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Nachhaltigkeitskommunikation

Begründung, Ansätze und Status Quo der sozial-ökologisch ausgerichteten Unternehmenskommunikation

Nachhaltigkeitskommunikation
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Emilia Grün
  • Abgabedatum: Mai 2009
  • Umfang: 168 Seiten
  • Dateigröße: 7,3 MB
  • Note: 1,0
  • Institution / Hochschule: Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur Leipzig (FH) Deutschland
  • Bibliografie: ca. 150
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4689-5
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Grün, Emilia Mai 2009: Nachhaltigkeitskommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Kommunikationspolitik, Ökokommunikation, Sustainability, Marketing, Globalisierung

Diplomarbeit von Emilia Grün

Einleitung:

Die Kernfragestellungen der Arbeit ‘Nachhaltigkeitskommunikation – Begründung, Ansätze und Status Quo der sozial-ökologisch ausgerichteten Unternehmenskommunikation’ lauten:

Welche Entwicklungen und Tendenzen im politischen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Umfeld haben zum Thema NK stattgefunden?

Gibt es - daraus folgend - einen Bedarf für Nachhaltigkeitskommunikation?

Welche Möglichkeiten bieten sich der Kommunikationspolitik, um NK darzustellen?

Die Arbeit gliedert sich dafür in vier große Komplexe, die jeweils aufeinander aufbauen. Während Kapitel zwei und drei Grundlagen der Themen NK und KP aufzeigen und unter Bezugnahme neuer Tendenzen die Relevanz einer NKK begründen, wird im folgenden Kapitel vier deren aktueller Status dargestellt. Auf diesem Verständnis aufbauend, befasst sich Kapitel fünf umfassend mit der Kommunikationsstrategie für Nachhaltigkeit.

Zur Erarbeitung wurde Literatur unterschiedlicher Felder herangezogen: Fachliteratur zum Thema NK und Kommunikation, Studien und schließlich auch Internetquellen, die vor allem den gesellschaftlichen Standpunkt der NK-Debatte beleuchten. Die Erkenntnisse fasst ein Fazit im Kapitel neun zusammen.

Zur Fundierung der Aussagen wurden begleitend zur Arbeit eine Verbraucherbefragung sowie eine Unternehmens- und Werbeanalyse erstellt, die den Anhängen B und C zu entnehmen sind.

Problemstellung:

Unternehmenskommunikation (und Werbung im Speziellen) stellt immer einen Indikator gesellschaftlichen Wandels dar. Um effektiv wirken zu können, muss sie sich an den Vorstellungen, Wünschen und Bedürfnissen der Zielgruppe, in diesem Fall der Konsumenten orientieren. Dazu ist es auch notwendig, auf vorhandene Umfeldbedingungen und gesellschaftliche Entwicklungen einzugehen. Die vorliegende Arbeit greift mit dem Thema Nachhaltigkeit ein Thema auf, dass gerade in den letzten Jahren für viel Gesprächsstoff sorgte. Vor dem Hintergrund eines allmählich stattfindenden gesellschaftlichen Wandels, neuer Konsumentengruppen und verstärkten politischen Reglementierungen soll der Frage nachgegangen werden, inwieweit Unternehmen NK in ihre Kommunikationspolitik einbinden und was ihnen hierfür für Möglichkeiten zur Verfügung stehen. Aufgrund des beschränkten Umfanges sind die Ausführungen generalistischen Charakters, sollen jedoch durch passende Beispiele aus der Wirtschaft veranschaulicht werden.

