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Stahlbedarf im Stahlbeton-Hochbau

Bauteilbezogene Faktoren in der Literatur und projektbezogen

Stahlbedarf im Stahlbeton-Hochbau
Über dieses Buch
  • Art: Diplomarbeit
  • Autor: Daniel Dix
  • Abgabedatum: Oktober 2009
  • Umfang: 346 Seiten
  • Dateigröße: 4,6 MB
  • Note: 1,7
  • Institution / Hochschule: Fachhochschule Würzburg-Schweinfurt Deutschland
  • Bibliografie: ca. 22
  • ISBN (eBook): 978-3-8366-4606-2
  • Sprache: Deutsch
  • Prämierung:
  • Arbeit zitieren: Dix, Daniel Oktober 2009: Stahlbedarf im Stahlbeton-Hochbau, Hamburg: Diplomica Verlag
  • Schlagworte: Schlüsselfertigbau, Ortbetonbauteile, Stahl, Vergabeform, Hochbau

Diplomarbeit von Daniel Dix

Einleitung:

Die nachfolgende Diplomarbeit befasst sich mit dem Betonstahlbedarf im Stahlbeton- Hochbau und geht dabei auf literarische und objektbezogene Quellen ein.

Ziel ist es, durch Auswertung von bereits kalkulierten Projekten und literarischen Werken, bauteilbezogene Faktoren zu ermitteln, welche der Realität sehr nahe kommen und die praktische Arbeit von Kalkulatoren erleichtern.

Zunächst wird auf die Kalkulation und Ausschreibung im Schlüsselfertigbau eingegangen. Hier bei sollen sämtliche Merkmale zur Geltung kommen und als Hinführung zum Thema Betonstahl im Bauwesen dienen.

Im Anschluss daran wird die Bedeutung des Stahlbedarfs in der VOB und in der heutigen Zeit untersucht. Hier bei soll der Bezug zur Regelung der Massenermittlung des Stahls dargestellt werden, wie bauteilbezogene Abzüge oder die Festlegung, so dass die Abrechnung nach Stahllisten erfolgt.

Des Weiteren wird die Bedeutung des Stahls in der heutigen Zeit im Kontext der Finanz- und Wirtschaftskrise dargestellt und so auf die Besonderheiten auch im Bezug zur Stahlpreisentwicklung eingegangen.

Eine Analyse von Projekten, in welcher der Anteil des Stahls an den Gesamtrohbaukosten an verschiedenen Bauwerkstypen dargestellt wird, bildet den Einstieg in die bauteilbezogene Auswertung.

Inhaltsverzeichnis:

