitswissenschaftlichen Empfehlungen. Während der theoretischen Auseinandersetzung mit den genannten Themen bleiben wesentliche Einflussfaktoren wie das Geschlecht und der sozioökonomische Status weitestgehend unberücksichtigt. Des Weiteren strebt die Arbeit keine empirische Untersuchung an, d.h. eine Überprüfung der Wirksamkeit des Präventionsprogramms findet nicht statt. Es werden im letzten Kapitel lediglich Möglichkeiten der Evaluation vorgestellt.
Hypothesen:
Aus den oben genannten Zielstellungen lassen sich folgende Hypothesen ableiten:
H1: Das Gesundheitsverhalten im Hinblick auf körperlich-sportliche Aktivität, motorische Leistungsfähigkeit, Lebensmittelkonsum und Ernährungs- verhalten ist bei Jugendlichen im 21. Jahrhundert als wenig gesundheits- förderlich einzuschätzen.
H2: Anhand einer differenzierten Betrachtung der Jugendlichen lassen sich inhaltliche Schwerpunkte und methodische Vorgehensweisen für ein Sport- und Ernährungsprogramm ableiten.
H3: Es existieren bisher nur wenige Ansätze, um berufsspezifische Aspekte in ein Sport- und Bewegungsprogramm zu integrieren.
Inhaltsverzeichnis:
| 1. | Einleitung | 1 |
| 1.1 | Relevanz des Themas | 1 |
| 1.2 | Ziele der Diplomarbeit | 2 |
| 1.3 | Hypothesen | 2 |
| 2. | Theoretische Grundlagen | 4 |
| 2.1 | Jugend und Gesundheit | 4 |
| 2.1.1 | Begriffsbestimmungen | 4 |
| 2.1.1.1 | Gesundheitsdefinition auf Basis wissenschaftlicher Modelle | 4 |
| 2.1.1.2 | Lebensstile und Gesundheitsverhalten | 7 |
| 2.1.2 | Besonderheiten der Jugendphase | 10 |
| 2.1.2.1 | Definition und altersspezifische Unterteilung | 10 |
| 2.1.2.2 | Entwicklungsaufgaben unter dem Aspekt der Gesundheit | 11 |
| 2.1.3 | Exkurs: Determinanten des Gesundheitsverhaltens | 13 |
| 2.1.3.1 | Personale Determinanten | 14 |
| 2.1.3.2 | Soziale Determinanten | 17 |
| 2.1.3.3 | Ökologische und lebensweltliche Determinanten | 18 |
| 2.1.4 | Beispiele gesundheitsrelevanter Verhaltungsweisen von Jugendlichen: aktuelle Situation in Deutschland | 20 |
| 2.1.4.1 | Körperlich-sportliche Aktivität und motorische Leistungsfähigkeit | 20 |
| 2.1.4.2 | Lebensmittelkonsum und Ernährungsverhalten | 26 |
| 2.2 | Ausbildung und Gesundheit | 31 |
| 2.2.1 | Terminologische Abgrenzungen | 31 |
| 2.2.1.1 | Prävention und Gesundheitsförderung | 31 |
| 2.2.1.2 | Betriebliche Gesundheitsförderung (BGF) | 35 |
| 2.2.2 | Anforderungen der modernen Arbeitswelt | 40 |
| 2.2.2.1 | Allgemeine Belastungsstruktur und Folgen | 40 |
| 2.2.2.2 | Belastungen und Probleme von Auszubildenden | 43 |
| 2.2.3 | Forschungsstand zum Gesundheitsverhalten und Gesundheitsstatus von Auszubildenden | 44 |
| 2.2.4 | Evidenzbasierte Interventionen zur Förderung körperlicher | |
| Aktivität und gesunder Ernährung im betrieblichen Setting | 48 | |
| 3 | Entwicklung eines primärpräventiven Sport- und Ernährungsprogramms für Auszubildende der Drägerwerk AG & Co.KGaA | 56 |
| 3.1 | Rahmenbedingungen und Ziele | 58 |
| 3.2 | Inhalte | 59 |
| 3.3 | Methoden | 65 |
| 3.4 | Stundenbilder | 73 |
| 4. | Möglichkeiten der Evaluation | 75 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 79 |
| Abbildungsverzeichnis | 82 | |
| Tabellenverzeichnis | 83 | |
| Literaturverzeichnis | 84 | |
| Anhang | 97 |
Textprobe:
Kapitel 2.1.1.1, Gesundheitsdefinition auf Basis wissenschaftlicher Modelle:
Das Gesundheitsverständnis hat sich in den letzten Jahrzehnten wesentlich verändert. Nachdem unter medizinischem Aspekt Gesundheit lange Zeit nur als Abwesenheit von Krankheit verstanden wurde, hat die WHO in ihrer Gründungscharta von 1946 den Begriff erstmalig positiv bestimmt.Sie definiert Gesundheit als einen ‘ … Zustand des völligen körperlichen, psychischen und sozialen Wohlbefindens und nicht nur das Freisein von Krankheit und Gebrechen’.
