Die Projektmethode im Informatikunterricht an wirtschaftsberuflichen Schulen
Eine empirische Analyse in der Metropolregion Rhein-Neckar
- Art: Diplomarbeit
- Autor: Julian Fiedler
- Abgabedatum: Juni 2009
- Umfang: 121 Seiten
- Dateigröße: 4,7 MB
- Note: 1,7
- Institution / Hochschule: Universität Mannheim Deutschland
- Bibliografie: ca. 109
- ISBN (eBook): 978-3-8366-4444-0
- Sprache: Deutsch
- Prämierung:
- Arbeit zitieren: Fiedler, Julian Juni 2009: Die Projektmethode im Informatikunterricht an wirtschaftsberuflichen Schulen, Hamburg: Diplomica Verlag
- Schlagworte: Projektmethode, Projektarbeit, Informatikunterricht, Schule, Berufliche Handlungskompetenz
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Diplomarbeit von Julian Fiedler
Einleitung:
Das Fach Informatik sowie die Projektmethode sind zukunftsorientierte Konstrukte, die zum einen von der Wirtschaft benötigt, zum anderen von ihr in der Praxis verwendet werden. Wirtschaft und die Informationstechnologien sind heutzutage zu einer Einheit verschmolzen und bedingen sich gegenseitig. Jedoch kann ein Betrieb aus IT-Innovationen keinen Nutzen generieren, wenn er keine professionell ausgebildeten Mitarbeiter besitzt, die solche Neuerungen implementieren, anwenden, warten und weiterentwickeln. Dieses Phänomen lässt sich gerade jetzt sehr gut in der Industrie ablesen, wo ein Mangel an Fachkräften zu verzeichnen ist.
Folglich ist es unabdingbar, dass in der berufsbildenden Ausbildung die Informatik und ihre Inhalte einen wichtigen Stellenwert erhalten und die Schüler bzw. Auszubildenden anhand dessen eine informatische Bildung aufbauen können. Die Handlungsorientierung als didaktisches Prinzip spielt hierbei eine wesentliche Rolle. Im Informatikunterricht soll nicht nur Faktenwissen bezüglich der Informationssysteme, Datenbanken und der Programmierung vermittelt, sondern darüber hinaus von den Schülern Performanzen generiert werden, die zu beruflicher Handlungskompetenz führen. In diesem Zusammenhang und mit Blick auf die realitätsnahe Umsetzung lässt sich erkennen, dass in den Betrieben Fragen betreffend Informationstechnologien in der Regel innerhalb von Projekten beantwortet und umgesetzt werden. Dies zeigt eine Umfrage der Detecon International GmbH in der 76% der vorhandenen Bereiche innerhalb der Unternehmen ein eigenes Entscheidungsgremium und eine operational unterstützende Einheit für das Projektmanagement besitzen. Die Umsetzung reicht von Hardwareimplementierungen, wie Anschaffung neuer Client-Rechner, Servern oder Peripheriegeräten, bis hin zu Softwareerweiterungen und -entwicklungen. Des Weiteren schätzen 90% der Befragten ihre durchgeführten Projekte als erfolgreich bis sehr erfolgreich ein. Die Tatsache, dass in der Praxis durch Projektarbeit auf effiziente Weise IT-Vorhaben abgewickelt werden, ermöglicht für den Informatikunterricht in der Schule eine durchaus interessante Unterrichtsmethode als Alternative zu den herkömmlichen Vermittlungspraktiken. Da die Projektmethode durch ihre Projekt- und Problemorientierung in die gleiche Richtung der handlungsorientierten Prinzipien wie die Informatik tendiert, kann durch die Lehrperson ein Synergieeffekt hervorgerufen werden. Dieser Sachverhalt lässt sich auch darin erkennen, dass in den IT-Berufen innerhalb des Lernfeldkonzeptes das Lernfeld ‘Projektmanagement’ eingeführt und die Abschlussprüfung bei der IHK durch eine betriebliche Projektarbeit ergänzt wurde.