1. Einführung 15
1.1 Kalkulation und Ausschreibung im Schlüsselfertigbau 16
1.1.1 Definition des Schlüsselfertigbaus 16
1.1.2 Definition und Aufgaben eines Generalunternehmers 16
1.1.3 Vergabeformen im Schlüsselfertigbau 17
1.1.3.1 Vor- und Nachteile der Vergabeformen 18
1.1.3.2 Vorteile für den Auftragnehmer im Schlüsselfertigbau 19
1.1.4 Risiken im Schlüsselfertigbau 19
1.1.5 Vertragsformen im Schlüsselfertigbau 20
1.1.6 Kalkulationsmethoden im Schlüsselfertigbau 23
1.1.7 Pauschalpreiskalkulation 24
1.1.8 Verlauf der Vergabe und zukünftige Vergabeformen 27
1.2 Bedeutung in der VOB 29
1.2.1 Allgemeines zur VOB 29
1.2.2 Bestandteile der VOB und deren Bedeutung 29
1.2.3 Bedeutung in der DIN 18331 Betonarbeiten 31
1.3 Bedeutung des Stahls in der heutigen Zeit 33
1.4 Stahlpreisentwicklung der letzten 3 Jahre 38
1.5 Anteil des Betonstahls an den Gesamtrohbaukosten 43
1.5.1 Büro- und Verwaltungsgebäude 43
1.5.2 Märkte 44
1.5.3 Hallenartige Bauwerke 45
1.5.4 Wohnanlagen 46
1.5.5 Tiefgaragen 47
1.5.6 Mehrfamilienhäuser 48
1.5.7 Dienstleistungs-/Produktionszentren 49
1.5.8 Zusammenfassung 49
2. Bauteilbezogene Faktoren in der Literatur 50
2.1 Erläuterungen der Auswertung 50
2.2 „Zahlentafeln für den Baubetrieb“ 51
2.2.1 Hochbau allgemein 52
2.2.2 Durchschnittswerte der Gesamtkonstruktion 55
2.2.3 Ingenieurbauwerke 56
2.3 Internetpräsenz des Instituts für Baubetriebslehre der Universität Stuttgart 57
2.3.1 Betonstahlmengen bei Mindestbewehrung nach EC 2 57
2.3.2 Betonstahlmengen ausgeführter Objekte 59
2.3.3 Abschätzung von Bewehrungsmengen bei Ausschreibungen 63
2.3.4 Auswertung einer Schule in Frankfurt 64
2.3.5 Erfahrungswerte 65
2.3.6 Betonstahlermittlung 66
2.4 Stahlbedarf von Dipl.- Ing. Walter Braun 67
2.4.1 Ortbetonbauteile 67
2.4.1.1 Randstützen 68
2.4.1.2 Innenstützen 71
2.4.1.3 Außenstützen 75
2.4.1.4 Eckstützen 77
2.4.1.5 Fundamente 79
2.4.1.6 Plattenbalken 82
2.4.1.7 Massivplatten 86
2.4.2 Betonfertigteile 90
2.4.2.1 Pfetten 91
2.4.2.2 Schwach bewehrte Binder 93
2.4.2.3 Schwach bewehrte Träger 95
2.4.2.4 Vorgespannte Binder 97
2.4.2.5 TT- Platten 99
3. Bauteilbezogene Faktoren projektbezogen 101
3.1 Erläuterung der Auswertung 101
3.2 Büro- und Verwaltungsgebäude 103
3.2.1 Bürogebäude in München 105
3.2.2 Verwaltungsgebäude in Surheim 110
3.3 Märkte 116
3.3.1 Einzelhandel in Weilerswist 119
3.3.2 Einkaufsmarkt in Siegen 124
3.4 Hallenartige Bauwerke 130
3.4.1 Lagerhalle in Surheim 132
3.4.2 Logistikzentrum in Essen 136
3.5 Wohnanlagen 140
3.5.1 Seniorenwohnheim in Celle 144
3.5.2 Seniorenwohnheim in Wienhausen 150
3.5.3 Gesundheitszentrum in Meerbusch 157
3.6 Tiefgaragen 163
3.6.1 Tiefgarage in Frankfurt 165
3.7 Mehrfamilienwohnhäuser 171
3.7.1 Mehrfamilienhaus in Camp-Linfort 175
3.7.2 Einfamilienhaus in Eisingen 177
3.8 Dienstleistungs-/Produktionszentren 183
3.8.1 Dienstleistungsgebäude in Hohenacker 185
3.8.2 Produktionsstätte in Luckenwalde 191
3.9 Sonderbauwerke 196
3.9.1 Schaltanlage in Frimmersdorf 198
3.9.2 Mittelspannungsschalthaus in Alfter 201
4. Vergleich zwischen Literatur und projektbezogenen Faktoren 204
4.1 Durchschnittswerte der Gesamtkonstruktion 204
4.2 Fundamente 206
4.3 Bodenplatten 207
4.4 Wände 208
4.5 Stützen 209
4.6 Balken 210
4.7 Decken 211
5. Ergebnisse 213
5.1 Durchschnittswerte pro Kubikmeter Beton 213
5.2 Fundamente 214
5.3 Bodenplatten 214
5.4 Wände 214
5.5 Stützen 215
5.6 Balken 215
5.7 Decken 216
6. Anlagen 217
6.1 Literaturverzeichnis und Links zu Internetpräsenzen 217
6.2 Abkürzungsverzeichnis 224
6.3 Tabellarische Auswertung zu „Stahlbedarf“ von Dipl.- Ing. Walter Braun 225
6.3.1 Tabellenverzeichnis 225
6.3.2 Stützen 230
6.3.3 Fundamente 280
6.3.4 Plattenbalken 287
6.3.5 Massivplatten 298
6.3.6 Pfetten 305
6.3.7 schwach bewehrte Binder 308
6.3.8 schwach bewehrte Träger 311
6.3.9 Vorgespannter Binder 314
6.3.10 TT- Platten 317
6.4 Tabellarische Auswertung zu bauteilbezogene Faktoren projektbezogen 326
6.4.1 Büro- und Verwaltungsgebäude 326
6.4.1.1 Bürogebäude in München 326
6.4.1.2 Verwaltungsgebäude in Surheim 328
6.4.2 Märkte 330
6.4.2.1 Einzelhandel in Weilerswist 330
6.4.2.2 Einkaufsmarkt in Siegen 332
6.4.3 Hallenartige Bauwerke 335
6.4.3.1 Lagerhalle in Surheim 335
6.4.3.2 Logistikzentrum in Essen 336
6.4.4 Wohnanlagen 338
6.4.4.1 Seniorenwohnheim in Celle 338
6.4.4.2 Seniorenwohnheim in Wienhausen 340
6.4.4.3 Gesundheitszentrum in Meerbusch 342
6.4.5 Tiefgaragen 345
6.4.5.1 Tiefgarage in Frankfurt 345
6.4.6 Dienstleistungs-/Produktionszentren 347
6.4.6.1 Dienstleistungsgebäude in Hohenacker 347
6.4.6.2 Produktionsstätte in Luckenwalde 348