Inhaltsverzeichnis:

Abkürzungsverzeichnis VI
Abbildungsverzeichnis (Text) VII
1. Einleitung 1
1.1 Problemstellung und Zielsetzung 1
1.2 Vorgehensweise 1
2. Nachhaltigkeit: Definition und Ansätze 3
2.1 Begriffsbestimmung Nachhaltigkeit 3
2.2 Gründe für das aktuell hohe Nachhaltigkeitsinteresse 4
2.2.1 Globaler Wandel in den Medien 4
2.2.2 Globale Ressourcen- und Umweltproblematik 5
2.2.3 Soziale Probleme 5
2.2.4 Globalisierung 6
2.2.5 Strategien nachhaltigen Konsums 7
3. Kommunikationspolitik: Grundlagen 8
3.1 Definition Kommunikationspolitik 8
3.2 Das Paradigma der Kommunikation 8
3.3 Wirkung von Kommunikation 9
3.4 Ziele und Aufgaben der Kommunikationspolitik 11
3.4.1 Ziele als Ausgangspunkt der Planung 11
3.4.2 Bekanntheit, Image & Markenbildung zur Wettbewerbsprofilierung 11
3.4.3 Neukundengewinnung und langfristige Einzelkundenbindung 13
3.5 Grenzen der Kommunikationspolitik 13
3.5.1 Reizüberflutung und Kommunikationswettbewerb 13
3.5.2 Erfolgsmessung 14
4. Nachhaltigkeitskommunikation 14
4.1 Definitionen und Abgrenzung 14
4.1.1 Ökomarketing & Umweltkommunikation 14
4.1.2 Nachhaltigkeitskommunikation 14
4.1.3 Nachhaltige Kommunikationspolitik 15
4.1.4 Ecotainment 15
4.1.5 Cause-related Marketing 15
4.1.6 Corporate Social Responsibility (CSR) 16
4.1.7 Abgrenzung des Arbeitsbereichs 17
4.2 Problembereiche der Nachhaltigkeitskommunikation 17
4.2.1 Komplexität und Definitionspluralismus 17
4.2.2 Definitionskonflikt Marketing und Nachhaltigkeit 18
4.2.3 Funktionsbereich-übergreifende Nachhaltigkeitsdefinition 19
4.3 Begründung der Nachhaltigkeitskommunikation 19
5. Strategie zur Nachhaltigkeitskommunikation 21
5.1 Konzept der Strategischen Planung 21
5.2 Situationsanalyse 23
5.2.1 Politik (Regulatoren) 23
5.2.1.1 National 23
5.2.1.2 International 24
5.2.2 Verbände und Nicht-Regierungs-Organisationsationen 25
5.2.3 Gesellschaft 25
5.2.3.1 Die Gesellschaft in der Verantwortung 25
5.2.3.2 Ökos der Ersten Generation (LOVOS/ Ideologen) 26
5.2.3.3 Passive LOHAS 27
5.2.3.4 Lifestyle of Health and Sustainability (LOHAS) 28
5.2.3.5 Schnäppchenjäger und Verweigerer 30
5.2.4 Wirtschaft 31
5.2.4.1 Nachhaltigkeit zur Effizienzsteigerung 31
5.2.4.2 Nachhaltigkeit als Kundenorientierung 31
5.2.4.3 Nachhaltige Wirtschaft: Status Quo Hersteller 31
5.2.4.4 Nachhaltige Wirtschaft: Status Quo Handel 32
5.2.5 Erkenntnisse aus der Situationsanalyse: Potenziale, Herausforderungen, Problembereiche 33
5.2.5.1 Des Potenzial des nachhaltigen Marktes 33
5.2.5.2 Nachhaltigkeit – Ein Trend mit Zukunft 34
5.2.5.3 PB1: Lebensstil und Werte 35
5.2.5.4 PB2: Sozialnutzen vs. Individueller Nutzen 35
5.2.5.5 PB3: Normalisierungstendenz und Informationsabwehr 36
5.2.5.6 PB4: Nachhaltigkeit als Vertrauenseigenschaft 37
5.3 Zieldefinition 37
5.4 Nachhaltigkeit in Unternehmensidentität und Positionierung 38
5.4.1 Positionierung: Grundlagen 38
5.4.2 Nachhaltigkeitsperformance als Grundlage 39
5.4.3 Relevanz für die Zielgruppe und Nutzenstiftung 40
5.4.3.1 Bestimmung der Zielgruppe 40
5.4.3.2 Nachhaltigkeit zwischen Consumer Benefit und Kostenfaktor 41
5.4.4 Einzigartigkeit des nachhaltigen Leistungsversprechens 44
5.5 Gestaltung der Nachhaltigkeitskommunikations-Strategie 44
5.5.1 Anforderungen und Gestaltungsfaktoren: Überblick 44
5.5.2 Inhaltliche Gestaltungsfaktoren 45
5.5.2.1 Reason Why 45
5.5.2.2 Formen der Argumentation 45
5.5.2.3 Appelle 47
5.5.3 Formale Gestaltungsfaktoren 47
5.5.3.1 Bild- und Farbbezug 47
5.5.3.2 Text, Typografie und Sprache 49
5.5.3.3 Zusammenhang Gestaltung und Mediaselektion 49
5.5.4 Mediaselektion 49
5.5.4.1 Klassische Werbung 49
5.5.4.2 Persönlicher Verkauf und Sales Promotion 50
5.5.4.3 Sponsoring 51
5.5.4.4 Messen 52
5.5.4.5 Produktverpackung 52
5.5.4.6 Neue Kommunikationskonzepte 55
6. Exkurs: Externe Kommunikation nachhaltiger Unternehmen 56
6.1 Orchestrierung der Kommunikation 56
6.2 Nachhaltigkeitsberichterstattung (Reporting) 57
6.3 Öffentlichkeitsarbeit/ Public Relations 58
6.4 Kommunizieren lassen 59
7. Exkurs: Interne Kommunikation von Nachhaltigkeit 59
8. Positionierung über Nachhaltigkeit: Status Quo und Verbesserungsvorschläge 60
8.1 Wer kommuniziert? 60
8.2 Welche Grundposition wird gewählt? 60
8.3 Wie wird kommuniziert? 62
8.4 Junge Kreative 63
9. Fazit 64
Anhang IX
Literaturverzeichnis XI