Die vorliegende Arbeit soll einen empirisch fundierten Beitrag zur Aufklärung des Projektablaufes, den Zieldeklarationen und Wirkungsweisen der Projektmethode im wirtschaftsberuflichen Informatikunterricht leisten. Hierzu sollen die einzelnen Projektphasen auf Verwendung geprüft und die entsprechenden Ziele durch das Selbstkonzept der beruflichen Handlungskompetenz von den Schülern eingeschätzt werden. Im Wesentlichen soll geklärt werden, wie gut ein Schüler seiner Meinung nach durch Realisierung von Projekten im Unterschied zu herkömmlichen Informatikunterricht eine berufliche Handlungskompetenz erreicht bzw. im Anschluss besitzt. In diesem Zusammenhang wird auch analysiert, ob eine Wechselbeziehung mit inhaltlichen Vorkenntnissen, Projektarbeitserfahrungen und dem Selbstkonzept beruflicher Handlungskompetenz besteht.
Inhaltsverzeichnis:
| Tabellenverzeichnis | 3 | |
| Abbildungsverzeichnis | 3 | |
| Abkürzungsverzeichnis | 4 | |
| Abstract | 5 | |
| 1. | Einleitung | 6 |
| 1.1 | Problemstellung | 6 |
| 1.2 | Aufbau der Arbeit | 8 |
| 2. | Theoretischer Kontext | 9 |
| 2.1 | Fachdidaktik Informatik | 9 |
| 2.1.1 | Begriffserklärung | 9 |
| 2.1.2 | Informatische Bildung | 11 |
| 2.1.3 | Didaktische Ansätze der Schulinformatik | 13 |
| 2.1.4 | Berufliche Handlungskompetenz als normatives Ziel | 15 |
| 2.2 | Projektmethode | 19 |
| 2.2.1 | Begriffserklärung | 19 |
| 2.2.2 | Ausgestaltung und Merkmale | 20 |
| 2.2.3 | Phasen und Ablauf | 23 |
| 2.2.4 | Ziele der Projektmethode | 26 |
| 2.3 | Empirische Befunde als Überblick | 27 |
| 3. | Untersuchungsdesign | 32 |
| 3.1 | Fragestellung | 32 |
| 3.2 | Methode | 33 |
| 3.2.1 | Probandenbeschreibung | 33 |
| 3.2.2 | Erhebungsinstrumente | 35 |
| 3.2.3 | Untersuchungsdurchführung | 40 |
| 3.2.4 | Auswertungsverfahren | 41 |
| 4. | Ergebnisse | 44 |
| 4.1 | Analyse der Projektmethode | 44 |
| 4.2 | Analyse des Selbstkonzepts der beruflichen Handlungskompetenz | 49 |
| 4.3 | Korrelationsanalyse mit inhaltlichen Vorkenntnissen | 53 |
| 4.4 | Korrelationsanalyse mit Projekterfahrungen | 55 |
| 5. | Zusammenfassung und Ausblick | 58 |
| 5.1 | Zusammenfassung der zentralen Ergebnisse | 58 |
| 5.2 | Ausblick | 59 |
| Literaturverzeichnis | 61 | |
| Anhang | 69 | |
| Anhang A - Hinweise bezüglich der Befragung | 69 | |
| Anhang B - Fragebogen der Lehrpersonen | 70 | |
| Anhang C - Fragebogen der Treatmentgruppe | 72 | |
| Anhang E - Statistische Auswertungen | 86 |
Textprobe:
Kapitel 2.2.3, Phasen und Ablauf:
Der Projektunterricht lässt sich in fünf Schritte unterteilen, in denen unterschiedliche Tätigkeiten von den Beteiligten, Schüler wie Lehrer, vollzogen werden. Diesen fünf Schritten kann man sieben Phasen zuordnen. Im Folgenden wird der idealtypische Ablauf des Projektes und jede Phase im Einzelnen vorgestellt und anhand von Methoden konkretisiert. Abbildung 4 stellt einen Überblick über die Projektmethode und ihre einzelnen Schritten und Phasen dar und kennzeichnet mit unterschiedlichen Farbschattierungen die Aktivität der Schüler und Lehrer.