Textprobe:

Kapitel 3, Bauteilbezogene Faktoren projektbezogen:

Erläuterungen der Auswertung:

In der Auswertung der bauteilbezogenen Faktoren werden Original-Projekte berücksichtigt, um später einen Vergleich zu den Faktoren aus der Literatur zu ermöglichen.

Hier bei werden sämtliche Projekttypen, wie Büro- und Verwaltungsgebäude, Märkte oder auch hallenartige Bauwerke, ausgewertet.

Hier für wird bei jedem Projekt die statische Berechnung analysiert. Dort wird bei sämtlichen ausgewerteten Positionen der Bewehrungsanteil ermittelt, ein Faktor pro laufenden Meter oder pro m² Fläche gebildet und in Relation zur Auswertung der Literatur in kg / m³ angegeben.

Da in der Statischen Berechnung ausschließlich der Durchmesser, der Stababstand oder die Mattenbezeichnung zu finden ist, werden die Nenngewichte pro laufenden Meter Stabstahl (siehe Abb. 27: Gewichte Betonstabstahl BSt 500 S) bzw. pro m² Matte (siehe Abb. 28: Gewichte Betonstahlmatten BSt 500 M) aus den „Bautabellen für Ingenieure“ verwendet.

Soweit möglich wird der tabellarischen eine grafische Auswertung angefügt, um eine bessere Veranschaulichung zu gewährleisten.

Hierbei wird der Stahlbedarf jeweils in Abhängigkeit von der Belastung dargestellt, um ein leichtes Ablesen bei ermittelter Belastung zu ermöglichen.

Zusätzlich wird anhand von weiteren Projekten, welche in dieser Diplomarbeit bauteilbezogen nicht ausgewertet werden, der Stahlbedarf jeweils pro Kubikmeter Beton untersucht.

Wie auch bei der bauteilbezogenen Auswertung in der Literatur, werden sämtliche Tabellen der projektbezogenen Auswertung im Anhang aufgeführt.

Büro- und Verwaltungsgebäude:

Bei der nachfolgenden Auswertung von Büro- und Verwaltungsgebäuden wird nun zuerst, anhand von kalkulierten Projekten, der Stahlbedarf pro Kubikmeter Beton des Gesamtbauwerks untersucht.

Hier für werden sowohl Gebäude mit als auch ohne Statik untersucht, für welche Erfahrungswerte berücksichtigt wurden, und nun folglich aufgeführt:

Verwaltungsgebäude in Koblenz:

Eingebauter Beton: 568 m³, Geschätzte Stahlmenge: 57.461 kg, Stahlbedarf pro m³ Beton: 101,16 kg / m³.

Verwaltungsgebäude in Surheim:

Eingebauter Beton: 1.080 m³, Geschätzte Stahlmenge: 142.226 kg, Stahlbedarf pro m³ Beton: 131,69 kg / m³.

Verwaltungsgebäude in Duisburg (Bauteil 1):

Eingebauter Beton: 2.536 m³, Geschätzte Stahlmenge: 336.653 kg, Stahlbedarf pro m³ Beton: 132,75 kg / m³.