Textprobe:

Kapitel 3.4, Ziele und Aufgaben der Kommunikationspolitik:

Kapitel 3.4.1, Ziele als Ausgangspunkt der Planung:

Wie an späterer Stelle noch einmal detaillierter betrachtet werden wird, stellt die Zieldefinition einen wichtigen Bereich der strategischen Planung dar. Ihre präzise Formulierung ermöglicht Motivation, Kontrolle und Steuerung kommunikationspolitischer Handlungen.

An eine erfolgreiche Unternehmenskommunikation stellen sich grundsätzlich zwei parallel ablaufende Aufgaben; Zum einen die kurzfristige Übermittlung relevanter Produktinformationen und Emotionen zur Verkaufsförderung, zum anderen die langfristige Verankerung des Unternehmens im Markengedächtnis der Konsumenten. Da die Operationalisierung ökonomischer Ziele (Umsatzsteigerung, Marktanteilswachstum, Kostensenkung, Gewinnsteigerung) in der Kommunikationspolitik das Problem der eindeutigen Zurechnung birgt und Wirkungszusammenhänge nur schwer oder nicht eindeutig nachzuweisen sind, empfiehlt Meffert et al. die Konzentration auf psychografische Ziele, die i.d.R. den marktökonomischen Zielen vorausgehen. Sie sollen im Folgenden näher erläutert werden.

Kapitel 3.4.2, Bekanntheit, Image & Markenbildung zur Wettbewerbsprofilierung:

Eine enorme Produktvielfalt und eine Vielzahl jährlicher Produktneueinführungen machen es dem Nachfrager unmöglich, ohne entsprechende Informationen den Überblick über das Warenangebot und die dahinter stehenden Anbieter zu wahren. Dabei ist eine positive Einstellung (Image) des Konsumenten gegenüber dem Unternehmen zwar keine zwingende Voraussetzung, wohl aber bei der Kaufentscheidung von Nutzen. Ein positives Image und ein hoher Bekanntheitsgrad eines Unternehmens werden vom Konsumenten nicht nur beim Spontankauf bevorzugt, sondern tragen nachweislich zu einer größeren Loyalität, einer erhöhten Weiterempfehlungsrate und Preistoleranz bei.