1. Schritt: Projektinitiierung (Projektidee finden und initiieren [1. Phase]):
Am Anfang eines jeden Projektes steht eine Idee oder eine Ideensammlung. Das Projekt zu initiieren und folglich ein Projektthema zu finden, ist hauptsächlich die Aufgabe des Lehrers. Jedoch kann hier schon aktiv der Schüler mit eingebunden werden, um zum Beispiel seine Wünsche und Vorstellungen bezüglich des Projekt zu äußern. Methoden, die zur Themenfindung und auch genaueren Beschreibung führen, wären Brainstorming in Gruppen oder Projektbäume, in denen die Klasse ihre Ideen einfließen lassen können. Der Lehrer kann sich nun mit den gesammelten Informationen zur Projektinitiative auseinandersetzen. Die anschließende Anfertigung einer Projektskizze mit Interessen und Betätigungswünschen von Schülerinnen und Schülern dient hierbei der Übersichtlichkeit.
2. Schritt: Projekteinstieg (Projektunterricht einleiten und planen [2. und 3. Phase]):
Nun wird das eigentliche Projekt mit seinen Eckpunkten von der Lehrperson vorbereitet. Einzelne Punkte, wie Fragestellungen, Start- und Endtermin, Materialbedarf und der Ablauf der einzelnen Gruppenarbeit, sind zu detaillieren. Schülergruppen sind einzuteilen und ein Projektziel, sei es mit einer konkreten Aufgabe oder einer offenen Problemstellung schriftlich anzufertigen. Hierbei sind den Schülern wichtige Informationen zu liefern, die die Abschlusspräsentation und die Dokumentationsanfertigungen in Umfang, Gestaltung etc. beschreiben.
Anschließend beginnt die Einleitung in den Projektunterricht. Das Thema wird den einzelnen Gruppen vom Lehrer vorgestellt. Dies sollte in Form einer Kompaktinformation, wie zum Beispiel einer kurzen Einführung und einer schriftlich ausgearbeiteten Aufgabendefinition, geschehen. Bei Softwareprojekten im Informatikunterricht verfolgt jede Gruppe ein Teilziel zur Entwicklung eines Moduls. Danach haben die Schüler als Erstes die Aufgabe sich mit dem Thema und der Problemstellung auseinanderzusetzen und die Projektarbeit selbstständig zu organisieren. Hierzu sollten Sie sich eines Projektplans bedienen, bei dem der Lehrer eine Beraterfunktion übernimmt. Der Projektplan beinhaltet einen Projektstrukturplan und einen Projektablaufplan. Der Projektstrukturplan ist ein Netzplan, der alle in einem Projekt anfallenden Tätigkeiten darstellt und diese in Haupt- und Teilaufgaben gliedert. Diese Vorgehensweise beugt Missverständnissen inhaltlicher und thematischer Natur vor. Der sich anschließende Projektablaufplan ordnet die Arbeitsaufgaben in eine Zeitschiene ein. Bei der Diskussion um die zeitliche Abfolge der Arbeitsschritte werden Abhängigkeiten deutlich. Es wird festgelegt, was nacheinander erledigt werden muss. Weiterhin werden eine genauere Betrachtung des Arbeitsumfangs, der Teilaufgaben in Bezug auf Material, Zeit und Personal vorgenommen. Zum Beispiel stellt jedes Team-Mitglied eine oder mehrere Dienstleistungen zur Verfügung und übernimmt Funktionen, wie Rechnerbeauftragter, Projektüberwacher, Schnittstellenbeauftragter oder Tester. Somit sind die Punkte wer was wann und womit erledigt geklärt. Jedoch sollten die Aspekte wie und warum etwas getan wird auch in den Projektablaufplan integriert werden. Die Bearbeitungsweise sollte vorab in der Gruppe diskutiert und einheitlich Standards, zum Beispiel bei der Dokumentation der Arbeitsabläufe, definiert werden.