Verwaltungsgebäude in Duisburg (Bauteil 2):

Eingebauter Beton: 2.126 m³, Geschätzte Stahlmenge: 288.259 kg, Stahlbedarf pro m³ Beton: 135,59 kg / m³.

Verwaltungsgebäude in München:

Eingebauter Beton: 39.240 m³, Geschätzte Stahlmenge: 5.779.755 kg, Stahlbedarf pro m³ Beton: 147,29 kg / m³.

Verwaltungsgebäude in Heidelberg:

Eingebauter Beton: 1.275 m³, Geschätzte Stahlmenge: 130.165 kg, Stahlbedarf pro m³ Beton: 102,09 kg / m³.

Verwaltungsgebäude in Würzburg:

Eingebauter Beton: 3.379 m³, Geschätzte Stahlmenge: 431.440 kg, Stahlbedarf pro m³ Beton: 127,68 kg / m³.

Der Stahlbedarf eines Büro- und Verwaltungsgebäude schwankt in einem Bereich von ca. 100 bis 150 kg / m³. Dies liegt unter anderem daran, dass der Mauerwerksanteil am Gesamtbauwerk variiert und dass Vorhandensein einer Tiefgarage starken Einfluss auf diesen Wert nimmt. Sehr wichtig hier bei ist auch die Berücksichtigung des Baugrunds, da bei einem ungeeigneten Boden Bodenverbesserungen, wie beispielsweise mit Rüttelstopfsäulen, erforderlich werden. Dieses ermöglicht ein Einsparen an Betonstahl in Gründungsbauteilen, und somit eine Reduzierung des Faktors.

Folgend nun die Auswertung der bauteilbezogenen Faktoren anhand von zwei gerade genannten Objekten.

Bürogebäude in München:

Das gewählte Bauvorhaben erstreckt sich in den Obergeschossen auf eine Grundfläche von 176,0 m x 97,0 m und im Untergeschoss auf ca. 174,5 m x 104,5 m. Das Gebäude besteht aus einem Untergeschoss, einem Erdgeschoss und 6 Obergeschossen. Die Geschossdecken werden mit einer Dicken von 26 cm ausgeführt, die Kellerdecke muss aufgrund der höheren Nutzlast mit 30 cm Dicke ausgeführt werden. Als tragende Elemente werden die Stützen und die Treppenhauskerne herangezogen. Die außenliegende Fassade wird nichttragend ausgeführt.

Im Zuge der statischen Auswertungen werden sämtliche Wände in Form von Treppenhaus- und Aussteifungskernen sowie als Wandscheiben und Stützen vom Untergeschoss bis ins 5. Obergeschoss untersucht und ausgewertet.

Bei der Auswertung der Stützen werden verschiedene Querschnitte sowie Rund- als auch rechteckige Stützen betrachtet. Wie im Anschluss an die beispielhafte Darstellung einer Stütze in der Grafik zu sehen ist, schwankt der Stahlbedarf in Abhängigkeit von Belastung Nd und bewegt sich in einem Bereich von 135 bis ca. 620 kg / m³.

In der nachfolgenden Auswertung der Wandscheiben ist ein Stahlbedarf aus der Grafik von 60,0 bis ca. 210 kg /m ³ ablesbar, jedoch in Abhängigkeit vom maximalen Feldmoment max. Mf. Wie bei den Stützen wurden auch hier verschiedene Abmessungen untersucht und im Anschluss an die beispielhafte Auswertung einer Wandscheibe grafisch dargestellt.

Abschließend werden noch diverse Wände der Aussteifungskerne mit einem statischen Stahlbedarf von ca. 80 kg / m³ und Treppenhaus- bzw. Schleusenwände von 40 bis ca. 140 kg / m³ ausgewertet. Diese sind wie die gesamte tabellarische Auswertung in den Anlagen im Punkt 6.4 zu finden.

Arbeit zitieren:
Dix, Daniel Oktober 2009: Stahlbedarf im Stahlbeton-Hochbau, Hamburg: Diplomica Verlag

Schlagworte:
Schlüsselfertigbau, Ortbetonbauteile, Stahl, Vergabeform, Hochbau

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