Die Kommunikation muss daher ihren Teil für die Bekanntheit eines Unternehmens u/o eines Produktes beitragen, um beim Konsumenten ein möglichst detailliertes, einzigartiges und glaubwürdiges Image (Marke) zu erzeugen. Der Fokus sollte dabei nicht nur auf der Steigerung des Bekanntheitsgrades liegen, sondern darüber hinaus auch auf der Übermittlung von Produkt-/ Unternehmenswissen und der positiven emotionalen Aufladung des Images.

Wesentlicher Bestandteil des Imageaufbaus ist die Differenzierung gegenüber der Konkurrenz. Eine Wettbewerbsprofilierung sollte die in der Leistungspolitik generierten Alleinstellungsmerkmale beinhalten. Bei einem homogenen Produkt- und Leistungsangebot der Anbieter kann die Kommunikation jedoch auch selbst als Differenzierungsmerkmal dienen und die Kommunikationsbotschaft damit verstärken. Für eine deutliche Unterscheidung von Konkurrenzunternehmen bieten sich dabei nicht nur Symbole und Markenzeichen an (z.B. Obi-Bieber, Bärenmarke-Bär), sondern auch Farb- und Schriftkodierungen (NIVEA, EBAY, blau-weiße Weihenstephan-Verpackung) sowie Situationen und Signale (lila Milka Kuh, Marlboro-Cowboy). Vom abstrakten Modell (kaum Differenzierung) bis hin zu spezifischen Markenwelten (höchster Grad der Differenzierung) existieren nach Munzinger/Musiol fünf Stufen konkreter Markenidentität.

Kapitel 3.4.3, Neukundengewinnung und langfristige Einzelkundenbindung:

In Form einer erfolgten Kaufhandlung führt die Erfüllung der psychografischen Ziele auch zur Erreichung der ökonomischen Ziele. Der Kaufhandlung steht eine Kaufabsicht voran, die durch eine gezielte Kundenansprache und -information bewirkt wird. Bei Erstkäufern (Kunden-Akquise) kann durch gezielte Kommunikation (zielgruppenspezifische Ansprache) Aufmerksamkeit, Interesse und Begehren nach dem beworbenen Gut erzeugt werden indem die Übereinstimmung von Nutzenversprechen und Kundenbedürfnis/-erwartung betont wird.

Die Transformation eines Neukunden in eine dauerhafte Kunden-Unternehmens-Beziehung (langfristige Einzelkundenbindung) ist für den langfristigen Erfolg eines Unternehmens unverzichtbar. Denn eine hohe Kundenloyalität hat neben dem Wiederkauf (Re-Selling) auch nachweislich positive Effekte auf die Kaufmenge (Up-Selling) und die Zusammenstellung der gekauften Güter (Cross-Selling). Markentreue Kunden zeichnen sich außerdem durch eine höhere Preistoleranz sowie eine gute Eignung als Promoter im Mund-zu-Mund-Marketing aus. Die Kommunikation sollte hierfür bestätigend wirken, um kognitiven Dissonanzen (z.B. Nachkaufdissonanz) entgegen zu wirken. In Kombination mit einer kundenorientierten Servicepolitik beeinflusst die KP demnach entscheidend den Customer Lifetime Value und trägt somit zur Erfüllung der gesetzten ökonomischen Ziele bei.

Arbeit zitieren:
Grün, Emilia Mai 2009: Nachhaltigkeitskommunikation, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Kommunikationspolitik, Ökokommunikation, Sustainability, Marketing, Globalisierung

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