3. Schritt: Projektdurchführung (Projekte durchführen und begleiten [4. Phase]):
Der in Schritt 2 angefertigte Projektablaufplan wird nun von den Schülerinnen und Schülern ausgeführt. Hierbei muss zuerst Material beschafft bzw. müssen Voraussetzungen geschaffen werden. Der Lehrer kann dies durch Bereitstellung von Medien vereinfachen. Beim Schüler kommt bei diesem Projektschritt die Methode des ‘entdeckenden Lernens’ zur Anwendung. Anschließend werden die Informationen ausgewertet und dienen zur Bearbeitung der jeweiligen thematischen Schwerpunkte. Während der Durchführung müssen weiterhin alle Tätigkeiten koordiniert und Zwischenergebnisse innerhalb der Gruppe zur Diskussion und Sicherung eingebracht werden. Die Schülerinnen und Schüler sollten dies in der Regel eigenständig bewältigen können, aber jederzeit bei Problemen die Hilfestellung des Lehrers erwarten.
In festen Abständen sollte über die erarbeiteten Sachprobleme, aber auch Koordinierungs- und Beziehungskonflikte in der Gruppe berichtet werden. Diese Reflexion hat zum Ziel, dass sich alle Beteiligten auf dem aktuellen Wissensstand befinden und Probleme schneller aufgearbeitet werden. Am Ende dieser Phasen sollten von den Schülern alle Punkte des Projektablaufplanes bearbeitet worden sein, sodass sie ein vollständiges Ergebnis bezüglich des Projektzieles vorweisen können.
Auch wenn der Lehrer in dieser Phase nicht aktiv in den Projektunterricht eingreift, sondern wie bereits erwähnt Funktionen der Beratung, Koordinierung und Bereitstellung von Materialien übernimmt, hat er wichtige Aspekte zu berücksichtigen. Wie zum Beispiel die rechtzeitige Verfügbarkeit von Hilfsmitteln, das Kontrollieren der Einhaltung von Zeitplänen sowie die zeitnahe Projektablaufdokumentation der Schüler bzw. Auszubildenden.
4. Schritt: Projektpräsentation (Projekte präsentieren [5. Phase]):
Der Abschluss der Projektarbeit beginnt mit der Präsentation und Vorstellung von Zwischenergebnissen sowie dem Endergebnis. Durch Vortragen der selbst erarbeiteten Ergebnisse werden Methoden des Designs und der Werbesprache eingesetzt, da die Schülerinnen und Schüler für Ihr Produkt im Idealfall werben. Das Erfahrungs- und Prozesswissen, das im Laufe der Projektarbeit erarbeitet wurde, kann nun präsentiert werden. Hierzu gibt es unterschiedliche Medien, die zur Auswahl stehen, wie zum Beispiel Powerpoint, Plakate, Handouts etc.
Über die Präsentation findet des Weiteren eine Rückkopplung mit der Projektinitiative statt, da anhand der Präsentation offengelegt wird, ob das Projektziel und die entsprechende dahinter stehende Idee realisiert worden sind. Auch diese Phase ist ein stark schülerorientierter Aufgabenabschnitt, in dem der Lehrer lediglich Hilfestellungen geben kann, jedoch sich selbst auf Schritt 5 vorbereitet bzw. sich indirekt in diesem befindet. Da die Präsentation ein wichtiger Bestandteil neben Projektablaufdokumentation und dem Endergebnis ist, wird diese genauso wie alle anderen Bestandteile in dem fünften Schritt vom Lehrer bewertet.
5. Schritt: Projektauswertung (Projekte auswerten und weiterführen [6. und 7 Phase]):
Die Reflexion über die geleistete Arbeit beginnt vor allem beim Schüler selbst. Dieser kann anhand eines Projektberichtes abschließend seine Arbeit und das zugrunde liegende Projekt bewerten. Aus diesem Grund dient der Projektbericht dem Schüler als Selbstbewertung bezüglich der Ergebnisse, die er und seine Gruppe produziert haben. Darüber hinaus können Probleme und die daraus folgenden Konsequenzen beschrieben, Verbesserungsvorschläge artikuliert werden, um im späteren Projektunterricht Fehler zu vermeiden.