Zwar hat diese Formulierung entscheidend dazu beigetragen, Gesundheit seither interdisziplinär und mehrdimensional zu verstehen, dennoch hat sie bis heute für nachhaltige Diskussionen um eine konsensfähige wissenschaftliche Definition gesorgt.
Demgemäß setzt sich Hurrelmann in seinem Beitrag zur Entwicklung von Leitvorstellungen für ein integratives Konzept von Gesundheit und Krankheit mit vier Kritikpunkten auseinander:
Gesundheit bezieht sich lediglich auf subjektive Bewertungen, wobei die Fremdwahrnehmung als bedeutsamer objektiver Parameter vollkommen vernachlässigt wird.
Die utopische Charakteristik des ‘völligen’ körperlichen, seelischen und sozialen Wohlbefindens erweist sich in der Realität als schwer vorstellbar sowie kaum realisierbar.
Aufgrund einer ungenauen Definition von ‘sozialer Gesundheit’ bleibt der neue multidimensionale Ansatz noch unpräzise.
Gesundheit und Krankheit werden konträr beleuchtet ohne das Verhältnis zueinander in Betracht zu ziehen.
Hurrelmann versucht die Kritikpunkte der WHO-Definition zu berücksichtigen, indem er konzeptionell weniger einen gesundheitspolitisch orientierten Ansatz anstrebt als vielmehr Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen wissenschaftlichen Disziplinen und Theorien aufzeigt. Seine Leitvorstellungen basieren auf zwei verschiedenen Modellen, dem Salutogenese-Modell und dem Sozialisationsmodell, auf die nun exemplarisch eingegangen werden soll.
Salutogenese-Modell:
Das Modell der Salutogenese vom amerikanisch-israelischen Soziologen Aaron Antonovsky orientiert sich am ganzheitlichen Verständnis von Gesundheit. Laut Hurrelmann lässt sich der Begriff Salutogenese als ‘Gesundheitsdynamik’ übersetzen und bildet das Gegenstück zur Pathogenese.
Auf der Basis der zentralen Fragestellung ‘Warum bleiben Menschen trotz vieler gesundheitsgefährdender Einflüsse gesund?’ bezieht sich Antonovsky`s Konzept zum einen auf den erfolgreichen Umgang mit krankheitsverursachenden Faktoren sowie den Erhalt und die Verbesserung von Gesundheitsressourcen im physischen, psychischen und sozialen Bereich. Die wichtigste gesundheitsförderliche Ressource stellt seines Erachtens das Kohärenzgefühl dar. Als maßgebliche Einflussgröße auf den Gesundheitszustand, charakterisiert der Kohärenzsinn die grundlegende Lebenseinstellung eines Menschen, Widerstandsressourcen abrufen und aktivieren zu können. Der SOC setzt hierfür ein starkes Vertrauen in das Verständnis, Bewältigbarkeit und Sinnhaftigkeit von Anforderungen voraus. Im Einzelnen bedeutet das, Belastungen, welche Investitionen und Engagement fordern, nachvollziehbar interpretieren, mit Hilfe eigener Ressourcen bewältigen und als Herausforderungen für den Erhalt der eigenen Gesundheit ansehen zu können. Zum anderen wird im Modell der Salutogenese auf eine strikte Trennung von Gesundheit und Krankheit verzichtet. Stattdessen entsteht ein Gesundheits- und Krankheitskontinuum, auf welchem sich der Mensch in Abhängigkeit seiner Widerstandsressourcen bewegt.
Sozialisationsmodell:
Auch im Sozialisationsmodell befindet sich der Mensch stets in einem dynamischen Prozess zwischen Gesundheit und Krankheit. Allerdings gibt es in diesem Modell einen wesentlichen Unterschied zum salutogenetischen Verständnis. Das Sozialisationsmodell, entwickelt von Hurrelmann, basiert überwiegend auf sozialstrukturelle Bedingungen unter dem Aspekt lebensspezifischer Entwicklungsaufgaben. Das Konzept der Entwicklungsaufgaben beschreibt verschiedene ‘…charakteristische Konstellationen von Anforderungen und Ressourcen aus den vier Systemen Körper, Psyche, soziale und physische Umwelt’ in bestimmten Lebensphasen (Kindheit, Jugendalter, Erwachsenenalter, hohes Alter). Eine Schlüsselfunktion nimmt in diesem Modell das Konstrukt der ‘produktiven Realitätsverarbeitung’ ein. Es charakterisiert die Bewältigung von physischen und psychischen Belastungen (‘innere Realität’) sowie von Anforderungen der sozialen und physischen Umwelt (‘äußere Realität’). An dieser Stelle werden die sozialen und personalen Ressourcen besonders hervorgehoben, da sie letztlich für die Lösung der Entwicklungsaufgaben ausschlaggebend sind. Während sich soziale Ressourcen unter anderem aus dem sozioökonomischen Status (z.B. Bildungsgrad, Einkommen) ergeben, beruhen personale Ressourcen auf kognitiven und einstellungsrelevanten Faktoren (z.B. positiven Selbstbild, Leistungsmotivation). Schließlich bildet die ‘produktive Realitätsverarbeitung’ eine bestimmende Einflussgröße für die Gesundheits- oder Krankheitsdynamik.