Die Aufgabe des Lehrers ist es nun, dass Geleistete fair zu beurteilen und zu bewerten. Die oben beschrieben Selbstbewertung der Schüler sollte in die Notengebung tendenziell mit einfließen. Des Weiteren sind Merkmale für projektnahe Leistungsnachweise, wie Ergebnisdokumentation, Gruppenleistung und Arbeitsprozessgestaltung, zu beurteilen. Die Ergebnisdokumentation wird hauptsächlich von der Projektpräsentation, dem erarbeiteten Produkt und dem Erreichen des Projektzieles abgedeckt. Die Gruppenleistung und Arbeitsprozessgestaltung kann anhand der Projektablaufdokumentation oder durch Gruppenreflexion erfolgen. Die Projektpräsentation kann mit Hilfe von Bewertungsbögen bepunktet und somit recht leicht bewertet werden. Die Projektablaufdokumentation beinhaltet wesentliche Informationen zum Kriterium des Relevanzfilters für die Leistungsbewertung. Hier können Problembewusstsein sowie Umfang der Aufarbeitung eingeschätzt und abgelesen werden. Auch das Kriterium der Prozessbedeutung mit der Bewertung von Prozesslernen kann durch die Dokumentation, aber vor allem durch den prozessbegleitenden Dialog seitens des Lehrers in der Projektdurchführung vorgenommen werden. Hierzu gehören Aspekte wie Organisation, Planung und Teamarbeit.
Das Weiterführen eines Projektes stellt nach W. Emer keine notwendige Phase dar. Dabei kann das Projekt innerhalb oder außerhalb der Schule fortgesetzt werden, indem Teilgruppen bestimmte Aspekte weiterführen oder aber Folgeprojekte vorbereitet werden.
2.2.4, Ziele der Projektmethode:
Die Projektmethode verfolgt, wie alle handlungsorientierte Methoden, die berufliche Handlungskompetenz. Dennoch muss eine eindeutigere Bestimmung vorgenommen werden. In der Literatur finden sich unter Zielen und Auswirkungen des Projektunterrichts vielfältige Beschreibungen. Nach E. Lehmann gibt es im Kontext des Informatikunterrichts Ziele, die sich auf die Computeranwendung und Softwareerstellung beziehen. Hier wären zum Beispiel zu nennen, das Erkennen komplexer, realer Problemstellungen und die unterschiedlichen Auswirkungen von Designentscheidungen. Durch die Projektmethode können außerdem wichtige Phasen und Aspekte von typischen Informatikprojekten aufgezeigt werden. Dies vermittelt ein Bewusstsein für den Umgang mit komplexen Informatiksystemen.
Angestrebt werden auch allgemeine Ziele bezüglich des Arbeitsverhaltens und der inhaltlichen Struktur. Dabei spiegeln diese Ziele die Sach- und Fachkompetenz wider, wie in Kapitel 2.1.4 beschrieben, da hier neue Inhalte behandelt, Sorgfältigkeit, Konzentrationsfähigkeit und Zuverlässigkeit verfolgt werden. Problemlöseprozesse sollen geplant, durchgeführt, präsentiert und ausgewertet werden. Auch Sozial- und Selbstkompetenz können als Zielkategorie angegeben werden. Eine Auflistung möglicher Ziele bezogen auf die Sozialkompetenz sind: Team-, Kontakt-, Konfliktlöse-, Kooperations- und Kommunikationsfähigkeit. Kritikfähigkeit, Motivation, Selbstständigkeit, Verantwortung, Offenheit und das Kennenlernen der eigenen Stärken und Schwächen können der Kategorie der Selbstkompetenz zugeordnet werden. Der berufliche Kontext der Handlungskompetenz bezieht sich jeweils auf die zukünftige berufliche Tätigkeit. Die Projektmethode entspricht hiermit der Professionalisierung in der Berufsausbildung, da den Schülern bzw. Auszubildenden ermöglicht wird, ihre erworbenen Kenntnisse und Fähigkeiten selbstständig auf Situationen zukünftiger und gegenwärtiger beruflicher Praxis anzuwenden.
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Link zur Arbeit:
http://www.diplom.de/ean/9783836644440
Arbeit zitieren:
Fiedler, Julian Juni 2009: Die Projektmethode im Informatikunterricht an wirtschaftsberuflichen Schulen, Hamburg: Diplomica Verlag
Schlagworte:
Projektmethode, Projektarbeit, Informatikunterricht, Schule, Berufliche Handlungskompetenz