Für die Leitvorstellungen Hurrelmanns ergeben sich unter Berücksichtigung der zwei vorgestellten Modelle verschiedene Grundsätze, mit deren Hilfe konsensfähige und interdisziplinär anwendbare Definitionen von Gesundheit und Krankheit weiterhin in Forschungsarbeiten verfasst werden können. Eine umfassende Definition des Gesundheitsbegriffs wird beispielweise folgendermaßen formuliert: ‘Gesundheit ist das Stadium des Gleichgewichts von Risikofaktoren und Schutzfaktoren, dass eintritt, wenn einem Menschen eine Bewältigung sowohl der inneren (physischen und psychischen) als auch äußeren (sozialen und materiellen) Anforderungen gelingt. Gesundheit ist ein Stadium, das einem Menschen Wohlbefinden und Lebensfreude vermittelt’.
Die Definition der WHO, das Salutogenese-Modell sowie das moderne integrative Konzept von Gesundheit und Krankheit verdeutlichen, dass Gesundheit als ein vielfältiger und komplexer Begriff anzusehen ist, für den verschiedene Definitionen und unterschiedliche subjektive Vorstellungen existieren, die von personalen sowie individuellen sozialen, ökonomischen und ökologischen Faktoren beeinflusst werden.
Kapitel 2.1.1.2, Lebensstile und Gesundheitsverhalten:
Auch der Begriff des Lebensstils – ein entscheidendes Kriterium für die Gesundheit und das Wohlbefinden – ist sehr komplex und vielseitig zu betrachten. ‘Ein Lebensstil ist [...] der regelmäßig wiederkehrende Gesamtzusammenhang der Verhaltensweisen, Interaktionen, Meinungen, Wissensbestände und bewertenden Einstellungen eines Menschen’.
Laut der Definition von Hradil steht der individuelle Lebensstil im engen Zusammenhang mit persönlichen Einstellungen sowie menschlichen Verhaltensweisen. Alle diese Einflussfaktoren können sich entweder fördernd (Gesundheitsressourcen) oder schädigend (Risikofaktoren) auf den individuellen Gesundheitszustand auswirken. Außerdem beinhaltet der persönliche Lebensstil kulturelle, ökonomische und soziale Aspekte, die in wechselseitiger Beziehung zu Einstellungen und Verhalten stehen.
Einen gesundheitsförderlichen Lebensstil ausbilden zu können, erweist sich infolge dieser komplexen Wirkungsmechanismen als äußerst kompliziert. Neben den Lebenseinstellungen und den Lebensbedingungen, spielen insbesondere die verhaltensorientierten Einflussfaktoren eine übergeordnete Rolle.
Die Effektivität gesundheitsrelevanter Verhaltensweisen ist längst nachgewiesen. Im Kontext von körperlicher Aktivität und gesunder Ernährung existieren viele internationale und nationale Studien, welche die positiven Auswirkungen auf die physische, psychische und seelische Gesundheit belegen. Insbesondere im Zusammenhang mit chronischen Erkrankungen und der Gesamtsterblichkeit lassen sich sowohl primär- als auch sekundärpräventiv deutliche Erfolge erzielen.
Auch eine wechselseitige, positive Beeinflussung zwischen verschiedenen menschlichen Verhaltensweisen ist inzwischen bekannt. Seelig hat in einem Review, in welchem 46 Studien über einen Zeitraum von 15 Jahren untersucht wurden, die Zusammenhänge zwischen körperlicher Aktivität, Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum zusammengefasst. Dabei konnte unter anderem festgestellt werden, dass sich körperlich aktive Personen eher gesund ernähren und weniger rauchen als körperlich Inaktive.
Andererseits sind bereits erworbene menschliche Verhaltensweisen nur schwer veränderbar, zumal sie verschiedene Lebensbereiche umfassen. Eine Modifizierung solcher ‘Gewohnheiten’ setzt entweder eine Veränderung des Umfelds oder ein prägendes Ereignis voraus, z.B. eine Heirat, neue Arbeitsstelle oder der Beginn einer chronischen Erkrankung. Aus diesem Grund ist es bedeutsam, einen gesundheitlich orientierten Lebensstil frühzeitig, wenn möglich im Kindes- und Jugendalter, zu entwickeln.
Speziell im Jugendalter werden ‘individuelle Verhaltensweisen etabliert und habitualisiert, die dann aufgrund der stabilen Verankerung in der Persönlichkeit im Erwachsenalter fortgeführt werden’.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836647120
Arbeit zitieren:
Jakobi, Karin März 2010: Entwicklung eines Präventionsprogramms für Auszubildende zur Förderung eines gesundheitsbewussten Lebensstils, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Auszubildende, Sport, Lebensstil, Ernährung, Prävention




